Lagebeobachtung Ukraine: Der Crash von MH17

Über dem Osten der Ukraine ist am (heutigen) Donnerstag eine Boeing 777 der Malaysia Airlines auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur abgestürzt – und es wird immer wahrscheinlicher, dass diese Maschine abgeschossen wurde. Unklar allerdings vorerst, von wem: unbeabsichtigt von der ukrainischen Armee, von pro-russischen Separatisten, die ein Flugabwehrsystem in ihre Gewalt bekommen haben, oder von russischer Seite? Die Separatisten sollen sich des Abschusses gerühmt haben, in dem Glauben, ein ukrainisches Transportflugzeug getroffen zu haben – aber sicher ist das nicht.

Die Entwicklung vor allem in den von den Lesern  zusammengetragenen Informationen (vielen Dank!) in den Kommentaren.

320 Gedanken zu „Lagebeobachtung Ukraine: Der Crash von MH17

  1. Ein Mordverfahren ist auch nicht innerhalb von 48 Stunden gelöst, nur weil man meint, den Schuldigen zu kennen! Jetzt schon von Kopfgeld mit Menschenjagd zu sprechen, ist unterste Schublade. Die Separatisten kooperieren, wenn auch mit Einschränkungen mit den Beobachtern. Die Beobachter sollen sich 75 Minuten ungestört dort aufgehalten haben, und dann weggeschickt worden sein. Das können auch die üblichen Hinhalte Spielchen sein. Wenn die Separatisten meinen die können so etwas verschleiern, dürften die böse auf den Falschen Fuß erwischt werden. Gibt zu viele Zeugen. Dort sind wohl eher beide Kriegsparteien unbeliebt.

  2. Leute, jetzt sind wir definitiv weit weg von der Lagebeobachtung. Und wir fangen jetzt nicht an, wie drd sehr schön formuliert hat, hier Selbstjustiz per crowdfunding zu entwickeln. Danke.

  3. 1. wurde es schon vorher so praktiziert
    2. wäre es nach innerstaalichem recht kein strafausschließungsgrund
    3 wäre selbstjustiz in diesem fall wohl die einzige alternative zu gar keiner justiz

    4. war es offensichtlich eher ironisch

    manchmal muss man den inneren pavlov eben zähmen ;)

  4. @redy29 zu http://augengeradeaus.net/2014/07/lagebeobachtung-ukraine-der-crash-von-mh17/comment-page-6/#comment-138822: Was Sie sagen wollen dies Medien gerne. Mangels fachlicher Expertise – woher auch und das ist kein Vorwurf – sind dies Medien keineswegs unbeinflußbar.

    Mit Expertise-Lieferung will jeder auf den „Sensations-Zug“ als erster aufspringen und „Klicks und Quoten“ holen und wenn man es clever anstellt, spenden die Medien sogar ihrer Selbstdarstellung willens mit!

    Natürlich werde die in „SPIEGE-WEB“, „WorldON“ oder „SüdNews“ nicht schreiben „Wir helfen bei Aufklärung zum Abschuss MF 17 mit“. Dieses Feld wird wohl eher einer bestimmten S-Bahn-, Brotzeit- und Kneipenlektüre überlassen. Das kann aber im Fall auch nicht schaden.

    P.S. Sorry @T.W. hat sich mit Ihrer Kritik überschnitten, meine Beiträge snd aber absolut ironisch gemeint!

  5. Bei so welchen Sachen hat es in der Vergangenheit immer unschöne Überraschungen gegeben. Daher hab ich ein Problem mit der schnellen Verurteilung von Russland. Die Ukrainische Seite hat auch wahllos Anschuldigungen raus gehauen, was nicht gerade hilfreich in der Situation ist. Zu mehr Kooperationsbereitschaft bei den Separatisten wird das sicherlich abträglich gewesen sein. In Kiew meint man wohl noch immer, dass man mit einen Vernichtungsfeldzug alle Probleme lösen könnte. Da scheint es aber gewisse Gräben zwischen Bevölkerung und der Regierung in Kiew zu geben.

  6. @VTG-Amtmann
    wie gesagt, hätten wir keine absolut gleichgeschaltete Medienlandschaft würde es gehen….So also nicht….

  7. Der spanische Fluglose hat sich nochmal geäußert, die Frage war ja (oder ist) ob er real oder glaubhaft ist.

    We are informed that the twitter account of the Spanish air controller has been closed down. Following his statements, he and is family have been threatened by the Kiev regime, including death threats.

    He has been deported from Ukraine. He is a man of courage and determination committed to the truth.

    http://www.globalresearch.ca/spanish-air-controller-kiev-borispol-airport-ukraine-military-shot-down-boeing-mh17/5391888

  8. Ich bereue gerade, daß ich den ganzen Bullshit nicht aufgehoben habe, den Global Research in den letzten Monaten abgelassen hat. Ich bereue es wirklich.

  9. @axel_f
    Der Twitter-Account „@Novorussia_ru“ hat bereits geschrieben, dieser Spanier sei ein Fake. Dürfte hier irgendwo in den Kommentaren stehen, schauen Sie einfach mal nach.

    Globalresearch.ca ist übrigens eine Verschwörungsseite, Truther, Chemtrails, NWO, 9/11 & Co. Aber wenn Sie damit kein Problem haben, bitte..

  10. Aber wo ich gerade diesen GR.ca-Schund lese.. absolut herrlich:

    10:35 – 17 de jul. de 2014 “An accident that is not quite normal, they are threatening us in the same tower of Kiev airport”

    16:13 – 17 de jul. de 2014 “Our response was, these radars do not collect the launching of missiles, the military ones does, there were no doubts”

    Dann ist ja alles klar. Ein spanischer ATC in Kiew wird vormittags um halb 11 im Tower von ukrainischem Militär festgesetzt und bedroht. Derselbe Typ kann knappe sechs Stunden so gut wie ununterbrochen auf seinem Smartphone halbe Romane in Twitter veröffentlichen, während er nebenbei als quasi-HUMINT vor Ort aktiv ist und DIE Verschwörung des Krieges aufdeckt?

    You’ve got to be shitting me. Aufwachen Leute. Es wird langsam wirklich Zeit.

    PS: Einer der ersten Tweets dieser „Quelle“ ging übrigens direkt an die spanische Version von Russia Today, @ActualidadRT. Na das nenne ich Zufall..

  11. Was die Fluglotsen betrifft, hat der Flughafen Kiew übrigens eine Telefonnummer. Man kann dort anrufen und nachfragen. Wäre vielleicht was für Journalisten, die können das als Arbeitskosten absetzen. ;)

  12. @TW/drd: Das ist genau genommen weder Selbst- noch Lynchjustiz, denn – sofern ich wacaffe richtig verstehe – geht es nur darum, der Verantwortlichen habhaft zu werden um sie dem gesetzlichen (!) Richter auszuliefern. Der Fall „Kalinka“ (s.u.die letzte Wendung) hat schließlich gezeigt, dass so etwas durchaus praktikabel ist.
    Die Zusammenfassung bei rtl: „Im Justizdrama um den mysteriösen Tod der 14-jährigen Französin Kalinka vor mehr als 30 Jahren steht seit heute ihr leiblicher Vater vor Gericht. Der heute 76-jährige André Bamberski soll 2009 die Entführung des deutschen Stiefvaters Kalinkas nach Frankreich eingefädelt haben. Nach der Verschleppung wurde der Stiefvater, der Arzt Dieter K. (79), in Frankreich vor Gericht gestellt und zu 15 Jahren Haft verurteilt. Bamberski hat ihn immer für den Mörder seiner Tochter gehalten.“
    Wer immer das Kopfgeld verdient, müsste also wie Bemberski mit der Verurteilung wg. Entführung rechnen, was aber einer Verurteilung der Strelkow&Konsorten nicht im Wege steht. Deren Festsetzung wäre damit letztlich nur eine Frage der Preise.
    Im konkreten Fall würde ich allerdings von diesem Vorgehen abraten, weil es ja nicht nur um die kleinen Eierdiebe vor Ort geht.

  13. Sorry der Quatsch der hier von den Medien 1:1 übernommen wird und hier aggressiv Verbreitet wird geht mir auf dem Keks
    1915 war dasselbe da wurden Waffen auf Passagier Schiefen gefahren und Schuld wahren die deutschen aber mit Richtigkeit wurde damals auch nicht geschrieben
    Den es gibt Regeln und Waffen drin sind, sind dann Kriegsschiffe, und keine Zivile Schiff das versenkt wurde
    100 Jahre später wird wieder so gelogen den das Flugzeug Flog da wo auch Kriegsflugzeuge flogen, und danach hätte auch ein Ukrainisches fliegen sollen
    Die Opfer sind ganz klar Leute die in den Urlaub wollen weit weg vom Krieg weg und hinfliegen
    Die Deutschen hatten 1915 in US Zeitungen Anzeige aufgegeben, die nur eine kleine Zeitung Veröffentlicht hatte, die andere nicht auf Anweisung von der US Regierung, das auf die Kriegsschiffe Versenkt werden
    2014 hatten die Rebellen auf Soziale Medien Veröffentlicht, die unseren Medien auch immer zitierten, das unter anderem, aber nie das da wo sie schrieben das die jedes Flugzeug Abschießen
    ( weil es Kriegsflugzeuge sind ) wurden die Opfer ganz gezielt geopfert,
    Bei jedem Vulkan wird alles sehr großzügig Gesperrte, aber Flugzeuge gezielt Kriegsgebiet Geschleust
    Den Täter gibt es nicht
    Es sind die Rebellen die gezielt das vermutete Flugzeug abschossen, Die Ukrainische Regierung das da auch Flog das die Rebellen den Fehler begehen, eine Deutsche Regierung die wussten das da Flugzeuge Fliegen im Kriegsgebiet , Manager denen es egal war , Umweg Kostet und bekannt war das die US Flugzeuge da nicht Fliegen dürfen , aber auch Lufthansa war es egal die
    Keiner wollte es wissen , .an hat gezielt die Opfer gewollt , um jetzt richtig eine Begrünung gegen Russland vor zu gehen , und das wird mit weg lassen von Fakten gezielt , damit gegen die Rebellen und Russland , und das wir davon auch überzeugt sind
    Man darf nicht Vergessen das 1917 USA in den Krieg dann auch Zog
    Darum war auch Frau Merkel Sauer den wir werden jetzt in eine Spirale gezogen, einen den Deutschland nie Führen kann, wir haben keinen Politiker der das Nötige tun kann, und Material haben wir schon gar nicht dafür , und Versaut wenn Sie Pech hat noch ihren Urlaub

  14. Auf Tagesspiegel.de „Russland beschuldigt ukrainische Flugabwehr“

    „Andere russische Medien hatten zuvor gemeldet, die Unglücksmaschine sei etwa zehn Flugminuten von Erreichen des russischen Luftraums vom Radar der Fluglotsen verschwunden. Das entspricht bei der durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit einer Boeing 777 von rund 905 Stundenkilometern einer Entfernung von mehr als 150 km zur Grenze.“

    Die Separatisten kontrollieren nur maximal 50 km zu Grenze. Wenn die Separatisten die MH17 aus Torez abgeschossen haben, müsste MH17 kurz nach der Detonation der Rakete recht steil auf die Erde gefallen sein. Genauso Möglich ist es, dass MH17 noch ein wenig in sehr hohen Höhen sehr schnell weiter geflogen ist, bevor es schnell runter gegangen ist. Dann können es wieder die Ukrainer gewesen sein. Man sollte den Experten und Ermittlern Zeit für die Ermittlungen geben. Vier Minuten weiter fliegen heißt wohl etwa 45 km weiter runter kommen.

  15. @Ben
    Klar, weil eine durch eine Luftabwehrrakete zerfetzte Passagiermaschine dann noch mehr als 100km in großer Höhe weiterfliegt….

  16. Da in diesem Thread kein Interesse mehr an der Lagebeobachtung besteht, sondern lieber ganz allgemein debattiert wird, schließe ich hier die Kommentare. Habe zur tatsächlichen Lagebeobachtung Ukraine einen neuen Thread aufgemacht.

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