Die neue Staatssekretärin: Warten auf die Zuständigkeiten

Suder_McKinsey_Crop

Die künftige Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, die McKinsey-Frau Katrin Suder, ist zwar seit dem (gestrigen) Mittwoch offiziell benannt. Den Umfang ihrer Zuständigkeiten hat das Ministerium in seiner Mitteilung allerdings noch nicht konkretisiert:

Frau Dr. rer. nat. Katrin SUDER, bisher Director bei McKinsey & Company Inc., Berlin, wird nach dem heutigen Kabinettsbeschluss dem Bundespräsidenten als beamtete Staatssekretärin im Bundesministerium der Verteidigung, Berlin, zur Ernennung vorgeschlagen.

Während wir darauf warten, was Suder alles machen soll, hier noch mal die Entwicklung der Zuständigkeiten seit dem Amtsantritt von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen:

Bereits unmittelbar nach Amtsantritt im Dezember 2013 hatte die Ministerin Staatssekretär Rüdiger Wolf entlassen und an seine Stelle den aus dem Arbeitsministerium mitgebrachten Staatssekretär Gerd Hoofe gesetzt. Die damalige Aufgabenverteilung, im Wesentlichen von Vorgänger Thomas de Maiziere übernommen (screenshot von bmvg.de Anfang Januar dieses Jahres):

BMVg-StS-Zustaendig_20140110

Mitte Januar trat dann eine Ergänzende Festlegung zu den Grundsätzen für die Spitzengliederung, Unterstellungsverhältnisse und Führungsorganisation im Bundesministerium der Verteidigung und der Bundeswehr in Kraft:

Herrn Staatssekretär Beemelmans unterstehen die Abteilung Politik, der Generalinspekteur der Bundeswehr mit den ihm unterstellten Abteilungen, die Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung sowie zunächst bis auf Weiteres der Stab Organisation und Revision.
Herrn Staatssekretär Hoofe unterstehen die Abteilung Haushalt und Controlling, die Abteilung Recht, die Abteilung Personal sowie die Abteilung Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen.

Das hielt bis zum Februar dieses Jahres. Dann wurde Beemelmans gefeuert, und seine Zuständigkeiten wurden vorübergehend neu verteilt. Vor allem der Generalinspekteur Volker Wieker erhielt zahlreiche neue Aufgaben, wie von der Leyen damals in einem Brief an die Mitarbeiter erläuterte:

Mitarbeiterbrief Ursula von der LeyenMitarbeiterbrief Ursula von der Leyen2

Diese nun seit einem halben Jahr andauernde Situation findet sich auf der Webseite des Ministeriums nur teilweise wieder. In der Beschreibung der Zuständigkeiten auf Ebene der beamteten Staatssekretäre fehlt merkwürdigerweise der Hinweis auf die Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung – AIN (screenshot vom 17. Juli 2014):

bmvg_sts-Zustaend_20140220

Jetzt warten wir mal ab, wie das alles neu geschüttelt wird und worum sich Katrin Suder konkret kümmern soll. AIN dürfte ja vorrangig dazugehören; aber was noch?

(Foto: McKinsey, lt. Verteidigungsministerium zur Veröffentlichtung nutzbar)

47 Gedanken zu „Die neue Staatssekretärin: Warten auf die Zuständigkeiten

  1. …da bin ich ja mal gespannt… denn in der Wirtschaft gelten ja prinzipiell nur die beiden Beschaffungswege:

    1. Ich definiere ein Budget und erwerbe dafür das bestmögliche Produkt

    2. Ich definiere das Produkt und akzeptiere das notwendige Budget

    Die Bibabundeswehr macht aber seit Jahrzehnten das (nicht existente aber lustige) dritte Prinzip:

    3. Ich definiere das Budget und das Produkt

    Das wird einer Dame aus der Wirtschaftsprüfung u.- Beratung ja dann mal einiges an Fragen entlocken…

    Also, los gehts!

    Grüße!

    Das Kurzschwert

  2. @Gladius
    Perfekt formuliert!
    Bin gespannt, wie sich das in Zukunft auswirkt, oder ob es zunächst darum geht, bestehende Verträge nachträglich auszuhebeln….(wie schon so oft geschehen)….und es unterm Strich wieder nur um weitere Einsparungen geht.

  3. @Gladius

    Ich hoffe sehr, dass ihre Fragen dank des fachfremden Hintergrundes über die BWL Sicht dieser Sache hinausgeht. Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Diskussion mit einem BWLer der bei einem Lehrgang steif und fest behauptete, dass es nur diese beiden Wege gebe und nichts dazwischen. Auf die These, dess es viel eher so sei, dass man abwägen müsse, ob man diese oder jene Fähigkeit eines Produkts mehr oder weniger für etwas mehr oder etwas weniger Budget fordert oder eben nicht, also dass es sich um einen klassischen Fall von Variationsrechnung oder weniger mathematisch um einen Fall von Abwägen von Kosten zu Leistung handelt, ist er beinahe explodiert. Beschränkte Weltsicht… hurra!

    Der Fehler in der Bundeswehr ist doch viel eher, dass auf einer übergeordneten Ebene beschlossen wird, wieviel Geld es gibt und welche Leistung dafür zu realisieren ist und in den wenigsten Fällen die Kommunikation gut genug läuft, dass im Nachgang entweder das Budget oder die Leistung an die Realität angepasst wird.

  4. Gemäß http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=16&ved=0CEcQFjAFOAo&url=http%3A%2F%2Fwww.bmvg.de%2Fresource%2Fresource%2FMzEzNTM4MmUzMzMyMmUzMTM1MzMyZTM2MzEzMDMwMzAzMDMwMzAzMDY4Nzg2Zjc0NmI3NzY4NjYyMDIwMjAyMDIw%2FPmip_personalveraenderungen.pdf&ei=laTHU4qLMKnc4QTFq4HYDw&usg=AFQjCNEOe0Yg1QENOlfXjcKwAKZi9TnkAw&sig2=AT4MTmPZPrjSDGUX_gWe5Q&bvm=bv.71198958,d.bGE sind der AL-AIN und der AL-Planung schon mal mit Soldaten und Vollbluttechnikern besetzt, was m.M.n. hinsichtlich bestimmter Affinitäten schon einmal einen gewissen Selbstschutz des Amtes mit sich bringt. Man denke nur an den früheren AL-AIN sowie an die früheren StS-Haushalt und StS-AIN. Insofern für StSin K. Suder vielleicht eine ganz günstige Ausgangsposition besteht?

    Budget und Leistungen (= Nutzwerte) an die Realitäten (FFF) anzupassen, ist eigentlich mittels einer sauber hierarchisch strukturierten und gewichteten Bewertngsmatrix auch kein Problem. Problem war vielmehr in der Vergangenheit stets, daß die FFF über weite Strecken unrealistisch bzw. von der Sorte „nice to have“ und „eierlegende Wollmilchsau“ waren und wenn man dann noch die Bewertungsmatrix an die Produkte eines H&L-Lieferanten anpasst, statt an die zu schließenden Fähigkeitslücken in deren Relevanz und Signifikanz, stimmt „hinten und vorne“ gar nichts mehr! Man könnte dieses auch „SEA LION-Syndrom“ oder „Morbus -EuroHawk“ nennen.

  5. @ drd

    Die Praxis bei Großprojekten in der Beschaffung der Bw ist doch eher, es stimmt weder die Leistung des Produktes noch das Geld, dass dafür aufgewendet werden muss.

    Also Abstriche in der Leistung oder Menge des beschafften Produktes und gleichzeitig gleicher Preis oder höherer Preis für die Beschaffung.

    Streiche Tranche 3b Eurofighter (- 40 Maschinen) setze gleicher Preis wie ursprünglich vereinbart, usw. NH 90, Tiger, A400 M, Puma, ASR-S usw.

    Das Problem ist wohl, dass man die BWLer, die Ingenieure und die Juristen nicht ihren Job vernünftig machen lässt, sondern mittels übergeordneter politischer Ziele Einfluss auf das Geschäft nimmt.
    Beispiel BER Flughafen. Nach zivilen Angebot hätte es ca. 5 Mrd Euro gekostet, das war der Politik zu teuer, man wollte es in Eigenregie machen für 2-3 Mrd Euro. Ergebnis 5 Jahre Zeitverzug, absolut mieses Baumanagement, chaotische Planung, internationale Blamage für die deutsches Management von Großvorhaben und voraussichtliche Kosten in 2017 – 2018 von 5 Mrd Euro. q.e.d.

    Wie gesagt, Auftragstaktik und jeder sollte den Job machen, den er am Besten ausüben kann. Ergebnis = Deutscher Mittelstand, Weltmarktführer

  6. Ich wünsche dem sich formierenden Girlscamp an der Spitze des Verteidigungsministeriums viel viel Glück und Durchhaltevermögen. Offenbar hat sich Frau von der Leyen vorgenommen, das meiner Ansicht marode und vor der Implosion stehende Konstrukt Bundesdeutsche Sicherheitspolitik auf Vordermann zu bringen. Es ist zu hoffen, dass die Akteure dabei nicht schneller de Boden unter den Füßen verlieren, als ihnen lieb ist. Vielleicht sollte sich Frau Suder auch einen Fallschirm zulegen ;-).

    Ich bin mal gespannt, ob das Geschlecht der Akteure eine Rolle spielen wird. Der Rüstungssektor ist meiner Meinung eines der wenigen Überbleibsel, bei dem Männerbündelei im weiteren Sinne noch eine Rolle spielt. Dann bleibt abzuwarten, ob die Akteure „ihren Mann stehen“, wenn es darauf ankommt. Gibt ja genug Beispiele für starke Frauen und nicht jede Frau macht auf Kleopatra …

    Leider hat sich Deutschland sicherheitspolitisch isoliert. Zuerst wurde Frankreich düpiert (Libyen-Krise) und GASP faktisch zerdeppert, nun tritt man den USA vors Schienenbein (Deutschland versucht es zumindest).
    Unsere Partner werden uns absehbar vom sicherheitspolitischen Trittbrett schubsen und wir werden Dinge selbst bereitstellen müssen, die wir bisher für lau bekamen.
    Es wird sich also zeigen: Können die Damen zaubern und aus vorhandenen Mitteln wesentlich mehr machen? Ich habe da so meine Zweifel. Insbesondere loyales Personal wird sehr teuer werden, da andere Motivationen als Geld mehr und mehr wegfallen.
    Schafft man es, dem Finanzminister wesentlich mehr Geld abzuknöpfen? Halte ich gegenwärtig für unwahrscheinlich.
    Oder wird man mit prima Marketing verschleiert Fähigkeiten weiter abbauen? Man kann ja hoffen, dass nie jemand den Bluff auf die Probe stellt. Und wenn doch, tun sich Frauen erfahrungsgemäß leichter mit der Unterwerfung unter die neuen Herren. ;-)

    PS: Wer wird neuer Kommandeur Joint Warfare Centre? Oder geht der Posten nicht mehr an Deutschland …

  7. @Georg

    „Das Problem ist wohl, dass man die BWLer, die Ingenieure und die Juristen nicht ihren Job vernünftig machen lässt, sondern mittels übergeordneter politischer Ziele Einfluss auf das Geschäft nimmt“

    Ja das ist sicher eines der großen Probleme, aber garantiert nicht das einzige. Es gibt noch viele viele mehr.. eine ganz rudimentäre Liste:

    – grundsätzliches Problem des Auftreten des Staates im Privatrecht… sprich, Vermischung von Staatsverantwortung und wirtschaftlichen Aktivitäten… das dürfte noch Generationen von Politikern, Philosophen und Juristen beschäftigen. Ausprägung im Vergaberecht, aber auch in vielen anderen Details.

    – Monopol beim Käufer (zunehmend, siehe Gabriels Äußerungen zum Export von Rüstungsgütern)

    – Monopol/Oligopol beim Anbieter (zunehmend, siehe etwa Fusionspläne bei KMW)

    – Politische Machtsicherung im Haushaltsrecht führt zu wirtschaflich sehr umständlicher und auch unsicherer Finanzplanung in Projekten, zum Teil auch zu völlig unnötiger Inkaufnahme von Mängeln bei Abnahmen (Jährlichkeit, VEs, 25Mio Vorlage, Jahresprogrammverhandlungen etc.)

    – Erhebliche Mängel beim Herunterdeklinieren der abstrakten Forderungen in KdB auf Fähigkeiten und von Fähigkeiten auf Requirements (siehe Amtmann). Das fängt im Ministerium an, geht in den Kommandos und Ämtern weiter und endet in teils völlig unbrauchbaren FFFen bzw. LVen

    – Probleme bei der Personalentwicklung und bei der Führungskultur (Stichwort: „nur kein Fehler, lieber nichts entscheiden“)

    – Diverse Probleme auf Industrieseite, auf die allerhöchstens indirekt Einfluss genommen werden kann (wenn überhaupt), etwa eine sehr starke Ausrichtung auf kurzfristige Gewinne (Personalfluktuationen und falsche Anreize, katastrophales QM, juristische statt fachliche „Erfüllung“ von Requirements… etc) Vieles davon ist über Jahrzehnte staatlich „gefördert“ worden, da die Vergabepraxis, der Trend zur Privatisierung, die „Philosophie“ der Rüstung, die Vergabe von MatErhalt Aufträgen etc „Missbrauch“ ermöglichen

    Kein Anspruch auf Vollständigkeit ;)

    Jeder dieser Punkte führt dann in Kombination mit einem anderen wieder zu neuen Detailproblemen.

    Wieviel davon eine Staatssekretären in den Griff bekommen kann steht in den Sternen. Sicher hat sie Erfahrung im öffentlichen Sektor. Sicher ist sie als Quereinsteiger in der Lage über das reine Privatwirtschaftsmantra diverser Managementschulen hinauszuschauen. Aber der Berg ist verdammt hoch und nicht an einem Tag abgetragen.

  8. @drd
    Beim Abwägen der geforderten Fähigkeiten (dann im Lastenheft) geht es doch schon los. Was will der Nutzer (z.B. bei einem Fahrzeug):

    – Beweglichkeit
    – Schutz
    – Feuerkraft / Absitzstärke
    – Modularität

    etc. – da muß man immer Kompromisse machen, und daher wird es immer Nörgler geben.

  9. @Sun Tzu

    Nachfolger am JWC ?
    Hm, Deutschland hat da einen parat (soll gerade aus Afgh zurück sein mit 80 Tagen Resturlaub ;-))
    Frage ist bloß, ob der in Norfolk/Brüssel akzeptiert wird. Könnte mir vorstellen, dass „man“ dort sauer ist, weil DE nach etwas über einem Jahr schon wieder wechselt, zumal DE ganz schön gedrängelt hat 2013 den Posten von Frankreich zu übernehmen. Der CoS des JWC (US AF) hat auch gerade gewechselt………
    Der Job ist in Rotation DE/POL….vielleicht hat man in Warschau auch einen Kandidaten ;-)
    Und dann ist da ja diese gegenwärtige Großwetterlage DE/USA …..spannend, spannend

  10. Da gegen die krassen Fehlentscheidungen der Politik schon keine Fakten helfen, wird eine Wirtschaftlerin da auch nicht mehr ausrichten können.

    Wenigstens wird sie dafür verbeamtet und kann B11 + Bonus abgreifen …

  11. Das Grundproblem besteht doch wohl darin, dass die durch die Politik vorgegebene Personalstärke der Bundeswehr und Zielvorgabe (LoA) für Einsätze mit dem für die Streitkräfte vorgegebenen Budget unter keinen Umständen in Einklang zu bringen ist. Auch dann, wenn man Beschaffungsvorhaben nur am Budget ausrichtet und keine qualitativen Anforderungen stellt (was unverantwortlich wäre), so würde es für die quantitative Bedarfsdeckung nicht reichen – und damit meine ich nicht die Vollausstattung, sondern den Einsatz- und Ausbildungsbedarf. Eine deutliche Erhöhung des Verteidigungsetats oder eine deutliche Reduzierung des Streitkräfteumfangs und LoA (bei zumindest gleichbleibendem Etat) sind die Alternativen. Von einem Staatssekretär/einer Staatssekretärin erwarte ich hierzu klare Worte.

  12. Mich treibt die Frage nach der Bezahlung der Dame um.
    Da gab es doch im Vorfeld eine nicht abschließend beantwortetes „Gerücht“ das Salär eines beamt. StS würde die Gehaltsforderungen nicht decken !? Gibt es hierzu eine Erläuterung ?

  13. @BR
    Also da kann es eigentlich nur eine Antwort geben, nämlich dass das Salär wohl reichen wird. Es wäre mir sehr neu, dass Bundesgesetze geändert werden um Staatssekretäre einzukaufen… Aber man weiß ja nie.

  14. @ Soenke Maharens
    Wenn man sich die Kriterien des most-powerful matrix betrachtet muessen da noch andere Massstaebe einfliessen. Sonst ist nicht zu verstehen, das zB Japan hinter DL steht. Also wieder bullshit.

  15. @VtgAmtmann

    Bitte unterlassen Sie doch solche Horror-Links!
    Ist ja furchtbar!

    Europäischer PC Führerschein?

    OK OT, musste aber sein.

  16. @KlausK: Schreiben Sie das doch bitte dem BMVg-PrInfoStab und nicht mir. Danke, OT, mußte aber auch sein :-)

    Zurück zum Thema: Der Physikerin Dr. K. Suder – seit 2007 absoluter Durchstarter im Consultance-Business bei McKinsey – ist auch durchaus zuzutrauen, daß diese und weniger UvdL das wahre Schreckgespenst für die KPMG-Berater ist.

    Wenn K.S. ihren neuen Job ernst nimmt, wird diese durch die „Berater-Branchen-Brille“ bereits die KPMG-Zwischenreports bis ins Kleinste, aber auch mit einer für Physiker typischen Präzision und Emotionslosigkeit knallhart analysieren (siehe Merkel). Und genau das wird von K.S. seitens der Truppe, des Parlaments und damit des Volksouveräns auch erwartet!

    Ferner wird man K.S. ein ganz beratertypisches Verhalten unterstellen müssen: Für Alles interessiert, zu Jedermann freundlich, erschreckend kompetente Einzelfragen stellend, also aus der Reserve lockend und damit sich höchst effektiv Weiteres erschließend, still analysierend und bewertend (also kein autoritärer Poltergeist, Jurist und Lobbyist wie D.S., oder hohler Sprücheklopfer wie „..“, welcher nach der 2te Fangfrage stets kleinlaut wurde). Zu guter Letzt kommt dann das ausgesprochene „vollste Vertrauen“ und „aber bitte überprüfen Sie ihren eigenen Standort“! Das „vielleicht sitzen Sie schon längst im Papierkorb“ kann dann ruhig weggelassen werden.

  17. Ukraine, Gaza-Israel-Konflikt, Redeployment ISAF, EUTM SOM ….es geht gleich zum Amtsantritt zur Sache.

    Viel Erfolg Frau Staatsekretärin! Die Menschen in der Bundeswehr brauchen Sie.

  18. Dann hoffe ich mal, dass die neue StS im BMVg eine oder mehrere Lücken schließen wird.

  19. @MikeMolto

    Es hilft aber mal für einen Perspektivwechsel… ;-)

    Wobei ich damit nichts schönredend will, und hier nicht jeder in seinem Recht argumentiert.
    Ich sehe aber manchmal auch Chancen in Masse statt Klasse, in Verfügbar statt entwickelbar, in wir brauchen es, statt es wäre schoen es zu haben,
    Einfach statt eierlegendewollmichmuttersau, usw…statt HS 30 Affaire, Starfigjter Krise usw….

    @sachlicher
    Bei den Themen:
    Nur die Menschen in der Bundeswehr?

  20. @BR
    Ich denke das ist auch von Suder eine Investition in die Zukunft. Ursl baut sich hier gerade sich hier gerade ihr Beraterteam Führungsteam für 2017 und danach zurecht.

    Möglicherweise gibt es auch direkte Kompensation durch die CDU.

  21. @Sönke Marahrens, @Fred: Man wird von Frau Dr. K.S. keine Wunder erwarten dürfen, aber neue Impulse. Und wenn es dieser gelingt in sehr frühen Planungs- und Definitionsphasen die Militärs im Sinne von „Team“ zu beteiligen, statt „nimm Vogel, friss oder stirb und mach Du das Beste draus“ (= eierlegende Wollmichsau von den vorgegebenen H&H-Lieferanten) sind vielleicht auch zuküftig „kleine Wunder“ möglich?

    Von Teamarbeit und Teamführung dürfte diese Frau auf jeden Fall mehr verstehen, als bislang TdM, SB, RW, DS und US zusammen.

    Und dann kommt es auch noch darauf an, daß nicht wie in der letzten Legislaturperiode und zuvor, die Parlamentarischen Staatssekretäre aus Expertiselosigkeit und Politgehorsam willfähriges „Dummes Zeug“ erzählen, sondern fachlich und sachlich ebenso diszipliniert werden müssen, wie der BMVg-PrInfoStab!

  22. @Sönke Marahrens | 18. Juli 2014 – 6:27
    Bei den Themen:
    Nur die Menschen in der Bundeswehr?

    Ich möchte mich nicht in Floskeln verlieren,darum zitiere ich Vtg-Amtmann | 18. Juli 2014 – 8:01
    Man wird von Frau Dr. K.S. keine Wunder erwarten dürfen, aber neue Impulse. Und wenn es dieser gelingt in sehr frühen Planungs- und Definitionsphasen die Militärs im Sinne von “Team” zu beteiligen, statt “nimm Vogel, friss oder stirb und mach Du das Beste draus” … sind vielleicht auch zuküftig “kleine Wunder” möglich?

  23. McKinsey? Ohje…

    Da habe ich mal ein nettes Buch über diese Branche und auch McK gelesen. Wer das liest, der lässt kein gutes Haar an dieser Branche mehr übrig. Ich selbst habe auch in Betrieben zwei mal Kurse von solchen Unternehmen mitbekommen. Die waren lächerlich und gar nicht auf die Branche zugeschnitten.

    Haben wir denn nicht genug gut und teuer ausgebildete Beamte? Müssen wir jetzt auch externe Berater einstellen? Funktioniert der Deutsche Staat nur noch mit Beratern?

  24. @Mimi
    Berater sind wichtig. Einerseits weil, wie man auch in diesem Falle sieht, oft Quereinsteiger und damit Querdenker eingekauft werden, andererseits, weil das Problem (bei Staat und Industrie) normalerweise nicht etwa ist, dass man keine fähigen Leute hätte, sondern dass diese in einer schlechten Position sind, den Finger auf die Wunde zu legen. Das ist so in etwa wie bei den diversen Einsätzen rund um den Globus… wenn die „anderen“ weg sind, dann müssen die „Einheimischen“ noch da bleiben.

    Die Expertise ist vor dem Hintergrund nur „nice to have“. Viel wichtiger ist die Narrenfreiheit der Berater. Genau deshalb ist es aber auch alles andere als sicher, ob die neue StSin genauso weitermachen kann. Jetzt ist sie nämlich auch „Einheimische“ ;)

  25. Genau diese Expertise fehlt aber der Beraterbranche. Es sind meist junge Leute, frisch aus der Uni, die mit Standard-Lösungen in die Betriebe gehen und eigentlich nichts wirklich zum positiven verändern. Es werden die immer gleichen Powerpoint Vorführungen gemacht mit standardisierten Grafiken und Aussagen, die sich schön anhören, aber nichts aussagen, wenn man sich mit der Materie mal genauer befasst. Dabei rede ich von den Großen der Branche, wie z.B. McK, Berger und Konsorten. Die kleineren spezialisierten Consulter sind in ihrem Segment durchaus kompetent, sofern ihre Biografie auch stimmt. Aber McK & Co haben keine wirkliche Expertise, außer heiße Luft.

    Eine nette Lektüre dazu: Beraten und verkauft: McKinsey & Co. – der große Bluff der Unternehmensberater von Thomas Leif.

  26. @Mimi
    Das Buch kenne ich nicht, dafür ein paar ehemalige Kollegen von der Uni die jetzt bei solchen Beratungsunternehmen arbeiten. Denen würde ich jedenfalls nicht pauschal unterstellen keine Expertise zu haben. Aber das ist jetzt auch etwas zu sehr in offtopic…

  27. Ich stelle mir gerade vor wie es ist, wenn man nach 30- 35 Dienstjahren und nach unzähligen Prüfungs, Leistungs, Lehrgangs- und Auswahlverfahren durchkommen ist und irgendwo zwischen Einstern -und Mehrstern Gold angelangt ist und dann kommt so etwas wie Katrin von McKinsey :-)))

    B11 + Attraktivitätszulage !!!!???? ist das richtig????

    Die Demilitarisierung der Armee feiert fröhlich skurril Einzug und der oben beschriebene Typus an Goldsternen hat in seiner langen Laufbahn verlernt den Mut vor „Königsthronen“ zu beweisen, der das deutsche Militär über die historischen Epochen auszeichnete.
    Sollten sie die Armee weiter zu Grunde richten, werde ich mittelfristig meine eigenes Sicherheitsunternehmen aufbauen und militärischer agieren, als es in der „BIBABUNTEWEHR“ der Zukunft noch möglich sein wird.

    Gruß
    FvS

  28. @Freiherr von Schill:

    Wie soll sich erst der Rest vom Personal fühlen, der seit Jahren verarscht wird und der es nicht zu nem goldenen Stern brachte?

    @all:

    Ich freu mich auf den nächsten Mitarbeiterbrief, welchen ich für die erste Augustwoche erwarte. Die Chance für die insbesondere im Bereich Personal erfahrene Spitzenkraft in der Binnenkommunikation ein Zeichen zu setzen. Meldet sie sich nach all den Diskussionen um ihre Berufung nicht wird es schwer werden.

  29. Freiherr von Schill | 18. Juli 2014 – 19:48
    „B11 + Attraktivitätszulage !!!!???? ist das richtig????“
    Ich hoffe, nicht Neid brachte Sie zu dieser Aussage. Sehen Sie es doch mal realistisch; Jemand wollte Sie unbedingt haben und Sie hat Ihren Preis genannt. So what?
    Wenn man Sie auf irgendeinen Posten haben will, können Sie ja auch Ihren Preis nennen. Finden Sie das nicht ganz normal? Es gibt ja nicht nur Beamte, Soldaten und Richter auf der Welt …

  30. @FvS
    auch wenn es der (vermutlich OStFw d.R.) nicht begreifen will, wie sich ein Soldat fühlt, der bis heute noch nicht mal einen Abschlag auf Besoldungserhöhung 2014 erhalten, Diätenerhöhung aber locker unterschrieben wird und dann ein StS kommt, der eine besondere Vergütung erhält. Ein Soldat kann eben nicht seinen „Preis“ nennen, der wird so versetzt. Ich weiss, dann soll er doch gehen. Genau das wird ihm ja (eigene Erfahrung) ebenfalls nicht ermöglicht..

  31. Les Grossmann | 19. Juli 2014 – 15:46
    Das wird dem Soldaten aber auch nicht verheimlicht; Sts ist ja auch kein Soldat, gelle. Also, nochmal was soll der Neid? Mit Ihrer begründung müssen Sie auf jeden neidisch sein, der mehr bekommt als Sie … das ist aber unredlich. Sie können ja nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst auch „Ihre Haut zu Markte tragen“ …
    Genießen Sie die Sonne
    PS: Warum haben Sie eigentlich nach Ihrem letzten „Ausrutscher“ nicht mehr reagiert; ein „sorry“ oder „Entschuldigung“ hätte genügt.

  32. @Heiko Kaman

    Nein, profaner materieller Neid ist nicht der Auslöser meiner Kritik an B11 +++, sondern die Pervertierung des Militärischen durch undurchsichtige „counsultig companies“ die dann zum zigten mal der Armee erklären wollen wie es jetzt doch richtig geht.
    Die Armee unterliegt aber dem Primat der Politik, von daher sollten sich lieber einige Primaten von Katrin weg beraten lassen.

    @woody
    Absolut richtig, ich bezog mich insbesondere auch ein wenig kritisch auf die Ebene B3+, da diese Ebene seit Jahren diesem ganzen, unerträglichen Zivilisierungsprozeß der Streitkräfte im vorauseilenden Gehorsam Vorschub leistet.
    (Traditionsschleifungen, Genderverblödung, Herabsetzungen der militärischen Anforderungen etc.)

    @les grossmann
    Ähhm, ich finde den Dienstgrad OSF hervorragend, ich bin nur keiner einer, kann auch keiner mehr werden, oder habe ich das jetzt falsch verstanden :-).
    Sollten Sie einer sein, Respekt, dann stimme ich Ihnen voll zu.

    Nochmal;
    Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern zielt auf viel komplexere Betrachtungsebenen.

    Gruß
    FvS

  33. Warum muss der Soldat ggf. auf seine Einweisung warten, während genauso qualifizierten (?) externen Berater sogar deutlich (!) über der üblichen Besoldungsgruppe alimentiert werden ?
    Reichen die internen Kompetenzen in den Streitkräften nicht ?

    Und muss ein Beraterstab installiert werden – der extra Salär beansprucht – um Soldaten nach deren Idee zum besten Weg zu fragen – um danach einen Querschnitt der Antworten erfahrender Stabsoffiziere aufzuschreiben und dafür eine extra Rechnung zu schreiben?

    KLV-Vorschlag:
    Wozu halten wir uns Universitäten für Soldaten, wenn deren Expertise offensichtlich irrelevant ist ?!

  34. Meine politische Erinnerung reicht ziemlich genau bis zur Wende zurück, zumindest in der Zeit ist so ein Verstoß gegen das Beamtengesetz nicht vorgekommen.
    Es geht immerhin um einen Posten als beamtete Sts, der ist mit einer gesetzlich festgelegten Dotierung verbunden; weicht man davon ab, sollte man dem Souverän eine gute Begründung liefern.
    Die Begründung kann sein, dass man wohl seit mittlerweile fast einem Vierteljahrhundert die Alimentierung der Beamten von der allg. Teuuerung abgekoppelt hat und damit die Idee des ordentlich alimentierten und damit unbestechlichen Beamten tot ist.
    Die andere Begründung ist, dass aus dem Kreis der Beamten keiner mehr zu so einem herausgehobenem Amt fähig ist und ich deshalb Eine_n externen um jeden Preis einkaufen muss. Das ist aber dann auch die Bankrotterklärung für die gesamte interne Aufbau- und Verwendungsplanung.

  35. Keng | 20. Juli 2014 – 23:32
    Sie sollten beachten, das beamtete Staatssekretäre, politische Beamte sind; da kommen SIe mit Ihrer „internen Aufbau- und Verendungsplanung“ nicht weit. Und wenn doch, wieviel aktuelle Staatssekretäre kommen denn aus der Laufbahn? Wo ist denn der Verstoß gegen das Beamtengesetz?

  36. Was heisst denn bitte „Warten auf Zuständigkeiten“ …?

    Hier glaubt doch wohl nicht EINER, dass „Klein Kathrin“ irgendeine Verantwortung bekommt, an der sie als Freundin von vdL und FRAU im BMVg scheitern könnte, oder …?

    Im Ergebnis wird irgendeine „schwindelige“ Rüstungsagentur kommen und die endgültige Abkoppelung der militärischen Beschaffung von der militärischen Kompetenz als „durchschlagender Erfolg´“ von Frau Staatssekretärin verkauft werden …

    Wenn dann die nächste Stufe der zivilen Verpfuschung der Bundeswehr erreicht ist und unsere Soldatinnen und Soldaten erneut „mehr mit weniger“ zu bewältigen haben, dann … ja dann … sind die Verantwortlichen bereits HÖCHSTdotiert zur nächsten Verwüstungsbaustelle weitergezogen, um dort ihr politisches Unheil zu treiben. Wäre ja nicht das erste Mal …

    Bis dahin können ja einstweilen 500 Oberfeldwebel auf ihre Einweisung zum Hauptfeldwebel verzichten … schließlich muss die Sonder-Alimentierung von Frau Suder irgendwie gegenfinanziert werden.

    Mein Gott, ist dieder Politikbetrieb ein SELBSTBEDIENUNGSLADEN … :(

  37. @Kommentator:
    „Abkoppelung der militärischen Beschaffung von der militärischen Kompetenz“

    Komisch – in diesen Tagen wird der neue AL AIN ein Soldat.
    Auch sonst sinkt der Einfluss der Soldaten nicht (siehe Mittelbau BAAINBw).
    Der Bedarfsträger steht sich jedoch sehr häufig selbst im Weg, weil er nicht weiß was er will. Wo ist denn aktuell die Entkopplung?
    Ich beobachte eher eine immer stärkere Entkoppklung der Ämter- und Kommandoebene von der Truppe (soviel vielleicht zur militärischen Kompetenz).

    Ich gehe jedoch auch davon aus, dass man die Agenturidee wieder aufleben läßt – was nicht zum Vorteil des Ganzen sein wird.

  38. @ Kommentator:

    Dazu kommen die gut 1000 Oberseketäre, die auf die Beförderung zum Hauptsekretär warten.

    btw:
    Wer wird den Nachfolger von KAdm Bremer stv AL AIN? Zwei Soldaten an der Spitze geht ja garnicht.

  39. Das BMVg outet sich nunmehr zunehmend offizieller:

    [http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/!ut/p/c4/DcLBDYAwCADAWVwA_v7cQv001BJDatEAretr7nDHn9KQk0JupQtX3A6Z8wu5jROaqHiwSW9QhJMHUbhzNQ5iY6gUJpq8FzZ86jJ9py4TbQ!!/]

    Allerdings ist der Zuschnitt der Verantwortungsbereiche weiterhin offen. Es bleibt spannend.

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