17 Gedanken zu „UN-Einsatz in Mali: Hier kommen die Apaches

  1. Kampfhubschrauber der UN gab es ja bereits im Kongo (MONUSCO) – die sind ja gerade erst in der ukrainischen Heimat gesehen worden.

    Noch interessanter als die 4 AH-64 ist – aus meiner Sicht – die, der UN unterstehende (!), „fusion cell“ bzw. offiziell „All-Source Information Fusion Unit (ASIFU)“ der Niederländer.
    In den Niederlanden wird der „Schutz der Bevölkerung“ eben offensiver und innovativer interpretiert als bei der Bundeswehr. Da ist ja schon eine „fusion cell“/ ASIC selbst über Truppengattungsgrenzen hinweg weiterhin ein Unding – und auch die Heeresaufklärer haben den eigenen Anspruch von „Aufklärung aus einer Hand“ noch lange nicht umgesetzt.

  2. Beeindruckend pragmatisch, unsere „kleinen“ Nachbarn. Da könnte man sich einiges abschauen, wenn man nur wollen würde.

  3. @Memoria
    Da muß ich aber widersprechen, natürlich gibt es in höheren Stäben bei G2 (CJ2) eine fusion cell / ASIC. Die Btl der HATr betreiben eine Zelle Informationsverabeitung und Auswertung (ZIVA), z.T. auch auf Kp-Ebene bei gemischten AufklKp.

    Höheren Ortes übt man sich dann im knowledge development (KD).

    Nich zu vergessen, daß company intelligence support teams (COIST) auch in der Bw eingeführt werden sollen.

  4. sicher ein lobenswerter beitrag der niederländer der mal wieder den positiven kontrast zu unserem engagement (abflug nur bei friedensbedingungen ohne gefährdung) verdeutlicht.

    im prinzip zeigt eine apache stationierung aber nur das man die eigentlich prädestinierte plattform eines reaper o.Ä. nicht hat. (was stehzeit und reichweite angeht)

    bei unserem internationalen auftreten müsste man sich natürlich eigentlich jedweder kritik an partnern enthalten die auch was kinetisches beitragen.

  5. @Memoria: Ich glaube der Einsatz (bzw. der Nichteinsatz) der Niederländer in Srebrenica hat im Land deutliche Spuren hinterlassen.

  6. @Thomas Melber:
    Da muß ich wiederum widersprechen.
    All diese Dinge sind in der Realität (!) immer noch nicht angekommen.
    Schauen Sie sich mal bitte Konzeption, Struktur; Ausbildung, etc. von ZIVA an.
    Alles auf der Arbeitsebene seit Jahren (!) ohne echten Fortschritt.
    Zu G2 und Ähnlichem hatten wir ja kürzlich einen Austausch.
    Gut gemeint ist nicht gut gemacht.

    Das Thema muss man ernsthaft anpacken und nicht – wie bisher – wie eine heiße Kartoffel zum jeweils nächsten schieben.

  7. Da zeigt sich aber immer noch der Unterschied zwischen Bw und UN-Missionen

    Bei der Bw ist das Konzept angekommen, es wird aber schlecht umgesetzt.

    Bei der UN kommt jetzt erst langsam das Konzept an. (Also in den realen Missionen, konzeptionelle Forderungen gibt es seit der Agenda for Peace von 1992). Schauen wir mal, wie sich diese Entwicklung fortsetzt. Meine Vermutung: Die Mission in Mali hat eine ASIFU, weil die Niederländer eine stellen. Andere Missionen, auch in der Zukunft, werden wohl keine bekommen, da niemand bereit sein wird, eine ASIFU zu stellen.

  8. @TZG90:
    „Da zeigt sich aber immer noch der Unterschied zwischen Bw und UN-Missionen

    Bei der Bw ist das Konzept angekommen, es wird aber schlecht umgesetzt.

    Bei der UN kommt jetzt erst langsam das Konzept an.“

    Widerspruch: Die UN nutzen eine Fähigkeit der Niederländer, die weitaus besser entwickelt ist als unsere.

    Die UN hinken nicht der Bundeswehr hinterher, sondern Deutschland den Niederlanden.
    Die haben aus AFG (Uruzgan) wirklich gelernt. Wir aus Kunduz nicht.
    Die Bundeswehr wäre personell bereits mit einem Kontingent der ASIFU überfordert.

  9. Im Bereich INTEL sind die Niederländer wirklich gut aufgestellt. Expertise gibt es inzwischen aber auch bei uns, wir haben einiges bei ihnen abgeschaut (Unterlagen zur TFU). Eine ASIC kann die Bw in jedem Fall durchhaltefähig stellen.

  10. Nachtrag: die ASIC ist natürlich nur ein Element, und zudem wohl i.d.R. multinational besetzt.

  11. @Thomas Melber:
    „Eine ASIC kann die Bw in jedem Fall durchhaltefähig stellen.“
    Soso – dass sehen Leute aus dem Bereich jedoch anders.
    Allein bei der notwendigen Zahl von Zielbearbeitern wird es wohl schwer – quantitativ und qualitativ.

    Aber wenn alles so prima ist, dann kriegen wir es ja auch in AFG super hin.. ähh…. achso.

    Bitte gehen Sie weiter – hier gibt es nichts zu sehen.

  12. Mali: Transall mit Steinen beworfen – keine Verletzten (Rollbahn Kidal)
    bit.ly/1lxVUGX

    da ist die force protection aber ausbaufähig wenn hier scheinbar unbehelligt auf steinwurfdistanz an der startbahn agiert werden kann.

    ein paar AK’s oder schwereres kaliber und schon ist der vogel wieder am boden.

    dürfte ein interessantes gespräch zwischen deutschem Kommandeur und lokaler (französischen?) sicherungseinheit gegeben haben.

  13. Interessant wäre die Motivation für die Steinwürfe zu erfahren. Sind dort die Flüchtlinge nicht direkt am Flughafen untergebracht, z.T in den Hangars? Man müßte das Gelände dann schon im Umkreis von ca. 1500m (besser 2000m) absperren und überwachen, was sicher mit den verfügbaren Kräften nicht möglich ist.

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