Nach Anschlag in Djibouti: MedEvac-Airbus der Luftwaffe unterwegs

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Nach einem Anschlag auf ein vor allem von Ausländern besuchtes Restaurant in Djibouti am Samstag  ist der Luftwaffen-Airbus Hans Grade als MedEvac-Flieger in den afrikanischen Küstenstaat unterwegs, um verwundete deutsche Staatsbürger auszufliegen. Deutsche Soldaten, die sich im Rahmen der EU-Antipirateriemission Atalanta in Djibouti aufhalten, sind nach Angaben der Bundeswehr aber nicht von dem Anschlag betroffen.

Die Mitteilung der Bundeswehr vom (heutigen) Sonntag:

Am 25.5. gegen 10.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit, ist ein Airbus A310 MRTT MedEvac der Luftwaffe von der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) vorzeitig abgeflogen, um im Ausland verletzte deutsche Staatsbürger nach Deutschland zu holen.
Deutsche Soldaten sind nicht betroffen.

Bei dem Angriff, vermutlich mit Handgranaten, wurden drei Menschen getötet und eine unbekannte Zahl verletzt, darunter etliche Ausländer:

An explosion at a restaurant in downtown Djibouti killed three people and injured several more, according to a Ministry of Health official and a doctor at a local hospital. (…)
The sources do not believe it was a suicide bombing.
The Ministry of Health official confirmed that the restaurant where the attack occurred is La Chaumiere, a popular restaurant among Westerners who visit the small Horn of Africa nation.

Unter den Verletzten sollen nach unbestätigen Meldungen neben französischen und deutschen Zivilisten auch Soldaten anderer Nationen sein, unter anderem Seeleute der niederländischen Fregatte De Seven Provincien und Soldaten aus Malta, die sich an Atalanta beteiligen.

Nachtrag: Dazu das Statement der EU – offensichtlich sind auch Mitarbeiter einer weiteren EU-Mission im benachbarten Somalia betroffen:

We strongly condemn the terrorist attack that targeted a restaurant in Djibouti Saturday evening. Our thoughts are with all the victims and their families, and we wish a full and speedy recovery to those injured, including several members of the EU missions EUCAP Nestor and EU NAVFOR Atalanta.
Such attacks against innocent people can never be justified. Those responsible must be brought to justice and held accountable for their acts.
The European Union stands with Djiboutian authorities and governments of the region in the fight against terrorism. We are determined to pursue our support to strengthening the security sector and rule of law on the land and the sea.

(Foto: Der Airbus A310 MRTT in MedEvac-Konfiguration auf der ILA 2014)

 

5 Gedanken zu „Nach Anschlag in Djibouti: MedEvac-Airbus der Luftwaffe unterwegs

  1. Die PM der EU kann man beim nächsten Anschlag wieder verwenden, nur Umstände, Ort und Zeit und Informationen zu den Opfern austauschen.

  2. Eines der wenigen Assetts, auf die wir stolz sein können und die im Zweifel auch eingesetzt werden.
    pi

  3. Wow… gerade noch auf der ILA besichtigt und schon ist Hans Grade wieder unterwegs…
    Ich hoffe die Jungs und Mädels können den Betroffenen vor Ort gewohnt schnell und gut helfen…

    @PI:
    Ich würde eher sagen, „eines der wenigen Assets, das eingesetzt wird und auf dessen Einsatz wir stolz sein können“, aber das ist wahrscheinlich Geschmacks- und Meinungssache…

  4. Stolz ist wohl der falsche Ausdruck! Stolz zu sein, dass man solch Transportmittel benötigt mit der Umbauoption zum MedEvac – Flieger ….froh, dass es dieses Instrument gibt.

  5. Nach Presseberichten (Bezug nehmend auf das AA) handelt es sich bei den verletzten Deutschen um Zivilpersonal von EUCAP Nestor.

    Welche Anstrengungen unternimmt nun dieses Land um die Hintermänner des Anschlages zu finden und zu stellen?

    Abgesehen von den Routine(pseudo)aktivitäten des Generalbundesanwaltes.

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