Soldaten sollen bei Bearbeitung von Asylanträgen helfen

Die Bundeswehr sucht Soldaten, die dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bei der Bearbeitung von Asylanträgen helfen. Genauer: Freiwillige Reservisten, die durch ihre militärische Ausbildung für die Unterstützung des Bundesamtes in der Lage sind – bis zum Abnehmen von Fingerabdrücken. Ein entsprechendes Schreiben hat das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr per E-Mail an mögliche Interessenten versandt. Wesentliche Auszüge:

Betreff: Temporäre Personalunterstützung im Rahmen der Amtshilfe bei dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
hier: Freiwilligenwerbung

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind auf Ihre Unterstützung angewiesen!
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat sich im Rahmen der Amtshilfe an das Bundesministerium der Verteidigung gewandt. Es werden freiwillige, qualifizierte Reservedienstleistende zur Unterstützung bei der Bearbeitung von Asylanträgen gesucht.
Zur Lage: Das BAMF verzeichnete im Jahre 2012 nahezu eine Verdopplung der Anzahl von Asylanträgen und ist derzeit nicht selbständig in der Lage, das Auftragsaufkommen in adäquater Bearbeitungszeit zu bewältigen.
Allgemein handelt es sich bei der Unterstützungsleistung um Tätigkeiten, die Ihnen teilweise bereits aus dem Stabsdienst bekannt sind. Im Einzelnen sind das u.a.
das Überprüfen von Dokumenten und Personalien,
das Nehmen von Fingerabdrücken im Rahmen der erkennungsdienstlichen Behandlung, die Kontrolle vorgelegter Dokumente usw.
(…)
Standorte der Unterstützungsleistung sind in allen Bundesländern vertreten.
(…)
Wenn Sie sich zu dieser Unterstützungsleistung freiwillig bereit erklären, wird Ihnen der Zeitraum selbstverständlich auf Ihre Wehrübungstage angerechnet.

Dieses Schreiben, so hat mir das Bundeswehr-Amt bestätigt, wurde am (heutigen) Mittwoch versandt. Aufgrund ihrer Qualifikation gebe es rund 1.700 Reservisten, die für diese Aufgabe in Frage kämen.

Aus der mit dem Schreiben versandten Tätigkeitsbeschreibung geht noch mal genauer hervor, was die Reservisten tun sollen – Entscheidungen über Aslyanträge gehören ganz offensichtlich nicht dazu:

Eine Einweisung in die Tätigkeiten wird zu Beginn der Unterstützungsleistung am jeweiligen Dienstort individuell erfolgen.
Tätigkeiten im Asylverfahrenssekretariat:
Aufbereiten der eingehenden Post; dabei Scannen des Eingangs
Vollständigkeitskontrolle
Anlegen von Dokumentenmappen
Überprüfen von Personalien und Dokumenten
Vergabe und Bekanntgabe von Terminen
Fotografieren, Nehmen von Fingerabdrücken im Rahmen der erkennungsdienstlichen Behandlung
Kontrolle vorgelegter Dokumente und Weiterleitung
Vorgangsbearbeitung gemäß Einarbeitung
Beantwortung von Anfragen und Erteilen von Auskünften an Behörden unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Bestimmungen
Qualitäts- und Vollzähligkeitskontrollen der Ausdrucke bei Zustellungen
Nutzung der bereitgestellten EDV nach Einweisung
Bearbeitung von Folgeanträgen
Führen der Dokumentenmappen
Verteilung von Bescheidzustellungen

Die Freiwilligen-Meldungen sollen bis zum 13. Dezember einlaufen, erst danach wird entschieden, wie viele Soldaten der Reserve ihre Wehrübung (ja, ich weiß, es heißt Reservedienst Leistende im Reservedienst) beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge absolvieren werden.

(Foto: Protestcamp von Asylsuchenden vor dem Brandenburger Tor in Berlin – Mark Seibert via Flickr-User Die Linke unter CC-BY-Lizenz)

42 Kommentare zu „Soldaten sollen bei Bearbeitung von Asylanträgen helfen“

  • Werferfehler   |   04. Dezember 2013 - 14:50

    Das Schreiben geht heute also raus und am 13.12. sollen schon die Rückläufe gezählt werden, das nenne ich doch etwas optimistisch.
    Mich würde ja interessieren, wie lange die Einarbeitungszeit ist und wie viel tatsächliche Arbeitszeit bei einer zweiwöchigen Wehrübung (oder wie immer das jetzt genannt wird) noch übrig bleibt.

  • David Ermes   |   04. Dezember 2013 - 14:54

    Ist jetzt doch mal ex ante keine dumme Idee, ein paar in der Verwaltung geschulte Reservisten heranzuziehen. Nach eigener Erfahrung mit dem BAMF sicher eine Bereicherung…

  • SchreckStarr   |   04. Dezember 2013 - 14:57

    Nicht nur Reservistendienst Leistende werden gesucht, es gab und gibt auch Abfragen bei aktiven Soldatinnen und Soldaten.

  • Soldat   |   04. Dezember 2013 - 14:59

    Höchst interessant. Allerdings werden auch freiwillige aktive Soldaten gesucht!
    Gleicher Text wurde in der letzten Woche verschickt.

    Zusätzlich gab es noch die Dienstorte und ein paar Details zum Arbeitsumfeld.

  • David Ermes   |   04. Dezember 2013 - 15:01

    @werferfehler:

    Leute die einen kleinen EInblick in die Verwaltung haben, dürften mit einem Tag Netto-Einarbeitung durchaus auskommen. Die spannende Frage ist, ob der Job dann in Uniform stattfindet, und ob sie „Kundenkontakt“ haben.

  • Cynic2   |   04. Dezember 2013 - 15:07

    Grundsätzlich über das Mittel des Amtshilfeersuchens eine schöne Idee: Die Personalreserve der Streitkräfte als Atmungsreserve für die Bundesbehörden.

    Es ist wohl bloß eine Frage der Zeit, bis die Bundestagsfraktionen, die ein deutliches Augenmerk auf Asylverfahren legen, „Militarisierung der Verwaltung“ schreien werden.

  • Gramm   |   04. Dezember 2013 - 15:16

    David Ermes | 04. Dezember 2013 – 15:01

    Die spannende Frage ist, ob der Job dann in Uniform stattfindet, und ob sie “Kundenkontakt” haben.

    Zumindest von Letzterem gehe ich mal aus, wenn doch „Fotografieren, Nehmen von Fingerabdrücken“ zu den Tätigkeiten gehören sollen.

    Ich sehe das ganze etwas kritisch. Das ist nicht der Zweck zu dem es Reservisten gibt und bestimmt nicht der Sinn für den es die gesetzlichen Grundlagen gibt. Die müssen ganz schön verzweifelt sein wenn sie zu solchen Mitteln greifen.

  • Viva   |   04. Dezember 2013 - 15:16

    Dann ist das vermutlich ein erster Schritt in Richtung Zukunft des VDRBW. Sicherlich werden die RSU Anteile dann auch für die Bearbeitung von Asylanträgen ausgebildet. Erst hieß es „THW für arme“ nun sind es „Verwalungsgehilfen für arme“. Was macht dieser Staat? Ob Beihilfe- oder Asylanträge, nichts bekommt man geregelt. Dann gibt es sicher bald ein extra Abzeichen für Reservisten im Verwaltungseinsatz oder das Veteranenabzeichen mit weißem Rand.. Herr Seliger wird sich in der FAZ sicherlich darüber auslassen. Spaß bei Seite, aber eine Headline könnte das morgen schon sein :-))

  • Tom   |   04. Dezember 2013 - 15:39

    Bei aller Liebe. Aber Soldaten in der zivilen bundeswehrfernen Verwaltung dienstlich einzusetzen, dass dürfte zumindest nicht dem Geiste des GG entsprechen.

    [Da Wehrübungstage angerechnet werden und auch Aktive gesucht werden, sehe ich hierbei eine aktive Bundeswehrtätigkeit, egal ob in Uniform oder Zivil und ob über Freistellung/Abordnung getrickst wird. Natürlich aber keinen Einsatz iSd ParlBG ;-) ]

  • Franz S.   |   04. Dezember 2013 - 15:43

    Bei dieser Gelegenheit könnten die Reservisten gleich ihrer Mittlerrolle folgen und bei den Asylbewerben sicherheitspolitische Arbeit – die wahre Domäne der Reserve – leisten…

    *SCNR*

  • verteidigungsbeamter   |   04. Dezember 2013 - 15:56

    Hatten wir in der Bw da nicht noch in der Neuausrichtungsresterampe ein paar richtige Verwaltungsexperten ?
    Angeblich soll es doch im Bereich der zivilen Mitarbeiter reichlich Verwaltungsexperten geben, für die wir keine Verwendung mehr haben. Ich sage nur 55.000

  • küstengang01   |   04. Dezember 2013 - 16:12

    Na wunderbar! Applaus Applaus….
    warum nicht gleich die Feldjäger zur Entlastung der Bundespolizei auf Bahnhöfen einsetzen. Oder sich ein paar Stellen in der Flugsicherung sparen gibt doch schließlich auch genug Mil. Flugsicherung die dann eben mal die paar Zivilen Flugzeuge mit Lotsen tut.
    Oder noch besser… ab Feldwebel wird jeder Soldat BS und mit 40 gehts dann in die Verwaltungsbehörde seiner Wahl. Dann macht man aus einem Panzermann eben einen Sachbearbeiter beim Straßenverkehrsamt und der Marineoffizier geht zum Wasser und Schifffahrtsamt.
    Oder aber mal ein ganz Ketzerischer Vorschlag. Der Bund und die Länder stellen ihren Verwaltungsapparat Personell auf ein gutes Fundament und können die Ihnen vom GG übertragenen Aufgaben erfüllen. Die Bundeswehr wird im Gegenzug dann die Landesverteidigung sicherstellen.

  • Cynic2   |   04. Dezember 2013 - 16:16

    @küstengang01
    Die Bundeswehr konzentriert sich halt auf ihre Kernaufgaben und Kernkompetenzen: Papierkrieg.

    Die Bundeswehr wird im Gegenzug dann die Landesverteidigung sicherstellen.

    Hören Sie bloß damit auf! Das ist oberhalb des level of ambition. ;-)

  • Werferfehler   |   04. Dezember 2013 - 16:54

    @ David Ermes:
    Ich trau es mich kaum zu sagen:
    Nach 13 Jahren BW hatte ich 3 Jahre Ausbildung im Verwaltungsdienst und bin danach mittlerweile das 5te Jahr in der öffentlichen Verwaltung.
    Wenn ich mir folgendes anschaue:

    Überprüfen von Personalien und Dokumenten

    Kontrolle vorgelegter Dokumente und Weiterleitung
    Vorgangsbearbeitung gemäß Einarbeitung
    Beantwortung von Anfragen und Erteilen von Auskünften an Behörden unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Bestimmungen

    Bearbeitung von Folgeanträgen

    Dann ist eine Einarbeitung in nur einem Tag nicht möglich, schließlich soll alles ja rechtssicher sein.
    Aus dem obigen Aufgabenspektrum würden meiner Ansicht nach nur die Tätigkeiten übrig bleiben die wirklich Affenarbeit sind:
    Fotografieren, Terminvergabe, und Postverteilung.
    Und mehr werden die Kameraden auch nicht machen dürfen, es sei denn sie wären im aktiven Dienst auch im Bereich Ausländerrecht tätig, z. B. bei einer Kommune.
    Das wäre dann bestimmt sehr spannend, gleiche Tätigkeit wie bisher nur neuer Briefkopf.
    @ Alle:
    Wie ist das denn eigentlich mit der Verwendung? Wenn ich mich durch Wehrübungen für eine Beförderung qualifizieren will muss ich doch bestimmte Dienstposten besetzen, oder?
    Ist die Stelle dann mit einem Gruppen- oder Zugführer, einem Batteriefeldwebel, einem Chefposten oder was auch immer vergleichbar?
    Oder gibt es diese Regel nicht mehr?
    Oder sind das „verschenkte“ (in Bezug auf Wehrübungstage sammeln) Tage?
    Werferfehler

  • Bei Hilfe   |   04. Dezember 2013 - 17:01

    Bevor wir die Soldaten für derartige Dinge heranziehen, sollten wir sie lieber zur Bearbeitung der Berge von Beihilfeanträgen heranziehen. Da wäre ein echter Mehrwert zu erzeugen.

  • Heiko Kamann   |   04. Dezember 2013 - 17:14

    Ähnliches wurde doch auch beim Aufbau der Stasiunterlagen Behörde gemacht, wenn ich mich da recht erinnere.
    Ich sehe das Grundsätzlich positiv; so könne aktive Soldaten mal den „Horizont“ ein wenig erweitern …

  • KeLaBe   |   04. Dezember 2013 - 19:16

    Grundsätzlich ist gegen Amtshilfe der Bundeswehr für notleidende Behörden in Krisenlagen (!) nichts einzuwenden. Aber Vorsicht: Es gibt neben der Bearbeitung von Asyanträgen auch jede Menge weiterer Bereiche, die dringend Unterstützung brauchen. Stichworte: Pflege, Krankenversorgung, öffentliche Ordnung usw. usw. Warum also gerade dem BAMF unter die Arme gegriffen werden soll, bleibt offen. Zumal das Thema Migration (legal und illegal) ein Dauerthema zu werden verspricht! (Glaubt etwa jemand, die Aufgabe wäre in absehbarer Zeit halbwegs gelöst?)

    Man muss also aufpassen, dass dieses Beispiel nicht ein Langläufer wird, außerdem Schule macht und im Ergebnis den eigentlichen Auftrag der Bundeswehr schleichend entwertet. Warum aber nicht unsere Reservistenorganisation nutzen, um geeignete Freiwillige für die Aufgabe zu gewinnen? Die Idee ist nicht schlecht, wenn man sie richtig anpackt. Das bedeutet m.E. in diesem Fall:

    – Reservisten: Ja. Aber nicht als Wehrübende (und damit Soldaten) und nicht unter Anrechnung als WübTage. Bezahlung durch das BMI, und zwar angemessen.
    – Aktive Soldaten: Grundsätzlich nein.

  • J.R.   |   04. Dezember 2013 - 19:37

    @ KeLaBe
    „Angemessene Bezahlung“, der war gut. :)
    Es ist ja jetzt wirklich nicht so, als würde es an fähigen Bewerbern für Stellen aufm Amt mangeln…

  • Andreas Moser   |   04. Dezember 2013 - 19:42

    So kann man die Zahl der Soldaten künstlich hochhalten (gut für die NATO-Konferenzen) und die Zahl der anderen Bundesbeamten abbauen (gut für den Bericht zum Bürokratieabbau und für Lektionen in Richtung Griechenland).

  • KeLaBe   |   04. Dezember 2013 - 19:44

    @ J.R.

    Na gut, ist ja auch nur’n Nebenkriegsschauplatz. Unter „angemessen“ verstehe ich zumindest das, was der betreffende Reservist bei einer normalen Wehrübung (irgendwas weigert sich in mir, die neuen komischen Begriffe zu nutzen) erhalten würde.

  • Rote Litze   |   04. Dezember 2013 - 19:50

    Zunächst war ich skeptisch, aber wenn der Ansatz konsequent fortgesetzt wird, dann melde ich mich demnächst freiwillig, um in Schulen die durch fehlende Lehrer entehenden Lücken zu schließen. Ich bin als langjähriger Ausbilder hervorragend geeignet, Unterrichte vorzubereiten und durchzuführen.

    Auch könnte ich mir vorstellen, dass Soldaten auch ganze Schulen führen, wenn der Schulleiter ausfällt, denn Viele von uns waren Hörsaalleiter oder haben ähnliche Fähihgkeiten.

    Wer kann Schulen vermitteln, die Reservisten ein solches Freiwilligen-Engagement anbieten?

    Ich stelle mir gerade vor, das Aktive und Reservisten – selbstverständlich in Uniform – als Aushilfslehrer unterstützen oder das Lehrerkollegium anführen. Wer macht mit?

  • Trabantfahrer   |   04. Dezember 2013 - 19:59

    Meiner Meinung nach ein Unding. Die Behörden sparen sich schlank und greifen dann, wenn sie die Hosen runter lassen müssen, auf Freiwillige zurück. Als Reservist kann man sowas nur ablehnen. Der Staat soll mal seiner Pflicht nachkommen und für eine funktionierende Verwaltung sorgen. Das heißt dann auch, qualifiziertes Personal in ausrecheneder Stärke bereit halten um solche Arbeitsaufkommen zu erledigen.

  • jugendoffizier   |   04. Dezember 2013 - 20:13

    @rote litze

    Ich denke, Ihr Vorschlag könnte zur Schnappatmung in bestimmten Kreisen führen… :-)

  • Heiko Kamann   |   04. Dezember 2013 - 20:19

    Rote Litze | 04. Dezember 2013 – 19:50
    Furchtbare Fiktion

  • Thomsen   |   04. Dezember 2013 - 20:19

    Ein Trauerspiel sondersgleichen. Verfehlte Asylpolitik soll durch willige VerwaltungsHiWis ausgeglichen werden.

    Wenn jetzt ehemalige Pioniere gesucht würden zwecks Aufbau von Typ II-Zelten, S-Draht, ehemalige ABCisten zwecks Trinkwasseraufbereitung…

    ja, ich weiss, aber die Idee klingt so abstrus dass ich da nicht ernst bleiben kann.

  • Heiko Kamann   |   04. Dezember 2013 - 20:21

    Trabantfahrer | 04. Dezember 2013 – 19:59
    Also, Steuern erhöhen und die Bundeswehr (viel) weiter verschlanken, damit das Geld reicht.

  • Vtg-Amtmann   |   04. Dezember 2013 - 20:23

    @Rote Litze, @jugendoffizier: … Und der PrinfoStab des BMvg übernimmt die Redaktion von Bravo, um endich mal etwas Niveau in diese Postille zu bringen. Frei nach dem Motto, heute vom „Dienst“, morgen etwas aus „Paris“? :-)

  • BR   |   04. Dezember 2013 - 20:29

    Jetzt kombinieren wir diese Meldung mit dem Artikel der Welt von heute: Die Bundeswehr auf dem Weg zur Söldnerarmee, Dann können die Kameraden und Kameradinnen gleich Werbung machen. ;)

  • Viva   |   04. Dezember 2013 - 20:55

    @ BR: Volltreffer ;-)))

  • cosmo   |   04. Dezember 2013 - 20:58

    @all:

    Ich habe die Mail ebenso erhalten und gleich mal positiv beschieden. Jetzt bin ich gespannt wie es dann nach dem 14.12. weitergeht.

    Ich werde die Fan-Gemeinde dann auf dem Laufenden halten :)

  • Heiko Kamann   |   04. Dezember 2013 - 22:05

    Thomsen | 04. Dezember 2013 – 20:19
    Die Sache mit der „Trinkwasseraufbereitung“ kann das THW schneller … denen sagst Du jetzt „Bescheid“ und morgen früh sind die unterwegs.
    Die Bundeswehr bekommt jetzt „Bescheid“ und in 3 Wochen ist das erste Fact-Finding-Team unterwegs …!
    Was ist so schlimm daran, Soldaten den (praktischen) Blick in andere Ressorts zu ermöglichen? In Zeiten knapper Kassen muss man auch mal ressortübergreifend denken (dürfen). Auch Steuergeld kann nur einmal ausgegeben werden …

  • hans scchulz   |   04. Dezember 2013 - 22:13

    etwas wenig politisches fingerspitzengefühl in der diskussion – es geht nicht um tolle reservisten sondern es stellt sich die frage, ob der art 35 des gg derartige unterstütrzungsleistungen abdeckt. wir sind irgendwie nicht in einer hochwasserlage (noch nicht).
    hier werden reservisten in verwaltungs- und polizeiähnlichen funktionen eingesetzt (fingerabdrücke, etc). das gg sieht für derartige dinge vieles vor – aber kein militär……
    wehret den anfängen – auch wenn`s den resis spass machen würde zu zeigen was sie alles können.
    gg gelesen – dabei gewesen!

  • Heiko Kamann   |   04. Dezember 2013 - 22:40

    hans scchulz | 04. Dezember 2013 – 22:13
    Satz 1 sagt ja alles … da braucht es kein Hochwasser ….
    „polizeiähnliche funktionen“ sind ja nicht gefragt (die interpretieren Sie in die Sache rein); von Reservisten wird hier staatsbürgerliches Engagement erbeten, dass mit dem Benefit der Anrechnung von Dienstzeiten „vergütet“ wird; so what. Aktive Soldaten werden (auf freiwilliger Basis, abgeordnet Verwaltungsdienst zu leisten … passt auch zu Satz 1; so what?
    Wo sind denn Ihre Gegenargumente? Übersehe ich da etwas?

  • BlueBaret76   |   04. Dezember 2013 - 22:46

    Es wurden seitens der Regierung vor einiger Zeit ….einige Rechtfertigungs Punkte für die Aufstellung der RSUkp in allen Bndesländern zum besten gegeben: einige davon könnte man nun auf dieses Thema hier projezieren. Meine Persönliche Meinung jedoch ist : Kann ja wohl nicht sein und sowas geht mal gar nicht !!

    1. Aufrechterhaltung der Inneren Ordnung
    2. Sicherstellung der Einwandfreien und Funktionierenden Infrastruktur
    3. Subsidäre und Originäre Unterstützung in Katastrophen Fall

    ja so ist das mit väterchen Staat
    mfg
    „Wenn man den Mund nicht halten kann, einfach mal etwas Ahnung haben“

  • Heiko Kamann   |   04. Dezember 2013 - 22:50

    BlueBaret76 | 04. Dezember 2013 – 22:46
    Ich habe keine Ahnung was „RSUkp“ sein soll … wo ist denn Ihr Argument?
    „Kann ja wohl nicht sein und sowas geht mal gar nicht !!“ und
    “Wenn man den Mund nicht halten kann, einfach mal etwas Ahnung haben”
    geben ja nichts her.
    Danke schon mal, für Ihre weiterführende Argumentation.

  • BlueBaret76   |   04. Dezember 2013 - 23:06

    Bei Intelligenten Menschen, die hier bei dem Thema: „Reservistendienstleistung“ etc. eifrig herum Kommentieren, kann ich doch wohl ein gewisses Hintergrundwissen über diese „Reservisten“ und dessen „Reservedienstleistungen“ erwarten !
    Somit bekommt meine Fußnote, wieder einmal mehr seine Bestätigung.

    Kleine Arbeitserleichterung: „RSUkp“ = Regionale Sicherungs und Unterstützungs Kompanie

    nichts zu Danken , keine Ursache ;)

    mkg

    “Wenn man den Mund nicht halten kann, einfach mal etwas Ahnung haben”

  • T.Wiegold   |   04. Dezember 2013 - 23:09

    @BlueBaret76

    Hm, vielleicht kommt der Ton incl. ihrer Fußnote bei manchen nicht so gut an…

    (In der Sache läuft die Diskussion doch recht vernünftig ab hier… )

  • Heiko Kamann   |   04. Dezember 2013 - 23:11

    BlueBaret76 | 04. Dezember 2013 – 23:06
    Und wo ist jetzt Ihre Argumentation?
    Es reicht nicht mich zu beleidigen, um eine sicherheitspolitische Diskussion zu führen.
    Ich unterlasse jetzt auch jeden Kommentar zu Ihrer Rechtschreibung …

  • BlueBaret76   |   04. Dezember 2013 - 23:28

    Dies liegt jedoch nicht in meiner Absicht, mit dieser Fußnote jemand damit Buchstäblich auf die Füsse zu treten… es sei denn jemand kann sich damit Identifizieren. Sollte es Unschuldige getroffen haben so möge man mir dies Verzeihen. Da ich aber finde das dieser sehr oft passt , begleitet dieser mich als anhängsel durch so allerlei Foren.

    Sicher läuft diese Diskussion hier vernünftig wenn auch etwas unsachlich ab.

    So Frage ich mich zb. Wo liegt für einen Reservist der Sinn wenn man es so machen würde wie in diesem Zitat :

    *- Reservisten: Ja. Aber nicht als Wehrübende (und damit Soldaten) und nicht unter Anrechnung als WübTage. Bezahlung durch das BMI, und zwar angemessen.*

    Reservisten Dienen Ihrem Land gern und Sie suchen in den Reservedienstleistungen die diese in der „Freiwilligen Reservisten Arbeit “ ausüben eine Militärische Heimat und machen dies Ehrenamtlich. Würde Irgendwie dann keinerlei Sinn ergeben.

    Wenn sich das BMI überfordert fühlt
    , so sollte man sich doch mal tunlichst Gedanken darüber machen woran dies Liegt und ob das überhaupt sein muss das Sie Überfordert sind. Wären gleich mehrere Politische Ziele selbsterklärend.

    Ich als beorderter Reservist, würde so einen Dienst nicht antreten!

    Meine weiter oben angemerkten „Politischen Rechtfertigungen“ könnten evtl. den Grundgedanken des BMI und dessen Initiative zu diesem Gesuch erklären. Wenn auch völlig Fehlinterpretiert und absolut unangemessen, we ich finde.

    mkg

    “ Wenn man _________________Zensur____________________“

  • Heiko Kamann   |   04. Dezember 2013 - 23:40

    BlueBaret76 | 04. Dezember 2013 – 23:28
    Ah ja, na denn .. gute Nacht.

  • Memoria   |   05. Dezember 2013 - 0:47

    Wenn man denkt es geht nicht blöder, dann hat das BMVg noch was in der Hinterhand.
    Zudem noch während Regierungsbildung.
    Wasser auf die Mühlen der Linken – ohne Not.

    Auflösen – neu aufstellen.

  • califax   |   05. Dezember 2013 - 8:17

    Wo wir alle schon so schön am Kalauern sind, hätte ich auch einen:
    Sollten die Soldaten in der Zeit nicht trainieren?

    Ich weiß, ich weiß, Schenkelklopfer! :D