Antipiraterie-Missionen vor Somalia unter neuer Führung. Und die Serben bei der EU mit im Boot

Der Einsatz internationaler Marineschiffe vor Somalia macht derzeit kaum Schlagzeilen – weil die Aktionen von Piraten am Horn von Afrika weiterhin sehr gering sind. Trotzdem sind natürlich unverändert Kriegsschiffe und Seeleute aus etlichen Nationen anden verschiedenen Antipirateriemissionen beteiligt, unter anderem seit Anfang Dezember die deutsche Fregatte Hessen. Deshalb ein kurzer Überblick:

Sowohl die EU-Mission Atalanta (CTF465) als auch die NATO-Mission Ocean Shield (CTF508) stehen seit diesem Wochenende unter neuem Kommando.

• Bei Atalanta übernahm Frankreich die Leitung des Einsatzes vor Ort von den Niederlanden (die aber, wie auch schon in der Vergangenheit, parallel in der NATO-Mission engagiert bleiben). An der EU-Mission beteiligen sich neben Frankreich mit dem LPD Siroco als Flaggschiff und der Hessen die Italiener mit der Fregatte Libeccio und die Spanier mit dem Hochsee-Patrouillenboot Tornado. weiterlesen

Gefahr für die Bundeswehr: Die Handschuhe des Todes

ABC-Ueberhandschuhe

Streitkräfte hantieren mit gefährlichen Dingen, Munition, Raketen und so. Aber auch mit Gegenständen, von denen die Soldaten ja keine Ahnung haben, wie gefährlich so etwas sein könnte. Wie zum Beispiel die ABC-Überhandschuhe (Foto oben), Versorgungsnummern  8415-12-124-7853 bis 7855, die in mit chemischen Kampfstoffen verseuchten Gebieten Schutz bieten sollen.

Doch diese Handschuhe sind eine Gefahr. Denn niemand weiß, ob diese bis 1991 ausgegebene Schutzausrüstung den jüngsten EU-Vorschriften von 2013 für Gewebe entspricht – wurden die neuen Regelungen doch gut 20 Jahre nach Ausgabe an die Truppe erlassen. Und nach diesen mehr als 20 Jahren weiß eben keiner, ob die Handschuhe von 1991 den Vorschriften von 2013 entsprechen. Ein fatales Dilemma.

Aber keine Sorge, die Bundeswehr handelt: die Handschuhe werden gesperrt, eingezogen und vermutlich vernichtet. weiterlesen