Erstmals seit Monaten: Piratenangriff vor Somalia

somalia_piracy_11oct2013

Erstmals seit Monaten hat es vor der Küste Somalias wieder einen (gemeldeten) Angriff von Piraten auf ein Handelsschiff gegeben. Zwei verdächtige Skiffs hätten sich dem Schiff genähert, berichtete das Schiffahrszentrum der NATO. Dass es sich tatsächlich um Piraten handelte, war dann relativ schnell klar: Auf Warnschüsse der bewaffneten Sicherheitsmannschaft an Bord reagierten die Besatzungen der kleinen, hochmobilen Boote ebenfalls mit Schüssen:

A merchant vessel has been approached by 2 Skiffs that came within 200 meters.Armed security team fired warning shots. Skiffs returned fire and then retreated.
Vessel is safe.

Nachtrag: Es muss wohl ein lohnendes Ziel gewesen sein, wie EUNAVFOR (das Kommando der EU-Antipirateriemission Atalanta) bestätigt:

EU Naval Force can confirm that earlier today, Friday 11 October 2013, a fully laden super tanker, known as a Very Large Crude Carrier (VLCC), was fired upon by eight armed men in two ‘skiffs’ 230 miles off the Somali coast.
The attack was successfully repelled by the Armed Security Team on board the super tanker and the vessel is now safe.

(Karte zeigt den Ort des Angriffs – OpenStreetMap)

DroneWatch: Vorerst keine ‚Hunter‘ über der Oberpfalz (Update)

Die US Army kann nicht, wie geplant, bereits in der kommenden Woche mit Flügen ihrer Drohnen in gesperrten Luftkorridoren über der Oberpfalz beginnen. Die endgültige Genehmigung für den Betrieb der Aufklärungsdrohnen vom Typ Hunter  außerhalb von Übungsplätzen sei bislang noch nicht erteilt, teilte die (deutsche) Luftwaffe am (heutigen) Freitag Augen geradeaus! mit. Die US-Streitkräfte hatten kürzlich angekündigt, ab dem 14. Oktober die unbewaffneten Aufklärungsdrohnen zwischen ihren Training Areas Grafenwöhr und Hohenfels in Bayern fliegen zu lassen.

Die geplanten Drohnenflüge sind in (Nord)Bayern offensichtlich seit Wochen ein großes Thema, im Rest der Republik bislang nicht so aufgefallen.  Der Hunter (englisch für Jäger, Foto oben) ist zwar eine unbewaffnet, dennoch sorgt der Überflug ziviler Gebiete für Aufregung. Nach US-Angaben ist es das erste Mal weltweit, dass eine Drohne der US-Streitkräfte außerhalb von Übungsplätzen fliegen darf, dafür wurden zwischen Grafenwöhr und Hohenfels zwei Korridore eingerichtet. Nach Darstellung des Kommandos Luftwaffe in Berlin müssen für die endgültige Genehmigung allerdings noch einige Prüfungen abgewartet werden. weiterlesen