Immer schärfere Töne aus Nordkorea

070401 Panmunjeom3

Es ist am anderen Ende der Welt, es betrifft – noch – europäische oder deutsche Sicherheitspolitik nicht direkt, aber es macht Sorgen: Nordkorea verschärft seine Drohungen gegen den Westen und vor allem gegen die USA, immer schrillere Töne kommen aus Pjöngjang:

We formally inform the White House and Pentagon that the ever-escalating U.S. hostile policy toward the DPRK and its reckless nuclear threat will be smashed by the strong will of all the united service personnel and people and cutting-edge smaller, lighter and diversified nuclear strike means of the DPRK and that the merciless operation of its revolutionary armed forces in this regard has been finally examined and ratified.

gibt Reuters im Wortlaut eine Erklärung der nordkoreanischen Armee aus dem englischen Dienst der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA wieder.

Das Problem ist ja: niemand kann wirklich einschätzen, ob und wenn ja wann rhetorisches Getöse in eine tatsächliche Absicht mündet. Die USA sehen nach den Worten ihres Verteidigungsministers Chuck Hagel eine klare Gefahr für Südkorea, Japan und die USA.

(Noch ist es, wie gesagt, kein direkt deutsches Thema – aber dieses Zündeln in Fernost wollte ich hier zumindest schon mal als Thema einbringen.)

Nachtrag: Die, äh, Informationen aus Nordkorea gibt es auch auf Deutsch.

(Foto: Ein Blick von Süd- nach Nordkorea an der Waffenstillstandslinie bei Panmunjeom – Driedprawns at en.wikipedia via Wikimedia Commons)

 

76 Gedanken zu „Immer schärfere Töne aus Nordkorea

  1. Ach, ich kann nur darüber lachen. Zumindest über das Säbelrasseln des dicken Milchgesichts.

    In Wahrheit steckt da ein ganz simples Geschäftsmodell dahinter. Man sucht bzw. erfindet irgendeinen Vorwand um sich gekränkt zu geben, stellt sich als unberechenbarer Psychopath dar und lässt sich dann nach ein bisschen hin und her durch die Zahlung von „Schmerzensgeld“ (Getreide, Narungsmittel, Medikamente) wieder beruhigen. Das wissen die Amis und genauso die Südkoreaner. Nur ein Rezept dagegen fehlt. Zahlt man nicht provoziert man damit irgendeine dämliche Aktion eines nach dem Milchgesicht subalternen Nordkoreaners, dem es fast so dreckig geht wie dem Rest seiner Genossen. Darauf muss man dann gezwungenermaßen militärisch reagieren, um das Gesicht in der Welt zu wahren. Und wenn das passiert wird die Verhinderung des Krieges erst so richtig teuer.

    Das ganze ist ein Pokerspiel. Analysten sagen, dass die Nordkoreanische Führung eben doch rational handelt, denn im Innenverhältnis und der Innenpolitik wackelt es offenbar fürchterlich, auch wenn man nach Außen hin versucht, das Gegenteil zu vermitteln. Deshalb ist die Kriegsgefahr auch äußerst gering. Wenn Nordkorea einen Krieg provoziert, egal ob mit konventionellen oder Atomwaffen vernichten sie sich in allen Szenarien damit auch selbst und dies binnen Stunden.

    Die größte Gefahr oder auch Wohltat geht m.M.n. übrigens von China aus, das keinerlei Interesse an einem Krieg vor seiner eigenen Haustüre hat (übrigens weil man auch keine Lust darauf hat ein paar Millionen nordkoreanische, bettelarme Flüchtlinge durchzufüttern und dies eher nicht aus pazifistischen Gründen). Wenn es China zu bunt wird, besetzt dieses Nordkorea kurzerhand selbst als „Schutzmacht“ und dann wäre erstmal Ruhe im Stall. Allerdings ist der Stall dann näher am halbwegs friedlichen Bauernhaus und die von beiden Interessensgruppen gewollte Pufferzone wäre weg. Nur wenn die Pufferzone zum Brandherd wird, heiligt der Zweck die Mittel und China weiß mit Garantie besser, als das jenseits jeglicher innenpolitischen Szenarien und fern seiner „Stuhlbeine“ aufgeschwemmte Milchgesicht, dass Wirtschaftsabhängigkeiten Chinas einen Krieg mit den USA à-priori schlichtweg verbieten.

  2. Sind der Truppenaufmarsch Chinas an der Grenze zu Nordkorea Kriegsvorbereitungen gegen oder an der Seite von Nordkorea?

  3. Es steht auch die Frage, ob dann auch die Russen dabei sind. Die haben erst vor wenigen Tagen vor dem Hintergrund einer gefährlichen Weltlage engste militärische Zusammenarbeit auf Ebene der beiden Staatschefs vereinbart. So wurde dabei dem chinesischen Staatschef, als ersten ausländischen Staatschef überhaupt, die oberste militärische Führungsstelle der russischen Streitkräfte gezeigt. Dies hat Symbolcharakter.

  4. Wenn ich mal kurz einhaken darf:

    Bisher war es hier im Blog gute Tradition, nicht jeden Mist zu kommentieren, der gerade in Bezug auf Nordkorea irgendwo im Netz oder der Tagespresse veröffentlicht wurde, weil es oftmals einfach unglaublicher Schwachsinn gepaart mit Halbwissen war. Könnten wir das bitte, bitte (mit Zucker oben drauf) so beibehalten?

    Es ist völlig unerheblich ob eine (!) Mittelstreckenrakete (Typ? Wo von wem aufgeklärt? Einsatzbereit? Quelle?!) an irgendeine Küste verlegt wurde, zumal wir im Moment gerade bei diesem Thema zu 75% spekulativ argumentieren. Und wenn Wolfgang-2 auch noch „Anonymous“ als Kriegsgrund aufführt, ist einfach eine Grenze gefallen, nach deren Überschreitung wir Herrn Wiegolds Ansatz eines ernsthaften SiPol-Blogs anfangen zu konterkarieren.

    Jesses, nä… Männers… Ruhe bewahren.

  5. @Voodoo | 04. April 2013 – 23:56

    Die Nachricht von der Verlegung einer Mittelstreckenrakete wurde von unseren Qualitäts-Druck-und-Rundfunkmedien einschließlich der öffentlich-rechtlichen sowie von den nahmhaften US-Medien und weiteren internationalen Medien verbreitet. Wie können Sie behaupten diese Infos seien unerheblich und unglaublicher Schwachsinn gepaart mit Halbwissen? Verfügen Sie allein über das Vollwissen? Sitzen Sie im Stab von Kim Nr. 3?

    Ruhe bewahren. ;-)

  6. > Und wenn Wolfgang-2 auch noch “Anonymous” als Kriegsgrund aufführt, ist einfach eine Grenze gefallen

    Ich meine das Ernst, dieser Koreaner ist sowas wie ein Halbgott. Die nehmen Beleidungen mit Sicherheit genauso ernst wie die Moslems. Und bei den Moslems war es eine real bedeutungslose Gruppe – also mit deutlich geringerer Bedeutung als Anonymous – und das Theater ging los. Es ist mir nicht klar, wie man angesichts dieser Sachlage überhaupt noch wieder in Richtung „Normalität“ zurückkommen kann.

    > Wo von wem aufgeklärt? Einsatzbereit? Quelle?

    Einfach googlen und man findet Quellen, die hier allerdings nicht verlinkt werden dürfen.

    > Jesses, nä… Männers… Ruhe bewahren.

    Ich bin überhaupt nicht beunruhigt. Ich denke auch, dass das hier Gesagte zutrifft nachdem das System Stunden nach dem Kriegsausbruch kollabieren wird und wahrscheinlich sogar ohne dass einer wirklich zurückschießt.

    Mir war bislang nur nicht das Geschäftsmodell eines solchen Vorgehens klar. Das hat Vtg-Amtmann erklärt.

    Hier ist das Thema Nordkorea, deshalb habe ich die Infos gepostet, das ist alles.

    Ein wirklicher Konflikt wird sich da nicht ergeben. Der richtige Krieg wird von Syrien aus beginnen.

  7. @Stefan: Mag sein das die Raketen Guam schützen sollen. Die Reichweite des Radars ist aber größer (wie war das mit dem Golfball in 5000km Entfernung) wenn man dem Artikel glaubt. Hier kann man diplomatisch Kostengünstig solch Gerät in Stellung bringen. Trifft sich doch eigentlich ganz gut. Vor allem da es eigentlich fürs Mittelmeer gedacht war.

    Entweder man weiß das NK nur spielt und das Radar richtet sich eher gegen China und sei es nur Defensiv. Aber man setzt so vorerst auch Isreal aufs Spiel. Das lässt wiederrum zwei Rückschlüsse zu. Isreal ist mittelfristig nicht in Gefahr, oder NK ist tatsächlich eine realistische Bedrohung.

    Fakt ist, es ist jetzt da. das kann China nicht gefallen, zur not wird es durch leistungsfähigeres Gerät ersetzt. Hoffe nun ist klarer das ich ein bissl weiter als 3 Wochen denke (ist aber auch nur ein Gedankenspiel und spekulativ).

  8. @Voodoo | 04. April 2013 – 23:56

    Die wirklich wichtigen bzw. weniger „belanglosen“ militärischen Aufklärungsergebnisse werden Sie nicht in den öffentlich zugäglichen Quellen, sprich Medien, finden. Die unterliegen strengster Geheimhaltung und können damit garnicht Gegenstand einer ernsthaften Diskussion in diesem Blog sein, denn die Unwissenheit eines potentiellen Gegners, über das was wir über ihn wissen, ist ein militärischer Vorteil. Darum müssen wir auf die frei zugänglichen Informationen (die natürlich auch gefälscht sein können) zurückgreifen, die wir erhalten. Der von Ihnen geforderten „Ernsthaftigkeit“ sind damit klare Grenzen gesetzt. Wir werden hier aufgrund der weltpolitischen Bedeutungslosigkeit dieses Blogs weder einen Krieg verhindern, noch ihn auslösen. Wir tauschen hier lediglich mit einem hohen Unterhaltungswert Meinungen aus, die halt auch mal falsch sein dürfen. Was ist daran denn so schlimm? Also bitte nicht aufregen. Dies könnte Ihrer Gesundheit schaden. ;-)

  9. @Herr Sipol | 05. April 2013 – 0:50
    Nun, ich weiß nicht welche Radaranlagen in Guam stehen. Aber sicher ist, dass man ein Radar mit 5000 km Reichweite nicht für eine Raketenabwehr mit 200 km Reichweite (im Idealfall) aufstellt. Das wäre ökonomischer Unsinn und China könnte man dieses Märchen auch nicht verkaufen.

  10. Heute hat bei Lanz Herr Peter Scholl-Latour gesprochen
    China ist der Vorteilhaften, die können die USA beobachten wie schnell und wie groß und entschlossen die sind
    USA sind die Leitragenden und nicht die vorteilhaften, weil Naherosten und jetzt mehr im Pazifiks
    Logistik und mehr Truppen

    Und da könnte er wieder Recht bekommen
    Weil USA will am Militär Sparen es könnte sein das USA wieder mehr Soldaten Verfügung stellen und die Brauchen auch Ausrüstung und Versorgung

  11. > Nun, ich weiß nicht welche Radaranlagen in Guam stehen. Aber sicher ist, dass man ein Radar mit 5000 km Reichweite nicht für eine Raketenabwehr mit 200 km Reichweite (im Idealfall) aufstellt. Das wäre ökonomischer Unsinn und China könnte man dieses Märchen auch nicht verkaufen.

    Also mir – jemanden dem überhaupt keine Ahnung hat – könnte man einfach erklären, dass man Raketen, die man abschießen möchte auch erfassen können sollte lange bevor die von den eigenen Abwehrraketen überhaupt erreicht werden können. Dann hat man Zeit zum prüfen und zu entscheiden ob und welche Rakete genutzt wird. So mit „Computer ballert einfach los, weil ohnehin keine Zeit mehr da ist für was anderes“, da hätte man deutlich mehr Probleme mir das zu vermitteln.

    Aber ich sagte ja, ich habe keine Ahnung.

  12. Sorry
    Streiche: die man abschießen möchte auch erfassen können sollte lange bevor die von den eigenen Abwehrraketen überhaupt erreicht werden können

    Setze: die man abschießen möchte auch erfassen können sollte lange bevor die eigenen Abwehrraketen das anfliegende Objekt überhaupt erreichen können

  13. Das Radargerät mit der Golfballauflösung sowie ein zusätzlicher AEGIS Zerstörer sind notwendig, damit der koreanisch-japanisch-amerikanische AEGIS/THAAD-Verbund auch alle Abschußplätze plus mögliche Flugbahnen der Nord-Koreanischen Mittel-und Langstrecken Raketen mit hinreichender Abfangwahrscheinlichkeit abdecken kann.
    Hier läuft zZt eine sehr teure, allerdings sehr realistische STRATCOM Escalation Control Übung, hoffentlich halten sich alle an die jeweiligen Drehbücher……..wenn es stimmt, dass Nord-Korea auf strategische Cyber-Attacks ggflls auch nuklear antworten will (das ist eine der gar nicht (w)irren Signale aus dem Norden), dann sollten sich Anonymous und Co besser zurück halten.

  14. > dann sollten sich Anonymous und Co besser zurück halten.

    Das ist dann ja wohl etwas zu spät dafür. Die haben bereits auf den roten Knopf gedrückt.

  15. @Stefan: nun denken sie doch mal weiter als 3 Tage. Ein Radar ist da, das hat imho 1000km Reichweite. Sofern der Konflikt gelöst ist, denken sie wirklich, dass das System abgezogen wird? Viel wahrscheinlicher ist es, es gegen ein leistungfähigeres auszutauschen (wenn es nicht schon da ist) und dann einen anständigen Blick auf den Südostpazifik zu haben. Besser kann es nicht laufen, und dann noch zu minimalen diplomatischen Kosten.
    Ich habe den Eindruck sie verstehen nicht worauf ich hinaus will.

  16. @Herr Sipol | 05. April 2013 – 13:24
    Sicher verstehe ich Sie. Grundsätzlich gilt, je früher man eine anfliegende Rakete sieht, um so besser. Nur stünde hier Aufwand und Nutzen in keinem zu rechtfertigendem Verhältnis. Nur weil man vor der Bekämpfung der erkannten Rakete dann noch schnell mal einen „Kaffee trinken“ könnte. China läge an der fernen Grenze der Aufklärungszone (5000 km Reichweite, nur davon sprachen Sie und ich bisher), wo die Aufklärungsergebnisse ohnehin eher dürftig sind. Und ins Kernland Chinas könnte man nicht schauen. Und für den Schutz Guams ist dieser Aufwand unnötig. Daran ändert sich auch nach mehr als 3 Tagen nichts. Wenn es um China ginge, dann gäbe es besser geeignete Standorte, wie z. B. Südkorea oder Japan (wo es nach meinen Informationen bereits eine derartige Radarstation gibt). China liegt ca. 4000 km entfernt. Ein Radargerät mit einer Reichweite von 1000 km wäre gegen China nutzlos. Ich habe den Eindruck, dass Sie noch nie etwas mit Radartechnik bzw. Raketenabwehr zutun hatten. Darum habe ich vollstes Verständnis für ihren Standpunkt. Wenn in Guam ein Langstreckenradar aufgestellt wird, dann sicher nicht wegen China. Nur darum ging es mir. ;-)

  17. > Nur weil man vor der Bekämpfung der erkannten Rakete dann noch schnell mal einen “Kaffee trinken” könnte.

    So eine Mittelstreckenrakete hat eine Geschwindigkeit von 15.000 km/h. Damit braucht sie für 1.000 km ca. 4 Minuten. Also für einen Kaffee brauche ich etwas mehr Zeit.

    > Und für den Schutz Guams ist dieser Aufwand unnötig.

    Vielleicht sollte man dazu mal die US-Soldaten des dortigen Luftwaffenstützpunktes befragen? Vielleicht haben die dazu eine andere Meinung?

  18. @Wolfgang-2 | 05. April 2013 – 16:24
    „So eine Mittelstreckenrakete hat eine Geschwindigkeit von 15.000 km/h. Damit braucht sie für 1.000 km ca. 4 Minuten. Also für einen Kaffee brauche ich etwas mehr Zeit.“

    Ich habe jetzt Ihre Berechnungen nicht überprüft, aber wenn diese richtig sind, dann würde die Rakete von Nordkorea bis Guam (ca. 3000 km) 12 Minuten benötigen. Genug Zeit für einen Kaffee. Käme die Rakete von China dann wären es sogar mindestens 16 Minuten. Aber das war ja nur bildlich gemeint. Darum stand es auch in Anführungszeichen.

    Ich bleibe dabei, 1. wäre ein Langstreckenradar (5000 km Reichweite) zum Schutz von Guam Schwachsinn. Und 2. zur Überwachung Chinas überflüssig.

    Von meiner Seite ist nun aber Schluß damit.

  19. Geht noch Russland hat die Mach Rakete.
    Was Nord von China oder Russland bekommen hat weiß keiner und was Iran und NK über China Läuft weiß keiner , nur Schiffe da würden die US die Schiffe abfangen als es kann nur über China Laufen .
    Und was ist wenn NK ein System hätte das US Raketen nach China Längt dann wird Interessant,
    Nur was Peter Scholl gesagt hat der einzige dem alles Nutzt ist China
    Er kann die USA genau beobachten, weil China und USA es in Jahren zu spitzen wird
    Das Denke ich auch momentan währ China noch nicht so weit aber in Paar Jahre hat China weitere Schiffe und mehr Panzer, Raketentruppen und und …..
    Und was ist mit U-Boote???
    Aber da bin ich auch mit Peter Scholl gleicher Meinung wenn auch nur eine A-Bombe hätte braucht man viele die durch Abwehr System durchrutschen

    Aber die Gefahr ist mehr oder weniger wenn einer einen Fehler macht dann bricht der Krieg aus, den NK will auch nicht den Krieg, China will die USA nicht an der Grenze haben wo noch nicht USA ein geblickt werden kann ( Heimliche Aufrüstung )
    Kaffee und Raketen finde ich für sinnvoll
    Lest lieber ein Geschichtsbuch wie man USA in den 1Wk einschleuste
    Man ladet Kriegs Material in US Personen schiffe, und gab die Infos dem Deutschen Geheimdienst
    Oder Man schenkt ein deutsches Schiff der Türkei und beschiste Britische Schiffe

  20. Jup, da haben sie recht, kaum Ahnung von Raktenabwehr. Aber Unrecht haben sie damit mich zu verstehen. Ich sehe, und da unterscheiden wir uns völlig, das Radar (5000km) eben nicht nur als reines Raketenstartüberprüfgerät. Das andere (1000km) ist natürlich reines Steuerinstrument für die Abwehr. Viel mehr kann man damit noch viele andere interessante Informationen sammeln. Und in Korea oder Japan wären die diplomatischen Kosten ungleich höher. Und die Bewegungen an der Küste dürften doch um ein vielfaches interessanter sein als INlandsbewegungen – vor allem was die bevorstehenden chinesischen Machtprojektionen angeht. Verstehen sie, Geostrategie, nicht nur (bzw. nur als Vorwand) Raketenabwehr.

  21. Jetzt soll auch noch ein Global Hawk nach Japan verlegt werden.

    Ist schon toll, was für ein marketing&sales Szenario dieser Nordkoreaner den USA für ihre BMD-Technologie bietet……..hoffentlich bekommt er Tantiemen……..;-)…..oder die stille Billigung der USA seine Nukleartechnologie zu vermarkten………denn wenn der Iran über Nordkorea auf dem Kaufwege an ein paar Sprengköpfe ran kommt, dann macht ja auch erst das BMD-Programm der NATO wirklich Sinn…..it’s all about the money ;-))

  22. @Stefan

    Um eine irgendwo in Nordkorea gestartete Rakete, die in eine von bis zu 360 Richtungen fliegen könnte, habe ich bei genauester Vermessung der Startphase bestenfalls – in Abhängigkeit von der Positionierung meiner shooter – bestenfalls 30-40 Sekunden RPT Sekunden für eine Feuerleitlösung in der erweiterten Startphase, denn wer sagt denn, dass die Rakete auf ein Ziel maximaler Reichweite zielt. Eine NK Mittelstreckenrakete kann 4000plus km fliegen, muß sie aber nicht !

  23. @klabautermann | 06. April 2013 – 12:06
    Genau! Ich sehe es nicht anders. Darum wäre es Unsinn, wegen dem ca .3000 km entfernten Nordkorrea in Guam ein Langstreckenradar mit einer Reichweite von 5000 km plus für eine Raketenabwehr mit einer Reichweite von 200 km aufzustellen. Ein solches Radargerät ist ja auch etwas teurer als eine Bockwurst.

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