Der Tiger im scharfen Schuss – in Mali

Dieses Video habe ich erst heute gefunden, es ist bereits zwei Monate alt: Der Kampfhubschrauber Tiger im scharfen Schuss – im Einsatz der Franzosen in Mali, im Gebirgsmassiv Adrar des Ifhoghas im Nordosten. Für die Tiger-Interessierten…

(Damit hat die Combat Camera der Franzosen was vorgelegt. Ich nehme an: selbst wenn es solche Bilder vom deutschen Tiger in Afghanistan gibt, werden sie auf dem Youtube-Kanal der Bundeswehr so schnell nicht zu sehen sein?)

Nachtrag: Das passt dazu, und der Tiger kommt auch vor: Bilder vom Einsatz der Spezialkräfte in Nord-Mali

22 Gedanken zu „Der Tiger im scharfen Schuss – in Mali

  1. Die Perspektive mag täuschen. Aber bei der Streuung der Waffenwirkung und der hohen Schußfrequenz sieht das mehr nach PR als nach taktisch sinnvollem Waffeneinsatz aus.

  2. Naja, die Kamera zoomt ja nun schon sehr nah an das Hügelchen ran. Das Verhältnis Tiger –> Hügel lässt demnach auch eher auf PR/Übung schließen. Zumindest ist kein Mensch oder what ever am/auf dem Hügel zu erkennen.

    Tiger/BW: fliegt der überhaupt in AFG? Man sieht und hört ja nun absolut nix davon.

  3. @hHugo

    Unten ist der Tiger und fliegen hab ich ihn da auch schon gesehen.Ob er mittlerweile auch „scharfe“ Einsätze fliegt entzieht sich aber derzeit meiner Kenntniss.

  4. … auch wenn es nach „Vorbeiflug in gerader Haltung“ für die Wochenschau aussieht: es ist halt ein HAD/HAP und kein UHT. Die Franzosen werden sich schon etwas dabei gedacht haben, als sie die HAC-Version gestrichen hatten.
    Insoweit hat die Bundeswehr m.E. bei der letzten Sparrunde eine Chance vergeben. Immerhin sind unsere Männer in AFG vor Panzerangriffen der Taliban sicher. Aber das Thema hatten wir hier ja schon ….

  5. Von der Streuung des Tigers mit seinem ach-so-tollen schwenkbaren MG muss ich hier glaub ich schonmal berichtet haben. Das ist absolut sinnlos und mal wieder beweist das ein Video.
    Ansonsten schöne PR, auch von deren „Forces speciales“.

    -Invisible

  6. Oh, Videos beweisen Sinn und Unsinn von Waffensystemen? Dann sollte ich evtl. doch mal ein paar Youtube-Kanäle abonnieren und anschließend für die Fachpresse schreiben. Einfacher gehts ja nicht… Wo war gleich der facepalm-smilie?

  7. Vielleicht noch interessant in dem Zusammenhang: nicht mehr ganz taufrische Pressemeldung von Eurocopter (bunte Bilder haben sie auch im Angebot:
    http://press.eurocopter.com/en/gallery/french-tiger-had ):

    Marignane (Frankreich), 19. April 2013
    Heute wurde der erste in Serie gefertigte Tiger in HAD-Konfiguration an Frankreichs Wehrbeschaffungsbehörde DGA ausgeliefert. Der Hubschrauber wird bei den französischen Heeresfliegern zum Einsatz kommen. Eurocopter stellt mit dem Tiger HAD einen hochleistungsfähigen Unterstützungs- und Kampfhubschrauber bereit, der den weltweit steigenden Anforderungen im Gefechtsfeld bestens gerecht wird.
    Mit diesem Meilenstein beginnt nach der Qualifizierung des Tiger HAD durch die DGA am 10. April der Auslieferungsstart für den Hubschrauber. Der Tiger in HAD-Konfiguration ist Eurocopters jüngstes Mitglied einer Produktfamilie, deren Vertreter bereits für Militärmissionen in Afghanistan, Libyen und aktuell in Mali eingesetzt wurden.
    „Mit dem Tiger HAD baut Eurocopter die Einsatzmöglichkeiten einer Kampfhubschrauberfamilie weiter aus, die ihre Missionseffizienz und Leistungsfähigkeit bereits bei anspruchsvollsten Militäroperationen unter Beweis gestellt hat“, erklärte Dominique Maudet, Eurocopters Executive Officer für Frankreich und Vice President Global Business and Services.
    Frankreich hat 40 Tiger in HAD-Konfiguration für seine Heeresflieger in Auftrag gegeben und auch Spanien bestellte für seine Streitkräfte 24 dieser Kampfhubschrauber, von denen sechs aus früheren Begleit- und Unterstützungsmaschinen (HAP-Version) umgerüstet wurden.
    Der Tiger HAD überzeugt durch zwei optimierte MTR390-Wellentriebwerke, die 14 Prozent mehr Leistung erbringen, eine verstärkte Panzerung, ein neues optronisches Visier, Start- und Zielvorrichtungen für Luft-Boden-Raketen vom Typ Hellfire, ein verbessertes elektronisches Selbstschutzsystem sowie ein IFF-System zur Freund-Feind-Erkennung.
    Derzeit sind in vier Ländern – Deutschland, Frankreich, Spanien und Australien – bereits 97 von insgesamt 206 bestellten Mehrzweckhubschraubern der Tiger-Familie in Betrieb.

  8. Der deutsche Tiger fliegt hier in Afghanistan und hat heut zum ersten mal seine Waffensysteme im Rahmen einer life firing excercise getestet.

  9. Entschuldigt die „Bissigkeit“, mir ist schon bewusst das der Tiger in AFG fliegt. Man fragt sich halt zu welchen Zweck.
    Letztens kam auf Phönix eine sehr interessante Doku: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=zrBv4Bt3SEc

    1000$ für die Fahrer zum Transport für BW-Material.
    Erschreckender fand ich wie beiläufig der BW Soldat erwähnte das ja auch schon einige Fahrer ums Leben kamen.
    Ich meine die Bundeswehr kann ja da nix für, ist ja alles politisch gewollt. Aber abgekürzt muss man sagen das man den Afghanen lieber das Geld in die Hand drückt als selber aus dem Camp zu rollen und den Kram unter vernünftigen Schutz zurückzuführen.
    Eigentlich sind dafür auch unter anderem die 4 Tiger in AFG…

    Interessant wenn auch aus dem Zusammenhang gerissen:

    „Bundeswehr bestellt 176 Panzerwagen in den USA und verärgert die deutsche Rüstungsindustrie“

    http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/bundeswehr-bestellt-panzerwagen-in-den-usa-a-895557.html

  10. Fliegen tut er hier auch seit einiger zeit (genaues Datum kann man bestimmt aus irgendeiner Pressemitteilung nehmen), und er ist auch ganz regulär in den recce- und armed overwatch Ablauf der AWTs eingebunden. „Today we have an Air Weapon Team Tiger available 24 hours“ ist zumindest der Satz der morgens gebrieft wird. Oder es wird eben eine preplanned mission vorgetragen.
    Heut hat er halt zum ersten mal geschossen.
    Wie effektiv er sich in der Praxis zeigen wird wird sich bei Gelegenheit zeigen, subjektiv erscheint er mir weniger in der Luft zu sein als die apaches was aber sicherlich auch an der Menge der jeweils verfügbaren fluggerate liegt.

  11. @T.W.: Echt?

    Sorry, nicht weit genug zurück geblättert. Naja, ist der Unübersichtlichkeit eines Blogs geschuldet.

  12. Ist für den Einsatz in Afghanistan eigentlich neben den ungelenkten Raketen und MG-Pods das Präzisions-Abstands-Raketensystem 3 oder HOT3 vorgesehen?

  13. Weil es hier so schön paßt:

    Wie kann es sein, daß die spanischen Tiger schon nach 12 Tagen in Afghanistan eine scharfe Mission fliegen können?*

    Die Bundeswehr hatte hingegen, “früher als erwartet”, bereits nach 56 Tagen die Einsatzbereitschaft gemeldet! Falls Karlchens Aussage stimmt, würde ich als unwissender „ground pounder“ letzteres sogar als Falschmeldung bezeichnen.

    Wie kommt eine dermaßen große Diskrepanz zustande?

    @Invisible: Einfach mal ein paar Apache Videos anschauen, leider meist ohne Entfernungsangabe (weiter weg als man denkt), und sehen wie präzise solche Kanonen seien können. Man sollte annehmen das die franz./span. Tiger das mindestens gleich gut oder besser können, schließlich sind sie ja viel „moderner“. Ansonsten würde das ja bedeuten das EADS/Eurocopter Schrott verkauft.
    Alles besser als unsere unsere Vietnamlösung.

  14. @Ghost Bear:
    Die AH-1er und Huey Gunships waren seinerzeit das Beste vom Feinen. Aber unser UHT-Tigerlein ist da seinem Szenario 25 Jahre hinterher!!! Die T-63/72er von damals sind längst Geschichte! Und ein festmoniertes, achsenparalleles Cal. 0.50 – das war schon in den 1960er Jahre „aweng weng“ – wie der Franke sagt. Immerhin haben Spanier und andere keine HAC-Versionen mehr geordert – nur unsere Bundeswehr! Das ist das Problem. EADS/ EC kann da nix dafür – liefert nur was bestellt. Würde sicher auch „Hs 123 Version 3.0“ liefern – aber wohl nicht vor 2030 (Ironie aus!).

  15. @Ghost Bear:

    Die Bundeswehr „überschätzt“ sich doch manchmal wie man diesem Video entnehmen kann:

    Titel: Aussenlast WIESEL
    http://www.youtube.com/watch?v=A55DXtnQ9vc
    Zitat BW:
    — aufgrund der neuen Herausforderungen in Einsätzen der Bundeswehr –

    Für die „neuen Herausforderungen in Einsätzen der Bundeswehr“ hat es für den WIESEL mangels IED Schutz allerdings nicht gereicht…

    Zitat: „Das ist das was JEDEN Tag im Einsatz gemacht wird….“

    Aber Afghanen 1000 Dollar in die Hand dr[cken um nen Eagle IV nach Hause yu kutschern.

  16. Das ständige Gestänkere gegen die HAC-Version des Tigers geht mir langsam auf die Nerven.

    Wenn eines Tages wieder tausende T-55 durch die norddeutsche Tiefebene rumpeln werdet ihr alle für den HAC-Tiger dankbar sein.

  17. @ Crass Spektakel | 24. April 2013 – 1:40

    Wenn eines Tages wieder tausende T-55 durch die norddeutsche Tiefebene rumpeln werdet ihr alle für den HAC-Tiger dankbar sein.

    Dann muss es aber ein paar echte Asse geben – bei ein paar Dutzend HACs gegen tausende T-55…

  18. @Hugo803: Der Wiesel war und ist bei allen größeren Auslandseinsätzen der Bundeswehr im Einsatz. Da es sich um einen luftverlastbaren Waffenträger handelt, der vor allem punktuell und zur Sicherung eingesetzt wird, geht Gewicht vor und Panzerung ist nur nachrangig. Wofür einen IED-Schutz wenn man damit eigentlich keine Patrouille fährt?

  19. @crass spektakel

    … uns selbst dann wären Apaches oder HADs die bessere Wahl. Mit der BMK könnten die Kameraden sich dann auch noch unkompliziert und kostengünstig mit der begleitenden Infanterie oder ungepanzerten Fahrzeugen beschäftigen. Für mich ist die Beschäftigung mit dem Thema UHT kein „Gestänkere“ sondern der Fingerzeig auf eine sauteuere Fehlbeschaffung.

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