Karzai schmeisst US Special Forces aus afghanischer Provinz raus

Afghanistans Präsident Hamid Karzai zeigt zunehmend Härte gegenüber den internationalen Truppen im Land. Nachdem er erst vor kurzem afghanischen Sicherheitskräften untersagt hatte, Luftunterstützung von ISAF anzufordern, nimmt er es diesmal mit einem entscheidenden Pfeiler der US-Präsenz am Hindukusch auf: Aus mindestens einer Provinz werden Special Forces der amerikanischen Streitkräfte rausgeworfen – ihre Tätigkeit in der Provinz Wardak sollen sie sofort einstellen und binnen zwei Wochen  die Provinz verlassen. In der der Provinz Logar gibt es ebenfalls Probleme. weiterlesen

Mali: Der Krieg geht weiter

Da in der bevorstehenden Woche der Bundestag über die beiden Mandate für den Bundeswehr-Einsatz in Mali abstimmen will, das Thema in Deutschland aber etwas an den Rand gerät, der Versuch eines groben Überblicks:

Die Auseinandersetzungen mit islamistischen Gruppierungen im Norden des westafrikanischen Landes gehen weiter – und es gibt Tote auf beiden Seiten. Allerdings bei den Interventionstruppen der Franzosen und mehrerer afrikanischer Staaten vor allem unter den Soldaten aus dem Tschad:Nach Medienberichten sollen bereits 23 Soldaten gefallen sein, die Verluste auf der Gegenseite werden bislang mit 93 angegeben – alle Zahlen vorläufig. Die Gefechte konzentrierten sich auf Rebellen-Stützpunkte im unzugänglichen Adrar des Ifoghas-Gebirge.

In der Stadt Gao, weiterlesen

Männer, das geht schneller.

In meiner inzwischen jahrzehntelangen journalistischen Begleitung der Bundeswehr habe ich, bei allen Verschiedenheiten, zwei grundlegend unterschiedliche Typen militärischer Führer kennengelernt. Die einen sparten nicht mit Lob, wenn ihre Männer eine gute Leistung gebracht hatten. Die anderen stellten sich, so gut das Ergebnis auch gewesen sein mochte, vor die ausgepumpten Soldaten und verkündeten: Männer, beim nächsten Mal geht das aber schneller.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist zwar kein militärischer Führer, sondern Politiker – aber auch er scheint eher dem zweiten Führungsstil zuzuneigen. Nachdem am (gestrigen) Samstag erste Zitate aus seinem Interview mit der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung veröffentlicht wurden, zeigt ein Blick in das Gesamtinterview: Da hat ein Minister Kritik nach außen getragen, die – vielleicht – intern angebracht sein mag, die aber in dieser öffentlichkeitswirksamen Form die Beschäftigten demotiviert. Ich gebrauche bewusst den Begriff Beschäftigte: Da ist es nicht anders als in einem Unternehmen, dessen Mitarbeiter sich bei einer derartigen öffentlichen Kritik an ihrem Verhalten auch abgewatscht fühlen müssen.

Was hat de Maizière denn nun gesagt? weiterlesen