RC N Watch: Öl!

Im Norden Afghanistans liegt Öl – und bereits im Oktober hat ein chinesisches Unternehmen mit der Ölproduktion in der Amu-Darya-Region in der Provinz Sar-e Pul begonnen.

Dazu gibt’s jetzt auch ein offizielles Video der NATO (merkwürdigerweise war es gestern auch offiziell von der Allianz auf Youtube veröffentlicht, ist heute allerdings nicht mehr verfügbar – aber das Netz vergisst ja nix. Die verbreitete Version hat leider keinen Ton):

Die Ölproduktion am Hindukusch steht noch sehr am Anfang – allerdings steht zu befürchten, dass die Berichte darüber die Fantasie derjenigen beflügeln werden, die schon immer der Meinung waren, die USA seien nur wegen des Öls nach Afghanistan einmarschiert…

Afghanistan · 12:55h ·  ,

11 Kommentare zu „RC N Watch: Öl!“

  • markus   |   07. November 2012 - 13:48

    war die ursprüngliche verschwörungstheorie nicht, dass man AFG als pipelineroute ausgekundschaftet hatte? hat jemand mit geologenbackground ne übersicht darüber wann die vorkommen dort exploriert wurden ?

    in jedem fall kann ja nun der ressourcenfluch zuschlagen. mal schauen wer es schafft, die einnahmen zu monopolisieren. nimmt jemand wetten GEGEN die Zentralregierung an ?

  • axel   |   07. November 2012 - 14:15

    verstehe ja bei der ganzen sache nur nicht warum die chinesen sich da so breit machen können. wir haben die ganze arbeit mit Afghanistan aber den lohn streichen sich die chinesen ein? oder hört man nur nie davon?

  • Niklas   |   07. November 2012 - 14:16

    Wieder die Chinesen… Abwarten, andere die Arbeit machen lassen und schön absahnen :) Hoffentlich bringt es den Afghanen etwas und bedeutet keinen neuen Zündstoff.

  • Heiko Kamann   |   07. November 2012 - 15:19

    @ Niklas | 07. November 2012 – 14:16 und axel | 07. November 2012 – 14:15
    „andere die Arbeit machen lassen“ ???

    Peking macht seine Arbeit selbst und das mit großem Erfolg (wie man sieht). DEU hat halt (scheinbar) keine Interessen in AFG und ist nur aus Bündnistreue im Land. China ist nichts vorzuwerfen, die machen es wirtschaftlich richtig.

  • Dominik   |   07. November 2012 - 15:58

    @Markus: Bereits in den Achtzigern.
    Vgl.: http://link.springer.com/article/10.1007/s10708-008-9132-1/fulltext.html [Darf verlinkt werden weil nicht deutsch?]

  • zog   |   07. November 2012 - 16:34

    Interessant. Prinzipiell sind ja die Beziehungen zwischen China und Pakistan recht gut. Ob sich China da möglicherweise mit den starken Männern der Nordethnien geeinigt hat? Und wenn ja, wie wirkt sich das auf das Verhältnis zu Pakistan aus?

  • Tom   |   07. November 2012 - 16:43

    Dass China in Nordafghanistan wirtschaftlichen Interessen nachgeht, weiß die deutsche Öffentlichkeit doch spätestens seit 2004. Da wurden 12 chinesische Straßenbauarbeiter unweit des neu errichteten Lagers Kunduz erschossen. Damals war es noch eine große Meldung, da das Lager neu und die Lage angeblich so ruhig war.
    So what?

  • KeLaBe   |   07. November 2012 - 17:00

    @ zog

    Chinas Beziehungen zu Pakistan sind traditionell auch deshalb gut, weil beide den gleichen Gegner haben (Indien). Aber wenn es um die Sicherung des Zuganges zu Rohstoffen geht, darf man ruhig auch mal etwas Flexibilität zeigen.

    Was Afghanistan betrifft, so geht es dort wohl nicht nur um Öl, sondern vor allem um noch viel Wichtigeres für hoch-industrialisierte Staaten: Seltene Erden.

  • klabautermann   |   07. November 2012 - 20:25

    Die Volksrepublik hat einen neuen Verbund mit osteuropäischen Staaten gegründet. Zweck: gemeinsame wirtschaftliche Projekte. Dabei sind auch zehn EU-Mitglieder

  • Sebastian   |   08. November 2012 - 8:33

    Bin zwar kein Fachmann, das Video sieht für mich aber nach Erdgasförderung und nicht nach Öl aus.

    Àndert aber sonst nichts an der Thematik.

  • Crass Spektakel   |   09. November 2012 - 6:20

    1. reden wir von 2000 barrel pro Tag.

    Da macht das Ölfeld München-Rosenheim mehr.

    2. hat China rund 2500 bewaffnete Sicherheitskräfte in Afghanistan im Einsatz.und bezahlt weitere 8000 direkt. Zwar nicht unter NATO-Kommando aber man kümmert sich schon um die eigenenen Investitionen.

    3. Seltene Erden sind selten relativ zu häufigen Erden aber die Häufigkeit stellt praktisch keine Aussage über die Fördermöglichkeiten dar. Zur Förderung wird vielmehr hoher Arbeitsaufwand und viel Dreck oder fortschrittliche Technologie benötigt. Ob die Konzentrationen jetzt bei 0,3 oder 0,6% des abgebauten Materials liegen ist dabei fast egal.