Lesetipp: Krieger_innen


(Foto: Israeli Defence Forces via flickr)

Das Thema Frauen und Militär hat hier im Blog bisweilen schon hohe Wellen geschlagen und zu nicht immer sachlichen Diskussionen geführt… Trotzdem halte ich es für wichtig, auf die vergangene Woche erschienene neue Ausgabe des Adlas-Magazins für Sicherheitspolitik hinzuweisen: Das Heft (also das elektronische Magazin, wie sagt man da am besten?) befasst sich ausführlich mit Frauen als Soldaten, ihrer Rolle im Militär, dem Umgang verschiedener Staaten damit…

Das Magazin lässt sich hier herunterladen.

57 Gedanken zu „Lesetipp: Krieger_innen

  1. @MFG
    Ach wirklich? Ein Organisationproblem? Wenn ich mich fremdgesteuert vor den Karren spannen lasse dann bestimmt. Wenn ich mein Boot zum Hotelschiff erkläre dann ja.

    Bei mir an Bord hat es solche Probleme mit der Öffnung 2001 nicht gegeben. Denn es gab klare Spielregeln. Und die waren einzuhalten. 8Mann Deck? Kein Thema. Vorhang zu und fertig. EIn Mann schläft im Bock drüber? Kein Problem. Denn die Regeln waren klar. Und jeder S3, Kdr, A3 oder wer auch immer auf der Suche nach Problemen war, hat dann die entsprechende Antwort dazu bekommen.
    Und dann gab es noch eine Regel: NO FUCKING ON MY BOAT!
    Hat irgendwie jeder verstanden und umsetzen können.

    Wo ist jetzt also das Problem? Richtig, Führung und mein Beitrag von etwas weiter oben: Fürsorge.

  2. @NMWC
    Ist ja schön, dass es nicht überall so war/ist. Ich habe es nur immer als mittelschweres Drama erlebt, gerade weil „NO FUCKING ON MY BOAT!“ nirgendwo funktioniert hat. Da wäre Ihr Boot oder Schiff dann meiner persönlichen Meinung nach eher die Ausnahme gewesen.

  3. @MFG
    Frauen nur an den Schreibtisch?
    Klar, die können ja keine schwere Waffe wie z.B. MG, Panzerfaust oder GraPi tragen und handhaben. LKW sollten die am besten auch nicht fahren – vor allem nicht mit Anhänger…
    ???

    Da kann ich auch gerne ein Gegenbeispiel geben.
    Wir hatten in der Einheit auch eine Frau HG mit bestandenem BCE-Lehrgang die auch mit Anhänger rückwärts fahren konnte. Problem war in ihrem Fall der HFw und der OG der mit im Trupp waren (beide ohne C- oder CE-Führerschein) und die dann Einweiser (nicht Sicherungsposten) gemacht haben. Folge: 2 Personen die draußen rumspringen und rumfuchteln, stress verbreiten und falsche Lenkanweisungen geben.
    Ich durfte ihr dann das rückwärtsfahren mit Anhänger ‚beibringen‘ (im Gegenzug gab’s die ‚Einweisung‘ in U5000). War relativ einfach:
    1. Zeigen das beim rangieren langsames fahren im kleinsten Gang und ohne gasgeben einfacher ist
    2. vormachen
    3. HFw und OG aufzeigen das Einweisen keinen Sinn macht wann man noch nie mit Anhänger gefahren ist oder noch nichtmal einen Bundeswehrführerschein besitzt
    4. Frau HG machen lassen

    Zeitansatz waren ca. 2 Stunden; Übungen: Gerade rückwärts (5m breite, dann 3m breite), Kurve rückwärts links, rückwärts seitlich versetzen. Ausbildungsort: T-Bereich im Übungsplatzlager; Ausbildungsmaterial: 6 Absperrpfosten die wir normalerweise zur Begrenzung des Gefahrenbereiches einsetzen.
    Gebracht hat es mir einen Anschiß weil die Handzeichen der Sicherungsposten nicht angeblich nicht ZDv-mäßig waren und 3 Tage später waren HFw (nicht teilgenommen) und OG wieder im gleichen verhaltensmußter (Einweiser)…

    Achso: Rückwärts mit 4t- bzw. 7t- Anhänger ist bei vielen MKF ein lustiges Schauspiel – wenn sie es denn überhaupt machen.

  4. @MFG
    Das ist mir klar. Es ist mein Lebensinhalt unbequem und unangepasst zu sein….;)

    Aber vielleicht habe ich einfach nur ein mittlerweile überholtes Verständnis von Führung, ein Führungsanspruch den ich durchgesetzt habe, Fürsorge und Auftragstaktik.
    Die meisten Probleme sind m.E. hausgemacht, getrieben von unnötiger PC (wenn ich mich an die erste Ausgabe des Erlasses „Sexualität in der Bundeswehr“ erinnere…argh…zum Haare ausreissen…zum Glück habe ich keine mehr…).
    Etwas mehr Sinn und Verstand, weniger Probleme suchen sondern einfach machen lassen. Aber wie gesagt, überholte Sichtweise…

  5. Ich kann nicht anders, sorry…

    @Horst:

    HFw: ist das die Handfeuerwaffe oder der Heeresfeldwebel? ;)

  6. @ Horst

    Und dann lassen wir sie doch den Reifen wechseln, am Besten draußen im Gelände. Der Beifahrer ist dann auch noch ihre Freundin OG und das Drama ist perfekt. Meistens jedenfalls. Mein MKF war auch ne Frau, toller Fahrer, sehr guter Kamerad. Aber eben mit klaren Grenzen im Verwendungsbereich.

  7. @Interessierter
    Irgendwie habe ich immer noch Abneigungen dagegen den Hauptfeldwebel zur Hochfrequenz (HF) zu machen und SF ist bei uns schon mit Startfahrzeug belegt…

    @Roman
    Für den Reifenwechsel gibt es aber auch Tricks um sich zu helfen. Gut, man sollte zumindest mal die gerätebegleitende TDv gelesen haben und vielleicht das ganze mal in Ruhe im Standort geübt haben.
    Ansonsten habe ich auch schon einigen Männer beim Umgang mit KFZ geholfen. Das hat diesen Kameraden teilweise geholfen nicht den BWFPS/Mercedes anrufen zu müssen. Fehler war hier, dass Mann meistens nicht die Bedienungsanleitung durchgelesn hat. Notschaltung Telligent-Getriebe ist z.B. beschrieben und sogar wie ich den kleinen und großen Einlernvorgang für’s Getriebe durchführe steht im gleichen Buch…

Kommentare sind geschlossen.