RC N Watch: Angriff auf afghanische und deutsche Soldaten bei Baghlan

Irgendwie kommt es mir so vor, als nähmen diese Vorfälle in jüngster Zeit wieder zu:

Am 12. September wurden um 13.28 Uhr mitteleuropäischer Zeit (15.58 Uhr Ortszeit) afghanische Sicherheitskräfte, verstärkt durch deutsche Kräfte, 25 Kilometer nördlich der Stadt Baghlan, von Aufständischen mit Handfeuerwaffen angegriffen.
Die Soldaten erwiderten das Feuer. Danach kam es mehrfach zu Feuerkämpfen, bei denen ein afghanischer Soldat verwundet wurde. Deutsche Soldaten wurden nicht verwundet und sind in ihre jeweiligen Stützpunkte zurückgekehrt. Es gibt keine materiellen Verluste.

Hm.

9. September: IED-Anschlag nahe OP North
5. September: Angriff mit Handfeuerwaffen bei Kundus
2. September: Angriff auf Patrouille nahe OP North
24. August: Beschuss deutscher Kräfte nahe OP North

Nachtrag 13. September: Praktisch am gleichen Ort heute wieder ein Angriff:

Am 13. September wurden um 7.31 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (10.01 Uhr Ortszeit) deutsche Kräfte 25 Kilometer nördlich der Stadt Baghlan direkt von Aufständischen mit Handfeuerwaffen angegriffen. Das Feuer wurde erwidert. Deutsche Soldaten wurden nicht verwundet. Es gibt keine materiellen Schäden.

Danke für die Leserhinweise auf diese Meldung – und ich hab‘ mal nachgefragt: direkt angegriffen ist als direkter Beschuss gemeint, in Abgrenzung zu IED.

 

 

 

13 Gedanken zu „RC N Watch: Angriff auf afghanische und deutsche Soldaten bei Baghlan

  1. Und wir können auch bis 2040 bleiben und es ändert sich nix …, bin um jeden Einsatz froh, den ich nicht mehr dahin muss!

  2. Tja, entweder funktioniert patf nicht(wovon ich ausgehe, weil die Afghanen die entstandene sicherheitslücke nicht ausfüllen können) oder es ist eine neue Gruppe im Raum, die sich bekannt machen will und vermutlich von den Amis demnächst aufgeraucht wird.

    pi

  3. Das habe ich auch gerade gelesen . . .
    Was mich dabei im Wortlaut bisschen aufschrecken lässt ist das Wort oder die Phrase „DIREKT von Aufständischen.“
    Was soll das heißen? Scheint ja schon eine andere Intensität zu sein als aus dem Hinterhalt oder per IED.

  4. Danke für den Hinweis, habe das oben nachgetragen und das mit dem direkt angegriffen geklärt.

  5. Achso okay.
    Hatte mich nur gewundert, da in den anderen Meldung nie dieses „direkt“ auftauchte.
    Dachte da anders als aus dem Hinterhalt an eher „offensiveres“ Vorgehen.

  6. Mit Blick auf die Planungen nach 2014 mahnt in der heutigen LVZ der Stellv. des Inspekteurs des Heeres, GenLt Kammerer, klare Vorgaben der Politik zur Ausplanung an.
    Die Entscheidungen werden immer zeitkritischer, da ein gewisser Vorlauf für Personal und Material notwendig ist. Ähnliches sagte vor einiger Zeit auch für die NATO-Ebene General Langheld. Die militärischen Planer unterbreiten aber wohl auch keine Planungsvorschläge (klein, mittel, groß) anhand derer die Politik entscheiden kann.
    So dreht sich die Sache im Kreis – die Zeit wäre jedoch dringend notwendig für die Vorbereitung.

  7. @Klabautermann:
    Wir hatten das ganze ja schonmal angeschnitten: Die Blockade im NAC widerspricht eindeutig der Abschlusserklärung von Chicago (Beginn der Planungen „immediatly“). Gremienarbeit im internationalen Umfeld heißt das wohl offiziell.
    Blockade wegen US-Wahlkampf? Allgemeine Unentschlossehheit? Kriegsmüdigkeit?

  8. Nachtrag:

    Auszug aus der Abschlusserklärung des NATO-Gipfels vom 21.05.12:
    „NATO is ready to work towards establishing, at the request of the Government of the Islamic Republic of Afghanistan, a new post-2014 mission of a different nature in Afghanistan, to train, advise and assist the ANSF, including the Afghan Special Operations Forces.  This will not be a combat mission.  We task the Council to begin immediately work on the military planning process for the post-ISAF mission.“

    Der Council (= NAC) hat also einen Auftrag von den Staats- und Regierungschefs, den der NAC wiederum herunterbrechen müsste. Offenbar sind einige erst nach dem Gipfel aufgewacht und haben verstanden was „train, advise, assist“ bedeutet.

    Allemal ein interessantes Beispiel zur politischen Steurungsfähigkeit von Apparaten.

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