16 Gedanken zu „Statt Aprilscherz: Musikvideo

  1. In D wäre nicht nur der Dreh eines solchen Videos oder nur unter Mithilfe BW TV in sehr abgeschwächter Form möglich.

    Eine solche Ausbildung wie bei den Marines hätte bei uns zu Folge das es ca 50 % Kündigungen in der Probezeit und weiter 25 Schreiben an den Wehrbeauftragten geben würde. Aber da unsere Verbände (in der Heimat) ja in Zukunft nur noch mit 30 bzw 80% mit Material ausgestattet sind müßten wir noch ein paar Papier- oder ÜB- Panzer durch das Kamerabild schieben. Oder das ganze mit ein paar BwFuhrparkService MB Vitos …… naja wir sind eben in Deutschland

  2. …in jeder Hinsicht zielführender als „Alarm für Cobra11“ vom 8.März diesen Jahres!

  3. Noch ein Aprilscherz oder ernstgemeinter Journalismus?
    (Off-topic, aber ich wusste nicht wohin damit)

    Auf spon (und welt.de) lese ich grade von neuen Erkenntnissen wonach beim G36 nach „mehreren hundert Schuss“ das Rohr so sehr erhitzt, dass die Trefferwahrscheinlichkeit drastisch sinkt. Ach was.

    Da hätte man, wenn man schon meint drüber berichten zu müssen, doch wenigstens mal einige Vergleichsgrößen mit anderen Gewehren anführen können. Dann könnte man eventuell argumentieren, dass in Deutschland mal wieder Industriesubventionen auf Kosten der Soldaten getätigt wurden. Oder man hätte auf die Praxisrelevanz von stundenlangen Feuergefechten hinweisen können, die dann tatsächlich mit Handwaffen entschieden werden. So entsteht aber schnell der Eindruck, dass der Masse unserer Infanterieregimenter einfach nicht der entscheidende Durchbruch gelingen mag, weil irgenwann vorne nur noch Seifenblasen raus kommen.

    Ich hoffe der Artikel stammt nicht von Ihnen, Herr Wiegold. ;)

  4. @ A. Horstmann | 01. April 2012 – 17:30

    So ein bischen unterstellen Sie ja schon, dass jeder Journalist der an einem nachrichtenarmen Sonntag in der Online-Redaktion sitzt unbedingt gedienter Soldat gewesen sein muss!?!?
    Hören Sie sich bitte mal im Kameradenkreis um, es gibt immer noch genug aktive Soldaten, die noch nie ein G36 in Händen hielten oder lange damit geschossen haben …. Klar kann sich ein Soldat oder sonstiger mit Waffen vertrauter Mensch vorstellen das ein Gewehr sehr heiß wird … ungediente Mitbürger nicht unbedingt. Die kennen Waffen nur aus dem Kino oder Fernsehen und bei manchen Filmen wird da stundenlang geballert.

    Also, durchatmen und ruhig bleiben.

  5. Der unschlagbare „Free Range International“ meldet sich heute zurück und verzichtet ebenfalls gezielt auf Aprilscherze. Das Vorgehen von ISAF bewege sich nahe genug am Aprilscherz:
    http://freerangeinternational.com/blog/?p=4752
    Diese erfrischende Mischung aus kompromissloser Subjektivität in der Bewertung, Aggressivität in der Ansprache der Themen und informierter Präzision in der Argumentation vermisse ich in Deutschland. Hierzulande ist „kontrovers“ ja ein Schimpfwort.

  6. @ G36 geschichte …

    mit hamsterbacken oder Schalldämpfer bekommt man den kunststoff tatsächlich weich (hörensagen), das ist aber ein sehr sehr seltener fall.

    andere Plastikgewehre kranken an ähnlichen problemen, sind dort aber ebenfalls „black swan events“

    man muss sich auch mal vor augen halten wieviele magazine der einzelschütze mischleppen müsste um aus seinem prügel pudding zu machen.

    mit genügend munition schafft man unter testbedingungen jedes gewehr. irgendwann glüht auch das mg3 (man schleppt ja nicht umsonst einen Wechsellauf mit … )

  7. @Heiko Kamann

    Soldat nicht, aber im Physikunterricht hätte er schon etwas aufpassen können. Oder einfach mal nach einer langen Fahrt unter die Motorhaube packen. Oder die Hände aneinanderreiben. Als Journalist sollte man über so viel Halbwissen verügen, dass er oder sie in der Lage ist uns Durchschnittsbürgern einen komplexen Sachverhalt und seine Implikationen näher zu bringen.

    Versuchen wir es mal:
    Reibung und/oder chemischen Reaktionen wie sie beim Schießen unweigerlich vorkommen erzeugen Wärme. Bei Wärme dehnen sich Stoffe aus. Wenn diese Wärme ungleichmäßig verteilt wird dann biegen sich diese Stoffe (verziehen). Das Rohr vom Gewehr soll aber eigentlich „eng“ und „grade“ sein. Darum ist Wärme hier schlecht. Aber auch nicht wirklich zu vermeiden.

    Versteht jeder, kann ich in einen dieser populären Extrakästen packen und ist in zwei Minuten geschrieben. Und darüber, dass eine Behörde (Einsatzführungskommando) dem Praktiker (ISAF Kräfte) Vorschriften über ein nicht existierendes Problem machen will, sollte sich jeder Bundesbürger aufregen können. Auch ein nichtgedienter Journalist kann hier den Finger in die Wunde legen. Lässt er aber bleiben.

    Viel schlimmer weil tendenziöser finde ich aber die Überschrift bei welt.de. „Deutsches Sturmgewehr versagt bei langem Gefecht“ impliziert doch, dass hier schon ein gefährlicher Mangel bei der Truppe angekommen ist. Womöglich deutsche Soldaten ihr Leben und ihre Gesundheit aufgrund mangelhafter Ausrüstung riskiert haben. Das dem nicht so ist und die ganze Aufregung umsonst war wird erst im dritten Absatz erwähnt.

    Es gibt genug Probleme in und um die Bundeswehr. Da braucht man keine herbeizuschreiben wo keine sind. Oder wenn man schon eins identifiziert hat, dann muss man dem auch konsequent nachgehen. Diese Ernsthaftigkeit haben das Thema und die Menschen die sich ihm verpflichtet haben verdient.

  8. Also… die (recht knappe) Meldung im Spiegel ist von mir… Mache dazu gleich noch einen Thread auf, dann kann die Häme über mich reinbrechen…

  9. Zu dem Video: soll das das Gegenteil der BW darstellen?

    Gutaussehende Frauen in engen Uniformen, vorhandenes funktionierendes Großgerät,…?

  10. @ Thomsen | 01. April 2012 – 19:41

    (…) vorhandenes funktionierendes Großgerät,…? (…)

    Welches „Großgerät“ aus dem Video meinst du denn?!
    Das Militärische oder das, dass die Soldaten an Viva Polen so mögen? ;-)

  11. @Thomsen:Wenn wir wenigstens funktionierendes Großgerät hätten…,und Frauen in engen Klamotten ist doch (wenn der BMI passt) in Ordnung,oder…

  12. Nettes Video

    im übrigen die harmlose Version der Öffentlichkeitsarbeit.

    Vor ca. 3 Jahren auf einer öffentlichen Veranstaltung in den USA, traten die Marines auf und machten Klimmzüge. Dazu trugen sie ein T-Shirt mit der Aufschrift „pain is just weakness leaving the body“….

    Go Marines….

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