Neuer deutscher Afghanistan-Beauftragter

Das mal nur als Referenz, später zum Nachschlagen: Seit Anfang April gibt es einen neuen Sonderbeauftragten der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan im Auswärtigen Amt. Michael Koch, bislang Botschafter in Pakistan, hat Michael Steiner abgelöst, der jetzt Botschafter in Indien wird.

Der Lebenslauf des neuen AfPak-Beauftragten hier.

Archivbild: Michael Koch (M.) als deutscher Botschafter in Pakistan beim Treffen von Außenminister Guido Westerwelle (l.) mit General Ashfaq Parvez Kayani, Armeechef von Pakistan, im Januar 2011. (Foto: Thomas Trutschel/ photothek.de)

Das offizielle Foto:

(Foto: Tim Brakemeyer/dpa)

3 Gedanken zu „Neuer deutscher Afghanistan-Beauftragter

  1. Die Hintergründe für diese Entscheidungen mögen vielfältiger Natur sein. Aber wenn man an die erheblichen Spannungen und das tiefsitzende Misstrauen zwischen Afghanistan und Pakistan auf der einen Seite und zwischen Pakistan und Indien auf der anderen Seite denkt, dann ist das schon eine bemerkenswerte Personalrotation. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Rechnung aufgeht und die Diplomaten sich bei den betreffenden Regierungen das nötige Vertrauen erarbeiten können, um deutsche Interessen erfolgreich zu wahren.

    Meine Bemerkung hat nichts mit den jeweiligen Personen zu tun, die beide als exzellente Kenner der Region gelten. Das ist zweifellos die Habenseite.

  2. @ KeLaBe | 04. April 2012 – 18:37
    „Die Hintergründe für diese Entscheidungen mögen vielfältiger Natur sein.“

    Ach, manchmal sind die Gründe recht einfach; auch im AA ist nach ein paar Jahren auf dem selben Dienstposten Zeit zur Rotation … da geht es den Diplomaten, wie den Soldaten ;-))
    By the way, Botschafter Michael Steiner hat ja 2 „dicke Dinger“ überstanden und ist trotzdem ein international anerkannter diplomatischer Vertreter unseres Landes (auch für schwierige Missionen) geblieben.
    Viel Glück also Herrn Botschafter Koch.

  3. @ Heiko Kamann

    Manchmal sind die Dinge einfach, manchmal eben doch ein wenig komplizierter.

    Die Rotationszeit im AA beträgt i.d.R. drei Jahre, und der Stellenwechsel findet normalerweise am 1. Juli statt. Nun überlegen Sie doch mal, wann die Botschafterstelle in Neu-Delhi frei wurde und damit der ganze Zug in Bewegung kam. Wie im BMVg-Bereich folgt auch im AA in der Personalführung nicht immer alles dem Schema F. Über die Gründe in diesem Fall möchte ich aber nicht spekulieren (vielleicht sind sie auch völlig unspektaulär).

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