16 Gedanken zu „„Er konnte den Schrecken des Krieges nicht mehr ertragen“

  1. Doch, lese es.
    Das ist für jeden Lesepflicht.
    Das sollte in jedes Schulbuch aufgenommen werden!

  2. Noch eine Quelle:
    http://www.bbc.co.uk/news/uk-wales-16416377

    Ich lese seit längerem englischsprachige Pressesites und bewundere, mit welcher Offenheit und Selbstverständlichkeit in der britischen Öffentlichkeit über Armee, Einsatz und die Soldaten berichtet und diskutiert wird. An dieser Handlungsweise sollte sich die Bw und die dt. Presse mal ein Beispiel nehmen.

  3. @Brufssoldat
    Verstehe ich nicht. Warum in jedes Schulbuch?

    @all
    Ist ja sehr ruhig in diesem thread … da äußert sich kein Sicherheitspolitiker? Warum eigentlich nicht? Es ist ja ganz „normal“ das wir Soldaten aufgrund einer spezifischen Fähigkeit einsetzen; die Frage, ob der Soldat das verkraftet, stellen wir doch nur, wenn er sehr teures Gerät, alleinverantwortlich (be-)nutzt (Strahlflugzeugführer z.B.). Nachsorge für einen Lance Sergeant Dan Collins ist eben nicht vorgesehen … für Stuffz Meier, Müller oder Schulze ist hoffentlich alles parat …

  4. Ich kann Berufssoldat nur beipflichten. DIES sollte die Lektüre all derer sein, die den Wunsch danach verspüren, als Soldat der Bundeswehr zu dienen. Und erst dann sollte jemand einen Eid ablegen dürfen, wenn er VERSTANDEN hat, was dieser Eid von ihm und seinen Kameraden möglicherweise einmal abverlangt, besonders auch dann, wenn er als Vorgesetzter seine Männer und Frauen diesen Gefahren aussetzt.
    Aber mir kommt auch in den Sinn, dass die Welsh Guards wieder gen Helmand gezogen sind…gäbe es dazu Parallelen in der Bundeswehr? Oder lebt diese nicht immer noch im Streichelzoo, trotz aller gegenteiligen Bekundungen?

  5. Besonders feinfühlig ist die animierte Werbung – für das Fantasyspiel „Bitefight“ – neben dem Artikel, in der man dazu aufgefordert wird, Soldaten zu erschießen…
    (Aufruf der Seite am 04.01.2012, 22:10)

  6. @TOK

    Das ist mir auch aufgefallen – allerdings kann das Blatt für diese Werbung an der Stelle wirklich nichts, wie schon daraus hervorgeht, dass die Werbung – trotz der englischen Seite – auf Deutsch ist…

  7. Die britische Armee geht vorbildlich mit ihren Gefallenen um. Auf der offiziellen Internetpräsenz wird jedem gefallenen Soldaten zeitnah ein ausführlicher Nachruf gewidmet. Kameraden, Vorgesetzte und Familienmitglieder werden dort zitiert. Würdig und ergreifend.

    http://www.army.mod.uk/news/23766.aspx

  8. Tja und bei uns muss man lange suchen, bis man die Liste der Gefallenen, Getöteten und an die an den Folgen von Einsätzen und sonstigen Diensten gestorbenen Soldaten zusammen bekommt. Falls das überhaupt gelingt.

  9. @ Hohenstaufen

    Kann ich nur zustimmen. Das sollte auch bei uns selbstverständlich sein.

    Warum wird es bei uns denn nicht umgesetzt??

    Ich denke, dass 40 Jahre konsequente Erziehung zu einer Friedensarmee ihre Spuren hinterlassen haben, während andere Armeen ständig im Einsatz waren und mit Tod und Verwundung umgehen mussten. Bis zu den 90ern hatten wir „nur“ Dienstunfälle und mussten uns erst langsam daran gewöhnen, dass Einsätze auch Verletzte und Tote fordern.

    Auch wenn wir noch weit weg von einer akzeptablen Lösung sind, haben wir seit dem ersten gefallenen Soldaten viel dazu gelernt. Hoffe wir lernen ganz schnell noch mehr dazu.

  10. @ TW:
    Dank fd Link, ich habe den Bericht gestern Abend gelesen – sehr bedrueckender Inhalt, aber dennoch auf respektvolle Weise dem Soldaten ggue.geschrieben.

    Ich wuenschte, wir wuerden in Deutschland ebenso offen damit umgehen – auch auf die Gefahr hin, dass irgendwelche Deppen von ihrer Sofagemuetlichkeit aus einen ihrer „Moerder“-, „Selbst schuld“- oder sonstigen sinnfreien Kommentare posten.

    Leider wird in diesem Zusammenhang zumeist wenig sachlich, sondern mE ueberwiegend emotional bzw. ideologisch verbraemt, diskutiert.

    Wir haben in Deutschland wohl noch einen laengeren Weg zu gehen – die Muehe, eine dringend notwendige, strategische und verteidigungspolitische Debatte – und damit auch ueber gefallene Kameraden und PTSD-betroffene Kameraden – oeffentlich zu fuehren, wird bereits auf der Ebene der Politiker gescheut, analog Teufel vs. Weihwasser.
    Soldaten setzt man gerne ein und man bekennt sich zunehmend zu ihnen, aber die Diskussion bleibt an der Oberflaeche und Negatives wird ausgeblendet. Da hat das Parlament ggue. der gerne als Floskel bemuehten „Parlamentsarmee“ eine wahre Bringeschuld.

    Pseudo-Beklemmungen und der Blick auf Verluste von Waehlerpotential sind hier fehl am Platze.
    Ich unterstelle der heutige Generation von Politikern, dass sie es verlernt hat, in insgesamt strategischen Dimensionen zu denken, d.h. ueber die ueblichen Tagesbaustellen und derzeitige Wahlperiode hinaus, da der Blick zumeist auf die naechste Umfrage gerichtet oder auf der Vermeidung popularistischer Einlassungen des vornehm linken Spektrums der Opposition.
    Einige Mitglieder des Verteidigungsausschusses und „Wehrexperten“ verdienen ihren Titel und ihre Aufgabe nicht, da sie parteiprogrammatisch und nicht realitaetsorientiert-pragmatisch denken.
    Ich brauche als Soldat keine „Empoerungsbeauftragten“ in der Politik, sondern sachliche Diskutierer iS der Sache.

    Es wird Zeit, Tacheles zu reden und dieses auch – und besonders – oeffentlich. Die Soldaten haben es verdient.

  11. @ Elahan

    Danke fd Link. Auch wenn ich es leider nicht gefunden habe – es ist aber schoen zu hoeren, dass das Interesse zunimmt – wobei ich gerne wuesste, welche Abgeordneten und Experten dort waren. Hoffentlich waren bei dieser wichtigen Veranstaltung auch neue Gesichter dabei.

    Mein voriger Kommentar sollte einen Bogen spannen, der bei PTBS anfing und der generellen Infragestellung der Faehigkeit, strategisch bzw. iS der Sache und nicht parteipolitisch zu denken, aufhoerte.

    Passend hierzu ein Satz des Vors. DBwV aus der Pressemitteilung 48/11 bzgl. des Kundus-UA:
    „[…] Ich habe mit großem Befremden beobachtet, wie Politiker aller Fraktionen versucht haben, den Untersuchungsausschuss für ihre parteipolitischen Interessen zu instrumentalisieren. […]“
    https://www.dbwv.de/C12574E8003E04C8/CurrentBaseLink/W27KPHH2362DBWNDE

    mkG

  12. @Mittendrin 41
    Mein Link war nicht als Antwort zu ihrem Kommentar gedacht, sondern als Ergänzung.
    Wir sind auf der selben Seite. :-)

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