Das ORF-Bataillon im KFOR-Einsatz – Bundeswehr-Video

Ich hoffe, dass es jetzt nicht zu viele bunte Bilder werden… Aber dieses Bundeswehr-Video über den Einsatz des deutsch-österreichischen ORF-Bataillons im Kosovo ist nicht uninteressant (und dass der seit Anfang September nicht mehr amtierende KFOR-Kommandeur Erhard Bühler im Bild auftaucht, zeigt vermutlich, wie lange daran gearbeitet wurde…).

Auffällig an dem am 4. November eingestellten Video ist (neben der Tatsache, dass es nicht bei Youtube gelistet und nur über den direkten Link auffindbar ist steht doch auf der Bw-Seite, keine Ahnung, warum Youtube das so angibt…) der vorletzte Satz: Das ORF-Bataillon soll nach derzeitiger Planung bis Ende des Jahres 2011 im Einsatz bleiben. Full Operational Capability, also volle Einsatzbereitschaft, war in der Nacht vom 9. auf den 10. August – war nicht mal von drei Monaten Einsatz die Rede, die am 9. November auslaufen?

 

Nachtrag: Und hier das Propagandavideo der Gegenseite (danke für den Leserhinweis!). Verständlich, auch wenn man die Sprache nicht versteht…

 

12 Gedanken zu „Das ORF-Bataillon im KFOR-Einsatz – Bundeswehr-Video

  1. Find es sehr auffällig, dass immer wieder auch „Negatives“ angesprochen wird, vorallem was die Camps betrifft. Sieht bisweilen ziemlich improvisiert aus.
    Positiv sind mir die Sprechbeiträge der Soldaten aufgefallen, die in der Vergangenheit oft Ziel von Kritik waren.

    Ist es derweil üblich, bei voller Fahrt und ohne Sicherung in den Dachluken des Fuchs‘ zu sitzen?

  2. Über sowas darf man sich als Sesselstratege nicht im www äussern. Darf ich mir auch immer anhören wenn ich sowas anspreche.

  3. @ Magnus

    Ich würde mal vermuten, da waren einige Takes dabei, damit das so fehlerfrei ablief. Die Sprecher waren ja junge Feldwebel, die da mit Begriffen so um sich geworfen haben und das ohne stocken. Also entweder sind die „guten“ Feldwebel dann alle zur Artillerie gegangen oder das wurde halt geübt. Ansonsten hast du vollkommen Recht. Welcher Idiot hat denen erlaubt wie die Russen auf dem Dach bei dem Tempo zu sitzen? Wozu? Da muss nur ein Reifen platzen, der Fahrer ausweichen oder was weis ich und eine deutsche Mutter weint schon wieder über ihren „gefallenen“ Sohn, der aber nur zublöd war sich anzuschnallen.

    @ Thomsen

    Solange es einen Zweck oder Sinn ergibt, also schnelleres Vorgehen mit mehr Soldaten auf weniger Fzg. oder ein Trupp zusätzlich auf-/mitgenommen wird, ok, dann muss man Nutzen und Risiko abwägen. Aber hier, das ist eine dämliche PR-Fahrt für ein Kamerateam.

    Die Lager sahen echt erbärmlich aus. Wieviel Jahre sind wir jetzt schon da?

  4. Naja, und die Checkpoints sind genauso dilettantisch betrieben worden, wie sich das für ein Artilleriebataillon gehört. Da rollen sich die Fußnägel auf, wenn ich solche Deppen in Uniform sehe. Aber hauptsache die frisch geschminkte San-Maus sitzt im Tonner und macht einen auf wichtig. Jeder Kämpfer auf Seiten der UCK oder für wen auch immer lacht sich doch schlapp und freut sich, wenn er mal diesen Kindern in Uniform mal einheizen darf. Vielleicht erobert er ja auch ne hübsche Maus zur Belohnung.

  5. Also meine Soldaten, die mit dem QRF Batallion runtergegangen sind, wurde von Anfang an gesagt, dass sie nicht vor Mitte Dezember zu Hause sind…

  6. @ Roman:

    ich sehe das ja genau so, habe aber keine Ahnung, weil ich daheim im Schreibtischstuhl sitze.

    Und zu dem „Lager“: sehe ich kein Problem weil kurzfristig erstellt, erstens kennt das jeder der länger als drei Tage Soldat ist und zweitens gab´s in der BW-Einsatzhistorie schon schlimmere Zustände, d.h. THEORETISCH könnte man da von einem Lerneffekt sprechen.

    Andererseits wieß jeder, der bei KFOR war daß Deeskalation befohlen ist, wer sich mit Waffe und Gerödel weiter als 10m bewegt gilt als Provokation. Das gilt natürlich nur für uns, bei den Franzosen, Österreichern gibt es solches Duckäusertum nicht, die lachen sich insgeheim ja auch darüber kaputt.

  7. @Prediger

    Danke, ich habe es auch oben eingebunden.

    Bitter ist aus meiner Sicht, dass die Jungs deutlich schneller mit ihrer Videoarbeit sind. Und dem nichts entgegengesetzt wird.

  8. @T.W.

    Eine proaktivere Pressearbeit der KFOR wäre schon schön. Stand der Press Releases auf der KFOR-Homepage ist immer noch der 18.10.11. Zumal man der Presseauswertung der UNMIK entnehmen kann, daß es neuere gibt und der Presseprecher fleißig mit den lokalen Medien kommunizert. Warum davon hier nichts ankommt, ist eine andere Frage.

  9. Vor zwei Jahren war ich in Mitrovica eine Woche auf Urlaub. Ich fand es überhaupt nicht gefährlich, während in den heimatlichen Medien eine Krise nach der anderen heraufbeschworen wurde.
    Ich konnte übrigens mehrfach zwischen Serbien, dem serbisch bevölkerten Nordkosovo und Kosovo hin- und herfahren, ohne ein einziges Mal kontrolliert zu werden. Auch nach einer Woche in der Region hatte ich noch keinen Einreisestempel für Kosovo im Paß.
    Schöne Gegend zum Wandern!

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