Kosovo: Die Unruhen gehen weiter

Es scheint, die gestrige Meldung über eine scheinbare Beruhigung der Lage im Kosovo war ein richtiger Irrtum. Serb mob sets Kosovo border post on fire hours after Kosovo special police withdraw from area, meldet Associated Press heute.

Die Nachrichten, die hier in Deutschland davon ankommen, sind spärlich laufen jetzt mit einer gewissen Verzögerung ein – deshalb ziehe ich die Kommentare mit weiteren Hinweise auf die Lage dort (vielen Dank!) mal hier rüber. Könnte uns ja noch eine Weile beschäftigen.

Nachtrag: Reuters: Ethnic Serbs fire at NATO troops in Kosovo

Die – nicht mehr ganz aktuelle – Übersicht über die KFOR-Truppenstärken, Stand Anfang Juni. Die US-Truppen, die offensichtlich derzeit im Norden eingesetzt werden, stellen das zweitgrößte Kontingent nach den Deutschen (deren Zahl ein bisschen geringer ist als hier noch angegeben).

15 Gedanken zu „Kosovo: Die Unruhen gehen weiter

  1. In der Tat – da wird nicht ungefährlich gezündelt. Hier die (holprige) Automaten(Google)Übersetzung des Live-Tickers von B92:

    20.01 Minister für Kosovo und Metohija Goran Bogdanovic heute verurteilte das Verbrennen der administrative Kreuzung Jarinje und forderte Serben im Norden des Kosovo, die nicht zulässt, dass extremistische Gruppen zu Konflikten führen.

    „Extremistische Gruppen haben etwas Schlimmeres, was nicht zu erwarten ist getan. Was geschah, war bedauerlich. Wir können so nicht
    Weise die Probleme zu lösen „, sagte Bogdanovic und forderte Serben im Norden des Kosovo zu bleiben“ ruhig und nicht zuzulassen, extremistische Gruppen von Fans tun Verbrechen, für die die ganze Nation wird darunter leiden. “

    19.50 Auf dem Platz der Republik in Belgrad hat noch nicht bekannt gegeben Sammeln von extremistischen Bewegungen SNP 1389, erscheint „Flash“. Police ID-Karten und Schecks alle verdächtigen Personen. Bisher keine Zwischenfälle. Jarinje Zwischenfälle mit den serbischen rechtsextremen Gruppen zugeordnet.

    19:45 Uhr an der Social-Networking-Site Twitter zu veröffentlichen Informationen über eine Schießerei in Leposavic.

    19.40 Minister für Kosovo und Metohija Goran Bogdanovic, Leiter des Verhandlungsteams in einen Dialog mit Pristina, Belgrad leitete Borislav Stefanovic nach Brnjaka Jarinje, RTS Berichte.

    19.33 Der serbische Präsident Boris Tadic zur Gewalt aufgerufen, sofort stoppen Jarinje und Frieden. „Die Hooligans, was Gewalt und diejenigen, die die Bürgerinnen und Bürger oder gar der Staat Serbien zu verteidigen“, sagte der serbische Präsident.

    Tadic appellierte an die Kosovo-Serben zur Zurückhaltung.

    19.15 maskierte Jugendliche Glasbruch auf die Gebäude und warfen Molotowcocktails und Fackeln. Demolition ist getan und mit Hilfe von Bulldozern.

    19.05 Junge Männer mit Kapuzen auf dem Kopf, warf Brandbomben auf die Häuser von kokta Jarinje Checkpoint, und dann hörten sie Schüsse und Explosionen. Molotow-Cocktail wurde auf der Basis der KFOR, wo sie hörte eine Explosion geworfen, und dann hörten sie Schüsse aus Burst Waffen. Aus dem Bereich Rat, dichter Rauch.

    19.01 Hubschrauber fliegen über einen größeren Bereich der Verwaltungs-Übergang, und die Menge des Fliegens Journalisten einig, dass die EULEX. Hunderte von Menschen in einer solchen Passage entfernt.

  2. Und „es“ zündelt offenbar heftiger…:aktuelle Google-Übersetzung von B92-LiveTicker:

    20.36 EULEX hat Polizeistreifen im Norden verstärkt, um zusätzliche Sicherheit anlässlich der neuen Situation stellen und steht in ständigem Kontakt mit der Mission KFOR war von der EU-Mission im Kosovo veröffentlicht.

    „Gewalt ist keine Verwendung für jeden,“ der EULEX in einer Erklärung.

    20.35 Leiter der Belgrader Team für den Dialog mit Pristina und Minister Borislav Stefanovic Goran Bogdanovic kam Jarinje.

    Als Tanjug-Korrespondent berichtet aus der Szene, hat die KPS allen Eingängen zum Kontrollpunkt geschlossen und die Hügel neben dem Verwaltungs-Kreuzung eine Gruppe „bis an die Zähne“ des US-Streitkräfte KFOR-Truppen stationiert.

    20.31 Staatssekretär für Kosovo und Metohija Oliver Ivanovic sagte, dass der Schlüssel zur Beruhigung der Lage im Norden in den Händen der KFOR, die sollte eine Schlüsselposition zu besetzen und nicht zulassen, dass Spezialeinheiten der KPS an, dass ein Teil der Provinz zu kommen.

    Ivanovic sagte der Nachrichtenagentur Beta sagte, der Vorfall sei „eine erwartete Sache, weil Serben sind nicht Menschen, die es ihnen ermöglichen, zu demütigen und herabzusetzen jemand.“

    TV-Team angegriffen 20.16 Tanjug zwischen Leposavic und Jarinje. Ein unbekannter Mann war Kameramann Kamera geschlagen, dass er pleite war und hieb ihm den Kopf, Redakteur und Journalist wurde geschlagen wurde nicht ohne Verletzungen, Blic berichtet.

    Polen KFOR-Einheiten zogen sich aus dem Punkt Jarinje.

    Bürger Leposavic Autos gingen en masse, die administrative Punkt.

    20.13 Uhr Über 20 amerikanische Soldaten in der KFOR blockierten die Straße nach Mitrovica, berichtet Beta-Reporter.

    US-Soldaten in der KFOR gepanzerte Fahrzeuge blockierten die Straße von Jarinje um Kosovska Mitrovica, in der Nähe der Stelle Lesák, und sie verpassen Sie nicht jeden.

  3. Weiter der B92-Ticker in der Google-Übersetzung:

    21:43 – KFOR Helikopter Transfers mehr Kraft auf die Schalter Brnjak, Berichte Beta.

    21.40 US-Streitkräfte KFOR heute etwa 20 Stunden von gepanzerten Fahrzeugen in die Kreuzung Jarinje, RTS Berichte.

    21.36 Italien auf eine Initiative in der EU, um die Spannungen im Norden des Kosovo zu überwinden beginnen, sagte der italienische Außenminister Franco Frattini.

    UN-Sicherheitsrat am Donnerstag, Serbien Wunsch geplanten Konsultationen „hinter verschlossenen Türen“ auf die Situation im Kosovo , so die Quellen der Nachrichtenagentur Reuters im Sicherheitsrat.

    21.33 Große KFOR-Truppen in der Säule von 30 Kampf-und Feuer-Fahrzeugen aus der Richtung von Kosovska Mitrovica zu Leposavic. Luftsäule von Helikoptern begleitet, berichtet der Reporter von „Blic“.

  4. Das wird nix Großes werden. Vor drei Jahren hat´s auch kurz geraschelt, dann war schnell wieder Ruhe, und zwar NICHT wegen massivem militärisch-politischem Einschreiten, sondern auf politischer Ebene.

    Jetzt rattert es hinter den Kulissen, der Mob wird gezügelt werden weil sonst die EU-Fleischtöpfe unerreichbar werden. Ich kann bloß hoffen daß die KP und EULEX das im Griff haben. Wir haben keine Hubschrauber mehr, wir haben keine „hauptamtlichen“ Kampftruppen mehr…

  5. welcher verein stellt denn gerade das ORF-bataillon?wird vermutlich so schnell nicht passieren das wir verstärkung nach unten schicken aber letztendlich sind die für sowas ja da.

  6. Aktivierung ORF Btl steht wohl unmittelbar bevor. DEU und AUT stellen derzeit das Ready Btl. Mal abwarten…

  7. Die Serben im Kosovo nehmen nun das gleiche Recht in Anspruch, welches die Kosovo-Albaner damals innerhalb Serbiens in Anspruch genommen haben. Das Recht auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Die Ablehnung der Fremdbestimmung durch eine ander Volksgruppe, den Albanern. Wer hat das Recht den Serben zu verweigern, was den Albanern zugestanden wurde? Die Franzosen in Kanada, die Iren, Basken, Korsen, Schotten, Kurden, Tibeter, die Südtiroler in Italien … erheben ähnliche Forderungen. Es ist ein weltweites und kein Balkanproblem.

  8. Ich denke, der Zünder für das Pulverfass Balkan ist weder in Belgrad noch in Pristina zu finden. Den sollte man schon in Brüssel suchen. In einem Kommentar in GT habe ich das begründet: http://www.gt-worldwide.com/gisder-komm-kosovo_serbs_27-5-11.html#c12729

    Freue mich auf Reaktionen und Meinungen.

    Norbert Gisder
    GT
    Chefredakteur
    www. gt-worldwide.com

    [Das ist hart am Rande einer Werbemail… Normalerweise erwarte ich, dass ein Kommentar hier abgegeben und nicht einfach verlinkt wird. T.W.]

  9. Sorry, geschätzter Kollege Wiegold, aber da bin ich ganz anderer Meinung!

    In Ihrem Blog habe ich Leser, die an Hintergründen interessiert sind, auf die Ergebnisse mehrerer Recherchereisen hingewiesen, die ich in jüngster Zeit ins Land der Skipetaren unternommen habe. Sie werden zweifellos nicht erwarten, dass ich die Begründungskette für eine differenzierte Meinung an dieser Stelle ausbreite, wenn ich sie doch in einem Magazin – mit Fotos unterlegt – vorstelle.

    Kosovo und die Länder des Balkan kenne ich aus eigener Anschauung sowie aufgrund journalistischer Recherchen seit Mitte der 70er Jahre. Da scheint mir ein Verweis auf eine in filigrane Details gehende Berichterstattung durchaus nicht als „Werbemail“.

    Zumal es ja weitergeht: Dieser Tage veröffentlichen wir ein Interview mit dem kosovarischen Außenminister. Und der ComKFOR hat mir persönlich ebenfalls eine individuelle Lagebeschreibung zugesichert, auf die ich ggf. ebenfalls nur knapp hinweisen werde, sobald sie in GT veröffentlicht ist.

    Mit Werbung hat das nichts zu tun. GT hat nahezu 600.000 Leser im Monat – die aus Ihrem Blog hinzugekommenen (gestern 11 Leser) sind mir nicht aus Werbegründen wichtig, sondern aus deren qualitativ relevanter Kenntnis der Länder und der soziologischen Zusammenhänge.

    Deshalb weiterhin: An Kommentaren und Meinungen zu der Berichterstattung in GT sind wir immer interessiert.

    Herzlichst
    Norber Gisder
    GT
    Chefredakteur
    http://www.gt-worldwide.com
    mail@gt-worldwide.com

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