Erster Eurohawk in Deutschland angekommen

Weiß auch nicht, warum die Luftwaffe das so zurückhaltend verkauft…

Am 20. Juli gegen Mittag auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien gestartet, ist der erste Euro Hawk nun sicher bei der Wehrtechnischen Dienststelle 61 in Manching gelandet. Die Luftwaffe will fünf dieser unbemannten, extrem hoch fliegenden Aufklärer in der Größe eines Passagierjets beschaffen und hat ein Themenpaket geschnürt.

heißt es bei bundeswehr.de zwar auf der Startseite, in dem versprochenen Themenpaket ist aber von der heutigen Ankunft nicht die Rede. (Die Lande-Meldung erschien auch weder im RSS-Feed von Bundeswehr oder Luftwaffe, und der Flickr-Account der Bw beschäftigt sich dieser Tage sehr ausführlich mit den 5. Military World Games.)

Nun gut, dafür gibt’s ja Medien: The first Euro Hawk unmanned air system for the German armed forces has flown into the EADS air base at Manching after a 22-hour flight from California.

34 Gedanken zu „Erster Eurohawk in Deutschland angekommen

  1. @Alles wird…

    Meine Güte, OT-Posting wird hier die neue Trendsportart ;-)

    Eigentlich hatte ich gehofft, es gibt Meldungen und Bilder, wie er eigenhändig Masar-i-Scharif an die Afghanen übergibt. Aber so weit scheint es heute noch nicht zu sein.

  2. Dafür gibts genügend Bilder beim Besichtigen von Skateistan! Prioritäten setzen ;)

    Besonders schön finde ich die Klärung der Abkürzungsdüddelei im Bw-Beitrag. Das macht das ganze dann noch ein kleines Stückchen komplizierter für die zivile Welt ;)

  3. Zitat: „Die Luftwaffe will fünf dieser unbemannten, extrem hoch fliegenden Aufklärer in der Größe eines Passagierjets beschaffen …“
    Nun, bei einer Dienstgipfelhöhe von 19.811 m von einem extrem hoch fliegenden Aufklärer zu sprechen ist wohl etwas übertrieben. Da hatte schon die uralte von den Russen am 1. Mai 1960 abgeschossene Lockheed U-2 mit 21.335 m eine größere Dienstgipfelhöhe. Technisch mag der Euro Hawk ein super Vogel sein, er ist aber zu leicht bereits von veralteten Luftabwehrraketen zu erreichen und aufgrund seiner enormen Größe zu leicht vom Radar zu orten.

  4. Kurze Frage am Rande, haette D den Global Hawk auch mit den US sensoren bekommen koennen? Mit den EADS Sensoren Kostet es fast 1 Mrd*. Der Stueckpreis der US version ist laut WP $35 Mio. (bzw $120 Mio mit Entwicklungskosten).

    Da damit Breguet Atlantique ersetzt werden sollen dir Frage: Eignet sich die EADS Sensorik fuer die Seeaufklaerung?

    Fuenf Stueck scheinen etwas wenig. Laesst sich da in mehr als einem Einsatzgebiet eine durchgehende Praesenz aufrechterhalten? (ZB. eines ueber Kunduz eines ueber Libanon?)

    Wikipedia: „The costs for the initial five aircraft are approx. €430 million for the development, and €430 million for the actual procurement.“

  5. Der Euro Hawk welcher jetzt kommt, besitzt eine Signals Intelligence Ausstattung (SIGINT) diese gibt es bis jetzt nicht von den Amerikanern und ist eine streng geheime nationale Entwicklung, bei der sich kein Land gerne in die Karten schauen lässt (auch nicht von den Amerikanern) Damit lassen sich elektronische Emitter verschiedener Art (wie z.b Radarstrahlung, Funkwellen, Handywellen etc..) orten, klassifizieren, abhören. Ob dies über Afg. sinnvoll ist, müssen andere Entscheiden …ich schätze aber, das konventionelle Gegner wie Russland, Iran, Pakistan, China wesentlich interessanter sind. Weil man so recht präzise Zahlen darüber erhält wie hoch die Einsatzbereitschaft des Militärs ist, welche Waffensysteme aktiv sind etc…
    Es handelt sich also weniger um ein operatives Werkzeug des Militärs, sondern hat einen nachrichtendienstlichen Charakter.

  6. @sd
    Die Breguet Atlantic soll durch diese Drohnen nicht als Seeaufklärer ersetzt werden (dafür gibt es die P-3) sondern als Funkaufklärer (SIGINT/Signal Intelligence). Die Amis nutzen die Drohne „nur“ als Radaraufklärer (fliegende Radaranlage), daher musste hier ein komplett neues Sensorpaket entwickelt werden. Die ehemals genutzen fünf Maschinen werden eins zu eins durch Drohnen ersetzt. Ein Einsatz über Kunduz ist sicher unwahrscheinlich, da in Afghanistan kaum feindliche Funksignale zu empfangen sind. Die Israelis haben ihre Meinung zu Signalaufklärern in ihrer nachberschaft mehrfach klar gemacht. Was Schiffen nicht gestattet ist ist Flugzeugen (auch unbemannten) klar verboten. Libanaon fällt also aus.

    Interessant wird sicher die Frage was bei diesem neuen Fluggerät am teuersten ist. Die Wartungskosten, der Treibstoff oder die Satelittenzeit. Die anfallenden Datenmengen können ja ohne Besatzung nur noch begrenzt an Bord (vor-)verarbeitet werden. Hier könnte sich die Datenübertragung als echter Flaschenhals erweisen. Die Bundeswehr verfügt nur über wenige eigene Kommunikationssatelitten, die Amis gehen bei den eigenen Kapazitäten schon auf dem Zahnfleisch, werden also nur ungern aushelfen. Wie man die Dinger abseits der Heimat nutzen kann wird sich noch zeigen müssen.

  7. Danke fuer die Erklaerung, ich dachte immer SIGINT ist ein Oberbegriff fuer alle elektronische Aufklaerung.

    Darf eigentlich so eine Drone mal eben am Iran in internationalem Luftraum vorbeigeflogen werden, ohne Bundestagsmandat? Vieleicht ueberlassen bei manchen Routen die Amerikaner den Downlink sehr gerne.

  8. Der Euro Hawk ersetzt nicht die Breguet Atlantic in der SIGINT-Version. Die Amerikaner haben ihre EP-3 auch nicht abgeschafft und beabsichtigen es auch gar nicht. Signalerfassende Aufklärung ist oftmals und speziell für die „Entscheider“ nicht sexy. Man sieht ja nichts. Im elektronischen Kampf allerdings, muss man immer am Puls der Zeit sein. Es geht ja nicht nur darum bekannte Parameter zuzuordnen, sondern vor allem neue Entwicklungen zu bemerken, zu analysieren um dann die geeigneten Schlüsse, sprich Entwicklung von Waffen zu veranlassen. Wenn man da ein Loch entstehen lässt, dauert es sehr lange um wieder auf die Höhe der Zeit zu kommen. Letztlich ist der Soldat an der Konsole entscheidend. Denn nur mit einer komplexen anspruchsvollen Ausbildung, verbunden mit jahrelanger Erfahrung, ist man überhaupt in der Lage etwas Verwertbares aus den Daten zu ziehen. Das Problem der Datenmengen des EH ist schon angesprochen worden. Terabyte große Datenmengen müssen auch ausgewertet werden. Automatische Systeme können da nur unterstützen, denn auch diese müssen immer wieder, auf Grund neuer Erkenntnisse, angepasst werden. Da der EH eben ein Datenstaubsauger ist, haben auch nur wenige Länder Lust eine Diplo-Clearance für einen Überflug zu erteilen. Das sind auch Verbündete. Letztlich wäre der EH sicherlich eine klasse Ergänzung zur Breguet Atlantic, ein Ersatz ist er nicht aber wenn man sich beides nicht leisten kann, muss man Prioritäten setzen.

  9. Interessant ist auch die Frage, wer diese Geräte fliegt, insbesondere, ob das ausgebildete Piloten sein müssen.

    In den USA gibt es darüber unterschiedliche Auffassungen in Air Force, Army und Navy.

  10. @ BausC
    Ob die EH die Atlantic SIGINT in toto ersetzen soll weiß ich nicht, aber zumindst soll es wohl nah rangehen, denn Deutschland fliegt seit letztem Jahr keine SIGINT Versionen mehr und mit den Flottendienstbooten sieht es ja wohl auch ziemlich düster aus.

  11. Grundsätzlich ein gutes Zeichen das die Bundeswehr eine sehr leistungsfähige Platform einführt (vielleicht kommen später ja noch vier IMINT EH´s dazu). Viele sind sich gar nicht bewußt das die Bundeswehr bei „Drohnen“/UAS eine führende Position hat. Keine andere Natioin in Europa kann auf so viele Muster (CL-89, Cl-289, LUNA, ALADIN, KZO, MIKADO, Heron, EuroHawk) und Einsatzerfahrung aufbauen. So können auf taktischer, operativer und starategischer Ebene jeweils passende UAS mit vielen Fähigkeiten (IMINT, SIGINT, CBRN) eingesetzt werden.

    Schade das Frankreich sich bei UAS mit UK und Israel zusammen tut. UAS wären auch ein gutes Feld für, überschaubare, Rüstungskooperation.

  12. @Chickenhawk

    Bei uns dürfte das Thema relativ einfach zu beantworten sein – da es ein eingetragenes Luftfahrzeug ist, welches eine bestimmte Größe überschreitet, muss es von einem ausgebildeten Piloten gesteuert werden. Ist z.B. bei Heron schon so – stört aber nicht wirklich, ausser evtl. das ein OTL „teurer“ ist, als ein HFw ;-)

    @ all

    Ist das Gerät also mehr als strat. Aufklärungsmittel zu verstehen, als das es (taktische) Lagebilder erstellen bzw. aktualisieren würde?

  13. @ Voodoo

    Ja, EuroHawk eher strategischer Satellit im Regionalorbit.

    LUNA, ALADIN, MIKADO & KZO(Co) können auch ohne Pilotenschein bedient werden.

  14. verwendet man SatComBw für die steuerung oder braucht man dafür ein anderes system?
    hat der flieger auch noch eine ganz profana kamera an bord oder konzentriert man sich völlig auf die emissionen und signale?

  15. @Victor Hugo
    Es sieht für alles düster aus, wenn man kein Geld hat. Schlimm wird es für die, die entscheiden müssen, wenn alle Recht haben. Auf jeden Fall werden Löcher entstehen die man mit den neuen Begriffen der Mangelverwaltung, Pooling und Sharing, zu stopfen versucht. Wir können nur hoffen, dass in den nächsten 20 Jahren + kein Krieg auf deutschem oder europäischen Boden droht. Darauf wetten würden ich nicht.

  16. „Der Euro Hawk ersetzt nicht die Breguet Atlantic in der SIGINT-Version.“

    @BausC : Sie sind der erste, von dem ich das höre. Bis jetzt hieß es immer, dass die Eurohawks gerade die Breguets ablösen sollen.

    http://www.flightglobal.com/articles/2009/10/09/333286/eurohawk-unveiled-in-usa.html

    http://www.irconnect.com/noc/press/pages/news_releases.html?d=175129

    oder, last but not least: Zitat Luftwaffe.de:
    “Der Euro Hawk, ein unbemanntes Aufklärungsflugzeug, soll in Zukunft die Nachfolge der elektronischen Aufklärungsversion der BR 1150 Breguet Atlantic der Marine übernehmen.

  17. @ Andreas

    Nix IMINT, „nur“ SIGINT. Luftwaffe wünscht vier zusätzliche IMINT Euro Hawk.

  18. Die möglichen Einsatzgebiete sind theoretisch nur durch die verfügbare Satelittenkapazität eingeschränkt. Wenn man auf (quasi-) Echtzeitauswertung verzichtet und die empfangenen Daten an Bord zwischenspeichert kann man die Drohnen überall einsetzen. In der Praxis ist der Einsatz solcher Luftfahrzeuge sehr schwierig. Wie schon erwähnt will kein Land, auch kein verbündetes, solche „Datenstaubsauger“ gerne in seinem Luftraum haben. Solche Maschinen können normalerweise nur im eigenen oder internationalen Luftraum operieren. Was passiert wenn dabei Landesgrenzen überflogen werden konnte man zuletzt am 1.April 2001 nahe der chinesichen Provinz Hainan sehen. Die Israelis haben ihre Meinung speziell gegenüber deutscher Signalaufklärung zuletzt am 24.Oktober 2006 klar zum Ausdruck gebracht. Die Maschinen müssen also sehr sehr vorsichtig eingesetzt werden.

    Die Bundeswehr wird ohne die hilfe verbündeter (USA, Frankreich, England und zivile Satelittenanbieter) nie mehr als zwei dieser Drohnen gleichzeitig einsetzen können. Bei den Amerikanern liegt das Limit für gleichzeitige Drohneneinsätze irgendwo zwischen 50 und 60 Maschinen (solange es sich nur um Bild- / Radaraufklärer und Hunter/Killer handelt). Die USA setzen weiter auf eine bemannte SIGINT Flotte, und sie tun dies wahrscheinlich wegen der begrenzten Übertragungskapazitäten.
    Was passiert wenn eine Drohne die Satelittenverbindung verliert konnte man übrigens am 13.September 2009 sehen, als die US air Force temporär die Kontrolle über eine (bewaffnete) MQ-9 Reaper verlor und diese dann mit einem bemannten Flugzeug abfangen und abschiessen musste.

  19. @noOne

    …und hinzu kommt noch
    1. Notwendigkeit der Härtung und kontrolltechnisch mehrfach redundanten ‚remote avionics‘
    2. Frage nach dem militärisch effektiven Erfassungs-foot-print im Einsatzgebiet (high prob/low prob/footprint-capabilities)

    Insgesamt ist also – wie bei MEADS – der reale militärisch-operative Aufwand-/Wirkungsvergleich eher negativ
    Es geht also um transatlantische Wirtschafts-und Industriepolitik auf der Grundlage von Dogmen wie ’network-centric‘ oder cyberwarfare etc……die bislang noch keinen echten stress-test bestanden haben…..weil die Geophysik diesen komplexen high-precision/high definition/time critical Steuer- und Regel Systemen absolute Grenzen setzt. Das ist eben der Unterschied zwischen virtual reality und reality.
    Gravity sucks ! :-))

  20. @henner:

    es war schon imemr in Deutschland so publiziert, dass die P-3 die 6 BA MPA ersetzt und die Euro Hawks die 3 BA SigInt

    @noOne:

    sinnfreies Posting – der airframe wird so übernommen, also keine besondere Zusammenarbeit. Das Sensorpaket konnte nicht übernommen werden, weil selbst, wenn die Amerikaner ein derartiges haben derlei Dinge immer unter nationalem Vorbehalt stehen und sehr sehr ungern in die Welt gelassen werden.

    Die Fähigkeit hat auch relativ wenig mit ’network centric‘ oder ‚cyber warfare‘.

    Es genügt in dem Kontext nicht einfach ein paar Begriffe zusammenzurühren und eine Meinung zu haben…

  21. @Volker

    natürlich hat der Eurohawk alles mit NCW und CW-Konzepten zu tun, denn es ist ja wohl keine stand-alone Fähigkeit, sondern eine komplementäre Wirkverbundfähigkeit, und wie bitte, wenn nicht über den ‚cyberspace‘, will man denn das Plattform-System und das Einsatzsystem (payload) software-driven und über Netzwerke in Echtzeit lagegerecht kontrollieren??

  22. @Volker

    In meinem sinnfreien Posting wollte ich eigentlich nur auf zwei grundlegende Einschränkungen für dieses tolle neue System hinweisen:
    1) Es wird schwer bis unmöglich sein für diese Drohnen Überflugrechte über anderen Ländern zu erhalten.
    2) Die Bundeswehr verfügt nicht über den notwendigen logistischen Unterbau in Form eigener Kommunikationssatelliten um dieses System effektiv einzusetzen.

    Zusätzlich
    3) Der Einsatz von Drohnen im Luftraum ist Rechtlich auch ohne die spezielle Fracht sehr problematisch. Im zivilen sind die entsprechenden Vorschriften ein reiner Alptraum.
    Allerdings: Die Einstzflughöhe einer Global Hawk liegt 7 bis 8 Kilometer über der Gipfelhöhe der meisten Verkehrsflugzeuge. Ausser bei Start und Landung kann also nicht viel passieren.

  23. Hmm… Cyberwar? Ist das nicht das Ding mit dem Internet? :)

    So eine schöne Drohne ist echt was feines. Wenn es stimmt, dass die Sensoren wirklich so leistungsfähig sind, hat das einen hohen strategischen Wert, aber auch operativen, bzw. pre-operativen. Um Überflugrechte mach ich mir keine Sorgen. Normalerweise versucht man den Einsatz einer solchen Drohne geheim zu halten :)

    Nur ist die Drohne (von der Spannweite dieser Gräten abgesehen) lange nicht so groß wie ein Passagierflugzeug (gar von einer 737 war in einem Aufmacher die Rede).

    Letztenendes steckt die Drohnenentwicklung noch vergleichsweise in den Kinderschuhen. Sich da in Kritik zu ergehen ist vermessen.

  24. @Niklas
    Mit den kinderschuhen wäre ich etwas vorsichtig. Drohnen werden seit dem Vietnamkrieg operativ eingesetzt. Die Technik ist also etwa so revolutionär wie ein Klettverschluss oder ein Seefracht-Container. Selbst die Bundeswehr nutzt mit der CL-289 seit über 20 Jahren Drohnen.

  25. Man hoert sehr wenig zur Sicherheit der Datennetzwerke. Die sollten doch ein hervorragender
    Was nutzt in Zukunft die Gruppe Infantrie am Boden wenn sie ihre Unterstuetzung durch Aufklaerungsmittel, situationelles Bewusstheit, Wirkmoeglichkeiten durch Luftschlaege verlieren und vieleicht sogar selbst Aufgeklaert werden. Damit ist sie so nuetzlich wie ihre Gegner, die vermutlich zumeist ueberlegen sind.

    Irgendwie wird zur Zeit fast nur das Thema Sicherheit nur im Zusammenhang des Netwars gebracht, wo das Militaer eh nix zu suchen hat, aber der ganz gewoehnliche Cyberwar der jetzt ja mitlerweile seit fast zehn Jahren am Laufen ist dabei voellig aussen vor gelassen.

    Am Rande, waeren militaerische Sateliten und hochwertiges Aufklaerungsgeraet nicht gerade die Luecke die D in der Nato bei einer verstaerkten Zusammenarbeit ausfuellen koennte? Bei beidem duerfte D doch recht verlaesslich sein, Satelliten sind eh mehr oder weniger fest auf ihren Orbit, muessen also nicht entsandt und mandatiert werden, dazu sind sie sau teuer, und D hat die Industrie (Astrium etc.).

  26. @noOne:

    #In meinem sinnfreien Posting wollte ich eigentlich nur auf zwei grundlegende #Einschränkungen für dieses tolle neue System hinweisen:
    #1) Es wird schwer bis unmöglich sein für diese Drohnen Überflugrechte über anderen #Ländern zu erhalten.
    #2) Die Bundeswehr verfügt nicht über den notwendigen logistischen Unterbau in Form #eigener Kommunikationssatelliten um dieses System effektiv einzusetzen.

    zu (1) das ist bereits jetzt ein Problem, unabhängig von Drohnen… bekannte Aufklärungssysteme will keiner in seinem Luftraum/Hoheitsgebiet haben… hat also mit dem Euro Hawk nur indirekt zu tun und ist auch kein neues Problem.

    zu (2) die Bundeswehr kann sehr wohl über eigene Satellitenanbindung das System nutzen. Ob ein UAV jemals an die Leistungsfähigkeit eines mit Spezialisten bemannten fliegenden Systems herankommt ist eine Grundsatzfrage, die nicht rein von der Anbindung abhängt.

    #Zusätzlich
    #3) Der Einsatz von Drohnen im Luftraum ist Rechtlich auch ohne die spezielle Fracht #sehr problematisch. Im zivilen sind die entsprechenden Vorschriften ein reiner #Alptraum.
    #Allerdings: Die Einstzflughöhe einer Global Hawk liegt 7 bis 8 Kilometer über der #Gipfelhöhe der meisten Verkehrsflugzeuge. Ausser bei Start und Landung kann also #nicht viel passieren.

    Die Dienstgipfelhöhe ist dabei weniger ein Problem, die Europäischen Richtlinien welche für uns da auch gelten beziehen sich mehr auf Sicherheits- und Absicherungsmaßnahmen.

    Interessant ist da unter anderem http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/136/1613609.pdf

  27. >>>>>Ob ein UAV jemals an die Leistungsfähigkeit eines mit Spezialisten bemannten fliegenden Systems herankommt ist eine Grundsatzfrage, die nicht rein von der Anbindung abhängt.<<<<<<

    Genau das wurde schon im Oktober/November 2003 in Nordholz untersucht. Damals fand ein Vergleichsfliegen zwischen Global Hawk (mit EADS Sensorsystem) und SIGINT Atlantic statt. Wenn das System da total versagt hätte, hätte man vielleicht auch weiter auf einen bemannten Aufklärer gesetzt.

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