Nachwuchswerbung? Läuft gezielt.

Ich hab’s heute Abend von (Oppositions)Abgeordneten gehört, und die Financial Times Deutschland meldet es auch: im März gibt es die dringend erforderliche Werbekampagne für den Freiwilligen-Nachwuchs der Bundeswehr. Die ja nötig ist, weil die Wehrpflicht zum 1. Juli endet.

Die Werbekampagne ist, so erfuhren die Abgeordneten heute im Verteidigungsausschuss, gezielt in drei Medien vorgesehen: der Bild-Zeitung, der Bild am Sonntag und auf bild.de. Über die Kosten gibt es noch keine Klarheit – da haben die Parlamentarier das Ministerium aufgefordert, mal nachzuliefern, wie viel dafür ausgegeben wird.

Wie ich neulich schon gezeigt habe: Eine Frage der Ehre.

(Nach meiner Erinnerung hat heute in der Regierungsbefragung ein Abgeordneter das auch erwähnt, das ging aber im Rest der Guttenberg-Debatte unter. Leider ist noch kein Protokoll der heutigen Bundestagssitzung verfügbar; da muss man noch nachschauen…)

55 Gedanken zu „Nachwuchswerbung? Läuft gezielt.

  1. @BausC:
    Frage mich auch warum wir Kaserne 2000 immer so dringend in AGA-Kpen einführen wollen. Nach der AGA wäre eine Kaserne 2000 Unterbringung allerdings aus meiner Sicht sinnvoll.

    @Flosch:
    Wie machen sich denn die neuartigen FA im AMT (FwAnwLg?) denn so?
    Höre hier allgemein ziemlich Verheerendes.

  2. @ BausC

    Sehe ich im Prinzip genauso. Für die AGA halte ich 2 Mann Stube auch nicht zwingend vorteilhaft, danach finde ich es ok und für Stammpersonal sowieso. Gerade für Stamm waren die Zustände teilweise auch nicht besser als für die Rekruten. Das muss nicht zwingend sein.
    Ich denke, dass sind einfach die Zugeständnisse die man die ersten Freiwilligen machen möchte. Die Zahlen für das nächste Quartal sollen ja alles andere als Gut aussehen und da möchte man es sich nicht leisten den Zug am Quartalsende mit 10 Mann dastehen zu lassen.
    Ob das der Qualität allerdings zugute kommt ist natürlich fraglich.

    @ Memoria

    Ja FwAnwLg. Ist noch in der Aufgbauphase. Bin selber nicht involviert. Hab mir vom Kameraden berichten lassen.

  3. Aus der Praxis heraus ist es eher unerheblich, in welcher Art der Stuben sie in der AGA untergebracht sind. Allerdings sind ja altmöblierte Stuben auch immer furchtbar gammelig und das schreckt eben ab. Ein großer Nachteil ist allerdings, das beim Spindeknacken (das passiert ja Rekruten öfters) manchmal der halbe Holzspind mit auseinanderfällt.

    Weil aber die kleine Kampfgemeinschaft so wichtig sind hat man ja auch alle Dienstgrade und lebensälteren Mannschaften aus dernKasernen unter Androhung und Anwendung von Disziplinarmaßnahmen rausgeschmissen. Kam echt gut an. Nun fressen die Trennungsgeldkosten einen Großteil des Etats auf und die Wehrverwaltung bettelt die Rausgeworfenen an, sie mögen wieder in die Kaserne einziehen. Da hat sich vorher einer richtig den Kopf gemacht. Naja, ist bestimmt auch weiter befördert worden.

  4. Wer Offze getrennt von anderen Dienstgraden militärisch ausbildet, braucht sich nicht zu wundern, dass sich die Truppe entfremdet. Wenn man sie dann auch noch in der GA in hotelähnlichen Unterkünften unterbringt, bekommt keine Soldaten für den Einsatz. In der Stammeinheit sollten die Unterkünfte sehr gut sein.

  5. Och Leute, die Einrichtung „Kaserne 2000“ hat nichts mit hotelähnlichen Zuständen zu tun, mein Gott. Wo ist das Problem, das die Rekruten in vernünftigen Betten schlafen können und nicht in Olympia-Gitterbetten mit versifften Matrazen, die seit 30 Jahren durchgelegen sind. Selbst in der EK – Inspektion Hammelburg gab es diese Einrichtung, der Rest der Barracke war Preußens Gloria. Mehrfachbelegung auf diesen Stuben ist ebenfalls möglich, alles eine Frage der Organisation.

    Überall in der Armee sollten die Unterkünfte gut und zweckmäßig sein – jedoch zähle ich dazu mal nicht den BucheDekor-Spind.

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