DroneWatch: Israel hält Heron-UAVs am Boden, deutsche Drohnen fliegen weiter

Die Bundeswehr hat keine Informationen über technische Probleme der Heron-Beobachtungsdrohnen, die von den deutschen Streitkräften in Afghanistan eingesetzt werden (Foto oben). Die unbemannten Flugsysteme würden deshalb auch ohne Einschränkung weiter betrieben, teilte das Einsatzführungskommando am (heutigen) Sonntag auf Anfrage von Augen geradeaus! mit. Die Bundeswehr nutzt am Hindukusch drei dieser Drohnen aus israelischer Produktion.

Die Israelis hatten zuvor ihre Flotte der Heron 1-Drohnen gegroundet, wie Associated Press aus Jerusalem meldet:

Israel’s military has grounded a fleet of high altitude surveillance drones after one was downed over the Mediterranean Sea.
The military says it intentionally crashed the unmanned aircraft late Saturday because of a malfunction.
(…)
An Israeli defense official said the drone was the Israeli-made Heron 1, which flies at high altitudes and can stay in the air for about 45 hours.

Da scheint ein wenig durcheinandergekommen zu sein, die Heron ist ja eine Medium Altitude/Long Endurance (MALE)-Drohne und nicht für High Altitude ausgelegt, aber das kann auch ein journalistisches Missverständnis sein.
(Foto: Deutsche Heron-Drohne in Masar-i-Scharif – Bundeswehr/Sebastian Wilke via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)

Heron bis 2014 verlängert

Quasi urlaubsbedingt – aber weil ich weiß, dass es hier etliche interessiert – kommentarlos zur Info: Das Heron-1-Leasing ist bis Oktober 2014 verlängert worden.

Die heutige Mitteilung dazu von Rheinmetall:

Die Rheinmetall Airborne Systems GmbH, ein Unternehmen von Cassidian und Rheinmetall, wird die Bundeswehr in Afghanistan auch weiterhin als Dienstleister mit unbemannter luftgestützter Aufklärung unterstützen. Das Unternehmen wurde vom Koblenzer Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) in der Verlängerung eines bestehenden Vertrags damit beauftragt, der Bundeswehr hochmoderne unbemannte Aufklärungsflugzeuge des Typs Heron 1 für zwei weitere Jahre zur Verfügung zu stellen. Das Volumen des neuerlichen Auftrags umfasst rund 75 Millionen Euro, bezogen auf den Zeitraum vom Oktober 2012 bis Oktober 2014.
Neben der Fortführung des Flugbetriebs beinhaltet die Beauftragung unter anderem auch die Ausbildung zusätzlichen Einsatzpersonals der Luftwaffe sowie die Einrüstung neuer, leistungsfähigerer Sensornutzlasten.

(Abbildung: Rheinmetall)

Im Rahmen der sogenannten SAATEG-Zwischenlösung nutzt die Luftwaffe am afghanischen Standort Mazar-e-Sharif zwei UAS-Systeme weiterlesen