Auf dem Weg nach Bergen: Deutsch-niederländisch-deutsch-niederländische Unterstellung

20100226_Leopard2A6

In Bergen in Niedersachsen wird am (heutigen) Donnerstag vollzogen, was die Verteidigungsministerinnen Deutschlands und der Niederlande im vergangenen Jahr angekündigt hatten: Eine noch weitergehende Verzahnung der Landstreitkräfte Deutschlands und der Niederlande. Mit einem Appell wird die 43 Gemechaniseerde Brigade der Niederlande der deutschen 1. Panzerdivision unterstellt. Der Brigade wiederum wird das neue deutsche Panzerbataillon 414 unterstellt, und in diesem Bataillon gibt es eine niederländische Kompanie.

Neben der weiteren Verflechtung von Königlicher Landmacht und Heer hat das für beide Seiten noch einen ganz praktischen Vorteil: Die Niederländer, die ihre Panzertruppe abgeschafft haben, bekommen wieder Zugriff auf solche Gefechtsfahrzeuge – und die Deutschen bekommen handfeste (finanzielle) Unterstützung für das neue Bataillon, das am Standort Bergen aus dem Boden gestampft wurde, weil sonst der Ort nach dem Abzug der Briten verarmt wäre.

Also rundum Grund zur Freude. Oder, in den offiziellen Worten des Deutschen Heeres:

Mit der Unterstellung der niederländischen 43. Mechanisierten Brigade (43. Gemechaniseerde Brigade) unter die deutsche 1. Panzerdivision erfolgt am 17. März 2016 ein weiterer entscheidender Schritt in der deutsch-niederländischen Heeres- kooperation.
Diese Unterstellung ist deshalb einzigartig, weil zeitgleich das neu aufgestellte deutsch-niederländische Panzerbataillon 414 wiederum dieser niederländischen Brigade unterstellt wird.
Mit dieser Unterstellung setzt das niederländische und Deutsche Heer den Erfolgskurs der binationalen Kooperation weiter fort, nachdem bereits 2014 die niederländische Luftbewegliche Brigade in die deutsche Division Schnelle Kräfte integriert worden ist.
Mit einem Appell wird der Inspekteur des Deutschen Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer, gemeinsam mit dem Inspekteur der königlichen Landstreitkräfte der Niederlande, Generalleutnant Mart de Kruif, die Unterstellung der Truppenteile formal vornehmen.
Das neu aufgestellte Panzerbataillon 414 wird in Lohheide / Truppenübungsplatz Bergen (Niedersachsen) stationiert. Der deutsche Kampfpanzer Leopard 2 wird das Hauptwaffensystem. Eine Kompanie dieses Bataillons wird mit niederländischen Soldaten besetzt werden. Insgesamt führt die 43. Mechanisierte Brigade aus dem niederländischen Havelte 3.000 Soldatinnen und Soldaten sowie das binationale Panzerbataillon 414.
Künftige Einsätze dieser Truppen unterliegen weiterhin der Kontrolle durch die jeweiligen nationalen Institutionen und den entsprechenden nationalen Verfahren.

Da mir am vergangenen Montag eine Einladung dazu in die Mailbox flatterte, fahre ich doch heute gerne nach Bergen. Mal sehen, was es noch zu erfahren gibt – bestimmt viel: Allein für die Einweisung der Medienvertreter sind 90 Minuten vorgesehen, plus ein Statement des deutschen und des niederländischen Inspekteurs. Da muss ja ’ne Menge rüberkommen.

(Archivbild Februar 2010: Kampfpanzer Leopard 2A6 – Bundeswehr/Michael Mandt)

31 Kommentare zu „Auf dem Weg nach Bergen: Deutsch-niederländisch-deutsch-niederländische Unterstellung“

  • Memoria   |   17. März 2016 - 12:51

    Das Potemkinsche Dorf wächst weiter.
    Mal sehen wieviel Material schon vor Ort ist (und bis Ende 2017 vor Ort sein soll) – nicht nur KPz, sondern auch GefStandFz/ FüFz, BPz, Transportmittel, etc.

    Schon die vorhandenen PzBtl haben ja keine beweglichen GefStd mehr, da man bei der Ausplanung von Heer2011 (der Name ist Programm) davon ausging, dass nur noch Kompanien als „Module“ in den Einsatz gehen.

    Gleichzeitig wurde aber stets von der Heeresführung von „Breite vor Tiefe“ gesprochen und in den VPR der Anspruch festgehalten mit dem Kräftedispositiv Einsätze und (!) Landes- und Bündnisverteidigung darstellen zu können.

  • docschneider55   |   17. März 2016 - 14:20

    Zum letzten Satz stellen sich mir einige Fragen:
    Sind die Leo 2, welche durch niederländische Besatzungen betrieden werden, noch Eigentum der Bundeswehr oder werden die Fahrzeuge von den Niederländer geleast oder sogar gekauft?

    Worauf ich hinaus will:
    Wenn die Panzer noch deutsches Eigentum sind und die Niederländer sich dazu entschließen ihre Kompanie in einen Kampfeinsatz zu schicken, müssen die dann erst eine Genehmigung einholen?

    Ich könnte mir vorstellen, dass einige deutsche Politiker bei einem solchen Szenario ordentliche Bauchschmerzen bekommen würden.

  • Hans Schommer   |   17. März 2016 - 14:26

    Ich kann diesen Schwachsinn „Breite vor Tiefe“ nicht mehr hören (das geht nicht gegen die Kommentatoren hier im Blog). Hätte ich diesen Slogen mitsamt den dahinter stehenden Wahnvorstellungen während meines Offizierlehrganges nur in den Mund genommen, hätte man mich abgelöst. Mit Recht – denn dieser Ansatz führt ausnahmslos immer und in allen Lebensbereichen auf einen Irrweg. Damals wie heute.
    Ich hoffe inbrünstig, dass dieser binationale Verband alsbald materiell vernünftig ausgestattet wird.
    Hans Schommer

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   17. März 2016 - 15:01

    @docschneider55
    Alle Antworten finden Sie in den jeweiligen NLD-Fäden der letzten Monate.
    Kurzform: Geleased. Jede Regierung entscheidet IHREN Einsatz autark.

  • Labacco   |   17. März 2016 - 15:13

    Mich würde mal die Materiallage beim Leo 2 generell interessieren.

    Ziel sind 328 Leo’s, laut Report von 12’2015 sind 244 Leo’s im Bestand, macht eine Differenz von 84 Stück. Also das Delta soll ja nun von der Industrie zurückgekauft werden. Wo kommen denn nun die Leo’s die das Panzerbatallion 414 auffüllen sollen her ? Werden die aus anderen Bundeswehreinheiten umverteilt ? Oder sind diese Teil der 84 Stück die zurückgekauft werden sollen ? Oder stammen diese aus den Depots der Holländer ?
    Hab gerade erst gelesen das das Gebirgspanzerbatallion 8, auch gerade neu aufgestellt, überhaupt keine Panzer hat ! Was ist denn das für ein Panzerbatallion !

    Da steigt ja keiner mehr durch ! Kann da jemand Licht ins Dunkel bringen ?

  • Jens Schneider   |   17. März 2016 - 15:32

    @Labacco

    Im Bendlerblock blickt wahrscheinlich auch niemand mehr durch!

    Fr.UvdL hat vollmundig wie immer ,die Zahl 328 für Leo,s angekündigt.
    Sollten schon Panzer nachbestellt worden sein, so hätte die Dame diesen Erfolg sicherlich schon medienwirksam verkündet.

    Aber wen interessiert es, dass nur angekündigt wird?

  • Labacco   |   17. März 2016 - 15:49

    @Jens Schneider

    Vielleicht muss die Industrie ja erst ihrerseits von der Industrie zurückkaufen !
    KMW hat doch kürzlich die Tank Dismantling GmbH gekauft. Informationen und Photos zu dieser Firma zeigen nur eine Vielzahl von zu verschrottenden Marder – Schützenpanzern, aber vielleicht sind da ja auch noch ein paar Leo’s drunter oder zumindest ein paar Wannen.

    Kaum zu glauben alles….

  • Jens Schneider   |   17. März 2016 - 16:30

    Laut einer Meldung von Focus online von heute ist Rheinmetall zumindestens noch optimistisch, was die angekündigten 130 Mrd.€ Mehrausgaben für Ausrüstung bis 2030 angeht:

    -Panzerumbau von Leo,s
    -Evtl. 200 Puma mehr (abwohl in der neuen Stückzahlliste von UvdL gerade gekürzt wurde)
    -Mehr Fuchs- Umbauten mit Schutzmaßnahmen

    sind für die kommenden Jahre anscheinend schon fest im Umsatzplan der Firma verankert.

    Ansonsten haben Sie Recht @Labacco, es ist nicht mehr zu glauben!
    Vielleicht wird ja mit dem neuen PzBtl das Verfügbarkeitsmanagement auf 50% in der PzTrp gesenkt !?

  • Hans Schommer   |   17. März 2016 - 17:45

    KMW hat massenweise Kampfpanzer LEOPARD 2 und sogar noch FlakPz GEPARD 1A1B2L und 1A2 „untergestellt“. An der „Hardware“ würde also eine Kurskorrektur im Breich der Ausrüstung sicher nicht scheitern.
    Hans Schommer

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   17. März 2016 - 17:45

    Alles was zu 414 derzeit öffentlich, bekannt ist, und gewusst werden muss.
    https://bw2.link/Qrwaa
    Klassische Gliederung DEU PzBtl.
    Je eine DEU PzKp von L93/Munster bzw 203/Augustdorf. Dritte PzKp = NLD.
    1./- gemischt, insbesondere BtlStab. KPz Leo 2A6, aktuell.
    Aufstellungsvollzug, was ich als „combat ready“ interpretiere, 2017. Alles normal in der Spur, für Friedenszeiten.

  • csThor   |   17. März 2016 - 17:51

    Angeblich haben die Niederländer noch ca 20 Leo 2 eingelagert, die auf Stand A7 gebracht und dann dem Btl zugeteilt werden sollen. Stimmt das eigentlich? Und wer übernimmt die Kosten für dieses Upgrade? (auch wenn ich da die Antwort wohl schon kenne)

  • Bang50   |   17. März 2016 - 18:12

    @ Labacco @ Hans Schommer – Die Industrie hat genauso wie die BW nirgendwo massenhafte Leo2 Wannen oder Gepard Wannen herumstehen. Ich weiß nicht warum sich diese Legende so hartnäckig hält.

    KMW hat jedoch letzten Monat den Kauf der Battle Tank Dismantling bekannt gegeben (Bericht findet sich auf SPON „“Leopard“-Hersteller steigt in Panzer-Verschrottung ein“ und dürfte damit bald im Besitz zahlreicher Wannen sein, die eigentlich zur Verschrottung frei gegeben waren. Trotzdem werden daraus nicht sofort wieder einsatzfähige Panzer. Die Umbaumaßnahmen sind tiefgreifend und kommen einem Neubau schon ziemlich nahe.

  • Labacco   |   17. März 2016 - 18:15

    @Hans Schommer
    Was heißt den massenweise ? Hunderte ? Interessant, ich dachte KMW hätte mittlerweile alle verschrottet bzw. verkauft. Aber danke für die Info.

  • Voodoo   |   17. März 2016 - 18:37

    @ KPK

    Combat Ready erst um 2018, weil anscheinend vorher noch (Zitat) „Zertifizierungen“ – gem. Angaben im „Schwarzen Barett“.

  • Hans Schommer   |   17. März 2016 - 19:00

    @ Bang50 | 17. März 2016 – 18:12
    Werter Bang, sagt Ihnen „Battle Tank Dismantling GmbH“ mit Sitz im thüringischen
    Rockensußra was? Wenn nicht, diskutieren Sie über die Verfügbarkeit von Panzern (jedweder Art) nicht mit! Die vorgenannte Firma wurde übrigens (samt Materialbestand) von KMW aufgekauft.
    @ Labacco | 17. März 2016 – 18:15
    Die Zahlen kann ich nicht nennen. Die sind vom Typ her sehr unterschiedlich. „Hunderte“ könnte für SPZ MARDER zutreffen.
    Hans Schommer

  • Quattromaniac   |   17. März 2016 - 19:01

    @Bang

    KWW hat Rockensußra gekauft. Da sollte noch genug Material rumstehen.
    Die Frage ist nur inwiefern dies genutzt werden darf (Abrüstungsverträge)

    Das wäre doch mal ein interessantes Thema

  • Memoria   |   17. März 2016 - 19:05

    @KPK:
    Ja so sehen die Kästchen aus, aber die beiden „Panzerkompanien“ Von L93 und 203 sind die ehem. 5./-.
    Somit AGA-Kompanien (bzw. Einsatzunterstützungskompanien). Es wird suggeriert, dass PzKp neu unterstellt hat. Das ist nicht der Fall:
    Das Material wird anderen Verbänden genommen.
    Total dynamisches Verfügbarkeitsmanagement.

  • tluassa   |   17. März 2016 - 19:07

    Laut dem UN Bericht von 2014 „Military holdings“ stehen jedenfalls irgendwo in Deutschland noch

    149 Leopard 1
    714 Leopard 2

    herum, oder die wurden in den letzten 2 Jahren alle verschrottet oder verkauft. Was reichlich viel wäre, ich glaube davon hätten wir gehört. Oder die Bundesregierung belügt die UN, was ich jedenfalls kaum glaube.

    ps hier der link:

    http://www.un-register.org/NationalHoldings/CountryDetail.aspx?Register_Id=4412

  • Hans Schommer   |   17. März 2016 - 19:11

    @ Bang50
    Ich hatte den zweiten Absatz Ihres Kommetars leider nicht lesen können. Nunmehr am PC schon.
    Sie wissen also um Hohensußra. Was Sie offensichtlich nicht wissen ist, dass dort (und in der weiteren Umgebung!) nicht nur „Wannen“ zur Verschrottung rumstehen.
    Hans Schommer

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   17. März 2016 - 19:24

    @all
    An dieser Stelle kann der bei anderen Gelegenheiten von @T.W. empfohlene Rat, einfach mal die verwandten Fäden zum Thema durchzublättern, hilfreich sein, alle Fragen zu beantworten.
    Zu 414 gibt es nichts Neues.
    Anzahl der KPz (
    – NLD Landmacht = 16 LETZTE Leopard 2A6 + 2 DEU EA, die auf die neuere Version 2A7 nachgerüstet werden (sollen), zu DEU Kosten.
    – Die 18 für die NLD Kompanie vorgesehen Kampfpanzer werden dann bei der Bw geleased. – Die NLD Kp ist OPCOM/OPCON NLD VgMin.)
    @Voodoo Zertifizierung, gut möglich, denn – Anpassung von u.a.: MG, Bordsprech, Handwaffen, Kampfbeladung (ohne 120), Ausbildungsverfahren, Schießverfahren, Sicherheitsbestimmungen, Führungsverfahren im Gefecht einschließlich BdL (NLD nutzt den NATO „decision making process“ mit einigen nationalen Zusätzen ziemlich stur), Stabsdienstordnung und – und – und.
    Zum Thema „Org und Besorg“ ist hier bei AG ALLES reichlich durchgehechelt worden. Dass 414 zeitgerecht sämtliches Großgerät erhält, steht für mich außer Frage:
    Für beide Heere hat 414 die Qualität „Nachweis der Interoperabilitätsfähigkeit“ oder Leuchtturmprojekt, ein Begriff den die NLD ebenfalls als „vuurtoren-project“ offiziell verwenden.
    Will keineswegs meckern, wer aber „neu“ bei 414 postet, sollte zunächst die vergangenen ca sechs Monate unter dem Suchbegriff „Niederlande“ durchforsten, es lauern „lohnende Ziele“.

  • Erzgebirgler   |   17. März 2016 - 19:38

    @Hans Schommer | 17. März 2016 – 19:11

    siehe hier !

    https://www.youtube.com/watch?v=nXoD74ui7Nk

  • Bang50   |   17. März 2016 - 19:42

    @ Hans Schommer

    Nochmal. Aus einem Leo2A1 bis Leo2A4 wird mit etwas Lack nicht ein Leo2A6 bzw. Leo2A7. Bevor aus diesen Beständen der BW Panzer zugeführt werden können, sind umfangreiche Maßnahmen notwendig. Diese werden sich über mehrere Jahre erstrecken.

    Der Prozess läuft momentan erst an und es ist KMW dafür zu danken, Schritte in diese Richtung unternommen zu haben obwohl noch kein Auftrag eingegangen ist bzw. Mittel im Haushalt bewiligt sind. KMW ist kein gemeinnütziger Verein sondern ein gewinnorientiertes Unternehmen – daher bedeutet dieser Schritt eine gewaltige Exposure für dieses kleine Unternehmen. Wenn der Auftrag nicht in nächster Zeit eingeht, wird auch KMW die Schneidbrenner anwerfen müssen um den Stahl am Weltmarkt zu verkaufen. Die Zeiten in denen Unternehmen riesige Lager an verkaufsfertigen Produkten halten, sind einfach vorbei.

  • Hans Schommer   |   17. März 2016 - 20:06

    Werter Bang50,
    mir ging es lediglich darum, Ihren Beitrag
    „@ Labacco @ Hans Schommer – Die Industrie hat genauso wie die BW nirgendwo massenhafte Leo2 Wannen oder Gepard Wannen herumstehen. Ich weiß nicht warum sich diese Legende so hartnäckig hält. “
    zu relativieren.
    Bezüglich Ihrer Einschätzung, dass es erheblicher Anstrengungen bedürfen würde, das „gehortete“ Großgerät einsatzbereit und zudem noch „auf Stand“ zu bringen, stimm ich natürlich zu.
    Hans Schommer

  • Koffer   |   17. März 2016 - 20:14

    @Klaus-Peter Kaikowsky | 17. März 2016 – 19:24
    „– Die NLD Kp ist OPCOM/OPCON NLD VgMin“

    Das bezweifle ich allerdings ;)

    Zum einen sind OPCOM und OPCON deutlich unterschiedliche Befehlsbefugnisse, zum anderen dürfte sich das NLD VgMin keinesfalls die truppendienstlichen Befugnisse abnehmen lassen (was bei „nur“ OPCOM/OPCON allerdings der Fall wäre).

  • KlausK   |   17. März 2016 - 20:16

    @all
    Ich erinnere mich an meine letzte Besichtigung mit Briefing bei KMW. Das letzte was die wegschmeißen ist die Wanne, die sind komplett leer – kein Kabel, keine Schraube, nichts.

    Und hundert Meter weiter (und sicherlich einige Monate) standen dann die fast fertigen, neuwertigen Leo2 Ax Urban Tarnanstrich für Singapore.
    Also wenn man will, geht es.

  • BerndH60   |   17. März 2016 - 21:46

    Ich lese jetzt seit einiger Zeit stumm hier mit und werde künftig auch wieder schweigen.
    Trotzdem:
    Als jemand der in der goldenen Zeit, zumindest bezüglich der Finanzierung, den 1970ern Jahren, seinen Wehrdienst abgeleistet hat, kommen einem ja nur noch die Tränen.
    Ich habe vergessen, ob das Zitat “Das Wort des Verteidigungsministers ist wie die Lizenz zum Geld drucken“ von Leber oder Apel stammte, aber so war es.
    Unfassbar, da will die Politik überall mitmischen, aber kosten soll es nichts.
    Noch bis in die Neuzeit wäre kein Soldat in den Krieg gezogen ohne seinen Feldherrn. Sollte man vielleicht wieder einführen.

  • ADLAS-Doe   |   18. März 2016 - 9:16

    @Bang50: Die Aussage, dass es noch „massenhaft“ Leo2s bei der Industrie gäbe, kommt offenbar aus dem Frühjahr 2015. Aber nix genaues weiß man nicht. In der Welt (online, „Leopard-Hersteller kauft größten Panzerfriedhof Europas“) steht dazu:

    „Durch die Angaben aus dem Ministerium wurde erstmals öffentlich, dass die Industrie eine Flotte von immerhin 100 alten Leos besitzt. Krauss-Maffei Wegmann (KMW) oder Rheinmetall machten bislang aber keine Angaben, wer wie viele Panzer irgendwo geparkt hat. Die Industrie hängte einen Mantel des Schweigens über ihre Panzerflotte. „Dazu sagen wir nichts“, erklärte ein KMW-Sprecher.“

    Und das scheint auch der verifizierbare Stand zu sein.

    @Hans Schommer&Erzgebirgler: Waren denn in Rockensußra überhaupt Leo2s zur Verschrottung eingelagert? Ich dachte, da lagen nur Ex-DDR-Technik, Marder und Leo1s – auch die Website des Unternehmens spricht in ihrer umfangreichen Auflistung der verschrotteten Geräte nirgends von verschrotteten Leo2s. ? Gibts für die Existenz von Leo2 vor Ort irgend einen Anhaltspunkt?

  • Hans Schommer   |   18. März 2016 - 15:03

    ADLAS-Doe | 18. März 2016 – 9:16:
    … „Dazu sagen wir nichts“, erklärte ein KMW-Sprecher.“ …
    So isses. Ich habe bezüglich des Verbleibs der restlichen 1.900 LEOPARD 2 der Bw keinerlei Faktenwissen. Was ich aber definitiv sagen kann ist, dass FlakPz GEPARD der Konstruktionsstände 1A1 und 1A2 noch in Firmendepots stehen. Und zwar in Hallen, nicht unter freiem Himmel. Ebenso, dass KMW von der Bw im Zusammenhang mit dem Brasilien-Export tonnenweise Ersatzteile (unsortiert in Gitteboxen) zum Schrottpreis erworben hat.
    Nur der Vollständigkeit halber sei bemerkt, dass anders als beim LEO 2 der GEPARD definitiv nicht mehr für die Bw „reaktiviert“ werden wird. Im Übrigen ist der gesamte Munitionsbestand 35×228 nach BRA gegangen.
    Katar lässt übrigens seine LEO’s neu bauen. Die nehmen aus Prestigegründen nix „gebrauchtes“.
    Hans Schommer

  • Wait&C   |   18. März 2016 - 16:39

    @Hans Schommer

    Zitat „Katar lässt übrigens seine LEO’s neu bauen. Die nehmen aus Prestigegründen nix „gebrauchtes“.

    Also ich hätte schwören können dass es mal hies man könne keine neuen Leopard 2 bauen weil die dazu notwendige Technik inzwischen fehle. Sollte ein Neubau möglich sein so verstehe ich das Herumgezerre noch weniger.

  • Hans Schommer   |   23. März 2016 - 11:20

    @Wait&C | 18. März 2016 – 16:39
    Ja – das werden Neubauten. Schlägt sich auch im Preis nieder. Kooperationspartner ist Rheinmetall.
    Hans Schommer