Die größte NATO-Übung seit langem: Jetzt noch größer, mit Flugzeugträger

Die in gut zwei Wochen beginnende NATO-Großübung Trident Juncture in Norwegen galt ohnehin schon als das größte Manöver der Allianz seit mehr als einem Jahrzehnt – und jetzt wird sie noch etwas größer. US-Admiral James G. Foggo, Kommandeur des Joint Forces Command der NATO in Neapel, kündigte bei einem Briefing zur Übung am (heutigen) Dienstag in Brüssel an, das nun auch der US-Flugzeugträger Harry S. Truman in die Übung einbezogen werde. Damit steigt die Zahl der Soldaten bei Trident Juncture auf gut 50.000 an.

Bei Nachfragen zu einem Vergleich der NATO-Übung mit russischen Manövern, die oft zusätzlich zu großen Übungen als so genannte Snap Drills, Bereitschaftsübungen, durchgeführt wurden, gab Foggo dem NATO-Vorgehen den Vorzug: auch wenn die Übungen der Allianz mit langem Vorlauf stattfänden, ließen sich daraus besser Lehren für das weitere Vorgehen ziehen. Für Russland, darauf pocht das Bündnis, sei die Übung kaum als Bedrohung zu verstehen: Im Unterschied zu russischen Großübungen finde sie rund 1.000 Kilometer von der russischen Grenze entfernt statt; auch Flugzeuge kämen ihr nicht näher als 500 Kilometer. weiterlesen

Merkposten: Verlegung für Trident Juncture läuft

Die Bundeswehr bereitet sich, wie andere NATO-Länder auch, auf die Übung Trident Juncture 2018  (TRJE18) im Oktober und November in Norwegen vor – eine der größten NATO-Übungen seit Jahrzehnten mit insgesamt rund 40.000 Soldaten. Die Bundeswehr hat eine besondere Rolle dabei, nicht nur, weil sie mit insgesamt rund 8.800 Soldaten nach den USA der zweitgrößte Truppensteller dieser Übung ist, sondern vor allem, weil die NATO-Speerspitze, die Very High Readines Joint Task Force (VJTF), eine Brigade unter deutscher Führung, einen wesentlichen Platz bei diesem Großmanöver hat.

Die Verlegung von Gerät für diese Übung läuft schon einige Zeit; am (gestrigen) Sonntag startete von Emden aus der vierte deutsche Schiffstransport nach Norwegen. weiterlesen