Test bei den U.S. Marines: Kampftruppen mit Frauen weniger effektiv

U.S. Marine drill instructors with 4th Recruit Training Battalion, Recruit Training Regiment, Marine Corps Recruit Depot Parris Island stand at parade rest as they wait to give a demonstration of what recruits encounter during pick-up week, the first week of recruit training, during the 70th anniversary of women in the Marine Corps aboard Marine Corps Recruit Depot Parris Island, S.C., March 1, 2013. The celebration was in acknowledgement of the seventy years of continuous service by women in the Marine Corps. (U.S. Marine Corps photo by Cpl Aneshea S. Yee/Released)

Dem U.S. Marine Corps, der vierten, meist für Interventionen eingesetzten Teilstreitkraft der USA gehören seit mehr als 70 Jahren Frauen an – allerdings nicht in den Kampftruppen an vorderster Front. Ob sich daran etwas ändert, scheint nach einer am (heutigen) Donnerstag bekanntgewordenen Untersuchungsreihe der Marines fraglich: Gemischte Kampfeinheiten aus Männern und Frauen, so das Ergebnis der Untersuchung, sind weniger effektiv als rein männliche Einheiten.

Für diese Untersuchungsreihe hatten die Marines eigens eine Einheit zusammengestellt, in der beide Geschlechter vertreten sind. Die Studie wurde durch Berichte der Washington Post und des Christian Science Monitor bekannt. Aus der Zusammenfassung der Untersuchung:

Combat Effectiveness
• Overall: All-male squads, teams and crews demonstrated higher performance levels on 69% of tasks evaluated (93 of 134) as compared to gender-integrated squads, teams and crews. Gender-integrated teams performed better than their all-male counterparts on (2) events. weiterlesen

Definiere: Kampftruppen

Vielleicht ist es ein bisschen den Wahlkampfzeiten geschuldet, dass es eine leichte Sprachverwirrung gibt. Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Oberst Ulrich Kirsch, hat auch für die Zeit nach 2014 deutsche Kampftruppen in Afghanistan gefordert und sich gegen Stimmen aus der Politik gewandt, solche Kampftruppen sollten nach dem Auslaufen des ISAF-Mandats Ende 2014 bei einer – noch nicht feststehenden – Nachfolgemission abgezogen: Zu sagen, wir bräuchten nach 2014 keine Kampftruppe in Afghanistan mehr, mag wahltaktisch schön sein, entspricht aber nicht der Realität, sagte Kirsch den Zeitungen der DuMont-Gruppe (u.a. Berliner Zeitung und Frankfurter Rundschau; Links aus bekannten Gründen nicht).

Entspricht nicht der Realität ist richtig – denn auch die Aussage, es werde nach 2014 in Afghanistan keine deutschen Kampftruppen mehr geben, ist eine, nun, politisch bedingte Ungenauigkeit. weiterlesen