Bundeswehr beschafft Drohnenabwehrsystem von Kongsberg

Das norwegische Rüstungsunternehmen Kongsberg liefert der Bundeswehr Systeme zur Drohnenabwehr im Wert von rund 24,5 Millionen Euro (250 Mio Norwegische Kronen). Auf Basis der fernbedienbaren Protector-Waffenstation des Unternehmens mit einer 40-Millimeter-Granatmaschinenwaffe soll so ein mobiles System zur Abwehr unbemannter fliegender Systeme (Counter Unmanned Aerial Systems, C-UAS) realisiert werden. Für die Erkennung von Drohnen arbeitet Kongsberg dabei mit dem deutschen Unternehmen Hensoldt zusammen.

Ein entsprechender Vertrag sei nach internationaler Ausschreibung mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) geschlossen worden, teilte das Unternehmen am (heutigen) Mittwoch mit:

Kongsberg Defence & Aerospace AS (KONGSBERG) has entered into a contract with Federal Office of Bundeswehr Equipment (BAAINBw) to deliver a Counter Unmanned Aerial System (C-UAS) based on the PROTECTOR Remote Weapon Station.
The contract worth 250 MNOK was won in an international bidding process.
Germany is the first country to acquire a C-UAS solution with the PROTECTOR as a kinetic effector. The emergence of inexpensive, small unmanned aerial systems (UAS), also referred to as drones, poses a relatively new threat to both military units as well as civilian infrastructure and events, such as airports, government buildings, power plants, political gatherings and sporting events. The PROTECTOR RWS C-UAS has a rapid deployment and reaction time, and is highly mobile.
KONGSBERG has studied the growing threat posed by UAS and developed technology and solutions for detection, tracking and defeat of drones. There has also been a close cooperation with the Norwegian Defence Research Establishment (FFI) to evaluate possible technologies and solutions. The combination of the operationally proven PROTECTOR RWS with advanced sensors, tracking algorithms and rapid engagements provides an innovative and cost-efficient solution.
For Germany’s PROTECTOR RWS C-UAS project, KONGSBERG has cooperated closely with Hensoldt and is integrating the Hensoldt Spexer 3rd generation radar for UAS detection and tracking. The solution utilizes a 40 mm Automatic Grenade launcher with airburst ammunition, – but the PROTECTOR RWS has a variety of weapon integrations up to 30 mm and air defence missiles that can be employed against UAS.

Nach Angaben des Fachmagazins Europäische Sicherheit und Technik sollen für die 24,5 Millionen Euro zehn Systeme zur Drohnenabwehr beschafft werden, die die Bundeswehr auf Boxer-Transportpanzern einsetzen will. Die Protector-Lösung sei zunächst für die NATO-Speerspitze, die Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) gedacht, deren Führung die Bundeswehr 2023 erneut übernimmt.

Nachtrag: Das BAAINBw hat inzwischen auch bestätigt, dass am 2. Dezember mit Kongsberg ein Rahmenvertrag zur Beschaffung von bis zu zehn Waffenanlagen qualifizierte FliegerAbwehr geschlossen wurde.

(Foto: Protector-Waffenstation – Firmenfoto Kongsberg)

 

 

22 Gedanken zu „Bundeswehr beschafft Drohnenabwehrsystem von Kongsberg

  1. Das ist ein kleines Schrittchen in die richtige Richtung.

    Wobei ich nicht verstehe, wieso nicht gleich mehr beschafft wurden. Wir haben doch sicherlich Bedarf für mehr als nur 10 Systeme…! Insbesondere im Hinblick darauf, dass ja in absehbarer Zeit sämtliche Divisionen voll ausgestattet sein sollen.

    Nun beschafft man wieder nur in kleinen Mengen, wodurch sich der Stückpreis erhöht und die Beschaffung von weiteren Systemen wird dann immer wieder nach hinten verschoben…

    Nun fehlt auch nach wie vor noch ein System das den Gepard ersetzt…

    Sollte es morgen zu einem Konflikt kommen, stünde unser Heer ohne Flugabwehr da…

    Ich hoffe also, dass das nur der erste Schritt war, und die weiteren bald folgen werden.

  2. Dass es eine Lösung auf Basis der eingeführten 40mm-Granatwerfer wird, ist sicher sinnvoll. Dieses Kaliber kann bereits auf kleinen Fahrzeugen mithilfe der FLW eingesetzt werden, und sollte eigentlich recht günstig sein.

    Es ist aber überraschend, dass – anstatt die Schrapnell-Munition und den Radarsensor einfach in die bereits hundertfach beschafften FLW von Krauss-Maffei-Wegmann einzurüsten – scheinbar eine ganz neue Waffenstation, die so in der Bundeswehr gar nicht eingeführt ist, beschafft wird. Bei bloß zehn Systemen wirkt das wie eine teure und die Logistik verkomplizierende Insellösung, die man, denke ich, auch völlig losgelöst von irgendwelchem Wirtschaftsnationalismus in Frage stellen kann.

    Eine Möglichkeit wäre, dass dieser Vertrag Teil von Offset-Abkommen mit Norwegen im Rahmen des U-Boot-Projektes ist. Womöglich sollen dennoch langfristig die KMW-FLW alle durch die Protector-Waffenstation ersetzt werden?

    Auch interessant wäre, zu wissen, inwiefern die Systeme für die VJTF(L) 2023-Brigade eingesetzt werden sollen – nur in den infanteristisch kämpfenden Btl? Auf Zug-, Kompanie-, oder Bataillonsebene? Werden die Anti-Drohnen-Boxer ganz gewöhnlich zum Infanterietransport bzw. zum Beherbergen des Stabes genutzt oder gesondert bemannt?

  3. @BavarianWolf

    Soweit ich weiß, dienen die 10 Systeme als „Brückenlösung“ bis der Boxer „Skyranger“ vollständig entwickelt ist.
    Bis zum Jahr 2017 sollen dann 72 Systeme diesen Typs, 2032 144 Systeme zur Verfügung stehen.
    Die jetzt für VJTF 2023 angepeilten 10 Systeme mit Protector Waffenstation werden dann eigentlich nicht mehr ins Konzept passen, aber haben ist haben ^^

    [Vermutlich ist gemeint „im Jahr 2027“? T.W.]

  4. Ein Schelm, wer bei diesem Betrag Böses denkt – knapp unter der 25 Mio Grenze. Ob das einen Einfluss auf die Anzahl Systeme gehabt hat?

    Ist bekannt, welche Munition hier eingesetzt werden soll? Bei den eher langsamen 40mm-Geschossen ist es sicher eine Herausforderung, in die Submunition genügend Energie reinzukriegen, ohne dass dann Kollateralschäden am Boden zu erwarten sind (vgl Problematik bei MANTIS). Oder reden wir hier über einen anderen Effekt?

    Auf dem Foto hätte ich jetzt eher eine 12.7mm Waffe auf der Station eingerüstet gesehen?

  5. @S Peters
    Ich kenne die technischen Details beider Systeme (FLW und Protector) nicht, aber es ist auch denkbar, dass die Dreh- und Höhenrichtgeschwindigkeiten bei den FLW nicht dafür ausgelegt sind, den hier angedachten Zielen folgen zu können. Könnte vollkommen falsch liegen, aber das wäre zumindest ein halbwegs plausibler Sachgrund.
    Was die Wirtschaftlichkeit angeht sollte man auch Bedenken, dass zwar der konkrete Einsatzzweck ein neuer und die Stückzahl bei der Bw niedrig ist, der Protector von Kongsberg aber ein extrem weit verbreitetes und erfolgreiches System ist. Die Amerikaner verwenden das System seit 10 Jahren in den Tausenden, insgesamt wurden lt. Kongsberg mehr als 20.000 Einheiten produziert.
    Ich muss ehrlich sagen, ich bin fast froh um die Nachricht. Nicht immer die hypothetischen Goldrandlösungen mit 15 Jahren Verspätung, sondern einfach mal was von der Stange, was offensichtlich schon gut funktioniert.

  6. @S Peters
    Die Frage „inwiefern die Systeme für die VJTF(L) 2023-Brigade eingesetzt werden sollen“ ist oben eingangs beantwortet.
    „Die Protector-Lösung sei zunächst für die NATO-Speerspitze, die Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) gedacht, deren Führung die Bundeswehr 2023 erneut übernimmt“.
    Anzunehmen ist, dass die „Züge der qualifizierten Fliegerabwehr“ beauftragt werden, denn:
    „Die Überlegungen im Heer gehen offenbar dahin, pro Kampftruppenbataillon einen Zug mit Fahrzeugen zur qualifizierten Fliegerabwehr vorzuhalten … eine weitere Maschinenwaffe kleineren Kalibers [damit kombiniert werden,] um unverhofft auftretenden Drohnenschwärmen im Nächstbereich zu begegnen“ (bei Hartpunkt.de aus jan ’18 als „Flak-Boxer“ bezeichnet). Die Anzahl von 10 zu beschaffenden Systemen passt exakt zur Aussage bei Hartpunkt.
    Nachteil, die FlgAbwZg sollen zulasten je eines Kampfzuges in betroffenen Btl gehen.
    Vorteil, die Fähigkeitslücke für den Nah- und Nächstbereichsschutz (NNBS) gegen tief und sehr tief fliegende Flugobjekte wird in einer Anfangsbefähigung im Heer geschlossen werden.

  7. @Leo
    Das Boxer-Skyranger-Konzept wurde für das Nah- und Nächstbereitsschutz-Projekt entwickelt, welches in Verantwortung der Luftwaffe liegt. Damit handelt es sich bei der qualifizierten Fliegerabwehr des Heeres eigentlich um eine Parallelentwicklung, die sich hinsichtlich Kosten und technologischer Ambition auf die Abwehr langsamer niedrig fliegender Mikrodrohnen beschränkt.

    Übrigens, woher kommen diese Informationen zu den geplanten Stückzahlen? Ich habe noch nichts davon gehört.

    @Robin

    Die Richtgeschwindigkeiten wären in der Tat ein plausibler Grund.

    Aber was den Einsatzzweck angeht, so gehe ich stark davon aus, dass man diese Waffenstationen auf bereits beschaffte Boxer aufsetzen wird und ihnen dafür die FLW entnimmt. Abgesehen von der zusätzlichen Rolle der Drohnenabwehr würden diese Stationen also die gleichen Aufgaben wie die FLW erfüllen. Gerade das hätte ja (rein intuitiv) dafür gesprochen, einfach einen Ballistikrechner und den Radarsensor in jede fünfte oder zehnte FLW der VJTF-Brigade einzubauen.

    Daher hoffe ich, dass sich die Bundeswehr bei Zeiten noch einmal in irgendeiner Form zu den Entscheidungsgründen äußern wird.

    Von der Stange zu kaufen und die FLW in Zukunft ganz zu ersetzen, könnte wirklich sinnvoll sein. Sich in die Großbestellungen der US-Streitkräfte „einzuklinken“ bringt viele Vorteile.

    [Die bis zu zehn Systeme hat das BAAINBw inzwischen bestätigt, s. Nachtrag oben. T.W.]

  8. Das ist wirklich sehr erfreulich. Ich bin da ganz bei @Robin. Bin auch gespannt, wie die jetzt auf die Boxer kommen, und wie schnell? Damit’s bis 2023 klappt.
    Aber wieso kommt eigentlich keine Integration auf bestehende Plattformen in Frage? Statt FlaMG quasi? Das das bestehende Sichsysysteme negativ beeinflusst könnte ich mir ja noch selbst zusammenreimen. Aber ist das in Stein gehauen?
    Diese betrachtete Lösung mit der „Wechselbesatzung“ bei Boxerlösung überzeugt mich nicht so richtig.

  9. @ T.W. Whops, verschrieben, meine natürlich 2027! Danke!

    @ S Peters
    Die Stückzahlen habe ich aus einem Artikel von esut.de vom 02.03.19, Titel „Abwehr von Drohnen im Fokus“
    Allerdings sehe ich grad, Sie haben Recht mit dem Unterschied qualifizierte Fliegerabwehr und Skyranger Konzept

  10. @Andre
    „The solution utilizes a 40 mm Automatic Grenade launcher with airburst ammunition,…“

    Bitte! ;-)

  11. @ BavarianWolf: Wurde der Gepard nicht durch PATRIOT und MANTIS ersetzt, weil er weder Raketen, Marschflugkörper, ballistische Raketen, Arteilariegeschosse, Mörser oder moderne Kampfflugzeuge bekämpfen kann? Außerdem ist der Ozelot ja auch noch da.

  12. @Ben

    Der Gepard ist/war mobil. Er konnte den Kampftruppen folgen. MANTIS ist stationär. Und Patriot… Nun, bis das aufgebaut wurde, benötigt man es auch nicht mehr, wenn es den Kampftruppen folgt.

    Der Gepard wurde nur aus einem Grund eingemottet. „Zu teuer“ im Unterhalt, und einige glorreiche Entscheidungsträger waren vor einigen Jahren der Meinung, die Bundeswehr muss ja gar keine Landes- und Bündnisverteidigung mehr leisten, sondern nur noch in Auslandseinsätze. Klar, da braucht man keinen Gepard. Dann kam die Ukraine, und dann hatten wir den Salat.

    Wir Deutsche waren mal für unsere vorausdenkende Art bekannt. Schade, dass wir das, zumindest in der Sicherheitspolitik, verlernt haben.

  13. @Ben

    Als Ergänzung: Aufgabe des Gepard war ja auch die Bekämpfung von Hubschraubern und tieffliegenden Kampfflugzeugen. C-RAM war nie seine Aufgabe.

  14. @S. Peters
    Das klingt plausibel, führt aber dazu, daß diese BOXER dann „infanteristisch“ (gegen Bodenziele) nicht mehr wirken / genutzt werden können. Ich halte einen BOXER als Trägerfahrzeug für überdimensioniert und auch für zu teuer (DINGO, vielleicht?).

  15. @Ben
    Der Gepard fiel in 2012 dem Sparkurs zum Opfer. Ersetzt werden kann er durch stationäre Systeme logischerweise nicht.
    Das Wesen vom Gepard war die Fähigkeit des begleitenden Einsatzes gepanzerter Verbände als Mittel der Flugabwehr.
    Die „qualifizierte Fliegerabwehr“, siehe Einträge oben, kann das ansatzweise für Einheiten, also in taktischer Dimension, übernehmen.
    Es fehlt weiterhin die Fähigkeit des Schutzes von Verbänden und Großverbänden vor allem auf dem Marsch.
    Der Ozelot ist ein trauriges, ungeeignetes Feigenblatt, zudem noch in der Luftwaffe verortet, zum angeblichen Schutz des Heeres.

  16. Grundsätzlich stellt sich ja die Frage, wie Leistungsfähig ist so eine RCW, ob nun von Kongsberg oder KMW in Kombination mit einem eigenen Zielverfolgungsradar und einer modernen Ballistikberechnung ?

    Macht es Sinn mit Kampfhubschraubern den Konflikt mit so einem Boxer aufzusuchen ?

    Was würde es taktisch /operativ bedeuten wenn tatsächlich ein gewisser Anteil der Boxer, oder sogar die GFF3 Klasse querschnittlicht über diese Fähigkeit verfügten ?

    Verliert ein „Flugabwehr“ Boxer seine Fähigkeit am Boden zu unterstützen ?
    Wie viel Besatzung braucht die Aufgabe “ Qualifizierte Fliegerabwehr “ an Bord der Boxer ?

    Inwiefern lässt sich diese Technologie auch auf z.B. Puma übertragen ?

    Ich glaube da sind noch sehr viele Fragen offen, VJTF dient wohl eher als Testballon und gut das man hier nicht auf KMW zugegeben ist, die könne Sich schön mal herausgefordert fühlen.

  17. Im Zusammenhang mit dieser Meldung war auch zu lesen (z.B. in der „Europäischen Sicherheit & Technik“), dass es sich hierbei um „Teilprojekt 1b“ der qualifizierten Fliegerabwehr handelt. Was ist dann Teilprojekt 1a, und gibt es ein Teilprojekt 2?

  18. @Ben 05.12.2019 um 9:11 Uhr:
    Nein, weder Mantis noch Patriot (PAC3) wurden beschafft, um den Gepard zu ersetzen, beide Beschaffungen wurden für ganz andere Fähigkeitsforderungen zu einer Zeit eingeleitet, als man weder beabsichtigte die HeeresFlaTr zu verramschen noch den Gepard durch etwas anderes zu ersetzen als durch ein mobiles Nachfolgesystem für den begleitenden Einsatz und Schutz von Heerestruppe. Weder Mantis noch Patriot sind (ausreichend) mobil.
    Moderne Kampfflugzeuge konnte der Gepard locker bekämpfen, ebenso Marschflugkörper, in jedem Fall optisch über Periskope und mit Laserentfernungsmesser und wenn die Radarrückstrahlfläche ausreichte auch deutlich präziser bzw. mit weniger Munitionseinsatz mit dem Folgeradar, max. Kampfentfernung 5500m! ArtGeschosse (einschl. ArtRaketen) und Mörser hätte er ebenfalls bekämpfen können, dafür hätte man allerdings die Feuerleitanlage und die Vo-Messbasen an den Rohrmündungen entsprechend modifizieren müssen. Die Waffen selber können auch die Ahead-Munition verschießen, da selbes Kaliber, mit bei Nutzung beider Waffen einer geringfügig geringeren Kadenz gegenüber der KDG-Revolverkanone des Systems MANTIS. Der Hersteller KMW hat dieses Möglichkeit eines „Upgrades“ meines Wissens auch angeboten, incl. der Möglichkeit, den Gepard im stationären „Feldlager-Modus“ aus einem Container fern zu bedienen. Hat sich damals in der stationären Feldlager-Schutz Rolle gegenüber MANTIS nicht durchgesetzt und für den beweglichen Einsatz wollte man ihn ja eh zeitnah durch einen Nachfolger ersetzen.
    Der Ozelot kann „stehend“ Räume schützen, im begleitenden Einsatz von Panzertruppen ist er noch weniger geeignet als seinerzeit der Roland, die Beweglichkeit und Reaktionsschnelligkeit waren das Alleinstellungsmerkmal des Gepard für diese Aufgabe.

    @Klaus-Peter Kaikowsky 05.12.2019 um 9:34 Uhr :
    Der Gepard fiel dem Sparkurs bereits im Frühjahr 2010 zum Opfer, einschließlich sofortigem Verbot der Nutzung ab Frühjahr 2010, um sofort fehlende Millionen im Instandsetzungstitel zu kompensieren. Die Entscheidung zur Auflösung der Truppengattung bis Ende 2012 folgte konsequenterweise im Sommer 2010, da sie Fla-mäßig zu diesem Zeitpunkt nur aus zwei Batterien Leichte Flugabwehr mit Ozelot, einer halben Kompanie mit Fliegerfäusten in der 8. Kompanie des Jägerregiment 1 und einem in Aufstellung befindlichen MANTIS-Verband ohne Waffensystem bestand .
    Ihre Abgrenzung zwischen „Schutz von Einheiten“ und „Schutz von Verbänden und Großverbänden“ ist aus meiner Sicht keine zweckmäßige. Man kann nicht das eine tun und gleichzeitig das andere lassen. Wenn ich mit Systemen Einheiten schützen kann, kann ich mit genug (sehr vielen) Systemen auch den entsprechenden Verband schützen.
    Die etwas saloppe Beschreibung „Flugabwehr ist Schutz durch Profis, Fliegerabwehr ist letztendlich spontane Selbstverteidigung durch Amateure“ trifft es aus meiner Sicht besser, auch wenn die „qualifizierte Fliegerabwehr“ irgendwo dazwischen liegt (liegen will und muss), denn diese erfordert spezielle Ausrüstung und hoffentlich professionell im Fla/FlgAbw-Einsatz ausgebildete Führer und Bediener, die dann allerdings im Gefecht nichts anderes machen (können).
    Auch mit C-UAS werden wir keine Fähigkeit haben, Truppe, sowohl auf dem Marsch als auch im Gefecht gegen ALLE Bedrohungen aus der Luft zu schützen, insbesondere nicht gegen Kampfhubschrauber, Kampfflugzeuge und schnelle, agile Drohnen. Etwas wie der Gepard oder ein Skyranger fehlt…

    @Frank 05.12.2019 um 10:48 Uhr:

    Das Problem der GraMaWa des C-UAS wird die fehlende Kampfentfernung zu Hubschraubern sein. Man müsste die Systeme quasi so auf dem Gefechtsfeld platzieren, dass sie so nah zum Hubschrauber stehen, dass sie diesen mit Aussicht auf Erfolg bekämpfen können, bevor dieser das Schutzobjekt, die anderen Gefechtsfahrzeuge des Verbandes bekämpfen kann. Gleichzeitig muss man sicherstellen, nicht selber vom Hubschrauber angegriffen zu werden, denn der Hubschrauber hat mit eigentlich allen seinen Waffen, 20mm bis 30mm Bordkanone, ungelenkte Raketen, Lenkflugkörper einen deutlichen Reichweiten- und Geschossflugzeiten- sowie, je größer die Entfernung wird, wohl auch Präzisionsvorteil gegenüber dem GraMaWa-System mit seiner Granaten-Munition. Unter diesen Bedingungen die quali. Fliegerabwehr-Fahrzeuge jederzeit richtig zu positionieren, stelle ich mir als eine echte Herausforderung für den Führer der Fliegerabwehrkräfte des Bataillons vor, ich verkneife mir mal den Begriff „fast unmöglich“.
    Das Problem des „Fliegerabwehr(!)“ Boxer ist nicht der Verlust der Fähigkeit Erdkampf (der Gepard konnte auch beides „gleichzeitig“, wobei das Fehlen einer Nachtkampfoptik ala WBG bei eingeschränkter Sicht problematisch war), sondern dass eine Besatzung sich nur auf eine der beiden Aufgaben konzentrieren kann („wer alles gleichzeitig macht macht nix vernünftig“) und viel wesentlicher man ihn anders taktisch einsetzt als ein Fahrzeug das vorrangig oder ausschließlich Feind am Boden bekämpfen soll. Er wird anders auf dem Gefechtsfeld positioniert, dort wo man am besten Luftfeind bekämpfen kann, siehe meine Ausführungen zum Kampf gegen Hubschrauber.
    Betreff der Besatzung würde ich mit „klassisch 3“ antworten, Kommandant, Richtkanonier (oder Richtschütze) und Fahrer. Wenn man mehr Leute an Bord hat, die was anderes als Fliegerabwehr machen sollen, hat man halt das Problem, dass das Fahrzeug Fliegerabwehr macht und dafür möglicherweise garnicht dort ist, wo andere Aufgaben (Kampf gegen Kräfte am Boden) durch die übrige Besatzung durchgeführt werden kann. Wenn der Fliegerabwehrzug aber Schutz 24/7 machen soll, wird man ähnlich wie bei der Flugabwehr sich auch der Frage Schichtbedienungen stellen müssen, beim Gepard hatte man pro FlakPanzer 3 Besatzungen, denn nach 8 bis 16 Stunden Fla-Einsatz ist die Besatzung einfach „offen“.

    Auch aus meiner Sicht ist der Wahl einer GraMaWa als qualifizierte Fliegerabwehrwaffe bemerkenswert, und funktioniert vermutlich nur in einem sehr eingeschränkten Zielspektrum von Flugzielen wie Drohne, langsam fliegend und wenig manövrierend, optimal. Die kurze max. Kampfentfernung bedeutet nicht nur, dass die Systeme nah bei Ihren Schutzobjekten stehen oder fahren müssen, sondern eben auch, dass ich sehr viele dieser C-UAS brauche um Kampftruppe die „aufgelockert“ steht oder sich bewegt zu schützen und ich dann auch noch die Möglichkeit haben will, dass sich die Wirkungsbereiche mehrerer meiner System überschneiden sollen, Stichwort Abwehr von Schwärmen und Sättigungsangriffe.
    Die 40mm Munition mag zwar viel „Raum“ für Wirkladung bieten, aufgrund der langen Geschossflugzeit habe ich aber ein Präzisionsproblem bei allen Zielen, insbesondere aber eben den kleinen Drohnen, die manövrieren und Ausweichmanöver fliegen, bis Sie ihr Ziel erreichen.
    Der Puma mit seiner 30mm Maschinenkanone und Air-Burst-Munition sollte, mit einem entsprechenden Radar versehen, auch in der Lage sein kleine Flugziele zu bekämpfen, mit seinen schnellfliegenden Geschossen aber eben mit deutlich höherer Aussicht auf Erfolg gegen manövrierende Ziele und Ziele jenseits 500 bis 1000m Entfernung.
    Vielleicht ist man sich im BMVg und Strausberg aber gar nicht mehr sicher, ob, entgegen der vollmundigen Ankündigung, der Puma 2023 bei VJTF dabei ist, weil bis dahin ausreichend einsatzbereit. Und dann noch eine modifizierte Version für qualifizierte Fliegerabwehr?!
    Dann vielleicht doch lieber der GraMaWa-Spatz in der Hand als der Skyranger oder Flak-Puma auf dem Dach…

  19. Frank sagt:
    05.12.2019 um 10:48 Uhr
    „Grundsätzlich stellt sich ja die Frage, wie Leistungsfähig ist so eine RCW, ob nun von Kongsberg oder KMW in Kombination mit einem eigenen Zielverfolgungsradar und einer modernen Ballistikberechnung ?
    Macht es Sinn mit Kampfhubschraubern den Konflikt mit so einem Boxer aufzusuchen ?“

    Dazu ist das System nun wirklich nicht gedacht.
    Wir reden hier von 40mm HV Granaten gegen 20, 25 oder 30mm (kurz) Bordkanonen. Dazu haben Kampfhubschrauber ja heute oft Lenkflugkörper mit Reichweiten von 4 – 8 km und mehr. Da besteht für den Kampfhubschrauber keine große Gefahr.
    Viele Drohnen dürften da schon unbeschadet dran vorbei kommen.
    Für den Kampfbereich größere Drohnen, Hubschrauber und aufwärts läuft ja auch eine Beschaffung. Da hatte sich Rheinmetall mit dem Skyranger aufgestellt und zusätzlich mit MBDA an einer Lösung gearbeitet, die Mistral Flugkörper verschießt, dem MPCV MULTI PURPOSE COMBAT VEHICLE.
    MBDA Deutschland hat dieses System nochmals abgewandelt als Nah- und Nächstbereichsschutz (NNbS) ins Programm genommen (alle Links unten). Beide könnten wohl statt dem 12,7mm MG einen 40 mm Granatwerfer nutzen. Den halte ich aber für wenig effektiv. Ist halt eher ein einfacher Lückenfüller.

    Es fehlt in diesem Bereich der LFK NG von Diehl, der dem Sparzwang, bei der Heeresflugabwehr, zum Opfer fiel. Als Behelf nutzt man im Export das IRIS-T SLS Konzept. Ein Gnadenhof für normale IRIS-T, die ihre Flugstunden fast aufgebracht haben. Vom FlaRakRad Roland ist das alles weit entfernt.

    Skyranger:
    https://www.rheinmetall-defence.com/en/rheinmetall_defence/systems_and_products/air_defence_systems/mobile_air_defence/index.php

    MPCV:
    https://www.mbda-systems.com/ground-based-air-defence/mpcv/

    NNBS:
    https://www.mbda-deutschland.de/produkte/luftverteidigung/nnbs/

    IRIS-T SLS (und SLM) Bild 2 und 3:
    https://www.diehl.com/defence/de/produkte/luftverteidigungssysteme/

  20. @SvD

    Der LFK NG ist im Grunde eben die IRIS-T SL. Beide LFK sind infrarotgelenkt und bei den weiteren Leistungsdaten sieht die IRIS-T SL sogar noch ein Stück besser aus. Das wundert auch nicht, immerhin wurde die Entwicklung als nationale Ergänzung zum amerikanischen PAC-3 MSE-LFK finanziert und musste daher – die PAC-3 MSE ist sehr spezialisiert auf die Abwehr ballistischer Kurzstreckenraketen – ein herausforderndes Bedrohungsspektrum abdecken.

    Auch erschließt sich mir die Kritik der IRIS-T SL als „Gnadenhof“ nicht. Die Nutzung von Skaleneffekten durch die Verwendung gleicher Baugruppen sowohl bei Boden-Luft wie auch Luft-Luft-Raketen ist nichts neues. So erzielt die Firma, um die es auch hier geht – Kongsberg – bedeutenden Exporterfolg mit einem Flugabwehrsystem auf Basis des Luft-Luft-LFK AIM-120 AMRAAM („NASAMS“).

    MBDA Deutschland spricht übrigens in dem von Ihnen verlinkten Artikel an, dass „NNbS bereits jetzt die Integration von Systemelementen des TLVS, wie z.B. den […] Zweitflugkörper berücksichtigt“. Der Zweitflugkörper von TLVS ist natürlich die IRIS-T SL, die Installation dieses LFK an einem Boxer ist somit konkreter Industrievorschlag.

    Um zum Drohnenabwehrsystem zurückzukehren: Ich denke, dass man sich in der Bw idealerweise eine querschnittliche „qualifizierte Fliegerabwehr“ mithilfe eben der Kongsberg-Waffenstationen wünscht, auf einer Ebene höher dann besagte Boxer mit IRIS-T SL und Flugabwehrkanone sowie auf höchster Ebene das zu beschaffende TLVS. Scheitern tut das Ganze am Geld. Umso besser ist es, dass zumindest hinsichtlich der ersten Stufe nun diese wenn auch zunächst begrenzte Entscheidung gefallen ist.

    @Thomas Melber

    Ob der Boxer als Trägerfahrzeug zu groß und teuer ist, entscheidet sich ja daran, ob die zur Drohnenabwehr vorgesehenen Fahrzeuge nur mehr diese Aufgabe ausfüllen oder ob die Drohnenabwehr nicht eher eine zusätzliche Aufgabe für einige Fahrzeugbesatzungen wird. Durch die Installation der Protector-Waffenstation muss sich weder die Absitzstärke des Boxers ändern, noch würde es unmöglich werden, gegen Ziele zu wirken. Im Gegenteil – die Schrapnell-Munition, die gegen Drohnen eingesetzt wird, kann auch bei „Weichzielen“ am Boden ganz fürchterliche Folgen hervorrufen und steht da der gewöhnlichen Munition eines Granatwerfers in nichts nach. Und dabei ist es eigentlich auch gar nicht Zweck des Boxers, in Feuergefechte zu geraten.

  21. Vielleicht mal ein Versuch der Einordnung des Themas und einige Anmerkungen zu mehreren aufgeworfenen Fragen.

    Die qualifizierte Fliegerabwehr ist ein Teilprojekt des Vorhabens NNbS. Da NNbS nicht bis zur VJTF 2023 in Nutzung ist, wurde als eine vorgezogene Maßnahme die qualifizierte Fliegerabwehr vom Heer vorangetrieben. Die Aufgabe ist auf Drohnenabwehr begrenzt, eine FLW mit GraMaWa und tempierbarer Munition soll dies ermöglichen. Die Fahrzeuge sollen gesondert im Zugrahmen in der 1./- der Kampftruppenbataillone der VJTF 2023 als eigene TE (mit organischem Personal aus dem Btl) eingesetzt werden. Also nicht als Nebenaufgabe der Gruppentransportfahrzeuge. Die Fahrzeuge selbst werden aus dem vorhandenen Bestand genommen. Es steht dafür wohl dann ein besonderes Boxer-Missionsmodul qFlgAbw.

    Es ist also durchaus ein roter Faden erkennbar. Mit Blick auf die engen Zeitlinien und begrenzte Haushaltsmittel jedoch kein „Wünsch-Dir-was“.

  22. S Peters sagt:
    06.12.2019 um 11:40 Uhr
    „Der LFK NG ist im Grunde eben die IRIS-T SL“

    Nein, überhaupt nicht. Der LFK NG war für mobile Heeresflugabwehr gedacht. Die IRIS-T Varianten leisten das nicht. Die kleinere ist dabei auch noch den Elementen ausgesetzt. LFK NG sollte nur 1/3 der IRIS-T wiegen und nur knapp halb so lang sein. Dazu sollte er einen Penetrator Gefechtskopf haben um auch schwere Kampfhubschrauber wie Mi-24, Mi-35 und andere bekämpfen zu können, die eigentlich nicht in seiner Gewichtsklasse liegen. Dieses Projekt sollte IRIS-T Technik in einen Formfaktor bringen, welcher in der mobilen Heeresflugabwehr, als Nachfolger des Roland Systems nutzbar gewesen wäre. Die IRIS-T SLM ersetzt eher die 2005 außer Dienst gestellten MIM-23 Hawk.

    Ihr ganzer Beitrag dreht sich übrigens um eine „IRIS-T SL“ die es gar nicht gibt. Es existiert eine IRIS-T SLM, die für TVLS entwickelt wurde und nur stationär eingesetzt werden kann. Dann gibt es noch das IRIS-T SLS Konzept, das ist kein eigener LFK! Das sind normale Kampfflugzeug IRIS-T. LFKs, Bomben und vieles andere haben an Kampfflugzeugen eine maximale Nutzungsdauer nach Flugstunden. Ist diese überschritten, geht es in die Aufarbeitung oder ins Recycling. Man nimmt also Luftwaffen LFKs und gönnt ihnen ein zweites Leben am Boden. Das meinte ich mit Gnadenhof. Das konnte man wohl rauslesen und würde es auch sehen, wenn man mal dem entsprechenden Link gefolgt wäre. Diehl hat da 3 Bilder, die beide Varianten zeigen.
    Mit dem IRIS-T SLS Konzept könnte man sehr schön das Ozelot System ersetzen. Da wäre ein viel besserer Sensorkopf und deutlich mehr Wumms drin.

    „So erzielt die Firma, um die es auch hier geht – Kongsberg – bedeutenden Exporterfolg mit einem Flugabwehrsystem auf Basis des Luft-Luft-LFK AIM-120 AMRAAM („NASAMS“).“

    Der NASAMS Werfer ist ein sehr offenes System und kann viele verschiedene LFKs nutzen und noch weitere nach Kundenwunsch einrüsten. Die olle AIM-120 will aber auch keiner mehr haben. Die Extended Range Variante AMRAAM-ER nutzt den Raketenmotor der ESSM (RIM-162 Evolved Sea Sparrow Missile).
    ESSM Block 2 wird endlich einen aktiven Radarsucher haben, womit die Frankensteinvariante der AIM-120 an Bedeutung verlieren dürfte.
    Aber mal davon ab, was ist daran mobil einsetzbar? Das System kann nicht aus der Fahrt heraus aufklären oder feuern. Genau da liegt auch das Problem bei Systemen die auf IRIS-T setzen. Kein Ersatz für LFK NG.

    „MBDA Deutschland spricht übrigens in dem von Ihnen verlinkten Artikel an, dass „NNbS bereits jetzt die Integration von Systemelementen des TLVS, wie z.B. den […] Zweitflugkörper berücksichtigt“. Der Zweitflugkörper von TLVS ist natürlich die IRIS-T SL, die Installation dieses LFK an einem Boxer ist somit konkreter Industrievorschlag.“

    Es geht um Mistral 3 Flugkörper. Alles andere ist optional! Das große Radar, entliehen vom TLVS und die IRIS-T SLM sind nur Vorschläge um die Fähigkeiten nach oben zu erweitern. Es gibt keinen Boxer mit irgendeiner IRIS-T als Industrievorschlag. Das was da abgebildet ist, ist die MBDA/Rheinmetall Waffenstation für Mistral 3 Lenkflugkörper. Steht da auch zig mal. Der Lenkflugkörper wird extra vorgestellt weil er in der Bundeswehr nicht genutzt wird. Ist halt das französische Gegenstück zur Stinger. Nur eben so groß und schwer, das es dazu ein Startgestell mit Sitz gibt… Dieses Paket wäre, allein durch den LFK, über dem Wiesel Ozelot angesiedelt.
    Zieht man die von MBDA vorgeschlagenen Optionen dieses Systems, wird aus einem mobilen wieder ein stationäres System. Weder das große Radar noch die beiden IRIS-T Varianten können in der Fahrt genutzt werden. Dafür war der LFK NG gedacht. Genau das fehlt uns heute.

    Bei Systemen die aus der Bewegung nur abbremsen brauchen um zu feuern, oder maximal kurz anhalten gibt es nicht viel.
    Rheinmetall hat Rohrwaffensysteme, die gut gegen Drohnen wirken und werkelt an den Lasersystemen rum. Dazu arbeitet man mit Denel an Cheetah, einem sehr kleinen Luftabwehr LFK für kleine Ziele und C-RAM (Raketen, Artillerie, Mörser) der aber noch in den Kinderschuhen steckt.
    Dann kann man sich bei MBDA bedienen und die französische Mistral 3, den übergewichtigen MANPAD LFK, nutzen. Es ist der einzige wirklich mobil nutzbare LFK neben Stinger. Mistral 3 spielt aber nicht ganz in der Liga des LFK NG. Stinger erst recht nicht. Die französische Crotale lässt sich vielleicht noch aus der Bewegung abfeuern, da bin ich mir gerade nicht so sicher. Aber selbst die neuere Variante davon wäre schon leicht angestaubt, da nur semi aktiver Radarsucher.

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