Sicherheitshalber, der Podcast – aktuell: Ulrike Franke zu Drohnen über Gatwick

Seit dem (gestrigen) Mittwochabend ist der Londoner Flughafen Gatwick praktisch lahmgelegt – weil kleine, zivile, handelsübliche Drohnen über Rollfeld und Startbahn den Flugzeugen in die Quere zu kommen drohen. Ulrike Franke vom European Council on Foreign Relations (ECFR), eine der vier regelmäßigen Podcasterinnen von Sicherheitshalber, dem gemeinsamen Podcast von Augen geradeaus! und (ECFR), lebt in London, kennt sich mit Drohnen aus und erläutert im Kurzformat Sicherheitshalber aktuell das Problem.

(Ein Hinweis, da die Frage öfter kommt: Die kurzen aktuell-Folgen gibt es nur via Twitter (@sicherheitspod) oder eben hier bei Augen geradeaus! – nicht via Soundcloud und deshalb auch nicht in den üblichen Podcast-Feeds.)

6 Gedanken zu „Sicherheitshalber, der Podcast – aktuell: Ulrike Franke zu Drohnen über Gatwick

  1. Ich dachte mir noch während ich das hier so verfolge, dass das doch was für Sicherheitshalber und im speziellen für Frau Franke wäre nur um dann zu sehen dass sie da schon reagiert haben – in diesem Sinne beide Daumen nach oben.

    Was den tatsächlichen Vorfall angeht. Es wurde zwischenzeitlich von der Polizei verlautbart dass es sich doch um Drohnen „industrieller“ Klasse handeln sollte. Ich bin mir nicht sicher ob das upgedated/revidiert wurde. Ich vermute die meinen damit ein Modell dass man eher bei fortgeschrittenen Hobbyisten findet anstatt eines 0815 Quadcopters.

    Auch sind mittlerweile wohl marksmen von der Polizei vor Ort obgleich man einen Abschuss heute Vormittag noch ausgeschlossen hatte. Und zuletzt hieß es das man die Streitkräfte (konkret Army) mit einbeziehen könnte. Bleibt spannend

  2. Es gibt schon Drohnenabwehrsysteme, die sich in der Praxis bewährt haben wie z.B. das System „Guardion“. Diese Systeme sind halt aufwendig, entsprechend teuer und laufen nicht automatisch im Hintergrund sondern mit einem Bediener. Das System, dass auf dem G7-Gipfel in Elmau und dem G20-Gipfel in Hamburg eingesetzt wurde.

    Die Kooperationspartner des Systems sind schon die 1. Garnitur in der deutschen Rüstungsbranche.

    https://www.drohnenabwehr.de/home/

    Vielleicht werden bei häufigen Störungen des Flugbetriebs auch solche System stationär an den Flughäfen eingerüstet.

  3. Ist zwar nur eine Randbemerkung, aber das Triebwerke mit Vögeln vergleichsweise gut oder besser umgehen können, ist nicht korrekt. Dies zeigen zahlreiche Vorfälle und leider auch Katastrophen in der Luftfahrt. Die Physik (Impulserhaltung) ist da halt gnadenlos.

  4. @Uwe Bormann | 20. Dezember 2018 – 18:08
    Zur Impulserhaltung: Ausschlaggebend ist die (negative) Beschleunigung. Und da schreddert sich ein weicher Vogel(knochen) halt verlustärmer, als insb. Metall.

    P.S. Deswegen machen auch Silikon-‚Kondome‘ um Handys Sinn: Statt hartem Aufprall mit vielen g nur ein Weicher mit Wenigen. Bereits Millimeter machen Welten Unterschied.

  5. Ausgehend von den angesprochenen Abwehrmitteln habe ich eine Frage zum Diehlschen „HPEMcounterUAS“:

    die Impulse, die dieses System aussendet, können laut den von Georg verlinkten Angaben Drohnen durch Manipulation der Steuerungselektronik unsteuerbar machen.
    Laut einer Veröffentlichung von Armada International (Internet, 10.6.18) gilt dies für kleine UAS.

    Nach einer kürzeren Recherche durch die Internet-Expertise (Wikipedia) scheinen vor allem zwei Bauteile Drohnen vor den Impulsen schützen zu können: spannungsabhängige Widerstände (VDR) und Suppressordioden (TVS).

    Wäre es nicht vergleichsweise leicht, eine handelsübliche Kleinstdrohne mit verstärktem EMP-Schutz nachzurüsten, wenn der Schaltplan bekannt ist?

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