Einst erste Kommandantin, jetzt erste Frau im Militärattachédienst

Fast fünf Jahre ist es her, da schrieb Helena Linder-Jeß Marinegeschichte: Im Juni 2013 übernahm sie – zeitgleich mit ihrer Kameradin Inka von Putkamer – als eine der ersten zwei Frauen das Kommando über ein deutsches Kriegsschiff. Gut zwei Jahre lang führte sie das Minenjagdboot Datteln.

Jetzt schickt sich Linder-Jeß an, dazu noch ein Stück Bundeswehrgeschichte zu schreiben: In der kommenden Woche beginnt sie ihre neue Verwendung als stellvertretende Marineattachée an der deutschen Botschaft in den USA.Mit Dienstantritt in Washington ist sie damit die erste Frau im Militärattachédienst zumindest der Bundeswehr (ob in deutschen Streitkräften überhaupt, würde ich zwar vermuten, kann das aber nicht belegbar sagen).

Die Frau Korvettenkapitän gehörte zu den ersten Soldatinnen, die nach Öffnung der Bundeswehr für Frauen (über den Sanitätsdienst hinaus) im Jahr 2001 zu den Streitkräften kamen. Ihr Bruder diente in der Marine,  ihre ersten seemännischen Erfahrungen – nach dem obligatorischen Aufenthalt auf dem Segelschulschiff Gorch Fock – als Offizier machte Linder-Jeß  als Wachoffizier  auf einem Minenjagdboot – und war 2008 der erste weibliche Wachoffizier im deutschen UNIFIL-Einsatz vor dem Libanon.

Vor Übernahme des Kommandantenpostens hatte Linder-Jeß bereits Erfahrungen in einer internationalen Verwendung sammeln können: Sie diente als Adjutantin beim (deutschen) Direktor des internationalen Militärstabs der NATO in Brüssel.

(Archivbild – Katharina Junge/Führungsakademie der Bundeswehr)

42 Kommentare zu „Einst erste Kommandantin, jetzt erste Frau im Militärattachédienst“

  • SvenS   |   10. August 2018 - 9:04

    Dann wünsche ich ihr alles Gute in der Verwendung.

    @TW ich glaube im zweiten Absatz fehlt ein Wort
    …in der kommenden beginnt….

    [Ups, stimmt: in der kommenden Woche. Ist korrigiert. T.W.]

  • Metallkopf   |   10. August 2018 - 10:05

    Da kann man nur gratulieren. Mögen ihr viele weitere Kameradinnen in ähnlichen Verwendungen folgen!

  • W. Oerter   |   10. August 2018 - 11:32

    Herzlichen Glückwunsch und viel Freude an der neuen Verwendung. Es ist allerdings schon ein wenig traurig, dass dieses Ereignis (immer noch) eine Nachricht wert ist.

  • Realist   |   10. August 2018 - 11:40

    Glückwunsch an Frau KKpt,
    dennoch bleibt für mich die Frage, ob es gem. Laufbahnverordnung vorgesehen ist, einen StOffz im DstGrd KKpt/Maj (A13) bereits in den MilAttDst zu platzieren, oder ob man hier eine Ausnahmegenehmigung (für die Frauenquote) gesucht und gefunden hat!? Soweit mir bekannt, werden männliche StOffze erst im DstGrd FKpt/OTL (A14/15, also keine Erstverwendung als A14) in dem MilAttDst verwendet.

  • Thomas Melber   |   10. August 2018 - 11:57

    @Realist
    „Nur“ stv. Marineattaché. Der MilAtt ist sicher ein Ein-Sterner.

  • Tim K.   |   10. August 2018 - 12:15

    Viel Erfolg bei der neuen Verwendung und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

  • Stangenhannes   |   10. August 2018 - 13:32

    @Realist
    Die Dienstposten von MilAtt, die als „Solisten“ an deutsche Botschaften entsandt werden, sind mit A15 dotiert. Insofern haben Sie recht.
    Anders verhält es sich bei Stellvertretern des MilAtt an einzelnen Botschaften (z. B. MilAtt A16, stv. MilAtt A14) und an den sgn. Großen Botschaften (Washington, London, Paris, ussland, China), bei denen der MilAtt B6 (1-Sterner) ist und die TSK-Att von H, Lw, M nach A16 dotiert sind mit der Ausnahme, dass die TSK, die den 1-Sterner stellt, anstatt eines A16ers „nur“ einen Offizier der BesGrp A14 entsendet, der dann stv. TSK-Att ist, weil der MilAtt (1-Sterner) gleichzeitig der TSK-Att seiner Uniformfarbe ist.
    Maj oder KKpt (A13 als Erstverwender auf A14 zu führen, ist beileibe nicht ungewöhnlich und im konkreten Fall somit auch nicht irgendeiner Quote geschuldet.

  • klabautermann   |   10. August 2018 - 16:05

    Nun, ca. 2 Jahre Washington, dann eine Referentenstelle im BMVg, danach eine Kommandeursverwendung mit „Einsatz“ und dann geht die Post ab…….und in ca 10 Jahren dürfte der erste Stern fällig sein…….so sie“denn „will“.

  • Kommentator   |   10. August 2018 - 19:02

    Wie ordnete Frau Bundesministerin doch an: …? „Ich will, dass es weibliche Generale und Admirale gibt.“ — Da gilt es für die Personalführung, TEMPO zu machen. Gegen SO VIEL „politischen Rückenwind“ kann man(n) nicht anarbeiten.

    Wann hat die Gute eigentlich LGAN gemacht …? Oder wurde da großzügig drüber hinweggesehen …?

    [Mein Guter (angesichts Ihres Tons werden Sie ja nichts gegen diese Anrede haben), Ihnen ist aufgefallen, dass das Foto von der Fotografin der FüAk erstellt wurde? Daraus könnte man Schlüsse ziehen… T.W.]

  • Sachlicher   |   10. August 2018 - 20:16

    Ich wünsche ihr viel Spaß, eine erfolgreiche Zeit und das nötige Soldatenglück für ihre neue Verwendung.

    Ich bin auch etwas gespannt darauf, was Herr Wiegold in 5 Jahren von ihr wird zu berichten wissen :)

  • Thomas Melber   |   10. August 2018 - 21:16

    @klabautermann @Kommentator

    Geht es auch weniger gehässig? Gönnen wir der Frau Kapt’n ihre Verwendung. Als Seeoffizier trägt sie ja bereits einen Stern, und bis zum breiten Kolbenring sind durchaus noch ein paar Stufen zu erklimmen.

  • Icarus   |   10. August 2018 - 21:24

    Gott sei Dank, dass unsere ersten weiblichen Kommandanten nach der Führungsverwendung einen Werdegang hinlegen, der mindestens auf i. G. Level verläuft.
    Man stelle sich vor, das Leistungsbild würde nur bis zur allgemeinen Laufbahnperspektive reichen. Der Zufall, dieser alte Fuchs, spielt der IBUK schon etwas in die Karten. *Ironieaus*

  • CK   |   10. August 2018 - 21:36

    Ich gratuliere auch und wünsche viel Erfolg bei der neuen Verwendung.
    Allerdings stimmt eine Kleinigkeit nicht.
    Denn bereits 2007 war ein weiblicher Offizier als Wachoffizier im UNIFIL-Einsatz.

  • Gorgon Stare   |   10. August 2018 - 22:48

    Herr Wiegold,
    merkwürdigerweise war Ihnen die erste Frau Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Anastasia Biefang, keine Meldung wert. Absicht?
    Angesichts der Tatsache, dass Sie keine Quellen nutzen, klingt Ihr Eintrag fast schon wie eine persönlich-euphorische Werbung für Frau KKpt Jess.

    [Sie könnten ja die Reihe fortsetzen: Die erste Eurofighter-Pilotin, die erste Tiger-Pilotin… und einige andere habe ich vermutlich auch nicht erwähnt. Ihre Unterstellungen finde ich schon ein bisschen merkwürdig. T.W.]

  • Auslandsdiener   |   10. August 2018 - 23:06

    stvVgAtt ist nun wirklich nichts besonderes. Falls die Dame an einer solchen Verwendung Spass hat, bitte schoen. Alles Gute, aber Soldatenglueck braucht man dafuer nicht – sind ja schliesslich im Namen des AA unterwegs.
    Weg von der Person (die ohnehin nicht von Belang ist): wann sind wir endlich so weit, weibliche Soldaten als Selbstverstaendlichkeit zu sehen? Es gibt gute und schlechte, manche werden gepusht, manche nicht.
    Auf gut deutsch, meine persoenliche Meinung: wo ist der Witz des Artikels, wo ist die Meldung? Erste Soldatin hier, erste Soldatin im Ruhestand, erste Gefallene im Krieg…..
    In einem alten Lied hiess es: Soldaten sind Soldaten, in Worten und in Taten.
    Ich hoffe instaendig, dass dieses geschlechtsbezogene Berichten bald Geschichte ist.

  • cbkde   |   11. August 2018 - 8:55

    @Kommentator
    Die erste Frau als Militärattaché war nur eine Frage der Zeit und in der Tat auch genau so gewünscht. Andere Nationen haben schon seit einiger Zeit Frauen in diesen Verwendungen (auch in Berlin), was meiner Ansicht nach gut und richtig ist.
    KKpt Linder-Jeß hat in der Tat den 12. Streitkräftegemeinsamen LGAN besucht. Den Nachweis findet man auf http://www.marine.de vom 02.10.2015. Überraschend für mich ist, dass die Marine Offiziere im Dienstgrad KKpt auf den LGAN schickt.

    @TW: Ein Foto der FüAkBw ist kein Beleg für eine Teilnahme am LGAN… Auch auf dem SOL und anderen Lehrgängen oder Verwendungen an der FüAkBw werden Fotos gemacht.

    Ob eine Erstverwendung als MilAtt nach dem LGAN unbedingt ein (Karriere-)Vorteil ist, muss allerdings hinterfragt werden. Die Vielfalt dieser durchaus ungewöhnlichen und interessanten Verwendung steht gegenüber, dass die LGAN-Kameraden nach Rückkehr von (dann) FKpt Linder-Jeß in der 2.-3. Verwendung nach dem LGAN stehen, und ihr damit einiges voraus haben. Generell gilt, dass Verwendungen im MilAttDst auf Ebene A14-A16 nicht unbedingt karrierefördernd sind.

  • JMWSt   |   11. August 2018 - 10:42

    Ich gönne der Kameradin durchaus ihre hoffentlich noch weiter gut verlaufende Karriere und auch viel Spaß in der neuen Verwendung. Aber mit leichtem Schmunzeln habe ich mich an meinen Fachlehrer Luftkrieg an der OSLw erinnert. Der war vorher auch im diplomatischen Dienst und kommentierte dies mal so: „Ja meine Herren, sie stellen sich das so einfach vor. Aber wenn sie morgens zu einem Sektempfang müssen, nachmittags zu einer Vernissage, am Abend zu einer Cocktailparty und am nächsten Tag das Ganze nochmal- auf die Dauer ist das anstrengend. „

  • klabautermann   |   11. August 2018 - 11:29

    @Thomas Melber | 10. August 2018 – 21:16

    Ups….zur Klarstellung_ mein Kommenta war in keinster Weise gehässig gemeint und schon gar nicht in irgendeiner Weise „despektierlich“ hinsichtlich der Person von Frau Helena Linder-Jeß.
    Der HH schreibt ja in seinem Artikel (bestimmt ganz bewußt) von Marinegeschichte und nicht von Bundeswehrgeschichte. Nun, eine Marineverwendungsgeschichte hat ihr Happy End nun einmal im Erreichen des Admiraldienstgrades. Und wenn die Marine nun Frau Helena Linder-Jeß nach dem erfolgreichen Nehmen der 1. und 2. Qualifizierungshürden als weiterhin förderungswürdig einstuft und Frau Helena Linder-Jeß auch weiterhin bereit ist sich für höhere Verwendungen zu qualifizieren (und entsprechend fördern zu lassen), dann wird diese Marinegeschichte imho in ca. 10 Jahren ihr Happy End erreichen – vielleicht sogar nur ein vorläufiges, aber das ist Spekulation.
    Ein solcher Verwendungsaufbau wäre auch kein Novum in der Marine. ich kenne da persönlich mehrere „männliche“ Fälle in der Vergangenheit, bei denen es genau so gelaufen ist.

  • Steffen V.   |   11. August 2018 - 13:26

    @cbkde: Die meisten gehen sogar mit A12 auf den LGAN und werden erst im Verlaufe des Lehrgangs zu A13 befördert.

  • M. Vormann   |   11. August 2018 - 14:47

    Der Neid, der sich in einigen Kommentaren offenbart, st schon bezeichnend für diejenigen, die sich so sehr kritisch äußern. Selber auf dem SOL versagt? Nicht zum LGAN/LGAI zugelassen? Das jemand (ungeachtet des Geschlechts oder der sexuellen Ausrichtung) durch Leistung auf sich aufmerksam gemacht hat, kommt wohl nicht in Betracht?! Armselig.

  • T.Wiegold   |   11. August 2018 - 15:41

    @Aufklärer 19

    Ich bitte um Verständnis, dass ich Ihren Kommentar nicht freigeben kann – nicht aus inhaltlichen, sondern aus rechtlichen Gründen. (Eine personenbezogene Aussage, die ich zum einen nicht überprüfen kann und die zum anderen rechtlich problematisch ist; und presserechtlich bin ich auch für die Kommentare verantwortlich.)

  • cbkde   |   11. August 2018 - 17:35

    @JMWSt

    Das ist leider genau das Vorurteil, das all diejenigen, die noch nie in einer solchen Verwendung gewesen sind, haben und das auch zu der oben beschriebenen Karriereaussicht führt(e). Es gibt Absichten hier etwas zu ändern, denn unsere MilAtt’s sind in der Zwischenzeit weitaus einsatzbezogener und enger an unseren Botschaften etabliert als dies noch in den 80er und 90er Jahren der Fall war. Der militärdiplomatische Dienst ist vielmehr ein fester Bestandteil unserer Aussen-, Sicherheits- und Militärpolitik, der sich mitnichten ausschließlich an der Sektfront herumtreibt.
    Ich wünsche unserer Kameradin auf alle Fälle viel Erfolg und auch Freude in diese abwechslungsreichen Verwendung!

  • Atino3   |   11. August 2018 - 19:29

    Warum wünschen wir einer Kameradin, nicht einfach viel Glück und Spaß, in einer neuen Verwendung. Übrigens ich bin ein einfacher Truppenoffizier, A16 ohne LGAN (HUT) und dies im 50ten Lebensjahr geworden. Bei einem Teil der abgegebenen Kommentare kann ich nur Neid erkennen und Neid muss man sich verdienen. Weiterhin bin ich mir sicher, das auch nicht alle von Ihnen, bereit sein werden, den Preis für eine solche Karriere zu zahlen.

    Sehr geehrte Frau Linde-Jeß,

    Glückwunsch zum DP und genießen Sie einfach diese Zeit in NY.

    M.k.G

  • Joseph Mallord   |   12. August 2018 - 0:03

    @Auslandsdiener
    Volle Zustimmung.

    Im Gegensatz zu denen, die als Erstverwendung nach dem LGAN direkt im BMVg landen und das Tageslicht nur selten sehen, ist eine Verwendung als stvVgAtt sogar als „Bonbonverwendung“ zu betrachten. Also: So what?

    Man hilft der Sache (Integration von Frauen in die Streitkräfte) nicht damit, Belanglosigkeiten als großen Wurf zu verkaufen.

  • peter 45   |   12. August 2018 - 0:18

    @Atino
    Chapeau und danke für das von Ihnen gegebene Beispiel in Sachen Kameradschaft.

  • Werner Kerschgens   |   12. August 2018 - 13:05

    Auch im Namen unserer Crew ROA I/72 wünsche ich Dir für diese neue, aber sicherlich nicht einfache Aufgabe sie sooft zitierte „Handbreit Wasser unter dem Kiel“!
    Wir sind stolz auf Dich!

    In langjähriger Verbundenheit
    Werner

  • ThoDan   |   12. August 2018 - 13:15

    Nur für die Akten, ist der Posten von Frau Korvettenkapitän nicht in Washington?

    [Äh, ja, steht auch oben so…? T.W.]

  • Nachhaltig   |   12. August 2018 - 14:09

    Dass Frau Linder-Jeß als erste Soldatin Verwendung als stellvertretende Marineattachée findet ist eine gute Nachricht – mehr aber auch nicht. Ich halte diese Information für eine Information und nicht für die Grundlage einer Diskussion. Deshalb bin ich doch ein wenig überrascht, wie viel hier diskutiert wird (auch wenn ich mich jetzt selber beteilige).
    Wenn das Thema Frauen-Karrieren in der Bundeswehr diskutiert werden soll, dann wäre dazu Übersichten über die absolute Anzahl der Soldatinnen und die relativen Anteile zur Gesamtzahl wichtig. Seit 1991 in Jahrestranchen und mit Dienstgrad-Aufschlüsselung. Dann kann man die hier angedeuteten Themen losgelöst von Einzelfällen fundierter diskutieren.

  • ThoDan   |   12. August 2018 - 14:35

    @T. Wiegold

    Ich bezog Atino3 Aussage schöne Zeit in NY auf New York

  • Sachlicher   |   12. August 2018 - 23:05

    @Auslandsdiener | 10. August 2018 – 23:06
    stvVgAtt ist nun wirklich nichts besonderes. Falls die Dame an einer solchen Verwendung Spass hat, bitte schoen. Alles Gute, aber Soldatenglueck braucht man dafuer nicht – sind ja schliesslich im Namen des AA unterwegs.

    Dass ich mich frei fühle, Soldatenglück zu wünschen, wem ich meine, es zu wünschen, dürfte Sie kaum überraschen. Es mag eine Generationenfrage sein, aber Soldatenglück wünscht man. Punkt. Ich tat es ehrlich und aufrichtig. Es mag eine Generationenfrage sein, aber einer Kameradin neidet man nicht ihren Erfolg bzw ihre neue Verwendung, sondern gratuliert. Ich tat es ehrlich und aufrichtig.

    Für mich steht: sie war Kommandantin, wurde international verwendet und hat den SOL und LGAN absolviert und geht nun in eine neue Verwendung. Ich habe mich zum einen gefreut, wieder etwas positives von ihr zu lesen und zum anderen freue ich mich für unsere Kameradin für die neue Verwendung.

    Ich weiß nicht worauf Sie grds hinaus wollen, aber langweilen Sie mich bitte nie wieder mit der Attitüde, dass nur die entbehrlichsten aller entbehrlichen Verwendungen und Verwendungsaufbauten Respekt zu generieren hätten und mit der Frauengedönsnummer, dass die es eh nur im seichten Fahrwasser politisch gewollt nach oben schaffen. Dazu habe ich mittlerweile auch etwas zu viel gesehen.

    Ich wünsche Frau KKpt Helena Linder-Jeß, dass sie ihren Weg wird gehen. Und sollte an dessen Ende die Förderung in die Admiralsebene stehen, dann werde ich ihr aufrichtig gratulieren und Soldatenglück wünschen. Und womit? Mit Recht.

    Und sollte die Reise bei FKpt, A15 oder Kapitän A16/ B3 enden, warum auch immer…Na und? Wieviele der Marineoffiziere werden nochmal gleich A15 oder gar A15+? Eben.

  • Metallkopf   |   13. August 2018 - 9:05

    @JMWSt: Wann war denn das. Mir ist, als kenne ich den Mann. :) Aber im Ernst, ich habe (in ziviler Verwendung) vorübergehend mal einige Monate an einer deutschen Botschaft in Südosteuropa verbringen dürfen und dort auch ein gutes Verhältnis zum seinerzeitigen MilAtt aufgebaut. Der war beileibe kein reiner Sektglashalter und hatte jede Menge fachlich anspruchsvolle Arbeit zu leisten.

  • Bürger   |   13. August 2018 - 9:14

    @ Atino3 | 11. August 2018 – 19:29:

    „Warum wünschen wir einer Kameradin, nicht einfach viel Glück und Spaß, in einer neuen Verwendung.“

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Von daher: Viel Erfolg, Frau Kapitän.

  • Carsten May   |   13. August 2018 - 14:24

    Moin an ALLE,

    mir fällt in letzter Zeit leider häufiger auf, dass Kommentatoren nur noch in Negativ- Denken oder Vorurteilsmanier hier ihre Meinung abgeben. Das halte ich für einen fatalen Wesenszug, der uns im 21. Jahrhundert nicht weiterhilft. Ich selbst bin Chef und ein nicht geringer Anteil meines Personals sind Frauen. Wo ist eigentlich das Problem, sie dienen und arbeiten in nicht unerheblichem Ausmaß, wie ihre männlichen Kameraden. Ich unterscheide das nicht. Und einem Menschen, egal welchem, einen Vorwurf zu machen, das ANDERE die Regeln bestimmen, nach denen er/sie gefördert/nicht gefördert wird, vor allem, wenn die entsprechende Person nicht persönlich bekannt ist, halte ich einen schlechten Stil. Und was hier im Forum an Meldungen oder Informationen öffentlich gemacht wird, ist alleinige Sache des HH. Wen es nicht interessiert, wird nicht gezwungen es zu lesen. Auch die Beurteilung, ob die Kameradin diesen Dienstposten verdient oder nicht verdient hat, oder ob es normalerweise einen anderen Werdegang gibt, steht uns einfach nicht zu. Regularien ändern sich, Gott sei Dank. Dafür kämpfe ich als Chef nach 29 Dienstjahren selbst vehement. Ich bitte einfach alle, den Stil und Ton wieder sachlich werden zu lassen.

  • Pio-Fritz   |   13. August 2018 - 15:35

    Solange es als etwas Besonderes angesehen wird, das eine Frau einen bestimmten Dienstposten bekleidet, solange wird es auch solche unsäglichen Diskussionen geben.

    Auch wenn es zum ersten mal ist, muss man solche Personalien einfach als normal hinnehmen. Denn nichts anderes ist es, vom Zeitablauf her müssen die Frauen jetzt zwangsläufig in solche oder ähnliche Verwendungen. Genauso, wie ihre männlichen Crew-Kameraden auch.

  • Stephan L.   |   13. August 2018 - 18:42

    @ Carsten May
    @ Sachlicher

    Vielen Dank für ihre Kommentare – sie haben da meine volle Zustimmung!

  • Heckenlauer   |   13. August 2018 - 20:36

    Dazu mein Glückwunsch für die neue Verwendung in VA

  • moth   |   13. August 2018 - 21:35

    Glückwunsch Frau KKpt!

    ….viel Freude und Erfüllung in DC.

  • diplomat   |   14. August 2018 - 8:28

    …wir jedenfalls freuen uns über die neue Kollegin in Washington. Viel Erfolg!

  • jan hoffmann   |   14. August 2018 - 14:15

    Wenn man betrachtet, was unsere Streitkräfte alles so bewegt, bzw. was sich nicht bewegt und wo sich höchste Entscheidungen wie maßgeblich Auswirkungen, verwundert diese Meldung schon. Und man stellt sich die Frage, ob der Kameradin das alles so recht ist . . .

    [Verstehe nicht ganz, was Sie meinen mit „verwundert diese Meldung schon“? T.W.]

  • Obristlieutenant   |   15. August 2018 - 14:30

    Es ist erschließt sich mir nicht, wieso und warum es eine Nachricht sein soll, daß ein Korvettenkapitän nach anderer Verwendung nun stv Marineattachee an welcher Botschaft in welchem Land auch immer wird …
    Verwendungswechsel sind in der Bundeswerh alltäglich und betreffen nahezu jeden Soldaten irgendwann oder auch immer wieder. Also …

    [Jaja, schon verstanden. Müssen Sie ja nicht lesen. T.W.]

  • Hubi   |   15. August 2018 - 18:58

    „das Kommando über ein deutsches Kriegsschiff“ Ist das jetzt die offizielle Bezeichnung für die Schiffe der Marine?

    [Dieses Thema scheint wie kein anderes in jedem Detail irgendeine Art von Widerspruch herauszufordern… Wenn Sie eine bessere Bezeichnung haben, die sowohl die Schiffe als auch die Boote der Deutschen Marine, der Bundesmarine, der Marine der Nationalen Volksarmee und ihrer Vorgängerinstitutionen seit 1848 erfasst, immer her damit.
    Und für alle, die es noch immer nicht verstanden haben: Augen geradeaus! ist kein Medium der Truppeninformation, wird weder vom Verteidigungsministerium noch von einer Teilstreitkraft herausgegeben, die Themen werden ebenfalls nicht offiziell bestimmt. Das hier ist, ein unabhängiges journalistisches Medium, auch wenn einige unbedingt so tun wollen, als bestimme die Bundeswehr, welche Themen ich hier aufgreife. Die Frage nach „offiziellen Bezeichnungen“ können Sie ja an die Bundeswehr richten. T.W.]

  • Hubi   |   16. August 2018 - 12:17

    Das war eine ernstgemeinte Frage eines nicht so Marine-Bewanderten ohne Berücksichtigung von Vorgängerinstitutionen nur auf den Ausgangstext zum Einzelfall bezogen.

    [Ist jetzt auch verstanden. Sorry, das reihte sich in eine Abfolge von, äh, anderen Kommentaren ein. T.W.]