Zum Zustand der Bundeswehr: Interview im Deutschlandfunk

Heute habe ich zwar überwiegend meinen geplanten Blogger-Bildungsurlaub auf der re:publica genommen, aber auch ein bisschen gearbeitet: Mit dem Deutschlandfunk habe ich über den Zustand der Bundeswehr und den Haushalt gesprochen.

Vielleicht interessiert es ja; zum Nachlesen steht es hier.

103 Kommentare zu „Zum Zustand der Bundeswehr: Interview im Deutschlandfunk“

  • Pete   |   09. Mai 2018 - 10:35

    @Elahan
    „…Dazu kommt, dass es innerhalb der Regierungsparteien, der FDP und den Grünen kleine aber einflußreiche Gruppen (alle Vtg Minister seit 1990, Kolbow, Fischer und uem) gibt welche ein Interesse haben, ihre in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen nicht in Frage stellen zu lassen…“

    1. Sie haben vollkommen Recht.
    Das für mich Faszinierende an dieser Situation ist, dass ich als ehemaliger deutsche Soldat des „Kalten Krieges“ damals – als die Bundeswehr eine reine Abschreckungarmee war- häufig genug Anfeindungen von den Politikern ausgesetzt war, die mich heute weit rechts überholt haben wenn es um den Einsatz der Bundeswehr weltweit geht.

    2. Meine Bewertung wie es sein kann, dass diese Politiker – von denen viele damals Wehrdienstverweigerer waren- die „Abschreckungsarmee“ Bundeswehr bekämpft haben und für die „Einsatzarmee Bundeswehr“ nicht genügend Einsätze befürworten können:

    Diese Politiker lagen damals falsch mit ihrer Bewertung und sie liegen heute wieder falsch!
    Diese Politiker hatten und haben einfach eine schlechte Bilanz wenn es um sicherheitspolitische Analysen geht. Vielleicht weil sie sich nie intensiv mit dem Thema befasst haben/ heute befassen und die Zusammenhänge garnicht wirklich substanziell erfassen.
    Auch deswegen gehören heute ein Ex-Generalinspekteur wie Kujat, aber auch ein Ex-Vertedigungsstaatssekretär wie Wimmer oder ein Ex-Kanzlerberater wie Teltschik zu den Mahnern während Ex-Friedensaktivisten aus Zeiten des Kalten Krieges zu Befürwortern militärischer Einsätze -auch ohne UNO-Mandat- geworden sind.

    Fazit:
    Wir müssen aufpassen, dass wir nicht den falschen Argumenten von denen folgen, die nachweislich schon einmal falsch lagen.

  • Elahan   |   09. Mai 2018 - 12:54

    @Pete

    …..und das ist des Pudels Kern.

    um den Zustand der Bw beurteilen zu können, ist es unerlässlich zu wissen für was die Bw eingesetzt werden soll und wenn es um Abschreckung im Bündnis (EU/NATO) geht und UN Einsätze, dann müssen die Gelder welche im Moment den Streitkräften in Europa zur Verfügung stehen mehr als ausreichend sein (man vergleiche mit RUS und China).

    Der Umgang mit den Mitteln ist jedoch unverantwortlich.

  • Eric Hagen   |   09. Mai 2018 - 13:04

    @Pete | 08. Mai 2018 – 11:06
    Ihrem Beitrag stimme ich zu 100% zu.

    Obwohl ich pers. (auch als einer im Kalten Krieg erzogener und gepraegter Soldat) durchaus einer Oeffnung deutscher militaerischer Beitraege im angesprochenen Sinne (einschl. Beachtung deutscher befindlichkeiten) ggue. stehe, bemaengele ich eben die augenscheinliche Diskrepanz zwischen politischer Ankuendung („mehr Verantwortung“), Vermittlung der politischen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten nach innen und Restriktionen nach aussen sowie eine stringente und konsequente Ausrichtung, Ausstattung und Ausbildung der SK.

    Das Ausbleiben einer solchen Kohaerenz irritiert nicht nur Gesellschaft und Verbuendete gleichermassen, sondern schaedigt die Interessen DEU sowohl i.S. fuer „mehr Verantwortung“ als auch in der Wahrung einer deutschen Zurueckhaltung, die teilweise nicht (mehr) verstanden oder als angemessen betrachtet wird.
    Der Eindruck, dass DEU in der Verfolgung seiner wirtschaftlichen Interessen weitaus strategischer und teilweise auch skrupelloser vorgeht wird im Ausland, namentlich in der EU als auch in den USA genauso gesehen und kritisiert.

    Wer nur an Wachstumszahlen denkt, durch eine bei uns nachvollziehbare, aber vielleicht seit 2015 ff. ueberhastete Migrationspolitik europ. Nachbarn unter Druck setzt, sich dem deutschen Weg anzuschliessen, gleichzeitig ITA seit Jahren mit seinem Migrationsproblem alleine laesst, sich mil. Optionen ( i.S. eines mandatierten oder koaltionaeren comprehensive approach, natuerlich, – nicht als stand – alone Husarenstueck) drueckt den Krieg in SYR als eine der Hauptursachen fuer die Migrationsproblematik per se verschliesst und dann woechentlich die NATO, Bw und das steuerzahlende Volk immer neuen Offenbarungseiden zu Ausruestung und EinsBer verbluefft – warum sollte man uns „mehr Verantwortung“ anbieten?

    Erhoehte UN- Jahresbeitraege werden gerne genommen – aber viele arme UN Mitglieder und Truppensteller fragen auch, warum nur immer Bangla-Deshis, Nigerianer und Fijis die robusten = dreckigen Eins fahren muessen.
    Das Blut der Menschen ist naemlich gleich.