Erste Bundeswehrkaserne nach Georg Leber benannt

In der aktuellen Debatte über Tradition und Kasernennamen der Bundeswehr sollte das nicht untergehen: Erstmals trägt jetzt eine Bundeswehrkaserne den Namen des früheren Bundesverteidigungsministers und SPD-Politikers Georg Leber. Die Sportschule der Bundeswehr in Warendorf wurde am (heutigen) Donnerstag in Georg-Leber-Kaserne umbenannt.

Die Initiative dazu ging offensichtlich von der Truppe aus, wie die Lokalzeitung Die Glocke (Link aus bekannten Gründen nicht) Ende März berichtet hatte:

Vor knapp einem Jahr hat [Kommandeur Oberst Michael] Maul eine Umfrage unter den militärischen und zivilen Mitarbeitern am Standort durchgeführt mit dem Ergebnis, dass mehrheitlich für die Umbenennung in „Georg-Leber-Kaserne“ gestimmt worden sei. Maul in einem Brief an die Stadt: „Georg Leber ist eine Persönlichkeit, die sich als Verteidigungsminister um die gesamte Bundeswehr verdient gemacht hat, für die Sportschule der Bundeswehr am Standort Warendorf aber bis heute eine besondere Bedeutung einnimmt.“

Nach Angaben der Streitkräftebasis nahm der Amtschef des Streitkräfteamts, Generalmajor Werner Weisenburger, die Umbenennung vor. Zur Begründung heißt es:

Neuer Namensgeber für die Liegenschaft ist dann der ehemalige Verteidigungsminister (1972-78) Georg Leber (verstorben 2012), der seinerzeit den Grundstein für den Neubau der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf legte. Dabei sagte Leber am 15. November 1974 unter anderem folgendes: „Ich mauere den ersten Stein, das ist der Eckstein, damit Frieden bleibt im Lande. Ich mauere den zweiten Stein, damit Freiheit bleibt im Lande und ich mauere den dritten Stein, der einer Schule dient, von der ich hoffe, dass sie in Friede und Freiheit ihre Aufgaben erfüllen kann, und von der ich hoffe, dass dereinst alle Deutschen in unserem Vaterland hier Sport treiben können!“
Durch die Grundsteinlegung allein nimmt Georg Leber immer einen besonderen Platz in der Geschichte der Sportschule der Bundeswehr ein. Aber auch seine persönliche Integrität und Standhaftigkeit gegenüber „Ewiggestrigen“ waren weitere ausschlaggebende Merkmale, weswegen die Wahl auf Leber als Namensgeber fiel.

(Foto: Leber bei der Grundsteinlegung der Sportschule der Bundeswehr – Foto Archiv der Sportschule der Bundeswehr)

38 Kommentare zu „Erste Bundeswehrkaserne nach Georg Leber benannt“

  • Henner   |   06. Juli 2017 - 15:11

    Meine Kaserne war seinerzeit nach Fritz Erler benannt. So weit so gut. Was man aber in den Kellern unter der OHG an den Wänden bewundern konnte, hätte in der heutigen Debatte dann doch wieder Öl ins Feuer gegossen. Vielleicht kennt die Bilder jemand aus eigener Anschauung?

  • Max Chavez   |   06. Juli 2017 - 15:18
  • Voodoo   |   06. Juli 2017 - 15:39

    @ Max Chavez

    Was die Gefallenen betrifft, möchte ich Ihnen klar widersprechen – ich halte diesen Ansatz für nicht zielführend.

    Die Benennnung nach Georg Leber finde ich gelungen, zumal dieser bereits als Namensgeber für den Offizierlehrgang 70/3 an der OSH diente. Darüber hinaus gab es eben einen klaren historischen Bezug zu Warendorf.

    Ich erlaube mir zudem den Hinweis, dass das ehem. CAMP HOHNE in Lohheide bald höchstwahrscheinlich „Niedersachsen-Kaserne (ggf. mit dem Zusatz: ehem. CAMP HOHNE)“ heißen wird. Hier scheint man bewusst auf einen regionalen Bezug zu setzen, zumal es eben kein reiner Heeresstandort ist. Die Diskussion darüber lässt sich teils aus der regionalen Presse entnehmen.

  • Hans Schommer   |   06. Juli 2017 - 15:52

    „Die Sportschule der Bundeswehr in Warendorf wurde am (heutigen) Donnerstag in Georg-Leber-Kaserne umbenannt.“
    Umbenannt? Wie hieß die denn bislang? Und wann wurde ihr der (mir nicht bekannte Name) verlieren. Ich kenn die Liegenschaft nur als „Sportschule“.
    Hans Schommer

  • Klauspeterkaikowsky   |   06. Juli 2017 - 15:59

    Die Niedersachsen-Kaserne war eine Kaserne der Bundeswehr in Barme, Gemeinde Dörverden, Landkreis Verden.
    Schließung 09/03.
    Heimat von Pi, Art, PzGren und LogTr.

  • Sommerbiwak   |   06. Juli 2017 - 16:01

    Georg Leber ist eine gute Wahl Meiner becheidenen Meinung nach. Ist in Belrin nicht auch eine Leber Kaserne, oder ist das ein andere Leber?

    aber mal allgemeiner gefragt: Warum müssen denn KAsernen unbedingt nach Personen benannt werden? $KLEINSTADT-Kaserne tut es doch auch. Und Camp Hohne hätte man ja lassen können als Hohne Kaserne und gut ist. Niedersachsen ist dann doch etwas unscharf. Können sie dann ja gleich Deutschland.Kaserne nennen, dann weiss man endgültig nicht mehr was und wo die sein soll. ;-)

  • Sommerbiwak   |   06. Juli 2017 - 16:03

    Nachtrag: Ich hoffe, daß sie jetzt nicht anfangen Kasernen nach allen vergangenen IBUK zu benennen.

  • closius   |   06. Juli 2017 - 16:21

    @T.Wiegold: Nach dem Artikel ist mir noch nicht klar, hatte die Kaserne bisher keinen eigenen Kasernennamen und hieß nur Sportschule oder welche Kasernenname ist denn für den Namen Leber getilgt worden?

    Daß eine Kaserne nach dem Grundsteinleger und ehemaligen Verteidigungsminister benannt wird, erscheint grundsätzlich logisch.

    Aber es kann sicherlich nicht schaden, wenn zukünftig Kasernen auch nach Gefallenen BW-Soldaten benannt werden. Kasernen nur nach dem Land, z.B Niedersachsenkaserne zu benennen oder Karwendel Kaserne zu nennen, ist traditionslos. Was soll ein Soldat mit einem Bundesland als Kasernenname oder einem Gebirgsnamen anfangen im Vergleich zu einem Kriegsheldenname?

  • T.Wiegold   |   06. Juli 2017 - 16:21

    @all

    – „Umbenennung“ war oben missverständlich: Bislang hieß die Liegenschaft „Sportschule der Bundeswehr“ (paar andere Dinge sind da auch noch), und jetzt heißt sie „Georg-Leber-Kaserne“.

    – ehemalige Verteidigungsminister: gibt ja schon eine Franz-Josef-Strauß-Kaserne.

  • Hans Schommer   |   06. Juli 2017 - 16:28

    closius | 06. Juli 2017 – 16:21
    “ … Aber es kann sicherlich nicht schaden, wenn zukünftig Kasernen auch nach Gefallenen BW-Soldaten benannt werden. …“
    Aber dann nur mit gaaaaanz strengem Maßstab (keine Ahnung wie der aussehen könnte). Sonst könnten uns ganz fix die Kasernen ausgehen.
    Hans Schommer

  • xyz   |   06. Juli 2017 - 16:32

    Aber der war doch bei der Wehrmacht?

    Spaß beiseite, kann man machen, solange man es nicht übertreibt. Auf eine Peter-Struck- oder Ursula-von-Leyen-Kaserne können wir vermutlich alle gut verzichten. :)

    Kasernen nach Gefallenen zu benennen halte ich ebenfalls nicht für zielführend, da muss dann schon noch ein auszeichnungswürdiges und heldenhaftes Verhalten vorliegen, das weit über die Pflichterfüllung hinausreicht.

  • Hans Dampf   |   06. Juli 2017 - 16:32

    Bei einer „Gerhard Schröder Kaserne“ müsste man eine Fußnote anfügen, damit man weiß, wer nun genau gemeint ist ;-).

  • closius   |   06. Juli 2017 - 16:40

    @Hans Dampf: Bei einer Gerhard-Schröder Kaserne müßte es eben Verteidigungsminister Schröder Kaserne(den kennt kaum noch jemand) oder Bundeskanzler Schröder Kaserne heißen, um Verwechselungen zu vermeiden;)

    Vorher kommt sicher noch die Wörner Kaserne. Aber dann sollte gleichzeitig eine General Kießling Kaserne benannt werden:).

  • Klauspeterkaikowsky   |   06. Juli 2017 - 16:42

    Julius Leber-Kaserne in Tegel.
    J. Leber war deutscher SPD-Politiker, Reichstagsabgeordneter und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
    Gestorben: 5. Januar 1945, Berlin-Plötzensee.
    Gleicher Name auch in Husum.

    Georg Leber verdankt besonders die Deutsche Panzertruppe sehr viel: Er war „politischer Vater“ Leopard 2.

  • Mentor   |   06. Juli 2017 - 17:01

    @ Sommerbiwak | 06. Juli 2017 – 16:01

    ich glaube….
    Julius-Leber-Kaserne
    gem. Wiki war Julius Leber ein deutscher SPD-Politiker, Reichstagsabgeordneter und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus….
    Die Julius-Leber-Kaserne im Berliner Ortsteil Wedding ist heute die größte Kaserne der Bundeswehr in der deutschen Hauptstadt……

  • Hans Dampf   |   06. Juli 2017 - 17:47

    @ Mentor:

    „Die größte Kaserne der Bundeswehr in der deutschen Hauptstadt“ – das klingt so martialisch, als gäbe es davon Dutzende in Berlin ;-). Ungefähr so wie die „10. PzDiv“, da denkt jeder, wir hätten noch zehn Divisionen ;-).

  • Klauspeterkaikowsky   |   06. Juli 2017 - 18:24

    Gallwitz – Panzertruppenschule – Scharnhorst – Hindenburg – GFM Rommel – K. Adenauer – Prins Bernhard-Kaserne.
    Einiges meiner Kasernen-Vita hätte Bestandschance?

  • Koffer   |   06. Juli 2017 - 18:27

    Ich kann ehrlich gesagt die Kritik an dieser Benennung überhaupt nicht nachvollziehen!

    Von allen Seiten (auch von meiner Seite!) wird immer wieder die Stärkung der Bw-eigenen Traditionslinie gefordert.

    Wenngleich ich der Meinung bin, dass unsere Traditionspflege keinesfalls auf einzelne Vorbilder und übergreifende Traditionslinien (hiermit meine ich nicht Handwerk, sondern Ethos etc.) von 1955 verzichten kann und sollte, so ist es aus meiner Sicht doch unstrittig mehr für die Jahre seit 1955 zu tun!

    Und da treten nun einmal fünf Verteidigungsminister deutlich hervor (ganz egal was man politisch nun im einzelnen von Ihnen halten mag!):
    1. Blank („Gründer“)
    2. FJS („Aufrüster“)
    3. Schmidt („Flut“ und „Bildungsreform“)
    4. Leber („Soldatenvater“)
    5. Wörner („nationale und internationale Größe“)
    6. Rühe („Armee der Einheit“)

    Sicherlich müsste man auch über „große“ GI bzw. Vier-Sterner nachdenken. Mir würden da
    1. Heusinger („Gründer“)
    2. Speidel („Gründer“)
    3. de Maizière („InFü“)
    4. Zimmermann („erster Marine-GI“)
    5. Wust („erster Lw-GI“)
    6. Steinhoff („Lösung Starfighterkrise und Vorsitzender MC“)
    7. Naumann („Armee der Einheit und Vorsitzender MC“)
    8. v. Kirchbach („Oderflut und erster GI mit Kriegseinsatz“)

    Nun kann man sicherlich über meine beiden Listen diskutieren (Altenburg als erster Bw-Offizier-Jahrgang, wäre als Artillerist z.B. auch eine geeignete Lösung für die ArtS in IDAR-OBERSTEINT etc.), aber wenn wir nicht langsam damit anfangen die Bw-Zeit ernst zu nehmen, dann können wir uns die Diskussion über Bw-eigenen Traditionslinien ganz ehrlich auch sparen…

  • quattromaniac   |   06. Juli 2017 - 18:39

    die Idee von Max Chavez bezüglich der Bennennung von Kasseren nach verdienten gefallenen Soldaten finde ich gut.

    diese wären…
    Robert Hartert (Ehrenkreuzes für Tapferkeit postum – gefallen 2. April 2010)
    Martin Kadir Augustyniak (Ehrenkreuzes für Tapferkeit postum – gefallen 2. April 2010)
    Daniel Wirth (Ehrenkreuzes für Tapferkeit postum – gefallen 4. Mai 2013)

    Soldaten die nachweislich ihr Leben für Kameraden gegeben haben, haben in meinen Augen die Ehre verdient! (wenn die Angehörigen zustimmen)

  • Karabinerhaken   |   06. Juli 2017 - 19:44

    Soweit ich weiß, ist bereits eine Kaserne nach einem Bundeswehrangehörigen benannt worden: Die Feldwebel-Boldt-Kaserne in Delitzsch, in der die Unteroffizierschule des Heeres untergebracht ist. Feldwebel Erich Boldt war erfahrener Sprengmeister in der PzPiKp 70. 1961 rettete er untergebene Soldaten aus Lebensgefahr beim Sprengen, als er sich auf die in den Deckungsgraben zurückrollende detonierende Ladung warf.

  • Hans Schommer   |   06. Juli 2017 - 19:47

    quattromaniac | 06. Juli 2017 – 18:39:
    „die Idee von Max Chavez bezüglich der Bennennung von Kasseren nach verdienten gefallenen Soldaten finde ich gut.“
    Ein sicherlich ehrenwerter Ansatz. Aber denken Sie den mal zu Ende. Siehe
    Hans Schommer | 06. Juli 2017 – 16:28
    Hans Schommer

  • Ein Leser   |   06. Juli 2017 - 20:34

    @Hans Schommer:

    Das ist kein unlösbares Problem, da man losen könnte.
    Dann käme z.B. der Name von jedem, der in den letzten x Jahren sein Leben für seine Kameraden gegeben hat, in eine Lostrommel und man würde einen Namen ziehen.

  • closius   |   06. Juli 2017 - 21:03

    @xyz: ja, meines Wissens war Georg Leber Unteroffizier der Wehrmacht. Also mal wieder eine Kaserne, welche nach einem Wehrmachtssoldaten benannt wurde:).

    Nach dem Bildersturm wird sicher auch noch eine Helmut Scfhmidt Kaserne, quasi als Entschuldigung, kommen.

    Der böseste Kasernenname, welcher mir im Moment einfällt, noch vor vdl Kaserne, wäre Starfighter Kaserne!

  • Max Chavez   |   06. Juli 2017 - 22:43

    Ich meinte meine Vorschläge nicht als Kritik an der Benennung der Georg Leber Kaserne. Ganz im Gegenteil.

    @Vodoo
    Jap, bzgl. der Gefallene gebe ich ihnen Recht. Mein Gedanke war auch ehr bei der Schnittmenge der beiden Listen.

    @Hans Schommer
    Ich vermute nicht, das wir wenn wir Gefallene nehmen die Träger des Ehrenkreuz für Tapferkeit sind uns al zu schnell die Kasernen ausgehen. Da müssten schon einiges an Einsätzen kommen.

  • Auslandsdiener   |   06. Juli 2017 - 23:08

    Ach, Koffer. Danke für den Beitrag. Besser kann man die Malaise nicht darstellen. „Da treten fünf Minister hervor“, in der Liste stehen aber 6. Where is the error :O)
    Schöne Liste, aber wer hat denn mehr getan als „nur“ dagewesen zu sein, also als Vorbild dienen? Erster Marine GI – WOW! Erster Luftwaffen GI – WOW!
    Heusinger – Operationsabteilung OKH – PFUI.
    Ich möchte keineswegs Ihren Beitrag abwerten, sondern nur das Problem aufzeigen: WAS wollen wir denn in der BW tradieren? Auch die BW ist kein valor eo ipso, nur weil sie existiert.

  • Koffer   |   06. Juli 2017 - 23:17

    @Auslandsdiener | 06. Juli 2017 – 23:08
    „Schöne Liste, aber wer hat denn mehr getan als „nur“ dagewesen zu sein, also als Vorbild dienen? Erster Marine GI – WOW! Erster Luftwaffen GI – WOW!
    Heusinger – Operationsabteilung OKH – PFUI.“

    1. Zu Heusinger habe ich eine klare und eindeutige Meinung und die Operationsabteilung im OKH spricht dabei NICHT gegen ihn.
    2. Normalerweise würde ich sagen „nur erster“ gewesen zu sein, reicht nicht. Bei einem so herausragenden Dienstposten sehe ich das persönlich anders. Aber gerne lasse ich mich zu einer Priorisierung bewegen. Und dann wäre ich selbstverständlich bei Ihnen, dass bei den GI die Nr. 4, 5 und 8 zurück ggü. den andren zurück treten müssten (und auch 7, denn Naumann lebt ja noch). Bei den IBuK könnte man sicherlich über 6. Nachdenken (ersten weil er noch lebt und zweitens weil er auch kein besonders beliebter Minister war und hat mit harten Ellenbogen geführt hat).
    3. Aber wenn wir nicht anfangen mit Bw-eigener Tradition, warum behaupten wir es dann immer als die angeblich „wichtigste“ Haupttraditionslinie?!?!

  • Lt d.R.   |   07. Juli 2017 - 4:01

    Eine General-Heusinger-Kaserne gibt es bereits in Hammelburg wobei Adolf Heusinger bereits Generalleutnant in der Wehrmacht war sowie Leutnant in der Preußischen Armee im 1.Weltkrieg. Also kann man auch da wieder trefflich streiten so man das möchte.

  • Koffer   |   07. Juli 2017 - 7:08

    @Lt d.R. | 07. Juli 2017 – 4:01
    Ja, das Truppenlager des TrÜbPl. Bekannt.

    Es gibt auch schon eine Speidel Kaserne. Außerdem eine FJS Kaserne und die UniBwH wurde nach Schmidt benannt. Außerdem gab es eine Blank-Kaserne.

  • Les Grossmann   |   07. Juli 2017 - 7:24

    @Koffer
    Schöne Liste, wenn man aber schon „wünsch dir was“ spielt, fällt mir zu Nummer 6 auch der olle Pfarrer Eppelmann ein, nach allgemeinem Verständnis hat er die NVA widerstandslos (außer eine verwüstete Fallschirmjägerkaserne) aufgelöst und immer noch dienen ja ein paar EX NVA, manche recht erfolgreich, in der BW. Dann wäre auch mal das Beitrittsgebiet dabei. Grundsätzlich sollte Kasernen weiter so heißen, wie diese mal benannt wurden, man hatte sich ja was gedacht, wenn aber neu benannt werden MUSS, dann würde ich den regionalen Bezug bevorzugen.
    Aber bei einem kann man sicher sein, wir werden nicht gefragt.

  • ACE   |   07. Juli 2017 - 7:55

    Koffer: die General-Dr. Speidel-Kaserne gibt es m.E.n. auch schon …

    … und auch hier kann man befürchten, dass es im Zuge de neuerlichen Überprüfung zumindest zu einer Namensdiskussion kommen wird.

    Vielleicht kann man einfach der Tatsache ins Auge sehen, dass die Bundeswehr von Menschen geformt wurde, die auf ihre Erfahrungen in der Wehrmacht zurück gegriffen haben. Das was gut war wurde übernommen, das was schlecht war galt es durch geeignete Mechanismen zu verhindern. Das ist Normalität, so funktioniert der Mensch, aus Erfahrungen lernen und es zukünftig besser machen (so sollte es zumindest sein).

  • Elahan   |   07. Juli 2017 - 9:41

    Nächste Runde in der Medienkampagne, wenn da mal nicht ein Insíder des BMVg dahinter steckt.
    Im Focus veröffentlicht

    „Dauerfrust in der Bundeswehr
    Kompanie der Angsthasen: Warum lässt die Bundeswehr-Elite ihre Chefin im Stich?“

    Ihr innerer Zirkel besteht leider nicht aus Militärs und deshalb geht der Vorwurf ins Leere!

  • Matthias Hake   |   07. Juli 2017 - 9:46

    @Koffer

    volle Zustimmung.

  • Pilgrym   |   07. Juli 2017 - 10:36

    @Koffer

    …und die Admiral-Armin-Zimmermann-Kaserne (Marinesprech: AAZK) liegt im Wilhelmshavener Stadtteil Sengwarden.

  • Naja   |   07. Juli 2017 - 10:41

    @Elahan

    Ganz sicher ein Insider, aber eher kein Militär, denn der Unterton ist ja wieder: Sie hat es toll gemacht, alle anderen können nichts. Erst schottet sich UvdL ab, dann wird darüber geklagt. Unabhängig davon sind die für die Beratung zuständigen Militärs eben wie sie sind. Stellvertreter GI weiß sicher viel, aber kann/darf nicht gestalten, GI hat noch nie was bewegt, da ändert sich in einer Krise auch nichts.

  • T.Wiegold   |   07. Juli 2017 - 10:54

    @Elahan, Naja

    Wenn ihr jetzt jeden Kommentar (!) eines ehemaligen Chefredakteurs irgendwo debattieren wollt, dann sucht euch dafür ein anderes Forum. Hier ist nicht der Medienspiegel für alle Kommentare in allen Publikationen dazu.

  • Sachlicher   |   07. Juli 2017 - 11:11

    @Les Grossmann | 07. Juli 2017 – 7:24
    auch der olle Pfarrer Eppelmann ein…
    Nein. Das ist kein zielführender Vorschlag in meinen Augen. Davon abgesehen, dass er „im Beitrittsgebiet“ beliebt ist wie Fußpilz, sind Volker Rühe und Jörg Schönbohm nicht nur beliebter und respektiert, sondern im Kontext absolut angemessen. Sie waren die Schrittmacher der Armee der Einheit.

    Wenn Sie das „Beitrittsgebiet“ aber zu demütigen gedenken, dann ist Ihr Vorschlag der richtige. Allerdings denke ich nicht, dass Sie das wollen.

    Die Undisziplinierten im Luftsturmregiment 40 in Lehnin, welche zu Defekten an Mobiliar und Infrastruktur führten, und die sie meinen dürften, geschahen im Herbst 1989 unter Verteidigungsminister Armeegeneral Keßler, welcher sein Kommando an Admiral Hoffmann erst am 18. November 1989 übergab.

  • Elahan   |   07. Juli 2017 - 11:53

    @T.W.

    Nein, das will ich nich, Entschuldigung für die Entgleisungt! Es ging um das Thema und den Anlass des Vertrauensverlust, Traditionserlass, Umbenennung uvm. Selbstverständlich betrachte ich AG nicht als Medienspiegel für Kommentare ehem. Chefredakteure. In diesem Sinn, weiter mit Namensgebung von Kasernen und Dank für die gute Arbeit an T.W.

  • Hubi   |   07. Juli 2017 - 12:15

    Und bei FJS frage ich mich, wie er in die Liste gekommen ist. Der Maßstab macht es.