Bällebad März 2017/I

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So richtig glücklich bin ich nicht über die Mentalität, mit der einige hier darauf bestehen, ihre Gedanken irgendwo reinzuwerfen, möglichst unpassend bei einem anderen Thema. Auch das neue Bällebad für den März ist keine Müllhalde für alles und jedes, sondern die Möglichkeit, thematisch schon passende, aber Off-Topic-Themen anzuschneiden. Ich bitte einfach noch mal darum, vor dem Posten kurz nachzudenken.

Off Topic · 09:29h ·  

165 Kommentare zu „Bällebad März 2017/I“

  • Hans Schommer   |   08. März 2017 - 22:08

    Fux | 08. März 2017 – 14:06:
    „Aus meiner persönlichen Sicht: Mal wieder ein halbherziger Versuch, MANTIS nun endlich in den Einsatz zu bringen, um dessen Daseinsberechtigung zu begründen.
    Könnte sein – muss aber nicht.
    „Ohne aber Gefahr zu laufen, die Probleme, welche das Gesamtsystem (z.B. Herunterregnen der Zerlegemunitionsteilchen über bewohntem Gebiet bzw. dem eigenen Feldlager) mit sich bringt, live aufzuzeigen zu müssen.“
    Stellen weniger Gefahr dar als ein Mövenschiss.
    „Ja, eine Vorwarnung ein paar Sekunden vor Geschosseinschlag ist besser als keine Vorwarnung, …“
    Gut erkannt!
    „… aber es bleibt eben dann ein jaulender zahnloser Tiger.“
    Zu kurz gesprungen. MANTIS stellt bei Mörser- und Arigeschossen wie auch bei ungelenkten Raketen metergenau den POI (Point of Orign – Abschusspunkt) fest. Da kann man doch was draus machen.
    Hans Schommer

  • Fux   |   09. März 2017 - 7:25

    @Hans Schommer

    „Möwenschiss“ –> beim Thema zwingende Kollateralschadenvermeidung ist halt auch ein solcher nicht akzeptabel. Zumal hier der Charakter von MINUSMA als UN Friedensmission verstärkt ins Gewicht fällt.

    „Feststellung des Abschusspunktes“ (by the way POI wäre der Point of Impact): Und was bringt Ihnen das? Man kann nachher hinfahren und nachgucken, wo der Angreifer seine Stellung hatte. Improvisierte, zeitverzögerte Auslösevorrichtungen ala AFG sind auch in Mali kein Hexenwerk der Ingenieurkunst. Dann kann man diesen Punkt 3-4 Monate immer wieder mal „bestreifen“. Insoweit gebe ich Ihnen recht, das produziert einen Beitrag zum Gesamtlagebild (Aufgaben DEU Einssatzkontingent MINUSMA). Hier darf aber doch die Frage nach Aufwand und Nutzen gestellt werden. Wir reden noch immer von einer UN Mission zur Stabilisierung eines Landes nach Abschluss eines Friedensvertrages.

    Ich weiß ja, dass Sie aus dem Bereich stammen, aber für mich war und ist MANTIS schon immer ein politisch und industrieseitig getriebenes Projekt gewesen, ala „wir haben da mal eine Lösung, jetzt findet bitte ein Problem (bei dem dann auch die Rahmenbedingungen für den Einsatz passen)“. Und die schönen ppt-Bilder der MANTIS-Kanone auf dem GTK Boxer suggerierten tolle Synergieeffekte eines „dann eingeführten Systems“ für den mobilen Einsatz. Die auch 10 Jahre nach diesen ppt-Folien bestehenden Fähigkeitslücken im Bereich begleitender FlaSchutz sind Ihnen ja bestens bekannt.

  • Fux   |   09. März 2017 - 7:31

    Da der Compliance-Faden bereits geschlossen ist:

    Am 7. März wurde mit BrigGen Tränapp der Beauftragte des BMVg für die Etablierung eines Compliance Management Systems ernannt.

    Details zu seinen Aufgaben: http://bit.ly/2mDYRRI

  • Bin_dabei   |   09. März 2017 - 9:44

    @Fux | 09. März 2017 – 7:31

    Wie der verlinkten Seite (offensichtlich führt der Linkverkürzer regelmäßig nur auf die jeweils übergeordnete Seite) zu entnehmen ist , hat das BMVg immer noch die Absicht, die Truppe mit ihren Compliance-Regeln zu beglücken.

    Das CMS wird zunächst im Ministerium eingerichtet. Später wird es auf den gesamten Geschäftsbereich des BMVg ausgedehnt.

  • Fux   |   09. März 2017 - 10:07

    @Bin dabei … es bleibt zu hoffen, dass der CMS Beauftragte im hohen Hause so lange beschäftigt sein wird, bis ggf. ein neuer Hausherr / Hausherrin nach dem September eingezogen ist, neue Schwerpunkte setzt und die Truppe von solch „Beglückung“ verschont wird. Das Soldatengesetz mit seinen völlig ausreichenden Regelungen wurde ja bereits ausführlich in den zugehörigen Fäden thematisiert.

  • Bürger   |   09. März 2017 - 10:14

    Die Süddeutsche hat mit einigen türkischen Offizieren geredet, die vor dem Putschversuch bei der NATO eingesetzt waren und deshalb auf den schwarzen Listen der Erdogan-Regierung gelandet sind.

    Überschrift: „Wenn du westliche Werte hast, wirst du zur Zielscheibe“

    Ich hoffe doch sehr, dass Europa hier ausnahmsweise mal Rückgrat zeigen und diesen Menschen Asyl gewähren wird. Denn was die berichten, erinnert schon stark an gewisse Kapitel der deutschen Geschichte.

  • Bürger   |   09. März 2017 - 10:21

    Nachtrag: Die Tagesschau hat ebenfalls darüber berichtet.

    https://www.tagesschau.de/ausland/protokolle-tuerkische-offiziere-101.html

  • 2ct.   |   09. März 2017 - 11:01

    USAREUR inspiziert Bergen-Hohne und Fallingbostel zur evtl. Stationierung eines weiteren Bataillons.

    https://www.stripes.com/news/army-eyes-new-bases-in-europe-as-pentagon-reviews-force-structure-1.457553
    [Stars And Stripes; 8.Mar 2017]

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   09. März 2017 - 11:50

    @2ct
    Erstprüfung bereits am 13.02.17 mit Schwerpunkt im ehemaligen CAMP OERBKE, dem vordem britisch genutzten Kasernenbereich. Ziel, Unterbringung von 6.000 Soldaten mit zugehörigem Mat, ~ ABCT einschließlich Rahmenpersonal in 2018 als „prepositioned deployment“ zur logistischen Erleichterung von „Atlantic Resolve“.

  • AoR   |   09. März 2017 - 12:16

    Jan Van Aken (Die Linke) wurde seitens dem türkischen Regime ein Truppenbesuch in Konya verweigert. Bericht bei ZDF Heute / Facebook.

  • T.Wiegold   |   09. März 2017 - 12:31

    @AoR & all

    War wohl ein Bericht der Welt, hier die Deutschlandfunk-Meldung dazu:

    http://www.deutschlandfunk.de/tuerkei-van-aken-darf-stuetzpunkt-konya-nicht-besuchen.1939.de.html?drn:news_id=719171

  • Stephan L.   |   09. März 2017 - 13:01

    Weiß jemand mehr zu den Gerüchten, wonach der GI den Vorschlag des angehenden Inspekteurs des Kommandos Cyber- und Informationsraum, General Leinhos, dass die Soldaten des neuen Organisationsbereichs mit grauen Baretten ausgestattet werden sollen, abgelehnt und stattdessen marineblau befohlen hat? Ist da etwas dran? Und kennt vielleicht jemand die Beweggründe für diese Entscheidung?

  • Hans Schommer   |   09. März 2017 - 14:58

    @ Fux | 09. März 2017 – 7:25:
    Tschuldigung – gemeint war aber der Aufkommensort/Abschusspunkt (PoO).
    Die Befähigung C-RAM (und damit die Weiterentwicklung von SKYSHIELD zu MANTS wurde nicht von der Industrie initiiert, sondern von der DEU HFlaTr mit dem Ziel des Feldlagerschutzes gegen ebendiese Bedrohung. Mit SKYSHIELD hatte die Industrie schon 15 Jahre vorher auf die Forderungen der DAMA (Nato-AG Defence Against Mortar Attack) reagiert.
    Dass die BFZ in Mali eingesetzt wird, bringt sicher keine Nachteile. Zumindest wird „geübt“. Warum da keine Kanonen hingeschafft werden – keine Ahnung. Da werd ich aber am 22. März bei der Berliner Plattform I/2017 der IDLw mal nachfragen. Da wird Brigadegeneral Michael Hohgrebe , Abteilungsleiter Einsatz Lw –Kommando Lw, zum Thema „Bodengebundene Luftverteidigung-Sachstand und Perspektiven“ als Gastredner vortragen.
    Hans Schommer

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   09. März 2017 - 19:32

    Hatte ich bisher angenommen USAREUR wäre erstmals am 13.02.17 in Bergen auf Erkundung zur Diszlozierung eines ABCT vor Ort gewesen, so wird bei https://www.stripes.com/news/army-eyes-new-bases-in-europe-as-pentagon-reviews-force-structure-1.457553#.WMGZOVYxnMK von gestern klar, bereits am 09. Januar fand die erste Erkundung statt.
    „A convoy of the 3rd Armored Brigade Combat Team, 4th Infantry Division arrives at the Bergen-Hohne near Bergen, Germany, on Jan. 9, 2017. The Army is scouting places in Germany, including Bergen, as possible locations for basing more soldiers in the event the Pentagon elects to add forces in Europe“.
    Wesentliche Argumente pro Bergen sind die Nähe zu Bremerhaven und die wohl besten Ausb- und Übungsmöglichkeiten gepanzerter Kampf-Truppen in Mitteleuropa.

  • Fux   |   09. März 2017 - 20:27

    @ Hans Schommer

    Dieser Sachstand wäre in der Tat sehr interessant. Zumal ja nicht nur die Fähigkeitslücke begleitender Verbandschutz sondern auch die absehbare Obsoleszenz der FIM-92 Stinger bei Ozelot zeitnah zu lösen ist. Und wie hier im Nebenfaden dargestellt, ja nun auch die vertragliche Beauftragung TLVS erstmal auf der Zeitachse geschoben ist…. quasi Baustellen an jeder noch verfügbaren Ecke im Bereich Abwehr von Bedrohung aus der Luft.