Der Drehflügler, Dezember 2016/I

Das Interesse an jeglichen Hubschrauberthemen ist hier riesig – leider auch meine Arbeit, hier Kommentare im Auge zu behalten. Dennoch ein neuer Versuch mit dem neuen Drehflüglerthread.

Ausrüstung und so,Off Topic · 19:11h ·  

211 Kommentare zu „Der Drehflügler, Dezember 2016/I“

  • MikeMolto   |   15. Dezember 2016 - 10:13

    schleppi | 15. Dezember 2016 – 0:17

    „“Eine letzte These:
    Wirklich klug sein kann man nur, wenn man dazu die Erlaubnis hat:““

    Gut, besser: Streiche ‚kann‘, setze ‚darf’….

  • gk jürgen   |   15. Dezember 2016 - 10:38

    @werner
    der Spiegel liest mit

    @all
    haltet bitte den Genderwahn hier raus…biiiitteeeee

  • Georg   |   15. Dezember 2016 - 10:59

    @ Elahan

    Zitat: „Wie wurde denn die Anteile der Logistik/Instandhaltung, welche nach Ausgliederung aus der Lw zum Heer kamen, in die der Heeresflieger eingebunden?“

    Neue Struktur des Waffensystemunterstützungszentrum 2 in Diepholz auf der Zielgeraden (von April 2014):

    http://tinyurl.com/hogcx9p

    Nach dem Inhalt des verlinkten Artikels wurde das Systemunterstützungszentrum Hubschrauber in Donauwörth von der Lw ans Heer abgegeben. Aus der Erfahrung mit anderen Unterstellungsänderungen (CH 53 Heer zur Lw in Laupheim) ist zu befürchten, dass mittelfristig die NH-90 Spezialisten der Lw von Donauwörth abgezogen wurden und durch Heeresleute ersetzt wurden.
    Besser schaut es bei der CH-53 Betreuung aus. Die wurde schon immer durch die Lw in Diepholz und Rheine geleistet (und natürlich durch Airbus in Donauwörth) und dabei ist es anscheinend geblieben (verlinkter Bericht ist von April 2014).

    Extreme Belastungen im Visier – Das Systeminstandsetzungszentrum in Rheine und Diepholz

    http://tinyurl.com/jssf643

    Auffallend ist, das seit 2015 nichts mehr berichtet wird und 2016 auch nur die Auflösung der FlaRakGrp 22 berichtet wurde.

    Zitat: „Hat jemand einen Überblick, wo in der Bw Ersatzteilherstellung und Reparatur für Lfz stattfindet?“

    Ersatzteile werden in der Lw im Regelfall nicht hergestellt sondern von der Industrie bezogen. Überholung von Lfz-Kompononenten finden statt in

    – CH 53 Rheine und Diepholz, SysInstZ 21
    – Fahrwerke Tornado, Eurofighter, SysInstZ in Ummendorf
    – Schleudersitze alle WS, Kooperatives Modell mit Fa. Autoflug in Ummendorf
    – Hochwertteilegewinnung Tornado (Ausschlachten) SysInstZ in Erding
    – Triebwerke Eurofighter und Tornado (Kooperatives Modell mit MTU in Erding / München)
    – Zelle Eurofighter und Tornado (Kooperatives Modell mit EADS/Airbus D&S in Manching) SysUstgZ
    – Avionik Eurofighter (Kooperatives Modell mit EADS) in Manching, SysUstgZ
    – Instansetzung aller Avionikkomponenten Tornado, SysInstZ 13 in Landsberg

    Zitat: „Ist eigentlich bekannt, was die Industrie alles nicht mehr kann/will?“

    Die Industrie will das System der Bundeseigenen Lager (BEL)auf jeden Fall beibehalten, also die Bw kauft Ersatzteile für die Waffensysteme im Voraus ein und lagert sie bei der Industrie um dort Instandsetzung und Überholung von flg. Systemen zu betreiben.
    Diese BEL möchte aber die Bw-Führung abschaffen zu Lasten der Industrie. Die Industrie möchte sich aber kein totes Kapital auf Lager legen. Der vorprogrammierte Konflikt wird zu Lasten der Einsatzbereitschaft von flg. Waffensystemen gehen.

    @ Schleppi

    Zitat:
    „Diese klugen Köpfe verwalten den Mangel, statt Lösungen zur Beseitigung zu präsentieren.
    Eine letzte These:
    Wirklich klug sein kann man nur, wenn man dazu die Erlaubnis hat.“

    So ist es, eine wirklich große Menge von fähigen Logistikern / Instandsetzern der Lw hätten brauchbare Lösungsvorschläge für die Misere, dürfen sie aber nicht in die Diskussion bringen, geschweige denn in einem Pilotprojekt umsetzen, weil sie den politischen Absichten zur Förderung der wehrtechnischen Industrie entgegenlaufen.

  • Georg   |   15. Dezember 2016 - 11:09

    Korrektur des Links zum Artikel
    „Struktur auf der Zielgeraden“ von April 2014

    http://tinyurl.com/hogcx9p

  • Georg   |   15. Dezember 2016 - 11:13

    Irgendwie habe ich den Eindruck die Bw publiziert unter dem gleichen ellenlangen Link verschiedene Artikel.

    Also nochmal „Exteme Belastungen im Visier“

    http://tinyurl.com/jssf643

  • schleppi   |   15. Dezember 2016 - 15:05

    @ Georg
    Man soll nicht den Eindruck erwecken, als sei die Systembetreuung CH 53 schon immer Sache der Lw gewesen :-)
    Diepholz kam erst über die Sandphasen nach AFG Einsatz ins Spiel und die Lw insgesamt erst 2013 nach Fähigkeitstransfer.
    Schon 4 Jahre danach hat man eine Soll-Org immer noch nicht hinbekommen. Tja, die Zeit rennt. Mehr als das, die Überlegungen gehen dahin, aus dem SysZ eine Inst-Stff zu machen und die ins HSG 64 zu integrieren. Das ist nichts anderes als eine maskierte Versetzung nach Holzdorf und Laupheim. Schlimmer noch: nach meiner Kenntnis produziert das SysZ ( mit Rheine) die meisten Hauptphasen. Umwandlung würde die Einsatzbereitschaft der CH 53 noch erheblich weiter einschränken. Damit beginnt der Kreislauf wieder, den im Ministerium offensichtlich niemand sehen will: weniger Flugstunden, Deprofessionalisierung des Personals,weniger Einsatzbereitschaft.

    Ich komme etwas in der Bundeswehr herum. Es bedarf keiner empirischen Untersuchung über die Motivationslage in den Streitkräften. Man muss nicht einmal fragen. Man bekommt unaufgefordert erzählt, dass man lieber heute als morgen gehen würde. Und man muss einmal ganz deutlich sagen, dass das nicht daran liegt, dass das Gute schlecht geredet wird, sondern dass es kaum noch Gutes gibt.

    De Maiziere, der anscheinend mal etwas über PSM (public service motivation) gehört hat und Wir.dienen.Deutschland kreieren ließ, würde sich heute anhören müssen, dass es schwer fällt stolz darauf zu sein kaum etwas zu können.

  • Georg   |   15. Dezember 2016 - 15:37

    @ Schleppi

    Zustimmung mit ein paar Ergänzungen.

    Die CH-53 wurde

    – ausbildungstechnisch schon immer durch die TSLw 3 in Faßberg betreut,
    – die logistische Betreung erfolgte durch das WaSysKdo Lw und vorher durch das MatKdo Lw
    – die werfttechnische Betreuung wurde schon immer durch eine Lw-Werft geleistet (Diepholz) die früher zum LwVersRgt 2 (ganz früher zu einem anderen LwVersRgt) gehörte und jetzt eben zum WaSysUstgZ 2 in Diepholz gehört.

    Also aus meiner Sicht hat sich die Lw sich schon Jahrzehnte logistisch, ausbildungstechnisch und mit bw-eigenen Werft/ Inst-Fähigkeiten um die CH-53 gekümmert.

    Damit heiße ich natürlich den Fähigkeitstransfer CH-53 vom Heer zur Lw nicht nachträglich für gut, nur zu historisch richtigen Darstelllung.

    Die Diepholzer Lw-Leute haben die CH-53 auch in den Jahren 2007, 2008 usw über Termez nach AFG eingeschleust, d.h. nach dem Transport mit der Antonov wieder aufgerüstet, flugfhähig gemacht, so dass sie mit eigener Kraft nach Mazar fliegen konnte. In den Jahren später ging es dann direkt nach Mazar.

    http://tinyurl.com/hr8hcj3

  • SEAKING   |   15. Dezember 2016 - 16:40

    Norwegian State oil company Statoil is beginning a worldwide search for a replacement for the Airbus Super Puma H225 and AS332 L2 helicopter models. Statoil will not resume using the models even if ongoing restrictions are removed by Norway’s air safety regulator…

    Das war es dann für Airbus Helicopters.
    Auch das Misstrauen und die Angst des Verlust von Sicherheitsstandards in der OFF SHORE Fliegerei der Norweger gegenüber der EASA ist bezeichnend.

    http://www.oilandgaspeople.com/news/11820/norway-searches-for-alternative-north-sea-helicopter-fleet/

  • Georg   |   15. Dezember 2016 - 17:21

    @ Seaking

    Besonders bedauerlich für Airbus ist es, dass die norwegische Untersuchungsbehörde der Firma die Ermüdungsbrüche der zweiten Stufe des Planetengetriebes für den Hauptrotor erklären musste. Man könnte von einer Weltfirma auch erwarten, dass sie solche Erkenntnisse aufgrund von eigenen Untersuchungen erlangt.

    Hier wird einfach der Tatsache Tribut gezollt, dass man nicht mehr die entscheidenden Fertigungsprozesse (Hauptrotorgetriebe) im eigenen Betrieb hält.

    Für die Norweger ist die EASA anscheinend eine Verbündete von Airbus. Wenn die Safety Behörde nicht mehr durch ein rigores Eingreifen bei Flugunfällen sich den Respekt der Betreiber verdient, dann geht es abwärts.

    siehe auch Zitat aus dem verlinkten Text:
    Zitat:
    „Another issue causing concern in Norway is the new regulations being proposed by the European Union’s Aviation Safety Agency aimed at securing a level playing field for the industry and ensuring high safety standards throughout Europe. Both the oil and gas industry and unions believe the regulations will reduce safety for helicopter transport on the continental shelf by allowing aircraft from countries without offshore experience to fly off Norway. „

  • SEAKING   |   15. Dezember 2016 - 17:56

    @Georg
    …Könnte nicht einiger sein.
    Besonders der scheinbare Versuch der EASA Zulassung von“Aircrafts from countries without offshore experience “ lässt mir jetzt schon noch mehr graue Haare wachsen…
    Da ist der Weg zu Hubschraubern ohne offshore Zulassung nicht weit…
    Ein weiterer Sumpf ?
    Der Seelöwe lässt grüssen. ..