ExerciseWatch: BALTOPS – Premiere für das Seebataillon

20160614_BALTOPS-Vid_Bw-scrn

Bei der internationalen Marineübung BALTOPS in der Ostsee in diesen Tagen hatte das Seebataillon der Deutschen Marine sozusagen seine Premiere: Mit dem Übungs-Einsatz auf der schwedischen Insel Uto am vergangenen Sonntag, gemeinsam mit finnischen Einheiten.

Die Fotos dazu sind noch ein bisschen spärlich, die Berichte auch, aber es gibt ein Video der U.S. Navy:


(Direktlink: https://youtu.be/Nww3Kf9MFww)

Die Einordnung aus Sicht der U.S. Marines:


(Direktlink: https://youtu.be/DJlLhtnZtss)

… und die Einschätzung des kommandierenden Admirals:


(Direktlink: https://youtu.be/Z9Tm5j5ZvNQ)

Mir ist schon klar, dass es ein wenig viel Exercise Watch ist in diesen Tagen – aber es häufen sich derzeit auch die Übungen…

(Foto: Screenshot aus dem Video der Operation auf Uto)

30 Gedanken zu „ExerciseWatch: BALTOPS – Premiere für das Seebataillon

  1. Weil es in in diesem Blog gerade in die Zeit passt: Schön zu erkennen im ersten Video ab 0:23 – die deutschen Knallköppe. Hirnrissiger Sturmgewehr-Einsatz par excellence.
    Hans Schommer

  2. @TW

    ExWatch ist seit längerem meine Lieblingskategorie. Man sieht Steuergelder bei der Arbeit und Streitkräfte in ihrer Hauptaufgabe (Vorbereitung auf Krieg und Abschreckung). Sofern es multinational abläuft, ist auch eine professionelle PR mit ästhetischer und bildgewaltiger Berichterstattung sichergestellt.

    pi

  3. @ Hans Schommer

    Da fragt man sich schon, warum die G36 hier scheinbar als MG-Ersatz auf weite Distanz benutzt werden, zumal im selben Video ab 1:08min immerhin ein MG4 zum Einsatz kommt.

  4. @ Bang50 | 14. Juni 2016 – 18:16:
    Einen derart schmähenden Kommentar Ihrerseits verbitte ich mir auf das entschiedenste! Zumal ich ja wohl objektiv nicht falsch liege. Allein dem Ordnungsruf des Hausherrn folgend belasse ich es zum Thema „G36 als lMG“ bei diesem meinem Protest.
    Hans Schommer

  5. Um @Hans Schommer in seiner Auffassung zu bestätigen und die Begründung mitzuliefern, unterstellte ich folgenden REGIE-Ablauf:
    – Aufbau der Kameras,
    – Einrichten der Mikrofone,
    – Übungsbeginn, Motto: „fangt mal an“,
    – „in-Stellung-gehen“ der Truppe,
    – „Action“ als Munitionsverbrauchsschießen, ohne „rehearsal“.
    Anders ist das stümperhaft Verhalten einzelner Schützen nicht erklärbar:
    Stellung am Vorderhang; zwei aufrecht stehende, nach links und rechts blickende Soldaten, TEFhr (?), der finnische Soldat darf auch mal feuern, – nach Blick in die Kamera.
    ArtVorbereitung und CAS nicht mal andeutungsweise erkennbar.
    War zufällig irgendwo Feind aufzuklären, …?
    Bevor der „armchair“ wieder zuschlägt: zu den Miesmachern Truppe gegenüber gehöre ich nicht, dürfte hier bei AG bekannt sein, aber DAS GEHT BESSER, was nicht an den Landsern liegt.

  6. Hans Schommer | 14. Juni 2016 – 18:14
    […]die deutschen Knallköppe. Hirnrissiger Sturmgewehr-Einsatz par excellence.

    Hans Schommer | 14. Juni 2016 – 18:29

    @ Bang50 | 14. Juni 2016 – 18:16:
    Einen derart schmähenden Kommentar Ihrerseits verbitte ich mir auf das entschiedenste!

    Alles klar ;-)

  7. @ Klaus-Peter Kaikowsky | 14. Juni 2016 – 18:58
    Danke für den Flakenschutz! Und Ihre Beschreibung des Szenarios ist auch schlüssig. So weit hatte ich noch nicht gedacht, als ich die Tastatur bearbeitet habe.
    @ Bang50 | 14. Juni 2016 – 19:13
    Ich muss auch Ihnen insofern Recht geben, als meine Wortwahl recht harsch war. Aber eben in der Sache, und nicht einem Kommentator gegenüber. Das macht den Unterschied. M.E. aber nicht weiter diskussionswürdig – ich reiche meine Hand und sehe den Disput als beigelegt an.
    Hans Schommer

  8. Sorry, aber könnte es sein, dass nicht nur die Kapazitäten, sondern auch die Kompetenzen unserer „Presse-und Info-Truppe“ a bisserl im Anschlag sind ?
    Wie kann man sich wg. solcher clips so aufregen ?
    Das sind PR-Clips und keine Ausbildungs-Videos…..Mannohmann….

  9. klabautermann | 14. Juni 2016 – 19:44
    “ … Das sind PR-Clips und keine Ausbildungs-Videos…..Mannohmann….“
    Und damit haben Sie sicherlich recht. Nichts desto trotz müssen die „Landser“ ja irgendwie drauf gekommen sein, so „rumzuballern“. Das darf dann sicher auch all diejenigen ein wenig „elektrisieren“, die sich hier im Blog mit dem Thema befassen.
    Hans Schommer

  10. @klabautermann
    OK, so far.
    Nur gehören GERADE PR-clips, professionell erstellt-ausschließlich professionell, in die Öffentlichkeit.
    Alles andere ist PR-Murks. Darüberhinaus, seit wann weiß BMVgPr um diese Übungsserie, seit vorgestern, oder erher seit einem Jahr? Und da war keine Zeit Vernünftiges auf die Beine zu stellen?
    Die Herrschaften sollten kräftige Anleihen bei der PANZERLEHRBRIGADE nehmen, die wissen um, kennen und können das Geschäft. – Miese PR ergibt miese Echos -.

  11. Aus welchen Einheiten wird das Seebatallion eigentlich rekrutiert?
    Ist das Seebatallion, bzw. dass was wir hier im Video davon sehen kann, vergelichbar mit EGB Einheiten der Fallschirmjäger?

  12. Na es ist doch auf jeden Fall erstmal positiv anzumerken, das unser Seebtl bei infanteristischen Landungsübungen mit anderen Marineinfanteristen zusammenarbeiten kann und dabei als Infanteristen mit der Verbringungsart See agieren kann.
    Das war vor einigen Jahren noch ganz anders! So gesehen ist hier doch ein kleiner Wandel innerhalb der Marine erkennbar, das Seebtl nicht mehr bloß als Force-Protection, sondern als Infanteristen (zumindest teilweise) einzusetzen.
    Vor einigen Jahren hat davon noch niemand geredet! Es wäre zu wünschen, das dieses in der Rolle einzigartige Btl von den Erfahrungen der Partner profitiert! Die Bw hat diese Fähigkeit sonst nicht.

    Wie die Truppe nun genau aufgestellt ist und qualitativ gute infanteristische Arbeit abliefern kann bleibt noch zu beobachten. Immer bedenken: Diesen Auftrag hat das Btl erst seit ein paar Jahren. Sowas kann man nicht von jetzt auf gleich aus dem Boden stampfen, besonders wenn die Marine dabei nicht auf einen infanteristisch erfahrenen Kader zurückgreifen kann!

    In diesem Sinne

    Horrido!

  13. @Frank
    Wenn man das Seebtl fragt ja, wenn man sonst jemanden fragt klares nein. Küsten Kp ist eigentlich nur der spärliche Rest des MSK und die Bordeinsatz KP hat zwar einen sehr speziellen Auftrag aber das war es auch.

    Das manche Kräfte eine etwas falsche Selbsteinschätzung haben wurde vor Somalia leider auf traurige weise deutlich und jemand hat es mit seinem Leben bezahlen müssen.

  14. @Chris

    Könnten Sie das erläutern?

    Ist ja erstmal ein starkes Statement und ein ungemeiner Vorwurf den sie da unserer grünen Marine vorsetzen. Lasse mich gerne überzeugen, aber von dem was ich weiss Kann die Boardingkompanie/Bordeinsatzkompanie sehr wohl mit den „EGB“ Kräften im Heer verglichen werden. Schliesslich umfasst EGB im Heer mehr als FschJg und in einer echten Definition passen da unsere Boarding Teams perfekt rein.

  15. Auftrag der Bordeinsatz KP ist seeseitiges Sichern und unopposed boarding.

    Also für den Fall dass ein Schiff sagt ja ihr könnt kommen und uns durchsuchen oder wenn es keine Antwort gibt. Sollte vom Gegenüber (z.B. Piraten) angekündigt werden, dass man sich mit Waffengewalt wehren würde ist es nicht mehr Auftrag der Boarding Leute sondern KS. Ich persönlich halte das für schlecht und man sollte da lieber in den bald 2 Kp differenzieren und sowohl reine Boarding als auch reine opposed Boarding Kräfte vorhalten aber so ist es zur Zeit nicht.

    Somit würde ich diese Kräfte eher mit spezialisierten Kräften wie Feldjäger Zugriffskräften vergleichen. Die machen ähnliches nur eben an Land und da aber auch gezielt gegen bewaffnete unkooperative Personen.

  16. @Hans Schommer

    Ich gehe seit ca. 10 Jahren davon aus, das solche Einheiten nie vor der Kamera etc. zeigen wie Sie es wirklich machen wollen

  17. Vielleicht sollten wir uns mal in’s Gedächtnis rufen, dass das „Seebataillon“ kein in seiner Gesamtheit operativ einsetzbarer Truppenkörper ist. Die Bataillonsebene verwaltet die nachgeordneten Truppenkörper in den Führungsgrundgebieten – das ist’s – mehr nicht.
    @ ThoDan | 14. Juni 2016 – 22:42: Selbst wenn das so wäre, braucht man sich ja nicht als Amateur darzustellen – jedenfalls nicht so überzeugend.
    Hans Schommer

  18. Ich möchte an dieser Stelle mal auf das wunderschöne Manövergelände hinweisen. Wie wahrscheinlich wäre diese Übung in Deutschland in so einer Natur? Da würde der NABU ganz andere Geschütze auffahren.

    pi

  19. Meine grundsätzliche Meinung zum SeeBtl habe ich ja unter „BALTOPS – NATO & Friends“ schon dargestellt => http://augengeradeaus.net/2016/06/exercise-watch-baltops-nato-friends-demonstrieren-staerke-in-der-ostsee/

    Thema Vergleichbarkeit EGB-Fallschirmjäger und Boardingkompanie, die Boardingkompanie war mal gut. Spätestens mit der Aufstellung des SeeBtl und dem fast kompletten Austausch der Teamführer und dem Ausscheiden der altgefahrenen Mannschaftsdienstgrade und der Tatsache das es keinen Zugang zu Lehrgängen der spezialisierten Kräfte gibt ist die Boardingkompanie auf keinem guten Stand.

    Die Kompanieführung der letzten Jahre hatte in Teilen bewusst kein glückliches Händchen bewiesen um die Kompanie auf Stand zu halten oder weiterzuentwickeln.

    Auf Marinesicherungseite war die eigentliche Vergleicheinheit zu EGB die „Schnelle Einsatzgruppe“ des SEK-M aber die ist ja Geschichte.

  20. @Chris
    @derGrüne

    Ich befürchte sie liegen vollkommen falsch.

    1. Die Bordeinsatzkompanie besteht im Bereich der Teamführer zu 80% aus den gleichen „alten“ Teamführern der BoardingKp. Der Rest ist normale Personalveränderung und Nachwuchs hat noch keinem geschadet

    2. An der bisher ja wirklich guten und spezialisierten Ausbildung hat sich durch den Namenswechsel nichts negativ geändert – im Gegenteil durch die neuen Aufträge ist sowohl das Material deutlich moderner und vielfältiger geworden und die Ausbildung noch breiter.

    3. Der Zugang zu den „spezialisierten“ Lehrgängen besteht nach wie vor. Analog zur EGB Pipeline werden aber die Soldaten der Kompanie am Standort in ihrer eigenen „Pipeline“ ausgebildet. Grund hierfür ist schlichtweg, dass die EGB Pipeline nicht auf den Auftrag der Boardingkräfte zugeschnitten ist. Eine punktuelle Harmonisierung wird über gemeinsame Lehrgänge erreicht. Jedoch und da komme ich zu 4.

    4. Es gibt keine „EGB“ Kräfte per se. Was es gibt sind spezialisierte Kräfte Heer EGB. Und dieses „EGB“ hat das Heer für sich definiert. Also fragen sie mal nach was ein LLPio EGB denn so macht und besonderes kann. Schießausbildung? Verbringungsverfahren? Auftrag?
    Folglich kann ich das was da übrig bleibt auf die Marine übertragen und werde feststellen, dass die Boardingkompanie genau das nach wie vor macht und hat. Eine besondere und intensive Schießausbildung, besondere Verbringungsverfahren und Taktiken und eine lange Zusatzausbildung aufbauend auf der in der Verwendungsreihe 76. Und da schließt sich der Kreis eben: Die Grundbefähigung ist der Marinesicherungsdienst – die erweiterte Grundbefähigung ist die Zusatzausbildung Boarding – so einfach kann man den Vergleich schließen. Vielleicht tut ihnen die Marine ja mal irgendwann den Gefallen und nennt die Kräfte dann spezl Kr M EGB – vielleicht hilfts.

    Trennung

    Hat die Lw denn sowas mit den Kampfrettern vor? Spezl Kr Lw EGB ?

  21. Ich kann mich nur wundern, wovon hier einige Infantristen träumen. Das SeeBtl ist eine reine Objektsicherungs-und -schutztruppe mit einem Visit&Search-Wurmfortsatz aka Boarding-Kompanie. Das sind keine Marines, und das werden die auch nie werden.
    Zum Thema Video. Ich habe ja weiter oben auf die Kapazitäten und Kompetenzen unserer Presse-und InfoTruppe hingewiesen. Wie soll denn so ein „Video-Trupp“ über die Schlammzonenfachkompetenz verfügen, die dann auch Fachleute in begeisterte Jubelrufe ausbrechen läßt ? Zweitens, wie viele Aktivitäten der BW in Sachen Einsatz und einsatzähnliche Übungen kann denn die BW-PR-Truppe zZt. kompetent abdecken ? Die hecheln wahrscheinlich mit heraushängender Zunge von einem Stunt zum nächsten, um ein paar „goile“ shootings einzufahren wie diese blödsinnige Rumballerei der „Germann/Finnish Marines“…….und das alles im Rahmen der Nato-Virtual Reality Show mit Titel „Mehr Schein als Sein“ /SCNR

  22. @Klabautermann

    Ich wundere mich eher wie weit weg sie bereits von der Realität sind.

    Ohne jetzt hier den großen Schild auszupacken, bin ich erschüttert welches Bild hier einige Kommentatoren von den Soldaten und Fähigkeiten des SeeBtl haben. Ich empfehle dringend sich eingehend mit dem Verband zu beschäftigen und die Latrinenparolen von früher ad acta zu legen.

    Im weiteren halte ich es für unlauter von „dem SeeBtl“ zu sprechen – hier müssen alle Einheiten separat betrachtet werden. Und da von einer reinen Objektschutz und Schutztruppe zu sprechen ist schlichtweg falsch.

    Zum oben gezeigten Video: Da bleibt mir nur auch Kopfschütteln und ich bin gespannt wie das Ding hier kommuniziert wird – bzw. was die Hintergründe für die eingeteilten Führer (sowohl FIN als auch DEU) waren.

  23. @Jas

    Manchmal verhilft ein wenig Abstand zur Realität zu einer realistischeren Sicht ;-)
    Wer alles können will, der kann am Ende goar nix mehr richtig….und schon gar nicht durchhaltefähig.

  24. So, die Russen können ausatmen. Die Masse der BALTOPS-Einheiten hat sich geordnet nach Westen verzogen, auch die Nachhut – S-73, S-76 und S-80 – steht schon westlich Borholm und läuft Heimatkurs mit 23 kts.
    Elbe und S-75 sind vorausgehumpelt und stehen kurz vor Warnemünde….mein oller Zobel hat wohl seit einigen Tagen Antriebsprobleme (Getriebeschaden ? Oder Propeller abgefahren ?).
    Schade, dass die Jungs&Mädels bei ihrer letzten „Feindfahrt“ keinen netten Auslandshafen am Wochenende in der Mitte der Übung hatten. Hermelin war noch nicht einmal in Tallin dabei – die eine Nacht in Exelösund war wohl ein kleines Trostpflaster.
    OK, nun also: DWBH !

  25. @ BlauGrün,

    ich möchte Ihnen jetzt nicht zu nahe treten aber Sie vertreten genau die rosarote Sichtweise die von Seiten der Führung gewünscht ist und Sie machen auf mich den Eindruck das Sie nur die Bordeinsatzkompanie kennen und ihren Vorgänger die Boardingkompanie nie kennengelernt haben.

    Aber zu Ihrer Aufzählung.
    zu 1) Die Masse der Teamführer aus Zeiten des SEK-Ms ist ausgeschieden, hat sich freiwillig versetzten lassen oder wurde versetzt. Das was Sie jetzt als die alten Teamführer kennen hat evt. zum Ende/ Wechsel SEK-M-SeeBtl angefangen gehört aber nicht zu den alten/ erfahrenen Teamführern.

    zu 2) Die Ausbildungszeit wurde mit zusätzlichen Inhalten angereichert was dazu führt das Abstriche an anderer Stelle notwendig wurden.
    Die Bundeswehrweit nicht genau definierte Einstufung „spezialisiert“ hat z.B. zur Folge das Lehrgänge am AusbZSpezlOp besucht werden können die für die reguläre Truppe nicht grundsätzlich zugänglich sind. So war z.B. in der Boardingkompanie der CFR-A und Bravo Standard, heute gibt es max. den EH-B.

    zu 3) Der Zugang zu “spezialisierten” Lehrgängen hat nichts mit der EGB-Pipeline gemein, die EGB der Fallschirmjäger haben andere Aufgaben als die Boardeinsatzkompanie, der Vergleich bezieht sich auf eine vergleichbare Qualität/ Einstellung. Und was den Zugang zu den entsprechenden Lehrgängen angeht siehe Pkt. 2.

    zu 4) Mir geht es nicht um einen Namen sondern um die Einstufung und Qualität/ Einstellung als solches weil durch die Einstufung andere Beschaffungsmöglichkeiten vorhanden sind, weil wie angesprochen Lehrgänge am AusbZSpezlOp möglich sind ohne Einzelfallentscheidung und Vitamin B, weil ggf. andere Vorschriften gelten usw.

    Die Qualität der Ausbildung ist immer stark davon abhängig wie gut der Ausbilder ausgebildet wurde und wie sein persönliches Interesse ist. Wenn ich die Ausbilder aber nicht strukturiert und extern Aus -und Weiterbilde kann nur wenig dabei raus kommen.

    Ich finde es ja gut das die Marinesicherung die Möglichekit bekommt über den Tellerrand zu schauen, aber ich befürchte das die Erfahrungen auf Ebene Teileinheit/ Einheit nicht aufgearbeitet werden und in die eigene Entwicklung des SeeBtls einfließen, das ist schon daran zu sehen das die Zusammenarbeit mit den Niederländern politisch schön dargestellt wurde aber ohne ein Ziel zu definieren.

    Aber grundsätzlich legen Sie bitte die politisch korrekte rosarote Brille ab und gehen mit offenen Augen durch die Marinesicherungs-Welt.

  26. @ DerGrüne | 15. Juni 2016 – 22:55:
    Zustimmung von Heeresseite! Wie kann man auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, dass es bei der Marine anders läuft als beim Heer.
    Hans Schommer

  27. Passend zu dieser Übung, am 11. Juni 2016:

    Schweden gibt bekannt: Es gab kein russisches U-Boot vor Stockholm

    In einem Artikel vom Samstag, 11. Juni 2016, berichtet sverigesradio (Radio Schweden), dass die schwedische Regierung beziehungsweise der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist mittgeteilt habe, dass das 2014 von Schweden an der Küste Schwedens vermutete russische U-Boot eben kein russisches, sondern ein schwedisches U-Boot war. In einem weiteren Artikel (Interview) bei sverigesradio sagt der Verteidigungsminister sogar, dass diese Information schon seit 2015 vorliegt, aber geheimgehalten wurde. Konkret bezog sich der Verteidigungsminister dabei auf ein Signal, dass ursprünglich von den Schweden beziehungsweise internationalen Medien, Politikern und Militärs einem ausländischen, mutmaßlich russischen U-Boot zugeordnet wurde und gleichzeitig als definitiver wie auch als “letzter vorhandener Beweis” für die Existenz des angeblichen russischen U-Bootes vor Schwedens Küsten galt. Damit gibt es kein “Beweisstück” oder Indiz mehr für ein fremdes, ausländisches, feindliches, unbekanntes und/oder russisches U-Boot vor Schwedens Küsten in den Jahren 2014 und 2015. Genau dies räumte der schwedische Verteidigungsminister ebenfalls ein.

    […]

    Radio Schweden erwähnt auch noch ein weiteres verdächtiges und als russisch eingestuftes U-Boot, das bei einer Marineübung am Leuchtturm Vindbåden im Frühjahr 2015 beobachtet wurde. Auch dieses U-Boot sei aber kein russisches, sondern ein deutsches U-Boot gewesen. Auch diese Analyse der schwedischen Militärs wurde jetzt erst durch die Angaben des Verteidigungsministers bekannt. Damit lösen sich die Fälle angeblicher Sichtungen russischer oder anderer unerwünschter ausländischer U-Boote in Schweden in den Jahren 2014 und 2015 in Luft auf. Das angebliche Beweisbild zeigte nur ein normales Boot, ein Arbeitsboot. Die angeblichen Sonarsignale von russischen U-Booten stellten sich nach schwedischen Angaben als Geräusche eines deutschen und eines schwedischen U-Bootes heraus. Die Militärs beziehungsweise die schwedische Regierung gaben das selbst bekannt, wenn auch teilweise mit monatelanger Verzögerung.

    […]

Kommentare sind geschlossen.