Tollkühne Männer in fliegenden Kisten: Vorbereiten auf die ILA

20140520_ILA_A400M

In einer knappen Woche beginnt in Berlin die ILA, früher stand das mal für Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung und heißt heute Berlin Air Show. Das ist für Augen geradeaus! ein wichtiger Termin, denn die ILA ist eben nicht nur eine Air Show, sondern mit ihrem bedeutenden Anteil von Rüstungsprodukten und der Bundeswehr als größtem Aussteller die wichtigste, eigentlich die einzige Rüstungsmesse auf deutschem Boden.

Also stelle ich mir jetzt mein Programm für die ersten ILA-Tage zusammen (Offenlegung: Ich werde auch ein Panel zum Thema unbemannte Systeme für das Heer moderieren), und so einiges an Pflichtterminen ist schon zusammengekommen. Gleich zum Auftakt habe ich mir für den Morgen des 1. Juni ein Pressegespräch der Bundeswehr vorgemerkt, das ich schon wegen der Location nicht verpassen darf: Das findet statt im Laderaum eines A400M-Transportflugzeugs der Luftwaffe.

(Archivbild: A400M auf der ILA 2014)

 

16 Gedanken zu „Tollkühne Männer in fliegenden Kisten: Vorbereiten auf die ILA

  1. @ T.W.

    Wunderbarer Titel, danke dafür! :-D Und eine glückliche Hand für das Panel, könnte ja emotional werden…

    (Jetzt hab ich die Fröbelsche Ein-Mann-Blaskapelle im Ohr und seinen begnadeten Ausruf: „Gibt nix, was ein deutscher Offizier nicht kann!“ – Naja, passt ja auch zum Thema und seine Beschaffer… /SCNR)

  2. „Panel zum Thema unbemannte Systeme für das Heer moderieren“ – das könnte ja auch aus den aktuellen Haushaltsgründen interessant sein.

    Wäre interessant zu wissen, wann man da nun mal vorankommen will und kann. Denn auch da kann man nicht mehr lange von der Substanz (Luna/ KZO) Leben.

    Oder man unterhält sich auf der ILA wieder eher über Visionen 2030+.

    Wird das Heer – wie letztes mal die Luftwaffe – einen Mitschnitt für AG.net erlauben?

  3. @TW
    pressekonferenz im laderaum der a400m :
    1. hoffentlich AM BODEN (zu ihrer sicherheit)
    2. hoffentlich mit eingebauten gearboxen ( NUR zum gewichtsausgleich versteht sich, zu anderem nicht zu gebrauchen:)
    s f

  4. zu spät….Bauhelm, festes Schuhwerk, Unfallversicherung fiele mir noch ein

    Auf die Antworten bin ich mal gespannt, obwohl …..
    Angenehme und spannende Gespräche, Herr Wiegold.

  5. Werde die Berichterstattung mit Interesse verfolgen. Vielleicht ist es ja möglich ein paar Videos vom Panel und dem A-400 auf youtube hochzuladen ?

    Lg, tluassa

  6. … vielleicht hat jemand/-frau soviel A. in der Hose und schickt das Möbel nach dem Ende der Veranstaltung auf der Weiterflug nach Speyer. Im Museum dort gäbe es jetzt noch einen Ehrenplatz.. Auch für Tigerleins und NH-90er. „Tagtraum aus“.

  7. Ich verstehe ehrlich gesagt die Häme zum A400M nicht. Jeder neue Flieger hat Kinderkrankheiten. Unter dem damaligen Minister und seinem Sts wurde einfach ein schlechter Vertrag geschlossen. Das war so vorgegeben, die politische Leitung wollte genau diesen schlechten Vertrag. Noch dazu hat die Politik vorgegeben, dass das risikoreichste mögliche Vorgehen beim Flugzeugbau überhaupt gewählt wurde: Niemand sonst auf der Welt käme auf die Idee, Zelle und Antrieb neu zu entwickeln! In einem der beiden Bereiche muss eine risikoarme Vorgehensweise gewählt werden! Der Vertrag war von Anfang an nicht zu erfüllen! Bei der ersten Krise nach 4/5 Jahren wurde auf der alten Juristenweisheit herumgeritten: Pacta sunt servanda. Was aber, wenn der Vertrag auf einer anfänglichen Unmöglichkeit basierte? Die Mehrkosten liegen unter 50%, die Verzögerungen betragen ein paar lumpige Jahre, welches andere militärische Flugzeugentwicklungsprogramm kann das von sich behaupten? Das Projekt ist eigentlich ein Erfolg und das Flugzeug ist toll und wird erfolgreich sein. Und falls die Frage kommt: Ja ich meine das ernst. Dieser Beitrag ist frei von Ironie und von Sarkasmus.

  8. @ Rüstungsfritze | 26. Mai 2016 – 23:25
    Ich teile Ihre Auffassung vollumfänglich. Die Hauptursache der Probleme haben Sie treffend aufgezeigt. Ich meine auch, dass dieses Projekt weiter „durchgezogen“ werden sollte. Das europäische Ingenieurpotential im Bereich der Luftfahrzeugtechnik wird Lösungen finden. So wie es nach der Wiederauferstehung der europäischen Luftfahrzeugindustrie auch geschah. Wir sollten das Feld und den Markt nicht den Amerikanern und Russen überlassen.
    Und einen „Tritt in den Hintern“ brauchen nicht die Industriellen, sondern die für die Rüstung zuständigen Politiker in der EU.
    Hans Schommer

  9. @Rüstungsfritze

    Echt jetzt? Sind sie auch Fan des NH90, Tigers oder der F-35?

    Die Werden sicher auch alle ganz toll.

  10. @Rüstungsfritze: Unter dem nachfolgenden Aspekten haben Sie natürlich absolut recht.
    Wirtschafts Woche vom 25.Mai 2016:
    Airbus in Turbulenzen – Die Pannenserie bringt Tom Enders in Bedrängnis
    Unsichere Militärtransporter, abstürzende Hubschrauber, verspätet ausgelieferte Ziviljets: Airbus-Chef Tom Enders muss an allen Ecken des Luftfahrtkonzerns Krisen bekämpfen.

    Das war ja alles so politisch vorgegeben und gewollt!?

    Siehe auch http://washpost.bloomberg.com/Story?docId=1376-O7Q10A6VDKHU01-1L1QGI0AELL47V7BMSELKQD9IP und http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2741798/Neue-Pannen-beim-Milit%C3%A4rflieger-A400M#/beitrag/video/2741798/Neue-Pannen-beim-Militaerflieger-A400M-

  11. Die neue ILA nach Angaben des Veranstalters in diesem Jahr die Messe der Umstellung. Man hat anscheinend begriffen, dass die ILA noch nie auf Augenhöhe mit den Messen in GB und F stand.

  12. Bericht der Washington Post…

    War das bisher den ein Forderung seitens GER an den A400M?

    [..]refueling helicopters or returning fire when under attack.

    Air refueling haben doch nur die Franzosen geofordert, oder???
    sollte mit returning fire ein Selbstschutz system gemeint sein, selbst da haben wir doch auch noch keines geordert, oder liege ich hier etwas falsch???

    Danke & Grüße

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