Mehr als Flecktarn: Neues Multitarn-Muster für die Bundeswehr

multitarn

Der Begriff Flecktarn hat sich in den vergangenen Jahrzehnten für die Tarnmuster auf den Kampfanzügen der Bundeswehr durchgesetzt. Jetzt kommt ein neues Design  hinzu: In mehrjähriger Arbeit entwickelte das Wehrwissenschaftliche Institut für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB) ein eigenes Multitarn-Muster für die deutschen Streitkräfte, das in verschiedenen Einsatzgebieten getragen werden kann. Es soll zunächst den Spezialkräften zur Verfügung stehen, auf derenen Initiative das neue Design entstand, langfristig aber auch anderen Truppenteilen (offensichtlich in der logischen Erkenntnis, dass einzelne Soldaten mit abweichender Uniform leichter zu identifizieren sind). Parallel zum neuen Multitarn-Muster entwickelte das WIWeB auch einen neuen Schneetarnanzug für die Gebirgstruppe.

Das neue Multitarn-Muster, so erläuterte der zuständige WIWeB-Entwickler Alexander Dietel in einem Fachbeitrag für den Wehrtechnischen Report, wurde als Tarnmuster für beliebige geografische Umgebungen angelegt. Es ist damit nicht wie das derzeit übliche Fünffarb- oder Dreifarb-Flecktarn auf die Situation in Europa oder in Wüstengegenden wie Afghanistan beschränkt. Das Design richtet sich an einer mittleren Helligkeit aus, sagte Dietel im Gespräch mit Augen geradeaus!. Für den dauerhaften Einsatz in Regionen zum Beispiel mit hohem Waldanteil wie in Europa sei allerdings weiterhin die Nutzung des bislang gebräuchlichen Fünffarbmusters sinnvoll.

Eine wesentliche Neuerung des Multitarn-Musters ist die bessere Tarnwirkung –  über den für das menschliche Auge sichtbaren Bereich hinaus – im so genannten nahen Infrarotbereich von 700 bis 1200 Nanometern, in dem Nachtsichtgeräte und Restlichtverstärker arbeiten. Das unterscheidet die deutsche Neuentwicklung von dem weltweit verbreiteten und auch von deutschen Spezialkräften genutzten MultiCam-Muster, bei dem die Sichtbarkeit im nahen Infrarot nicht spezifiert ist und von der technischen Umsetzung in den jeweiligen Streitkräften abhängt.

—- Hier eine Korrektur: Das Foto unten zeigt NICHT die Sichtbarkeit von Fünffarb-Flecktarn  und Multitarn im Nachtsichtgerät. Sondern die Vergleichbarkeit von (privat beschafftem) Fünffarb-Flecktarn, der nicht den technischen Anforderungen entspricht (links) mit technisch einwandfreiem Fünffarb-Flecktarn (rechts) – als Beispiel dafür, wie sehr sich Abweichungen, die mit bloßem Auge unsichtbar sind, im Nachtsichtgerät auswirken können. (da hatte ich was missverstanden)

multitarn_restlicht_vs5TD

— Ende Korrektur —

Das neue Muster in mitteleuropäischer Umgebung in Storkow in Brandenburg:

multitarn2

… und beim Vergleichstest in Afghanistan (das letztendlich ausgewählte Muster ganz rechts; ganz links der derzeit genutzte deutsche Tarnanzug):

multitarn_test_AFG

Die technischen Parameter des Multitarn-Musters sollen nach WIWeB-Angaben jetzt in Technischen Lieferbedingungen (TL) spezifiert werden, damit Aufträge an Hersteller erteilt werden können. (Zum Vergleich die TL für den Fünffarb-Tarndruck.)  Im Unterschied zu den bisherigen Mustern der Truppe hat sich die Bundeswehr mit einem eingetragenen Designschutz die Kontrolle über die Verbreitung dieses Tarnmusters gesichert; damit soll unter anderem verhindert werden, dass Ausrüstungsteile mit dieser Tarnung auf dem Markt erhältlich sind.

Die Entwickler arbeiten derzeit übrigens noch an einem weiteren Tarnmuster: Ausrüstungsgegenstände wie Schutzwesten oder Rucksäcke sollen nicht mehr wie bisher mit entweder Fünffarb-Flecktarn oder WDreifarb-Flecktarn auf bestimmte Einsatzregionen festgelegt werden, sondern eine ebenfalls universelle Tarnung erhalten. Die derzeitige Situation führt bisweilen dazu, dass Soldaten die beiden Farbvarianten mischen müssen, weil nicht von jedem Ausrüstungsteil beide Varianten vorgehalten werden können.

Nachtrag: Das Verteidigungsministerium betont, es gebe keine Entscheidungen über die Nutzung des neuen Tarnmusters in der Truppe. Das kann ich erst mal nur so weitergeben.

(Die Meldung zum Multitarn-Muster fand sich zuerst beim Kollegen Jan-P. Weisswange, der auch an dem oben erwähnten Wehrtechnischen Report mitgearbeitet hat.)

(Fotos: WIWeB/Bundeswehr)

47 Kommentare zu „Mehr als Flecktarn: Neues Multitarn-Muster für die Bundeswehr“

  • Anubiswaechter   |   15. Januar 2016 - 14:16

    Vier Fragen (insb. @J-P-W):
    1. Welche (insb. sicherheitspolitischen) Gründe sprechen für den Designschutz? Wirtschaftliche Gründe werden es wohl nicht sein.
    2. Was kann man sich unter einer ‚universellen Tarnung‘ für die persönliche Ausstattung vorstellen? Oder anders: Wie universell kann eine Tarnung sein, die in Regionen wie Afghanistan ebenso effektiv ist, wie im mitteleuropäischen Mischwald?
    3. Inwieweit wird die neue Tarnung die Wärmestrahlung verringern können, um Aufklärung durch bspw. Wärmebildgeräte zu erschweren? Ist mit der neuen Tarnung der Einsatz neuer/anderer Materialien beabsichtigt?
    4. Rein spekulativ: Ab wann kann -voraussichtlich- mit der Einführung bei den ersten regulären Truppenteilen gerechnet werden?

  • PHP 7.0   |   15. Januar 2016 - 14:56

    Wahrscheinlich werden dann wieder 10 Jahre vergehen, bis 5% der Streitkräfte umgekleidet sind. “Multitarn ist nicht verfügbar, aber Tropenflecktarn in Mali muss doch auch reichen. Für Patrouillenfahrten brauchen sie doch eh keine Tarnung im KfZ!“

  • Stephan L.   |   15. Januar 2016 - 14:58

    Ebenfalls interessant: Wird das neue Tarnmuster nur für die spezifische Kampfbekleidung (wie Einsatzkampfjacken und -hosen) eingeführt oder auch für den „normalen“ Feldanzug der damit ausgestatteten Einheiten?

    Wird für die neue Bekleidung ein neues Schnittmuster eingeführt (ähnlich wie beim Wechel von der BDU zur ACU in den amerikanischen Streitkräften) oder wird einfach die bereits eingeführte Produktpalette um ein neues Muster ergänzt?

    Und welche Auswirkungen hat das jetzt auf die angedachte Kampfbekleidung Einsatz/Übung?

    Ist wirklich angedacht, zumindest langfristig eine wirklich querschnittliche Ausstattung der Truppe durchzuführen, oder werden die Sätze wieder nur in homöophatischen Mengen beschafft? Dass zuerst Spezialkräfte und dann einsatzgehende Verbände ausgestattet werden, ist natürlich logisch, und dass die bisherigen Feldanzüge für den Tagesdienst absolut ausreichend sind, ebenfalls. Aber meiner Meinung nach wäre es sinnvoll, zumindest langfristig jedem Soldaten zumindest einen Satz anständige Bekleidung für den Gefechtsdienst auf den BAN zu packen.

  • ari127mm   |   15. Januar 2016 - 15:01

    Da hätte man für die Deutsche Marine auch ein neues Flecktarnmuster entwickeln können…u.a. Multitarn mit blau…so ähnlich wie es bei der U.S. Navy getragen wird…würden jedenfalls besser aussehen anstatt das Fünffarb-Flecktarn welches man auf den Marineeinheiten trägt….somit wären Marinesoldaten mit abweichender Uniform ebenfalls leichter zu identifizieren ;)

  • Martin   |   15. Januar 2016 - 15:17

    Verdächtige Ähnlichkeit zum niederländischen NFP Muster!

    http://www.strikehold.net/2014/10/27/netherlands-fractal-pattern-nfp-camouflage-finally-officially-adopted/

    Warum bündelt man nicht die Kräfte? Gibt es Untersuchungen, die sich mit der Effizienz des aktuellen Flecktarnmussters beschäftigen und daher Handlungsbedarf gesehen haben?

  • Einfach ich   |   15. Januar 2016 - 15:23

    @Anubiswaechter

    Zu 1: Sicherheitspolitische würde ich weniger vermuten…aber damit lässt sich wunderbar verhindern das jeder Landser sich im Army Shop mit minderwertiger Ware eindeckt.

    Zu 2-4 bin grad ICH sehr auf die Antworten gespannt…

  • csThor   |   15. Januar 2016 - 15:28

    @ Anubis

    (Erstmal gesundes neues Jahr ;)).

    1.) Angesichts der im letzten Jahr mehrfach aufgekommenen Debatte über Uniformierung und „Eigenbeschaffung“ (speziell bei persönlicher Ausrüstung) – sprich das Rüffeln der Truppe für „uneinheitliches Auftreten“ – gepaart mit dem Fakt, daß in Afghanistan offenbar Aufnahmen von Helmkameras und gerüchteweise auch Überwachungskameras zumindest in Einzelfällen für die Kontrolle der „Einheitlichkeit des Auftritts und der Uniform“ genutzt worden sind, scheint zumindest für mich dafür zu sprechen, daß es dem Ministerium und der BW-Führung wohl vor allem um die Eindämmung der privat beschafften persönlichen Ausrüstungsteile geht.

    Was, wie ich süffisant anmerken möchte, aber nur Sinn macht, wenn man einerseits genug und andererseits qualitativ hochwertiges und vor allem praktisches Material beschafft und nicht so einen vorsintflutlichen Müll wie jüngst diese Uralttragekoppeln.
    Womit wir flugs bei Frage 4 wären … Die Antwort darauf würde mich auch interessieren. Es sei denn, natürlich, die neue Ausrüstung wird wieder nur in homöopathischen Dosen angeschafft und die allermeisten sehen die eh nie in Wirklichkeit vor sich.

  • Werferfehler   |   15. Januar 2016 - 15:34

    Also, mich überzeugen die Bilder nicht, die Sichtbarkeit ist fast gleich.
    Jetzt eine etwas defätistische Frage: Kann es sein, dass die genannten „Spezialkräfte“ zwar irgendwann demnächst ihre neue Oberbekleidung bekommen, oben drauf aber Rucksäcke, Koppel, Nässeschutz und sonstige Ausrüstungsteile tragen werden wie bisher? Und könnte es sein, das diese Ausrüstungsteile den Erfolg (so er denn vorhanden ist, ich zweifle daran) der unten getragenen Kleidung wieder zunichte macht?
    Werferfehler

  • J-P-W   |   15. Januar 2016 - 15:55

    @ Anubiswaechter: Ich bin doch selbst nur Zeitzeuge!
    zu 1) Hierzu hat Thomas doch schon geschrieben: Man will wahrscheinlich vermeiden, daß noch vor der Einführung des Multitarndrucks in die Bundeswehr bereits die Südturgusische Prinzengarde oder das FSK900 MilSim-Team Bodensee Triangle mit Klamotten in diesem Muster herumlaufen.
    zu 2) Ich vermute, das wird ein Farbton oder Muster sein, daß gleichermaßen gut zu den eingeführten Tarnschemen passt. Das USMC hat es beispielsweise durch den Braunton „Coyote“ gelöst. Die Stiefel und die Gefechtsausrüstung in diesem Farbton werden sowohl zu Marpat Woodland als auch zu Marpat Desert getragen.
    Zu 3): Für ein Wärmeabstrahlungsmanagement ist das Tarnmuster aus meiner Sicht allenfalls eine Ergänzung – wenn auch eine wirksame, wie ja das WIWeB auf seinen Bildern zeigt. Dennoch: Bei dieser Thematik kommt es in erster Linie auf die verwendeten Materialien an. Meist handelt es sich um Überanzüge, die entweder Abstrahlung unterbinden sollen oder durch Reflektionstechnologie den Träger des Überanzugs mit der Umgebung verschmelzen lassen. Auf jeden Fall gewinnt der Schutz vor Aufklärung durch nachtsichttechnik zunehmend an Bedeutung.
    Zu 4) Da kann ich auch nur spekulieren. Zumal die Schwerpunkte der Spitzenkräfte dieser stolzen Streitmacht derzeit ja eher bei deren Transformation zur attraktiven Arbeitgeberin liegen. Und als deren Kriterien wiederum dienen ja offensichtlich nicht unbedingt Arbeitskluft und Handwerkszeug, sondern eher Freizeit und Familie. ;-)

  • T.Wiegold   |   15. Januar 2016 - 16:03

    (Randbemerkung: Ist der Eintrag irgendwo verlinkt worden? Die Response-Zeiten des Servers gehen gerade verdächtig in die Knie…)

  • Koffer   |   15. Januar 2016 - 16:14

    @T.W.
    Facebook

  • Ich putz' hier nur   |   15. Januar 2016 - 16:21

    @T.Wiegold | 15. Januar 2016 – 16:03

    Hat auf jeden Fall seinen Weg zu reddit (/r/de) gefunden.

  • Martin   |   15. Januar 2016 - 16:22

    @TW:
    Ist vorhin auf /r/de aufgetaucht und auch in den Feedreadern ist er vor kurzem reinekommen.

    https://www.reddit.com/r/de/comments/413dzb/mehr_als_flecktarn_neues_multitarnmuster_f%C3%BCr_die/

  • Karl Meier   |   15. Januar 2016 - 16:46

    Die Aussage zu MultiCam kann ich nicht nachvollziehen. Einerseits sagt die Seite des Herstellers (bzw. des Tarnduckes) etwas anderes und auch wenn ich die US-amerikaner nicht für halbgötter halte, kann ich mich der Vermutung nur schwer widersetzen, das solche Faktoren doch auch ein Rolle spielen.

    Kosten:
    Wenn man die Entwicklungszeit von ca. 10 Jahren mitrechnet, ist dies nun wahrlich ein (schlechter). Ausser MultiCam gibt es schliesslich noch andere Drucke (ATACS, Pencott und wie sie alle heissen). Diese sind Marktverfügbar (inklusive der Ausrüstung und diverser anderer Materialien wie Cordura, Gurtband etc.) Wenn nun der deutsche Druck bei allem extra und nur nach Auftrag gedruckt und verarbeitet wird, werden die Preise für Bekleidung und Ausrüstung in die Höhe gehen. Und wenn man die Forderung an den „nahen Infarotbereich“ an die verschiedenen Hersteller gibt werden die sich dem sicherlich nicht widersetzen.

    Mal wieder das Rad neu erfunden, auch wenn es marktverfügbar genug andere, billigere Lösungen gegeben hätte. So hat die WIWEB aber weiter Ihre Daseinsberechtigung. Anstatt sich bei Bekleidung und Ausrüstung um neue Materialien und bessere Schnittmuster zu kümmern kommt nun also ein Tarnmuster, das man bei OEF gebraucht hätte. Mit Kosteneffizienz hat das nix zu tun!

    Nachbrenner: gibt es eine Erhebung wie oft Träger von MultiCam (ist am verbreitetsten) durch den Mangel im nahen Infrarotbereich bei Einsätzen aufgeklärt wurden?
    Und wieso ist dies (wenn wirklich so) bei den anderen Armeen die Multicam oder deren Derivate nutzen (UK, Dänemark, Polen, Australien und die gesammelten SF der Welt) scheinbar unwichtig für die WIWEB aber ein herausragendes Kriterium?

    ergo: wie real ist diese Forderungen vor allem in Zeiten der asymetrischen Kriegsführung

  • Koschtnix   |   15. Januar 2016 - 16:53

    Nur so ein Gedankenspiel: Aber wenn man mit dem Designschutz die kommerzielle Weiterverbreitung durch Leo Köhler und Co. unterbindet, so unterbindet man auch die Gefahr in möglichen Einsatzländern auf die gleiche Uniformierung zu treffen. Ich kann mich an Bilder aus dem Kosovo und der Ukraine erinnern, wo diverse Splittergruppen komplett in Flecktarn eingekleidet waren oder sind. Da die Produktion dieser Kleidung allerdings in Schwellen-und Krisenländern stattfindet, bei Leo Köhler zum Beispiel in Tunesien, kann der oben genannte Gedanke, bei Erstürmung und Inbesitznahme der Manufakturen auch obsolet sein!

  • J-P-W   |   15. Januar 2016 - 17:06

    @ Karl Meier: Da die Nachtsichttechnologie immer erschwinglicher wird und mittlerweile sogar beim polizeilichen (!) Gegenüber auftaucht, ist der Schutz vor Aufklärung durch Nachtsichttechnik auf jeden Fall ein Thema – auch bei der asymmetrischen Kriegführung.

  • Der Husar   |   15. Januar 2016 - 17:20

    @T. W.:

    Der Link ist auf einigen Facebook-Seiten geteilt wurden (Sierra-313 etc.)

  • Karl Meier   |   15. Januar 2016 - 17:36

    @JPW:
    Das ist mir klar. Aber ob DAS der Grund zur Aufklärung ist stelle ich in Frage! Es ist ja nicht so das der Soldat dadurch unsichtbar ist. Es ist ja nur ein Faktor. Zentraler sehe ich die Frage:

    Wieso ist dies (wenn wirklich so) bei den anderen Armeen die Multicam oder deren Derivate nutzen (UK, Dänemark, Polen, Australien und die gesammelten SF der Welt) scheinbar unwichtig aber für die WIWEB ein herausragendes Kriterium?

  • Irikog   |   15. Januar 2016 - 17:36

    Ich denke es ist ein totgeborenes Kind.
    Bei idz war es auch. Man hat auch erst nach Einführung festgestellt das Ausrüstung von Verbündeten nicht an die Weste passt (unabhängig ob es erlaubt ist) und siehe idz es ist plötzlich mit Molle.

    Es ist doch typisch Bw etwas neben allen anderen zu entwickeln und einzuführen, obwohl es keiner „in der Schlammzone“ will.

    Gerade in Hinsicht auf Zusammenarbeit innerhalb der NATO wäre eine Einführung einer Nato-Uniform (evtl. Sogar Tarn und Schnitt) sinnvoll UND günstiger.

    Aber solange wir im Inland eh noch mit dem KTS 95 rumlaufen, habe ich eh keine „Hoffnung“ eine andere Tarnfarbe zu bekommen unabhängig ob nun MultiTarn oder MultiCam

  • Memoria   |   15. Januar 2016 - 17:57

    @JPW:
    Richtig. Die Gegenseite in verschiedene Einsatzregionen und möglichen Einsatzgebieten investiert schwerpunktmäßig in Nachtsichtmittel. Auch im Bereich Nachtkampf sind erhebliche Bemühungen erkennbar.

    Währenddessen fühlen wir uns Weltklasse, aber kommen seit Jahren nicht voran.

    Wie vom BMVg bestätigt, gibt es derzeit noch nichtmal eine Beschaffungsplanung für die neue Bekleidung.

    Man hat, wie bereits erwähnt, erst dieses Jahr begonnen die neue Einsatzbekleidung einzuführen (mit sehr geringen Stückzahlen).

    Zudem wäre es mal an der Zeit die Rolle des WiWEB zu hinterfragen. Warum entwickelt eine Dienststelle des BMVg Produkte und testet gleichzeitig mögliche Konkurrenzprodukte.
    So als würde der TÜV selbst Autos herstellen.

    Für mich ist das ganze viel heiße Luft.

  • Mackiavelli   |   15. Januar 2016 - 18:20

    Ich hoffe doch stark, dass es entweder
    a) keine neuen Uniformen gibt, oder
    b) dieses neue Tarnmuster nur die Spitze des Eisberges ist und die Bundeswehr ein komplett neues Ausstattungskonzept einschließlich den passenden Vorschriften für Ausbildung, Gefecht und Trageweise aus der Schublade zaubert.
    An b) glaube ich ehrlich gesagt nicht.

    Bei dem derzeitigen Durcheinander in Sachen Ausrüstung und Ausbildung wäre eine neue Uniform völlige Verschwendung.
    Wenn der Soldat heute in der Ausbildung ist, muss er je nachdem ob es zum Schießen (nSAK), zur ABC-Ausbildung, zum klassischen Gefechtsdienst oder zur Einsatzvorbereitung geht seine persönliche Ausrüstung umbauen und anpassen. Nichts passt zusammen: Das Gewehr nicht zur SK4-Weste, die in der Heimat sowieso nicht zur Verfügung steht, die wiederrum nicht vernünftig zur ABC-Ausstattung, die alte Koppel nicht zur Patrouillentätigkeit, der Soldat in seiner Patrouillienausstattung ist hoffnugslos überladen und ergänzt seine Ausrüstung überall mit persönlichen Taschen usw.
    Was wir brauchen ist keine neue Uniform, die nur weiter Flickschusterei betreiben wird, sondern eine komplette auf die Erfordernisse von Einsatz und Gefecht hin abgestimmte Ausrüstung einschließlich Waffen, Trageausstattung mit persönlicher Ausstattung UND Bekleidung. Und dafür brauchen wir wiederrum erstmal aktuelle Vorschriften oder wenigstens eine Idee davon, wofür diese Streitkräfte da sind und wie wir sie einsetzen wollen.

    Eine neue Uniform in der jetzigen Lage dieser Streitkräfte ist rausgeschmissenes Geld. Wenn sowieso alles nicht passt, kann ich auch in Flecktarn rumlaufen.

  • Tobias Hommerich   |   15. Januar 2016 - 18:29

    Dieser Beitrag ist so trivial, der hätte auch in der „Bunte“ stehen können.

  • Koffer   |   15. Januar 2016 - 18:34

    @Mackiavelli | 15. Januar 2016 – 18:20
    „Eine neue Uniform in der jetzigen Lage dieser Streitkräfte ist rausgeschmissenes Geld. Wenn sowieso alles nicht passt, kann ich auch in Flecktarn rumlaufen.“

    +1

  • T.Wiegold   |   15. Januar 2016 - 18:35

    @Hommerich

    Willkommen! Sie unterbieten alle bisherigen Kommentare! Und das im ersten Anlauf!

  • chris   |   15. Januar 2016 - 20:06

    Bei manchen habe ich das Gefühl das einige hier den Nutzen eines multifunktionalen Musterns nicht ganz verstanden haben. Besonders bei Armeen die zur 2.-3. Garde gehören und sich nicht viel leisten können wie die BW.

    Jeder Soldat braucht ja mehr als eine Hose und Verschiedene Oberbekleidung + Wechselkleidung. Dazu kommt schon eine Vielzahl (an zur zeit sehr unzweckmäßigen) Größen. Dazu müsste dann ja noch genug in 3 Farben vorgehalten werden auch recht spontan in einen größeren Einsatz zu gehen wo dann der Verschleiß deutlich höher ist.
    Das ist also die Voraussetzung dann endlich mal umfänglich vernünftige Sachen zu besorgen, falls man das dann mal möchte.

    @Mackiavelli
    Ich stimme Ihnen vollkommen zu das der momentane Kram ein Flickenteppich aus überwiegend sehr schlechter Ausrüstung ist aber gerade weil es ziemlich schlecht ist brauche ich das auch nicht wirklich flächendeckend. Mein eigener Kram ist halt genau was ich brauche und perfekt auf mich angepasst.
    Ich bezweifel das der Dienstherr das nur ansatzweise so gut kann weil es einfach Aufträge, Körper und Vorlieben so unterschiedlich sind.
    Da ist eine Ausweitung von Bekleidungskonten (wie schon einmal angedacht und anderen Armeen üblich) in Verbindung mit Material Vorgaben/geprüften Warenkörben und Aufsicht wohl zweckmäßiger.
    Leider ist das natürlich nicht möglich wenn die Tarnmuster nicht von anderen Hergestellt werden können.

  • MK   |   15. Januar 2016 - 20:34

    Danke für den Artikel.

    Das neue Tarnmuster kann dann mit den weit über 100 000 neu beschafften Koppeln getragen werden. Quasi als beste Mischung aus uralt bewährt und hochinnovativ ;)

    Und zum Thema selbst beschafft. Vielleicht sollte nicht nur der OG Haumichblau betrachtet werden, der nach seiner AGA kommando aussehen will, sondern bspw. auch die Kameraden, die versuchen einen Sprechsatz über einem Helm zu tragen und dabei feststellen, dass das so nicht ganz funktioniert bzw. funktioniert hat. Solange richtiger Tarn und nach TL (hauptsächlich wegen Brandverhalten) kann da auch mit Maß eine anständige Lösung gefunden werden.

    Und solange neben den alten Unterhemden, oliv inzwischen sand/tropen offiziell ausgegeben wird sollte die Debatte zur Einheitlichkeit nicht allzu laut geführt werden, könnte nämlich leicht unglaubwürdig wirken. Oder die Pleite LH Uniformhemden in geschätzt 38 Blautönen verkauft …

  • Major B.   |   15. Januar 2016 - 20:44

    Ich bin 1999 zum Heer gekommen und erkannte schon damals relativ schnell, wie schwachsinnig teilweise die „Konstruktion“ der aktuellen Uniformteile ist.
    17 Jahre später reden wir immer noch nur über Farben und scheinen bei der flächendeckenden Einführung eines zweckmäßigen Feldanzuges keinen Schritt weiter zu sein.

  • Einfach ich   |   15. Januar 2016 - 20:53

    @Mackiavelli
    Warum so verbittert? Stand nicht am Anfang die freie Berufswahl? Und wenn Sie nicht an Ihre Möglichkeit b.) glauben, denke ich jedoch schon das man mitllerweile erkannt hat das es gewisse Systemzusammenhänge zwischen Bekleidung und Ausrüstung gibt…(nein, ich bin ehrlich…ich weiß es.)

    Und für die restlichen Innentäter hier…empfehle ich mal von Zeit zu Zeit nicht nur die Nutzung des Internet am Herkules-PC…das Intranet lichtet da genauso wie die ein oder andere hauseigene Zeitung die Schleier zu KBEÜ, KBS-SK, MOBAST…

    Zum Abschluss dieses Post noch: die Entwicklung eines Tarndrucks hat nicht im entfernsten etwas mit Schnitten von Bekleidung oder gar der Einführung einer neuen Bekleidungs- und Ausrüstungslinie zu tun…einfach mal nicht so viel in ein „Projekt“ reininterpretieren…
    Wie sagte Jogi Löw: …“ich hab es mit 80 Mio. Bundestrainern zu tun…“, langsam versteh ich es…Anzug kann jeder…

  • Memoria   |   15. Januar 2016 - 21:12

    @einfacj ich:
    Nur wann kommen all diese Neuerungen in der Fläche an?
    Gerade bei KBEÜ sind die Stückzahlen ja sehr überschaubar.

  • Einfach ich   |   15. Januar 2016 - 22:18

    @memoria
    KBEÜ ist endlich…
    aber für die momentanen Einsätze ausreichend verfügbar. Und wer den CPM kennt weiß das nicht 185.000 in einer Jahresscheibe kommen können und werden…dem aufmerksamen Leser des EP 14 wird dann noch eine Diskrepanz zwischen zwei Beträgen auffallen der nur den logischen Schluss zulässt: Warum sollte jeder Sdt sofort mit KBS-SK ausgestattet werden…die Tankstelle über Syrien und Geleitschutz für Französische Schiffe braucht ihn schonmal nicht,oder?! Ergo wird priorisiert…das dies von den „Bundestrainern“ nicht akzeptiert wird, weil man für sich bewertet NUR, AUSNAHMSLOS den Auftrag mit der neuesten, marktverfügbaren Ausrüstung in Pencott, Multicam oder weiß der Geier zu erfüllen zu können ist mir klar…aber Unsinn…und gespickt mit gefährlichem Halbwissen. Man nehme einmal an es gebe eine Unterteilung in Stufen (gab es ja schon mal, KRK, HVK usw.) und schon muss ich nicht mehr auf einem hohem Niveau standardisieren…Nehmen wir mal an wir sind bei bummelig einem niedrigen fünfstelligen Betrag den ich austatten muss, da komm ich mit der sog. überschaubaren Stückzahl doch hin? Wieviel waren es in 2015? 6000 Sätze?

    Das man etwas ins hintertreffen bei Socken und Unterhosen geraten ist will ich nicht abstreiten, aber sind wir das nicht bei anderen Dingen auch? Und damit meine ich nicht die 70er Jahre Sportbekleidung oder Olympia-Möbel…wurden nicht erste Modelle eines nicht näher genannten Hubschraubers in 1976 (vorge-)/(er-)stellt?

    Das geht jetzt aber sehr weit vom Multitarndruck weg. Zum Abbinden: Hier hat das WIWeB sauber gearbeitet. Wie hat Herr Wiegold oben das Ministerium zitiert? …“keine Entscheidung zur Nutzung derzeit.“ Nunja…jetzt ist er halt da, dann warten wir einfach mal ab was weiter passiert.

  • Memoria   |   15. Januar 2016 - 22:49

    @Einfach ich:
    Eine Vollausstattung habe zumindest ich ja auch nicht gefordert.
    Gleichwohl bedarf es mit Blick auf Einsätze und einsatzgleichen Verpflichtungen hier noch erheblichen – sachlich begründeten – Bedarf.

    Mit den Stückzahlen ist das ja aber bekanntlich auch so ne Sache (Grössenschlüssel, Geschlecht, etc).

    Oder ist das jetzt auch eine „Bundestrainer“-Sichtweise?

  • chris   |   15. Januar 2016 - 23:44

    Wenn man wirklich bei solchen Zahlen wie 6000 bleiben will sollte man vielleicht mal drüber nachdenken ob wir nicht einen Kleidungsgröße Schlüssel für unsere Btl und Brig einzuführen und das Personal danach zu verteilen dann muss man die Leute nicht erst vor dem Einsatz danach zusammenstellen welche Größen noch da sind.

  • Hohenstaufen   |   16. Januar 2016 - 0:40

    Ich kann das Muster auf die Schnelle nicht von amerikanischen Mustern unterscheiden .
    Ich bin da vielleicht etwas sentimental: Für mich ist das perfekte Tarnmuster eines, welches optimal tarnt und gleichzeitig die Soldaten der Bundeswehr von anderen unterscheidet und eine gewisse Eigenständigkeit zeigt..
    Auch das ist ja der Sinn (historisch: der wichtigste Sinn) einer Uniform b.z.w. dessen Tarnmusters.

  • Rekom   |   16. Januar 2016 - 7:38

    Es ist wie immer:

    Zehn Jahre, nachdem etwas marktverfügbar ist, „entwickelt“ (=verschlimmbessert) die Bundeswehr ein 110%-Ausrüstungsteil, dass sie dann nur gefühlt 5 Soldaten zur Verfügung stellt. Und von denen sind drei Einsatzwehrverwalter, weil die das Material verteilen.

    Größte Sorge: der Soldat könnte sich zivile Ausrüstung kaufen, weil die ja immer schlechter ist, als die dienstliche.

    Komplett lächerlich.

  • IstEgal   |   16. Januar 2016 - 7:42

    @chris | 15. Januar 2016 – 20:06

    Gerüchte sprechen davon das zumindest für das Schuhwerk etwas in der Art eingeführt werden soll „( Da ist eine Ausweitung von Bekleidungskonten (wie schon einmal angedacht und anderen Armeen üblich) in Verbindung mit Material Vorgaben/geprüften Warenkörben und Aufsicht wohl zweckmäßiger.)“
    Offenbar ist jemandem ein Licht aufgegangen das es den „Einheitsfuß, deutsch, Soldat“ nicht zu geben scheint ;-)

    Gleichzeitig gab es die Tage das ausdrückliche Verbot der Nutzung selbst besorgter ballistischer Schutzausrüstung.

  • Werferfehler   |   16. Januar 2016 - 9:20

    @Chris:
    Der beste Beitrag bisher,
    ich stelle mir gerade vor wie die Versetzungsverfügungen (Abkürzung kenne ich nicht) aussehen wird:
    Herr OG / FW / Lt oder sonst irgendwas wird von (Einheit einsetzen) zu (Einheit einsetzen) versetzt weil er zwischen 1,50m und 1,55m Körperhöhe hat.
    Sie haben mir den Tag gerettet,
    Werferfehler

  • audio001   |   16. Januar 2016 - 10:36

    Zitat: „Parallel zum neuen Multitarn-Muster entwickelte das WIWeB auch einen neuen Schneetarnanzug für die Gebirgstruppe“– Erst Gerüchte besagen, dass dieser überwiegend auf einem Flecktarn-Muster in „weiß“ beruht …

  • audio001   |   16. Januar 2016 - 10:41

    Ich gehe mal davon aus das vdL es sich nicht nehmen lassen wird, die „Sommer- und Winter-Kollektion“ persönlich vorzustellen- Endlich mal wieder was Positives … …

  • Memoria   |   16. Januar 2016 - 10:51

    Nach einigen Presseberichten wurden dieses Jahr u.a. Schutzwesten nachbeschafft:
    http://m.mdr.de/nachrichten/bundeswehr266_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html

    Wie im Bällebad schon diskutiert ist noch nicht klar was wirklich beschafft wurde. Aber das ist ja grundsätzlich schonmal ein echter Fortschritt.

  • AB   |   16. Januar 2016 - 13:27

    Weiß jemand aus welchem Material die neuen Schneetarnanzüge sind? Sieht auf den Fotos aufgrund des Faltenwurfs fast wie ein Softshellmaterial aus. Das wäre mal wirklich innovativ!

    Den Mulitarn/6 Farben-Tarndruck finde ich ziemlich gelungen. Möglicherweise macht die Kombination Multitarn + Wüstentarn den 3 Farben-Tarndruck langfristig obsolet.

    Somit ständen dem deutschen Infanteristen – zumindest in der Theorie – insgesamt 7 Tarnmuster zur Verfügung (weiß, alter Schneetarn, neuer Schneetarn, 5 Farben, Multitarn, 3 Farben, Wüstentarn).

    In diesem Kontext interessant, dass andere Nationen die genau entgegengesetzte Richtung eingeschlagen haben und sich t.w. auf 2 Muster beschränken: 1. Schneetarn und 2. Multi-Muster.

    Schön, dass die Bundeswehr nicht auf jeden Zug aufspringt. (Negativbeispiel: UK) Schade, dass der Großteil der bedruckten Bekleidung immernoch vergleichsweise unzweckmäßig für den Gefechtsdienst ist. (Positivbeispiel: UK)

  • Luftwebel   |   16. Januar 2016 - 13:45

    Frage: Warum kaufen sich die Männer einen Teil der von ihnen benötigten Bekleidung selbst ?
    Antwort: Weil viel von der dienstlich gelieferte Bekleidung einfach Scheiße ist !
    Ich hab mir z.B. meine Kampfstiefel und meinen „Parka“ selbst gekauft, weil ich
    a) keinen Bock habe ständig in den SanBereich zu laufen wegen
    schmerzenden Füssen und
    b) ebenso wenig mir im Gefechtsdienst den Arsch abfireren will.

    Übrigens: Gute Handschuhe (in Flecktarn) gibts sogar bei Ebay

  • T.Wiegold   |   16. Januar 2016 - 14:39

    @all

    Bitte Korrektur oben beachten.

    (Die passt dann auch ganz gut zu der Aussage Gute Handschuhe (in Flecktarn) gibts sogar bei Ebay)

  • Schwabe d.R.   |   16. Januar 2016 - 19:18

    @“Nachttarnfähigkeit“ von Multicam
    Ich weiße mal auf folgenden Link hin:
    http://www.hyperstealth.com/GenIII-NVG/

    Handelt sich dabei um einen Vergleich verschiedener Tarnmuster (u.a. Multicam) bei Nacht. Bei dem Hersteller Hyperstealth handelt es sich soweit ich weiß um einen Mitbewerber um die Ausschreibung nach einem neuen Tarnmuster der US Army. (Damals von UCP zu OCP/Multicam/Scorpion)

    MC bei Nacht ist wohl akzeptabel, geht aber besser. Tarnmuster stellt eben immer einen Kompromiss dar.

    @“Einheitsfuß und genormte Soldaten“
    Gilt auch für andere Körperteile und Ausrüstungsgegenstände als Füße und Stiefel. Bspw. ist der dezentral beschaffte Plattenträger der Firma L. bisschen besser für „schmächtige“ Schultern geeignet als der der Firma Z., da bei L. die Schulterriemen näher am Hals entlang geführt werden.

    Ebenso: Bei 1,70 Körpergröße liegt die 95er Koppel sowas von exakt auf fast allen Taschen von Nässeschutz, Feldparka und Feldbluse. Könnte man glatt meinen, das ist so als Foltergerät geplant gewesen.

    Ein Warenkorb-System wie es jetzt für Schuhe kommen soll auch auf weitere Ausrüstungsgegenstände auszudehnen könnte hilfreich sein. Würde auch die Möglichkeit eröffnen, dass sich auch HG Butte vom LogBat. 0815 eine Garnitur moderner und vom Bund sanktionierter Gefechtsbekleidung zulegen kann, sofern er es will.
    –> HG fühlt sich besser, weil bessere Klamotte
    –> Bundeswehr fühlt sich besser, weil mehr oder weniger einheitlicher Anzug
    –> Bundeswehr-Etat fühlt sich besser, weil Soldat selber kauft

  • E.-C. Koch   |   16. Januar 2016 - 19:45

    Guten Abend,

    zur Korrektur des Schwarzweißbildes oben ist noch eine weitere Korrektur notwendig:
    Es zeigt links das herkömmliche 5FTD nach der gültigen TL (siehe Link oben) mit einem neuartigen 5FTD (rechts) mit einer auf „Chlorophyll optimierten“-Remission im Nahen Infrarot (NIR). So hat es zumindest an demselben Bild der Autor A. Dietel auf der ISIP-2015 selbst erläutert.
    Ungeachtet dessen kann, wie auch TW schon ausgeführt hatte, Feld-, Wald- und Wiesen-5FTD aus nicht TL-konformer Produktion nicht nur optisch sondern auch im NIR gänzlich versagen.

  • Litzke   |   16. Januar 2016 - 19:52

    Super,

    hoffentlich nicht mehr mit Druckknöpfen. Große Knöpfe wie die Engländer haben damit man mit Handschuhe die auf und zu machen kann. Sowie nicht wieder die niedlichen Beintaschen. Bei meinem Sohn wären die in null komma nichts voll mit Sand und Steinen :-).. Vielleicht auch mit Ripstop. Kann ja sein, das sich das bis zu den Verantwortlichen mal rumgesprochen hat. Wenn die wirklich gut sind, mit extra Knieschutz gegen durchscheuern und evtl. soagr um Schaumstoffplatten einschieben zu können.
    Man darf ja noch mal träumen.

  • Forodir   |   16. Januar 2016 - 21:05

    Das vieles bei der beschaffung im argen liegt mag ja sein, aber wie sich hier einige abarbeiten an dieser an sich positiven Meldung verwundert.

    Ein neues Tarnmuster wurde entwickelt und die Bundeswehr springt halt nicht auf den MC Zug auf wie sonst jeder sondern hat eigene Vorstellungen.

    Man darf überhaupt gespannt sein ob dies wirklich ein all Terrain Pattern wird, bisher funktioniert das nicht so gut, schön daran zu sehen das selbst Multicam deutlich erweitert wurde http://multicampattern.com/multicam_patterns/

    Im Moment sehe ich erst hier mal ein zusätzliche Tarnmuster zwischen Wüste und Grünland ich glaube sehe das noch nicht das es das alte 5Farb wirklich ablöst.

    Was den Schnitt angeht, auch hier tut sich bei der Kampfbekleidung was, es dauert halt.
    https://www.youtube.com/watch?v=ZBRqvKvHqYw

  • Blitz   |   17. Januar 2016 - 20:41

    an sich gut, dass neue muster entwickelt werden. hoffe nur dass die ja nicht so schlechten (für ihre Gebiete) muster 5farben und 3farben gemischt werden.

    jetzt fehlt eigentlich nur noch ein tarndruck mit anderem msuter für regenwaldgebiete. da passt fleck wirklich nicht, da die strukturen dort anders sind.