Nach den Anschlägen von Paris (neuer Sammelthread)

Nach den Terroranschlägen von Paris am vergangenen Freitag, 13. November, gibt es in rascher Folge neue Entwicklungen – und hier offensichtlich ein ungebrochenes Bedürfnis, darüber zu debattieren. Deshalb ein neuer Sammelthread.

Aber auch diesmal der Hinweis: Terrorismus und innere Sicherheit stehen (normalerweise) nicht im Fokus von Augen geradeaus! Und die Abgrenzung zur militärischen/äußeren Sicherheit ist zugegeben schwierig. Dennoch wäre ich dankbar, wenn das hier nicht allzusehr vermengt würde (und ich lasse ja ein sehr breites Spektrum an Meinungen zu, auch wenn es bisweilen arg off topic zu werden droht).

Ein Hinweis zu den aktuellen Meldungen vom (heutigen) Montag scheint mir noch angebracht: Auch wenn die deutsch- wie englischsprachigen Medien anhaltend melden, die französische Polizei habe bei Razzien im Islamisten-Milieu Raketenwerfer oder rocket launcher gefunden – nein, so ist es nicht. Die französischen Berichte sprechen von lance-roquettes. Und das ist im deutschen Sprachgebrauch eine Panzerfaust, also ein paar Nummern kleiner. Nur damit sich die Perspektive nicht verschiebt.

Wie im vorangegangenen Thread zu diesem Thema auch hier ein Storify-Dokument, in dem ich aktuelle Meldungen laufend ergänze:

88 Kommentare zu „Nach den Anschlägen von Paris (neuer Sammelthread)“

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   16. November 2015 - 20:24

    Wie oben bei STORIFY dargestellt „Obama rules out U.S. troops on the ground to fight Islamic State“ daher wird es keine U.S. Truppen in Syrien/dem Irak geben, von bereits anwesenden SOF einmal abgesehen.
    – Folge ist, EU-Kontingente werden ebenfalls ausgeschlossen sein, aus vielerlei Gründen, hier nicht darzustellen.
    – Frage ist, was macht Putin? Er kann sich mit Verweis auf fehlende Unterstützung des Westens zurückhalten oder, genau gegenteilig, sich als Retter etablieren.
    U.U. eine philosophische Frage, und die Philosophie stellt viele davon mit noch mehr Antworten.
    Konkreter wird es aber bei Obamas Folgeargumentation und massiver Kritik einflussreicher Senatoren an seinen Ausführungen bei G-20.
    Obama: sicher können wir in Aleppo, Raqqa und Mossul in Kürze einmarschieren. Die USA haben die stärksten Streitkräfte der Welt. Aber wir würden den gleichen Fehler machen, wie schon einmal. Es gibt keine zivilen Strukturen, die nach unserem Abzug gültig sind, und wir müssten erneut einmarschieren. Wir müssen diese erst heranbilden.
    Kritik: McCain und einige Senatoren; können Frankreich nicht im Stich lassen. Und, nehmen keine syrischen Flüchtlinge auf.
    (Alles sinngemäß)

  • Thomas Melber   |   16. November 2015 - 20:55

    @KPK
    „Es gibt keine zivilen Strukturen, die nach unserem Abzug gültig sind, … Wir müssen diese erst heranbilden.“

    Das ist ganz einfach falsch! Syrien war – und ist noch in Teilen – ein funktionierendes Staatswesen. Man fängt dort nicht bei „null“ an.

    Das Problem ist allerdings die radikalisierte Bevölkerung – aus Nachbarn wurden Feinde.

  • Prometheus   |   16. November 2015 - 21:00

    Bei allem Mitgefühl mit Frankreich:

    Im Hinblick auf die Bundeswehr und ihren Auftrag, ihre Ausstattung und ihre Fähigkeiten kündigt sich hier schon wieder vielfach Aktionismus an.

    Hier werden jetzt (wieder?) fehlende Ausstattungsbreite- und Tiefe für asymmetrische Szenarien beklagt, und Jagdbomber gen Syrien verschoben, während die teilweise selben Autoren in den vergangenen 18 Monaten „post Ukraine“ die Refokussierung Bw auf Kernauftrag (mehr Panzer, Vollaustattung…) gefordert haben und sich alle weitgehend einig waren, dass „Afghanistan endlich zu Ende geht“.

    Was denn jetzt?

    Wenn die Bw in den vergangenen Dekaden eines nachgewiesen hat, dann doch mit Sicherheit, dass eine „kurzfristige 180° Wende“ in einer überbürokratisierten Großorganisation vom PSM über SOLL-ORG bis Rüstung alles ist, aber mit Sicherheit nicht kurzfristig.

    Bei begrenzten Mitteln im Hinblick auf Personal und Finanzen brauchen die Deutschen Streitkräfte vor allem eines: Kontinuität und klaren Auftrag.

    Jetzt aufgrund eines einzelnen -noch so beklagenswerten Ereignisses- WIEDER die Ausrichtung in Frage zu stellen, den mühseligen Weißbuchprozess nochmal neu zu starten und und dann 2016 oder 2017 bei der nächsten Krise in Osteuropa die nächste 9G Kurve zu ziehen macht doch keinen Sinn.

    Die Bundeswehr ist keine Polizei und kein Grenzschutz. BuPol oder GSG9 sind kein Militär. Muss man nicht toll finden, ist aber so und steht im GG. Solange da nichts anderes steht (wird so schnell nicht passieren) fokussiere sich jeder auf das was sein Auftrag ist und unterstütze den anderen mit dem was noch übrig bleibt.

    Strukturbestimmend sollten solche Unterstützungsleistungen aber niemals werden, sonst wird das finanzielle „Hemd“ nicht mehr nur vorne ODER hinten zu kurz sein, sondern es wird komplett bauchfrei getragen.

  • Thomas Melber   |   16. November 2015 - 21:05

    On a personal note:
    Es macht mich einfach wütend, wenn man funktionierende Staaten – Irak, Libyen, Syrien, Ukraine – „ohne Grund“ ins Chaos stürzt. Beim Iran hat man es versucht.

    Alle genannten Staaten hätte man ohne weiteres zu Reformen verpflichten können, schlechter als die Regierungen, mit denen man immer noch gute Geschäfte macht (KS, Qatar, u.a.) waren sie auch nicht, eher im Gegenteil.

    Aber vielleicht erschließt sich mir die dahinterliegende strategie nicht.

  • TomCat   |   16. November 2015 - 21:18

    Der ganze Aktionismus ist reine Show. Da unten geben sich die Luftwaffen dieser Welt ein Stelldichein und nichts passiert. Warum sehen wir nicht mal eine brennende Tanklasterkolonne des IS ?

  • Thomas Melber   |   16. November 2015 - 21:28

    @Prometheus
    Zudem: springen wir nicht mit der Fokussierung auf Daesh zu kurz? Daesh ist schließlich in drei Kontinenten aktiv (Afrika und Asien).

    Der Grundgedanke ist „das Kalifat“, was ja per se nicht schlecht sein muß. Wie gehen wir damit um? Und wie verhalten sich die Staaten, die zum Kernland des Kalifates gehören (heilige Stätten u.a.)? Wie stehen wir zu einer innerlich moralisch gestärkten Ummah?

    Die Büchse der Pandora, verschlossen 1924 durch Mustafa Kemal, ist wieder geöffnet worden, aber die Idee war nie ganz verschwunden.

  • T.Wiegold   |   16. November 2015 - 21:28

    @TomCat

    So was ähnliches hier…

    https://youtu.be/BugqKl_nS0A

  • Zimdarsen   |   16. November 2015 - 21:28

    @Thomas Melber

    Leider Zustimmung und ein Teil der Antwort können sie im Buch „Wiederkehr der Hasardeure“ vom ehem Staatssekretä im BMVg Willy Wimmer finden.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   16. November 2015 - 21:50

    @TomCat
    Weil der IS das Öl mit Masse über die Türken verkauft, die wollen schließlich auch verdienen.
    In der ostsyrischen Provinz Deir Ezzor werden bis zu 40.000 Barrel pro Tag gefördert.
    Durch den Ölverkauf sind nach Angaben der FT täglich 1,53 Millionen Dollar umzusetzen.
    Abnehmer sind überwiegend Händler aus Syrien und dem Irak, die Schmuggler bedienen in die Türkei, in den Libanon. Nach FRA Angaben (soll Laurent Fabius gesagt haben) bezieht sogar Assad Öl für seine Truppen aus Feindeshand, Hauptsache es wird gezahlt.
    Eigentlich müsste Daesh Mitglied der OPEC sein, denn sie stellen obwohl Terrororganisation, eine Ölmacht dar.
    Und um sich keine zusätzlichen Feinde zu machen, werden Öl-Lkw nicht zerbombt, (fast) alle verdienen daran. Wie bekannt, Öl ist schwarz, Öldollars aber deswegen nicht schmutzig.

  • Thomas Melber   |   16. November 2015 - 22:08

    Unkorrekte Frage:
    Wie gehen wir mit den Kindern um, die bereits entsprechend indoktriniert wurden/werden?

    Auch der o.g. Attentäter hat einen Bruder (Cousin -?), der bereits entsprechend „eingenordet“ wurde.

  • T.Wiegold   |   16. November 2015 - 22:30

    @wolfgang-2

    Sie glauben nicht ernsthaft, dass ich Ihren Kommentar mit dem Fazit Oder anders: In Deutschland hatte mal vor nicht allzulange Zeit jemand vom totalen Krieg schwadroniert. Genau auf diesen totalen Krieg steuern die Muslime aktuell zu. freischalten werde? Hetzen können sie woanders.

  • FK70   |   16. November 2015 - 22:36

    @ T.W.: gut, dass sie auf „moderiert“ fahren…

  • 803er   |   16. November 2015 - 22:40

    Dieser Krieg muss am Boden von den örtlichen Gruppierungen/Staaten geführt werden.
    Und da spielt Deutschland was die Ausbildung und Ausrüstung lokaler Einheiten angeht eine Vorreiter Rolle und das darf gerne ausgeweitet werden.
    Der IS muss zerschlagen werden, wohl wissentlich das es den Terror gegen uns nicht stoppen wird.
    Wie Martin Schultz gestern treffend sagte. Wir werden uns daran gewöhnen müssen.

  • Thomas Melber   |   16. November 2015 - 22:43

    @TW
    Na ja, ein bißchen Krieg geht halt nicht, er wird in jedem Fall zumindest entgrenzt sein. Daß der Konflikt auf das kerngebiet – Zweistromland, Afrika – begrenzt sein würde ist frommes Wunschdenken.

    Schon Brecht wußte:
    „Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin – dann kommt der Krieg zu Euch!“

  • J.R.   |   16. November 2015 - 22:47

    @ Thomas Melber
    Wie gehen wir mit den Kindern um, die bereits entsprechend indoktriniert wurden/werden?

    Genauso wie mit anderen Angehörigen von Kriminellen in Deutschland: Sippenhaft gibt ist es nicht. Damit ein Kind aus ner Familie gelöst wird muss schon eine Gefährdung des Kindwohls vorliegen, und dafür sind die Messlatten zu recht groß. Ist ja bei Familien der rechten Szene, die in Deutschland immer noch für den Großteil der Gewalttaten verantwortlich, ja nicht anders.

    Die OT-Frage hat halt schon ziemlichen Stammtischcharakter. Und ist ja nicht der einzige entsprechende Post hier. Politisch inkorrekts Möchtegern-COIN-Blödsinn war da ja auch ein toller Tiefpunkt. Der Spiegel hatte da mit „Aufstand der Angsthasen“ einen treffenden Kommentar.

  • Memoria   |   16. November 2015 - 23:01

    Weiterhin sehr bemerkenswert empfinde ich die Aussagen von BM Steinmeier, der heute sinngemäss die Ansicht vertrat, dass man eigentlich so weiter machen sollte wie bisher – nur eben noch mehr Dialog.

    Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass diese „Haltung“ auch nach einem vergleichbaren Anschlag in Berlin seine Position wäre.

    Zum Verhandeln gehört aber nicht selten der Stock.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   16. November 2015 - 23:19

    Artikel 42(7) EU-Vertrag und 222 (1, 2) Lissabonvertrag gehören offensichtlich zusammen, sind im Paket zu sehen.
    https://mobile.twitter.com/Gvopdorp/status/666366192932757504/photo/1

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   17. November 2015 - 7:33

    @Tomcat
    AIRFORCE ändert Taktik gegen Daesh-Öl Transporte. Mit dem erstmaligen Einsatz von A-10 sowie AC-130 Gunships am Wochenende leitet die US-Luftwaffe eine neue Phase ein. Mit neuer Operation namens „Tidal Wave II“ sind bisherige Bedenken zur Vermeidung collateral damage (nicht Daesh-Lkw-Fahrer) übrer Bord geworfen worden. Die jüngsten „einvernehmlichen“ Gespräche mit Erdogan beim G-20-top könnten Obama zu einem Meinungswechsel veranlasst haben. Laut NYT sind mehr als 100 Lkw nahe Deir ez-Zur, 120 Km südwestlich Raqqa, damit im Daesh Kernland, vernichtet worden.
    Mit dem Angriff gegen die Öltranstransporte geht OIR eine der Finanzierungsquellen direkt an. Zudem sind weder unbegrenzt Transport geeignete LKW noch oft auf Lohnbasis arbeitende Fahrer verfügbar, die mit Daesh nichts zu tun hatten.
    Auch Hollande sollte dies zusagen. Heute will er die Karte Art 42(7) des EU-Vertrags ziehen.

  • Axel_F   |   17. November 2015 - 7:40

    Der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Henning Otte, befürwortet den Einsatz der Bundeswehr zur Überwachung deutscher Grenzen. […] Die Bundespolizei und die Polizei der Länder seien bis an ihre Belastungsgrenze gefordert und sollten daher im Rahmen der technischen Amtshilfe bei Bedarf eine Unterstützung durch die Bundeswehr bekommen können. […] Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), lehnte den Einsatz der Truppe zur Grenzsicherung ab.

    Quelle: „Neuen Osnabrücker Zeitung“ http://www.presseportal.de/pm/58964/3176928

  • Thomas Melber   |   17. November 2015 - 9:24

    @J.R.
    Ich halte dies allerdings für eine sehr berechtigte Frage. Nicht von ungefähr bilden Terrororganisationen schon Kinder aus. Die Wiedereingliederung (ehemaliger) Kämpfer in die befriedete Gesellschaft ist dann wieder ein anderes Thema.

    Das bezieht sich natürlich insbesondere auf die Bevölkerung vor Ort.

  • Edgar Lefgrün   |   17. November 2015 - 9:48

    Thomas Melber | 16. November 2015 – 21:05

    On a personal note:
    Es macht mich einfach wütend, wenn man funktionierende Staaten – Irak, Libyen, Syrien, Ukraine – „ohne Grund“ ins Chaos stürzt. Beim Iran hat man es versucht.

    Alle genannten Staaten hätte man ohne weiteres zu Reformen verpflichten können, schlechter als die Regierungen, mit denen man immer noch gute Geschäfte macht (KS, Qatar, u.a.) waren sie auch nicht, eher im Gegenteil.[…]

    Regierungen, welche Regierungen? Wie wollte man(wer sollte das sein, Sie?), die Diktatoren Saddam Hussein, Muhamed Gaddafi ….. wirksam zu etwas verpflichten und das durchsetzen? Per Unterschrift auf einer Verpflichtungserklärung und Drohung mit erhobenen Zeigefinger?

    Ich verstehe sowas nicht.

  • Thomas Melber   |   17. November 2015 - 10:13

    @Edgar Lefgrün
    Bei Gaddafi und bei Assad hat das ganz gut geklappt, und auch Saddam war kurz davor klein bei zu geben.

  • Wolfgang-2   |   17. November 2015 - 11:56

    > Sie glauben nicht ernsthaft, dass ich Ihren Kommentar mit dem Fazit …

    Nur der Vollständigkeit halber: Ich hatte einen Beitrag verlinkt und diesen inhaltlich zusammengefasst wiedergegeben. Dabei ging es der Sprecherin in diesem Beitrag darum, genau hier gegenmaßnahmen zu treffen. Sie assozieren mit Ihrem Beitrag, dass dieses dann folgende Aussage meine Aussage wäre. Das ist falsch!

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   17. November 2015 - 14:42

    Zusatz zur Bekämpfung Daesh-Öltransporte durch die Airforce.
    http://www.huffingtonpost.com/entry/us-airstrikes-syria_564b1157e4b08cda348a6307?ncid=tweetlnkushpmg00000067
    Umsichtige Vorgehensweise, um „nicht Daesh-Kräfte“ zu schonen.
    In an effort to warn the truck drivers to leave the area in advance of Sunday’s attacks, leaflets were dropped and coalition planes conducted low-level „show of force“ flights over the site.
    Hintergrund ist auch, dass es Daesh in der Vergangenheit stets gelungen war, zerschlagene Festanlagen auf den Ölfeldern innerhalb Wochenfrist wieder herzustellen.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   17. November 2015 - 15:20

    CJTFOIR Tagesleistung Syrien/Irak, dabei auch Einsatz A-10, AC-130 Gunships gegen Öltransporte.
    https://m.facebook.com/CJTFOIR/posts/1635460616720073?utm_source=hootsuite

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   17. November 2015 - 16:13

    Französische Militärpräsenz im Nahen und Mittleren Osten.
    https://mobile.twitter.com/dpa/status/666615801366126592/photo/1
    Der hier als vor der Levanteküste stationiert dargestellte Träger „Charles de Gaulle“ liegt noch in Toulon und wird erst am Donnerstag in den – neuen – Operationsraum auslaufen.
    Die CDG war nach FRA Einsatzplanung für das Horn von Afrika ursprünglich vorgesehen, jetzt aber umdirigiert.

    Zum Ersatz dieser Fähigkeit war bislang nichts zu hören, könnte also durchaus Thema im Rahmen der bilateralen Gespräche FRA/EU-Staaten zur Umsetzung Art 42(7) -EU-Vertrag werden.
    (… schulden alle in ihrer Macht stehende Unterstützung und Hilfe …)
    Ganz neu: Putin hat seine Marine angewiesen, unmittelbaren Kontakt mit der CDG herzustellen, um mit FRA Marinefliegerkräften im Einsatz gegen Daesh besser zusammenarbeiten zu können.
    Die zusätzlichen Aktivitäten der RUS Marine im Mittelmeer wurden bei STORIFY oben ja bereits benannt.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   17. November 2015 - 17:33

    Zusatz zur RUS See-Luftaktivität vom Mittelmeer/Syrien aus gegen Daesh.
    – Cruise missile gegen Raqqa.
    https://www.rt.com/news/322413-russia-missiles-raqqa-mediterranean/
    – Tu-95, Tu-22 Strategische Bomber im Einsatz
    https://www.rt.com/news/322436-russia-strikes-syria-putin/
    Putin has ordered a cruiser to coordinate operations with French naval forces in the Mediterranean.
    Das ganze ist zwar aus FRA Interesse nachvollziehbar, hat dennoch ein gewisses Geschmäckle: EU-Partner beginnen heute nach Aktivierung Art 42(7) EU-Vertrag ihre Überlegungen, wer was beisteuert. Putin handelt innerhalb von Stunden (G-20 endete gestern) und steht einem NATO-Mitglied zur See und aus der Luft bei.
    Russland ist zurück, endgültig auf der internationalen Bühne, vordergründig und formell seit Antalya/G-20, faktisch seit heute im Schulterschluss mit Frankreich.

  • TomCat   |   17. November 2015 - 19:12

    „EU-Partner beginnen heute nach Aktivierung Art 42(7) EU-Vertrag ihre Überlegungen, wer was beisteuert. “

    … wir machen das mit den Fähnchen!

  • Mitleser   |   17. November 2015 - 19:59

    Aktuelles Statement des Russischen Verteidigungsministeriums:

    http://eng.mil.ru/en/news_page/country/more.htm?id=12066124@egNews

    Die im Bombenschacht sichtbaren Stealth- Cruise missles dürften Kh-101 sein, das neueste russische Modell.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   17. November 2015 - 20:28

    @TomCat
    Kerl, super. Nach der bedauerlichen Spielabsage im 96-Stadion wenigstens noch ein Lacher. Danke.
    Wenns nicht so traurig wäre, so oder ähnlich, passt in jede Realsatire, – die Prüfung zu 42/7.

  • Der junge neue   |   17. November 2015 - 21:00

    @KPK
    Gebe Ihnen Recht Russland ist back. Und zwar beeindruckend Stark und reaktionsschnell..
    Man muss noch die Tu-160 Blackjack ergänzen. Auch die flogen wohl Einsätze und setzten wohl die neusten Marschflugkörper ein die Russland besitzt, wo @mitleser ja schon drauf hingewiesen hatte.
    Interessant dürfte sein was Tu-22M Backfire Bomber eingesetzt haben?
    Weil die Kh-555 und die Kh-101 sind noch nicht integriert. Etwa dumme Bomben? Also Flächenbombardement? Wie damals in Tschechien?

    Hatte ins Bällebad einen Link zu theaviationist gepostet.
    http://theaviationist.com/2015/11/17/russian-tu-22s-joined-the-syria-air-war/

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   17. November 2015 - 21:20

    @Der junge neue
    Von wo starten die TU eigentlich, Russland, Reichweite, auftanken?

  • Mitleser   |   17. November 2015 - 21:34

    Der junge neue | 17. November 2015 – 21:00

    Also Flächenbombardement? Wie damals in Tschechien?

    Na, wollen mal hoffen, daß die Russen nicht versehentlich ein NATO-Mitglied bombardieren, und keiner hats gemerkt ;-)

    Tschetschenien meinten Sie wohl.

  • Mitleser   |   17. November 2015 - 21:38

    @KPK

    Von Mozdok, am Nordrand des Kaukasus.

  • Der junge neue   |   17. November 2015 - 22:02

    @Mitleser
    Ja natürlich meinte ich Tschetschenien, der Tippfehler war mir nicht aufgefallen kommt davon wenn man sich auf die Wortvervollständigung verlässt ?
    Entschuldigung…?
    Trotzdem würde mich brennend interessieren was die Tu-22M geschmissen haben..
    Interessant ist auch das angeblich 5 Tu-160 dabei waren.. Das ist ein Großteil der verfügbaren Blackjack Flotte, anscheinend ist der klarstand höher als einige vermuten.
    Oder waren diese Angriffe schon länger geplant?

  • Sascha   |   17. November 2015 - 22:18

    Ich möchte mal die folgende Theorie in den Raum stellen: Terror basiert darauf, dass Terroristen medienwirksam Angst verbreiten. Möchte man also dem Terror das Wasser ab drehen, so müsste man doch versuchen den Terroristen möglichst wenig Plattform zu bieten, um Schreckensbilder zu verteilen.
    Was ich in den letzten Tagen aber wahrnehme ist, dass die Anschläge in Paris auf N-TV das Tagesprogramm füllen, dass das Thema auf den Titelseiten der Zeitungen steht, jeder Politiker seinen Senf dazu gibt und auch die abendlichen Talkshows das ganze breit treten.
    Wäre es nicht ein logischer Schritt, dass sich Politik und Presse mal zusammen setzen und Richtlinien festlegen wie über solche Anschläge berichtet werden soll (z.B. nur drei Zeilen in der Ecke rechts unten in der Zeitung und auch nur am ersten Tag nach einem Anschlag). Also explizit nicht die Berichterstattung verbieten, aber vielleicht auf freiwilliger Basis den Terroristen nicht so ein riesiges Forum bieten.
    Ich denke, dass man so viel mehr erreichen kann als mit jeder Vorratsdatenspeicherung oder mit der Schließung innereuropäischer Grenzen.
    Mich würde dazu auch mal der Standpunkt von T.Wiegold interessieren, da er ja Journalist ist und vielleicht auch eine ganz andere Sicht auf diese Theorie hat.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   17. November 2015 - 22:26

    http://q.com/r/i/17/russian-mod-video-shows-tu-160-tu-95-and-tu-22-bombers-with-su-27-escort-bomb-isis-in-syria/?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter
    RUS testet wohl gleichzeitig neue Bewaffnung der Blackhacks.
    Zu Raqqa laufen Meldungen, dass vermehrt in Wohnviertel disloziert wird und Kämpfer sich eingraben.

  • Der junge neue   |   18. November 2015 - 17:01

    @KPK

    theaviationist.com hat ein Video von den russischen Angriffen mit strategischen Langstreckenbombern verlinkt.
    Interessant ist das die Tu-22M Backfire wirklich dumme Bomben abgeworfen. Das Trefferbild würde ich gerne mal sehen…

    http://theaviationist.com/2015/11/17/russian-mod-video-shows-tu-160-tu-95-and-tu-22-bombers-with-su-27-escort-bomb-isis-in-syria/