214 Gedanken zu „Der Drehflügler, Oktober 2015/II

  1. Bulliges und offensichtlich effektives Fluggerät, diese CH-53k.
    Besser als die neueste CH-47?
    Deutschland sollte so schnell wie möglich eine Auswahl treffen,um das nächste Desaster mit unseren alten CH-53 zu verhindern.

  2. Zimdarsen | 29. Oktober 2015 – 8:45

    „“@SEAKING

    Wenn jemand bewußt die Unwahrheit schreibt, wie nennt man das?““

    PR nennt man das.

    Vtg-Amtmann | 29. Oktober 2015 – 9:46

    „Das BMVg und AIRBUS sind mit ihrem Abblocken selber dran schuld, für die eigentlich noch recht „moderate Härte“ die dabei rauskam und damit auch gleich für die Mehrfachauftritte von unserem @Schleppi (Danke übrigens für das Tachyles).“

    Wenn Sie es nicht nochmal extra erwähnt hätten, wäre mir das wohl glatt entgangen.
    Kaffee ersetzt halt keinen Schlaf und § 30 Luftverkehrsgesetz keinen ordentlichen Helikopter!

    Von mir auch nochmal vielen Dank an Reinhard ‚Schleppi‘ Schlepphorst für die deutlichen Worte vor der Kamera.

    Bleibt noch die Frage wer ‚Mister X‘ ist ;-)

    Zum Klarstand:

    Airbus vergisst aber auch darauf hin zu weisen das andere NH90 eben nicht mit den RTM322 Triebwerken „fliegen“.
    Das ist nicht ganz unwichtig.

    Die Mängel alle bis 2018 behoben? Nach welcher Zeitrechnung genau?

    Meine Meinung zu den ganzen Airbus Desastern ist folgende:

    Man ist an einem gewissen Punkt, in der Rüstungspolitik, größenwahnsinnig geworden und dachte, das man auf Grund einiger europäischer Kooperationen, die erfolgreiche Produkte hervor gebracht haben, alles selbst entwickeln, bauen und betreiben zu können was an militärischem Fluggerät gebraucht wird.

    Da die Systeme erheblich komplizierter als früher sind und Airbus im speziellen mit dem Rückgang des zivilen Auftragseinganges nach dem 11.09.2001 zu kämpfen hatte, sind in die Entwicklung der Systeme nicht die nötigen Geld- und Personalmittel geflossen.

    Man war sich halt zu fein dafür, im Ausland noch einmal Lizenzen für den Bau von Hubschraubern oder Flugzeugen zu kaufen.

    Das Ergebnis sehen wir heute.
    NH90 ein fliegender Hundehaufen
    UHT Tiger ein inkontinenter Eunuch
    Der Eurofighter, der vom Wartungsaufwand und den Betriebskosten her eher ein Eurofrighter ist ( 88.086 Euro pro Flugstunde in 2011 !!).
    und dann der A400M…

    Und als wäre das nicht genug wollte man ja noch einen Nachfolger für den CH53 entwickeln, zwar mit Hilfe aus den USA aber mal im Ernst, was soll Airbus denn noch alles vermasseln?

    Hätte man nicht alles auf einmal haben wollen, wären die Produkte vielleicht nicht so vermurkst wie sie jetzt sind.

    @Nope von wegen H225… es gibt da noch mehr Airbus PR die den NH90 alt aussehen lässt:

    „Proven in service: Airbus Helicopters’ H175 reaches 1,000 flight hours with NHV Group

    The 1,000 hours have been accumulated by NHV’s initial two H175s as the launch operator, which introduced these helicopters in service last December. The rotorcraft have since completed more than 750 flights and carried approximately 11.000 passengers; with certain missions conducted in challenging North Sea weather conditions, and non-stop flights performed to distances of 175 NM with passengers and cargo.“

    2 Helis haben 1.000 Stunden in 9 Monaten abgespult… macht knapp 666,7 Stunden pro Heli pro Jahr.
    Umgelegt auf die Flottengröße des NH90 müsste diese im Jahr dann 166.666,7 Stunden erreichen.

    Stattdessen hat man etwas über 100.000 nach etlichen Jahren.

    Um es mal deutlich zu sagen, der NH90 ist kein Waffensystem in dem Sinne, er ist ein fliegender 7,5 Tonner, der militärisch gehärtet sein sollte.
    Das ist verdammt noch mal nicht so schwer bei einem Transportheli

  3. @SvD
    Ja, es ist wirklich schön zu sehen, wozu ein Hersteller fähig ist, wenn der Kunde nicht gewillt ist jeden Schrott abzunehmen. Bemerkenswert ist auch, dass die NHV Group beim H175 der launch operator ist. Wie war das doch gleich mit den „normalen“ Anfangsproblemen neu entwickelter Hubschrauber?

    Tja liebe Gemeinde, wenn man vor der Auslieferung die Konstruktion ausreichend testet und damit den Reifegrad erhöht, hat der Kunde weniger Probleme.
    Aber so was macht natürlich nur bei Kunden Sinn, die einem blitzschnell den Rücken zukehren, wenn der Hubschrauber nicht die versprochene Performace abliefert. Hat man dagegen so einen Dorftrottel* als Kunden, der sich ständig vertrösten lässt und auch die x-te Verschiebung der Auslieferung oder versprochenen Leistungsfähigkeit ohne zu maulen akzeptiert, dann ist ein leistungsfähiges Produkt reine Geldverschwendung (für den Hersteller).

    *) Natürlich nervt ein Dorftrottel als Kunde den Hersteller auch gewaltig, weil ständig irgend eine neue Sau durch den Hubschrauber getrieben werden muss. Aber wenn sich der Hersteller weinend hinstellt und beklagt, dass er ja den Anweisungen des Dorftrottels folgen musste, wer ist dann der größere Trottel?

  4. Bevor man sich jetzt ausschließlich auf Airbus einschießt (wobei die m.E. mit Recht vorne dran sind), darf man auch die anderen Mitspieler nicht vergessen:
    Schließlich wollte die Politik diese Projektkonsortien für Eufi, NH90 etc. Dabei wurden dann Proporze nach Wirtschaftsinteressen und nicht nach technischen Fähigkeiten vereinbart.
    Und die Zahl von 23 derzeit im Einsatz befindlichen Varianten des NH90 zeigt, daß m.E. auch die Beschaffungsbehörden munter ihre eigenen Süppchen gekocht haben.

  5. @ Hans Schommer

    Was soll denn bitte der Herr Lindemann „folgern“ aus den genannten Beiträgen ???
    Das es eine komplette Bruchlandung ist mit dem Projekt NH90 ?
    Das es niemals einen Sea Lion geben dürfte ?
    Polylaterales Versagen einer unübersichtlichen Struktur ?

    Meine Tasten haben heute nicht mehr genug Klicks übrig nach EU-Tastennorm um alle Punkte nennen zu können …

  6. In diesem Zusammenhang geht vollkommen ein anderer Beitrag auf RTL zu Rheine in „Mario Barth deckt auf“ unter. Weniger die fliegerische Brisanz, als die finanzielle Seite des Fägigkeitstransfers.

  7. SER | 30. Oktober 2015 – 11:15:
    „@ Hans Schommer
    Was soll denn bitte der Herr Lindemann „folgern“ aus den genannten Beiträgen ???
    … “
    Im konkreten Fall kann man von Herrn Lindemann in Persona keine fachlich qualifizierten Folgerungen erwarten. Wie auch, er steht ja in der Rolle des – ja wie nennt man das? Sagen wir mal des fachlich unbeleckten Berichterstatters. Ein konstruktiv zu nennender Anteil des Erkenntniszugewinns – insbesondere für die Masse der geneigten Zuschauer, die nicht im Stoff steht – ist nicht generiert worden. Das lässt den Filmbericht m.E. so flach aussehen.

  8. @ Langnase | 30. Oktober 2015 – 15:18

    Die Mitgliedschaft in der NAHEMA ist nicht umsonst, sondern hat uns alleine in Jahr 2015 laut Epl.14 unter den Titel 687 07-032 ( Beitrag zu den Verwaltungskosten der Agentur für den NATO-Hubschrauber NH 90 (NAHEMA) ) 3 780 000 € gekostet. Der Beitrag scheint kontinuierlich zusteigen, so lag der Beitrag in Jahr 2002 noch bei 2.2 Mio.€

    Zum Vergleich der Eurofighter Club NETMA kostet uns aktuell 16.3 Mio.€ pro Jahr.

  9. Milliway | 30. Oktober 2015 – 20:12

    Und was leistet Nahema für diesen Betrag für den deutschen Kunden?

  10. @Vtg-Amtmann
    • und für die Marineflieger zusätzlich zu den 18 Sea Lion nochmals 22 NH90-NFH nachbestellen weil die ebenfalls nicht Cat-A – PC 1 sein werden.

    Da die Performanceklassen schon seit Ewigkeiten hier diskutiert werden und der NH90 teilweise kaum besser als die Huey dargestellt wird, würde ich gerne mal eine paar ganz klare Zahlenbeispiele bekommen, an denen man ablesen kann, dass z.B. die CH148 eine Aufgabe noch zu Ende führen kann, wo der NH90 schon wassern muss. Könnte es sein, dass die dargestellten Probleme „reine“ Zulassungsprobleme sind oder sind sie ein echter, wirklich vorhandener Leistungsmangel in Form von zu wenig Triebwerksleistung?
    Bei einem etwa gleichen kw/kg Verhältnis, bezogen auf das max gross weight (laut meiner Recherche) zw. CH148 und NH90, müsste sich NH Industries nämlich für mein Verständnis schon richtige Patzer im Bereich der dynamischen Komponenten bzw. der aerodynamischen Auslegung erlaubt haben, um so viel Leistung zu verbrennen, dass man in keinster Weise mehr mithalten kann.
    Ich würde wirklich mal um konkrete Beispiele bitten und nicht um die Wiedergabe der eigentlichen Definition

  11. Havoc | 30. Oktober 2015 – 21:46:
    “ … Ich würde wirklich mal um konkrete Beispiele bitten und nicht um die Wiedergabe der eigentlichen Definition. …“
    Dazu fehlen diesem Blog die wirklichen Fachleute aus der Truppe. Dass sich da keiner findet, sich hier zu äußern, sollte nicht wirklich verwundern.

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