Exercise Watch: Dragoon Crossing

Dragoon Crossing

Nach dem Dragonerritt (Dragoon Ride) aus den baltischen Staaten auf dem Landmarsch zurück in die bayerische Garnison im März sind Stryker-Schützenpanzer der US-Armee jetzt wieder auf dem Landweg in Osteuropa unterwegs – diesmal von Bayern nach Ungarn. An Dragoon Crossing sind 800 Soldaten und 110 Fahrzeuge beteiligt. Erneut wollen die US-Truppen damit demonstrativ ihre Beweglichkeit an der Ostflanke der NATO beweisen:

The weeklong tactical road march, from Vilseck, Germany to Gyor, Hungary, demonstrates the freedom of movement within the NATO countries and „is an opportunity for us to work with more of our NATO allies and build those relationships with them,“ said Staff Sgt. Jason Ybarra, of Brighton, Colorado, who is the convoy noncommissioned officer in charge, with Forward Support Troop, 4th Squadron, 2nd Cavalry Regiment.

Throughout the route, the Stryker Regiment Soldier will participate in several community and training events along the way, such as a soccer game, airborne operations, static displays and a wet gap crossing. (…)
Exercise Dragoon Crossing is a part of Operation Atlantic Resolve, an ongoing series of training exercises and events designed to build relationships, trust and interoperability between the United States and its NATO allies.
As the Stryker Regiment Soldiers made their way from Germany into the Czech Republic, the strong bond between it and the United States was evident as some of the locals stood with American flags, waves and smiles on overpasses along the way.

berichtete die U.S. Army Europe.

Bereits in der vergangenen Woche hatte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg die Truppe vor ihrem Landmarsch besucht. Zusammen mit ungarischen Einheiten – und Unterstützung von US-Fallschirmjägern – soll am Ende eine weitere Präsenz-Demonstration stehen:

During the exercise Dragoon Crossing 4th Squadron, 2nd CR will conduct a deliberate water crossing on Sep. 17th, with Hungarian forces just inside the Hungarian border. Paratroopers from the Vicenza, Italy-based 173rd Airborne Brigade will deploy on short-notice and conduct a parachute assault to secure the site to facilitate 2nd CR and allies crossing the bridge.

Die Reaktion in den Ländern, durch die Dragoon Crossing führt, ist allerdings nicht uneingeschränkt positiv.


(Direktlink: https://youtu.be/bsBCoWtnOwM)

(Foto: Troopers assigned to 4th Squadron, 2nd Cavalry Regiment, operate their M1126 Stryker Combat Vehicles during Dragoon Crossing, a tactical road march starting out at Rose Barracks, Germany and continuing through the Czech Republic and the Slovak Republic ending in Hungary, Sept. 13, 2015 – U.S. Army photo by Sgt. William A. Tanner)

13 Gedanken zu „Exercise Watch: Dragoon Crossing

  1. Bin sehr freudig-neugierig, wie denn die Presse die Übung „… ausgerechnet Ungarn …und das jetzt …“) kommentieren wird.
    Darf ich noch mal die Korinthe bemühen?
    Der Stryker ist kein Schützenpanzer, denn dann würden Bradley unterwegs sein.
    Bw spricht von: gepanzertes Transportfahrzeug der Infanterie (GTK), was es auch nicht trifft, da im Begriff der Kampf nicht zum Ausdruck kommt. Stryker, wie auch Boxer sind deutlich mehr als GTK.
    Besser: Radschützenpanzer, was dem Kenner Hinweise auf geringere Fähigkeiten im Vgl zum SPz (immer Kette) gibt.
    Gut war diesbezüglich die Verwendung von SPW = Schützenpanzerwagen der ehem NVA.
    Korinthe? Nein, denn: „Wer klare Begriffe hat, kann befehlen“, wie schon J.W. v. Goethe wusste.

  2. Das politische „Fingerspitzengefühl“ unserer amerikanischen „Freunde“ ist unglaublich ausgeprägt……../SCNR

  3. @klabautermann
    Ja unsere „Freunde“ aus Übersee…. benehmen sich immer mehr wie
    „Rabauken“ in der 5.Klasse !

  4. @Erzgebirgler

    „With friends like U, who needs enemies“ fällt mir da nur noch ein. Ich denke mal, die Behörden in den EU-Ländern haben zZt andere Problem als sich um den freedom of movement von organisiert migrierenden Dragoner-Cowboys zu kümmern…………Ur timing sucks, General, Sir !

  5. die Amerikaner sind überhaupt erstaunlich still in dieser Krise. Kennt man sonst gar nicht. Absolut Null Präsenz, zumindest in den Medien. Hatte schon fast vergessen, dass es die ja auch noch gibt.

  6. in den USA sieht das aber anders aus man bekommt in deutschen Medien nur halt wenig aus dem Rest der Welt mit.

    In den USA wird auch z.B. durch die convervativ post
    genug Stimmung gegen Flüchtlinge gemacht. Gerne auch mit alten Bildern.

  7. @klabautermann und @erzgebirgler:

    Mir sagt die Reassurance für Osteuropa sehr zu. Nur wegen den Flüchtlingen/Einwanderern in West-/Nordeuropa steht der russisch geförderte Krieg in der Ukraine nicht still. Maßnahmen der inneren und äußeren Sicherheit schließen sich nicht gegenseitig aus.

  8. da hat Q&A recht man neigt dazu alles andere zu vergessen wenn man selber Probleme hat.

    Aber ist halt trotzdem nur eine politische Geste die man mit etwas mehr Feingefühl hätte umsetzen können. Letztlich hat Putin ja gesehen das Russland in der Lage ist Tatsache zu schaffen und die NATO dazu nicht bereit ist. Damit hat er ziemlich freie Hand so lange er nichts an NATO Grenzen macht.

    Aber interessant, dass bei taktischen Schullagen schon vor 4 Jahren die Absicht der Kräft Rot war Tatsachen zu schaffen um Teile eines Landes abzuspalten.

  9. @Q&A und Chris

    Ja, ja, es ist schon ganz schön schwer seine Reflexe zu reflektieren, geschweige denn zu kontrollieren, wenn sie so in Fleisch und Blut übergegangen sind wie bei den US Neocons…….aber die USA werden bestimmt ihre Kasernen für ukrainische Flüchtlinge öffnen, wenn die dann in Deutschland ankommen /SCNR

  10. Abwarten mit den US-Prognosen: Präsidentschaftskandidaten der jew. Parteien sind Warmgelaufen. Clinton als ehemalige Secretary of State gepaart mit Obamas ehrlicher Arbeit, die demokratische Base zu mobilisieren. Das vermischt mit Putin, der ein Showdown in NY anstrebt?

    Erinnere mich gerade wie Eindrucksvoll die RU Erfahrung gewesen sein muss in Sachen Georgien, als wir den französischen Staatspräsidenten gemeinsam mit Prokura ausgestattet hatten. Da war aber schnell Ruhe … wir könnten das diesmal wieder tun. Bin zwar pers. absolut für einen Franzosen, aber den Briten würde so eine Anerkennung sicherlich gut tun, in der momentanen Lage.

    Und der amerikanische Präsident freut sich sicherlich, wenn die EU gesammelt, geordnet und unter einer Telefonnummer [s. H. Kissinger] auf Englisch an das Telefon geht… ohne kicking and screaming ;)

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