245 Gedanken zu „Bällebad September 2015/II

  1. wer sich für die handwerklichen Details des Kampfes gegen die Schleuser im Mittelmeer interessiert:
    http://www.deutschlandfunk.de/schleuser-im-mittelmeer-mit-stoersendern-gegen-frontex-und.676.de.html?dram:article_id=330086

    Der Bericht ist schon ein paar Wochen alt, enthält aber ganz interessante Hinweise zur elektronischen Kriegsführung der Schleuser. Und auch den Hinweis, dass bei der „abgeschlossenen“ Phase 1 (=Aufklärung) wohl nicht sehr viel herausgekommen ist.

  2. @csThor

    da haben Sie durchaus recht. Mein Ursprünglicher Post war aber genau darauf Bezogen dass das Kanadische Konzept für uns auch Sinnvoll sein könnte anstatt große Ideen zu haben von LHDs die weder für uns sinnvoll noch realistisch sind.

    Aber dann scheinen wir ja mehr oder minder einer ähnlichen Meinung zu sein.

  3. Seit April/Mai poppt mit schöner Regelmäßigkeit das Thema Mistral-JSS-LHD ja/nein/doch/vielleicht wieder auf. Nicht genannte Argumentationen „für – wider“ taucht nicht mehr, dennoch ein beliebtes Thema.
    Warum?
    Sehnsucht heimlicher maritimer Größe, die mit Wilhelm II eigentlich beerdigt sein dürfte?
    Wer deutsche Nachkriegspolitik halbwegs seriös (nach)verfolgt hat, dem sollte spätestens seit den 80ern und der Raketenkrise überdeutlich sein, die in Deutschland lebende Bevölkerung will keine Bewaffnung mit Mitteln, die power-projection /expeditionary warfare zulassen. Mit der Wiedervereinigung hat sich diese Haltung im übrigen verstärkt. Das weiß jeder, der sich in Berlin um ein Mandat bemüht. Das Handeln der Damen und Herren richtet sich an dieser Maxime des Wahlbürgers aus.
    Eine Soft Power, als die Kanzlerin uns am Wochenende bei der UN-Vollversammlung präsentiert hat, braucht derartige Kapazitäten nicht. Im Gegenteil, Berlin ist glücklich, solche Seekriegsmittel nicht zu fahren, dann kommt auch niemand auf die Idee, den Einsatz zu verlangen.
    Exkurs: Wilhelm II / Dönitz sollten lehren, nice to have reicht nicht um tatsächliche „blue-water-navy-nation“ darzustellen.
    Wer diesen Fähigkeiten trotzdem das Wort redet lebt im 24/7-Tag/Nacht-Dauertraum-Szenar.
    Es fehlen in Berlin alle, aber auch wirklich alle politischen Voraussetzungen und strategische Intelligenz dergleichen Schiffe zu beschaffen und zu nutzen:
    – absolut kein politischer Wille zur Etablierung amphibischer Angriffskapazitäten,
    – im derzeitigen/künftigen EP-14 findet das Projekt nicht statt, allenfalls Umverteilung marinreintern, wer wollte das?
    – kurz-/mittelfristig keine man-woman-power als Besatzung (en), und unterstellt,
    – keine konzeptionelle Hinterlegung, – Konzeption Marine – falls die existiert.
    Also, was soll die Tagträumerei zu Schiffen dieser Größe. Wir sind eine Mittelmacht als Landmacht, und bleiben hoffentlich zumindest dies.

  4. @KPK

    von welchen Tagträumerein reden sie denn da genau?

    Bezieht sich das tatsächlich auf die etwas eigenartige Idee Mistral-für-Deutschland, die es ja durch Ägypten jetzt nicht mehr geben dürfte oder die letzte Diskussion zu Schiffen hier im Bällebad?

  5. Hallo @Chris bitte via SuFu „Mistral“ aufrufen und nur querlesen, was dort so
    – durchaus seriös abwägend
    – aber auch mit Tenor „könnten-wir-doch-gut-gebrauchen“ beurteilt, leider auch „schwadroniert“ wird/wurde.
    Die leidige Debatte zur DEU Übernahme der Mistral war ursächlich, ja, die habe ich dabei insbesondere im Auge.
    Über Grundsätzliches zur Ausrichtung der Deutschen Marine ließe sicher gut ein ein Disput abhalten, aber im Zusammenhang mit Für und Wider Mistral, ich nicht!

  6. Until you’ve lost your reputation, you never realize what a burden it was or what freedom really is. [Margaret Mitchell]

    SZ.de : Süddeutsche: 27. September 2015, 17:56 Uhr :
    Plagiats-Affäre Wie schwer die Vorwürfe gegen von der Leyen wiegen.
    Laut SZ sind die Vorwürfe, mit denen sich die Hochschule bereits beschäftigt, gravierend: 62 Seiten umfasst der Hauptteil der Dissertation, auf 27 davon haben die Mitarbeiter des Wikis nach eigenen Angaben Plagiate gefunden und dokumentieren diese im Netz. Dies entspricht einem Anteil von 43,5 Prozent aller Seiten, also annähernd die Hälfte.

    Also ist der Fall UvdL nicht ganz so krass als der Fall KTzG:

    GuttenPlag-Wiki stellte damals fest, dass auf 82 Prozent aller Seiten der Dissertation Plagiate gefunden und mindestens 49 Prozent aller Zeilen des Gesamttextes plagiiert worden seien. Die Autoren bekräftigten, schon wegen dieses Umfangs sei von bewussten oder sogar absichtlichen, nicht nur „versehentlichen“ Plagiaten auszugehen. Eine von der Universität Bayreuth eingesetzte Kommission kam zu dem Ergebnis, dass Guttenberg in seiner Doktorarbeit absichtlich, kontinuierlich und grob getäuscht habe. Die Kommission und Medien berichteten, sie habe sich dabei auch auf die Arbeit des GuttenPlag Wiki gestützt.

    Der Professor Gerhard Dannemann. welcher an an der Berliner Humboldt-Universität Englisches Recht sowie Britische Wirtschaft und Politik lehrt, wird zum Fall UvdL von der SZ zitiert: „Es ist eine Arbeit, die wissenschaftlichen Maßstäben nicht genügt … “ Laut Dannemann rechtfertigt es der Befund, dass von der Leyen ihren Doktortitel verliert.

    Objektiver, aber als noch härtere „Ohrfeige“ erscheint mir dagegen das Urteil der FAZ „Plagiatsvorwurf – Von der Leyens Volltreffer“ von heute, 28.09.2015: „Ob sich daraus eine Staatsaffäre entwickelt, hängt davon ab, wie sehr man die bekannten Schwächen medizinischer Promotionen in die Bewertung einbezieht.“

    Als absolut undiplomatisch muß man aber das Statement des Sprechers der IBUK sehen, es sei »nicht neu, dass Aktivisten im Internet versuchen, Zweifel an Dissertationen namhafter promovierter Politiker zu streuen». Nun hätten „dieselben Aktivisten“ auch ihre Doktorarbeit „ins Visier genommen“.

    Heute, 28.09.2015 10:13 legte die SZ unter dem Titel Plagiats-Vorwürfe – Von der Leyen in Not nach und schreibt u.a. “Womöglich findet sich für manche kritische Stelle in ihrer Doktorarbeit ja noch eine plausible Erklärung, eine, die von der Leyen entlastet. Fest steht allerdings schon jetzt: Die Vorwürfe sind sehr ernst zu nehmen. Sie sind gut belegt und sie werden nicht von einer Gurkentruppe aus Plagiatejägern vorgebracht, sondern von erfahrenen Wissenschaftlern mitgetragen.“

    Zum Thema „Medizin-Promotionen: Akademische Ramschware“ hat auch heute, 28.09.2015 – 13:14 Uhr SPON-UNISPIEGEL berichtet (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/von-der-leyen-in-der-kritik-schlechte-promotionen-sind-in-der-medizin-ueblich-a-1055039.html)
    Vgl auch die Text-Gegenüberstellung von „VroniPlag Wiki“ in Yahoo-Nachrichten von 13:38 Uhr, , Yahoo-EMEA Limited, 5-7 Point Village, North Wall Quay, Dublin 1, Irland – Ireland (https://de.nachrichten.yahoo.com/plagiatsvorw%C3%BCrfe-gegen-von-der-leyen-110651831.html), wobei man auf den Kommentar des ehem. Gründer der Plagiatsplattform, Martin Heidingsfelder, forderte die Aberkennung des Doktortitels von der Leyens. „Sie war extrem faul und hat gnadenlos kopiert“, nichts geben sollte. Auf der Homepage von VroniPlag Wiki steht: „VroniPlag Wiki ist ein wissenschaftliches Projekt ohne politische oder kommerzielle Interessen. Es steht in keinem Zusammenhang mit der im Juni 2011 angemeldeten Wortmarke VRONIPLAG. Der Kaufmann Martin Heidingsfelder wurde im November 2011 dauerhaft von VroniPlag Wiki ausgeschlossen.

    Die Stellungnahme des Publizisten Nikolaus Blome im DLF’Plagiatsvorwürfe – Von der Leyen hat „äußerst schmallippig reagiert“’ erscheint da eher den Kern der Sache zu treffen und gipfelt in das Fazit „ Ich glaube es aber zumindest mal vom heutigen Tage aus geblickt, ehrlich gesagt, nicht so richtig, dass das wirklich eng für sie werden könnte.“ .

    Nur m.M.n. ist der Vertrauensbonus für UvdL als IBUK und deren Personalauthorität sowie dereen Glaubhaftigkeit bei den Soldat(inn)en jetzt schon endgültig weg, egal wie die Sache ausgeht, und das ist eigentlich Rücktrittsgrund genug, für die oberstete Disziplinarvorgesetzte, wenn man an „Madame Gnadenlos“ exakt diejenigen Maßstäbe ansetzt, die diese z.B. an RW, CS, SB, US, AS und an DS gleich zweimal angelegt hat.

  7. @ Vtg-Amtmann | 28. September 2015 – 16:45:
    „… Nur m.M.n. ist der Vertrauensbonus für UvdL als IBUK und deren Personalauthorität sowie dereen Glaubhaftigkeit bei den Soldat(inn)en jetzt schon endgültig weg, egal wie die Sache ausgeht, und das ist eigentlich Rücktrittsgrund genug, für die oberstete Disziplinarvorgesetzte, wenn man an „Madame Gnadenlos“ exakt diejenigen Maßstäbe ansetzt, die diese z.B. an RW, CS, SB, US, AS und an DS gleich zweimal angelegt hat. …“
    Unsinn! Die Doktorarbeit der Ministerin liegt im breiten Mittelfeld aller medizinischen Arbeiten (sagt mein alter Onkel – und der blickt da m.E. durch). Und das heißt nix anderes, als dass dieses Geschreibsel nicht besser aber auch nicht schlechter ist als das, was man zur damaligen Zeit für eine Promotion verfassen musste oder konnte. Was (zumindest zu den Medizinern) von den selbsternannten Inquisitoren hierzu verzapft wird, ist m.E. nix anderes als eine Volksverdummung, angelegt als im weitesten Sinne „(unter)irdisch“ motiviertes Wadenbeißen mit gut getarntem Geschäftsmodell.
    Einfach nur zum Kotzen.

  8. Es geht den – selbst ernannten – Plagiatsverfolgern nie und nimmer um Reinheit der Wissenschaften. Absicht ist vielmehr, Reste der konservativen Eliten des Staates zu desavouieren, ganz abgesehen von berechtigter/nicht berechtigter Prüfung von Dissertationen.
    Nächste Zielmarke ist Frau Dr. Angela Merkel. Mit dem Erwerb des Diploms als Physikerin traut sich offensichtlich noch keine Dumpfbacke eine Auseinandersetzung zu, müsste ja etwas Mathe beherrscht werden. Fragwürdige Text vergleichen ist das eine, die damit beabsichtigten, zu erreichenden politischen Ziele, das andere.
    Auf jeden Fall hatte „guttenplag“ schon mal von „Stasi-Gefälligkeits-Diplom“ gesprochen.

  9. Schon gehört? Ganz geheime Geheimübung in Neubrandenburg. Sowas schlimmes wie Jade Helm 15 ;)

    [… ]

    Ich hoffe der Link ist ausnahmsweise okay?

    [Der Link ist nicht ok, außerdem taucht das Thema jetzt hier zum dritten Mal auf… T.W.]

  10. @ Hans Schommer
    @ Klaus-Peter Kaikowsky

    Ach, und all das was sie uns an der Uni bezüglich „Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis“ einbläuen ist also nichts als wertloses Geschwätz?!

    Selten hier so einen dermaßenen Schwachsinn gelesen ….

  11. @KPK: Sehe ich nicht so. Das Promotionswesen in Deutschland bedarf weiterhin dringender Reformen wie z.B. externer Prüfungsausschüsse und ein Eindämmung der rein karrierebegründenten Titelhäufungen „Dr“. und „Prof“. Ohne prominente „Opfer“ gäbe es so gut wie keine Aufmerksamkeit für das Thema. Zudem, sollte Prominenz vor der Überprüfung einer Arbeit schützen können? Wohl kaum, im Gegenteil halte ich diese Drohkulisse für junge Wissenschaftler für ausgesprochen wichtig.

    Wie das Ergebnis dann am Ende zu bewerten ist, das ist ein ganz anderes Thema. Ich kann dem Satz „Einen wissenschaftlichen Mitarbeiter habe ich nicht [zur Einstellung] gesucht“ durchaus viel abgewinnen, allerdings nicht z.B. im Falle Schavan. Konkret: Für mich darf vdL gerne auch ohne Dr an der Spitze des BMVg stehen, sofern sie sich denn nicht noch selbst hinein reitet ;-) wie TzG es tat.

  12. @Ottone, endeema
    Was derzeit an Uni gelehrt wird, weiß ich nicht. So wie sie-endeema-es benennen, richtig.
    Und Schwachsinn, ‚entblödet‘ sich selbst. Danke.
    Ob das Promotionswesen reformbedürftig ist, mag sein, ist nicht mein Thema.
    Es kommt mir ausschließlich auf Herausstellung politischer Absichten der Handelnden an, die ich unterstelle!
    Wie ist sonst interpretierbar, dass bislang ausschließlich Prominente der Konservativen / Liberalen sich besonderer Aufmerksamkeit der Plagiatsjäger erfreuten?
    Keinesfalls verstehe ich Plagiate als Bagatelle!

  13. Steinmeier ist für Sie ein Konservativer? Nunja, könnte man so sehen ;-) da ist dann aber noch Siegfried Haller, und ein ganzer Satz von Nicht-Politikern. Was Sie da unterstellen ist in der Tat … ersteinmal eine Unterstellung, trifft vielleicht auf ein paar wenige Plagiatsjäger sogar zu, aber in Summe wohl nicht.

    Wegschauen wenn die Realität missfällt ist auch eine Methode, aber keine so wirklich empfehlenswerte. Vielleicht liesse sich ja sogar ein dynamisches Verfügbarkeitsmanagement für Promotionsurkunden organisieren? Zum Glück sind da jedoch die Aufräumarbeiten im Gange.

  14. Man sichte mal unter focus.de Dissertation der VerteidigungsministerinUrsula von der Leyen muss sich gegen Plagiatsvorwürfe wehren von Montag, 28.09.2015, 15:10.

    Dieses pure „Abkupfern“, auch wenn nur der beschreibende Teil der Dissertation und nicht der originäre eigene wissenschaftliche Part, ist m.M.n. schon ziemlich dreist, oder?

    Eher erscheint mir das als ein Armutszeugnis für Deutsche Hochschulkultur und auch für die Charakter-Kultur entsprechender Doktoranten.

    Da ist und darf die Meinung von „Hans Schommer und seines alten Onkels“ weiß Gott kein Maßstab sein!

    Ich persönlich hätte da auch Schwierigkeiten, ein solche Meinung mit dem Ethos eines (ehemaligen) Offiziers in Einklang zu sehen.

    Man stelle sich mal vor, hunderte von Medizinstudent(inn)en, Doktoranten und angehenden Stabsärzt(inn)en sagen sich, was die IBUK konnte und durfte, gilt auch für mich? Prost, liebe BW; Mahlzeit, liebes SAN-Wesen, Danke liebe BMVg & Bw Fehlerkultur!

  15. Stern Investigativ 29. September 2015, 13:55 Uhr: Ursula von der Leyen Kaltschnäuzig konterte die Verteidigungsministerin die Erkenntnis von Wissenschaftlern, sie habe für ihre Doktorarbeit abgeschrieben. Nun prüft die Uni. Dass von der Leyen hier persönlich und über ihren Mann eng vernetzt ist, erwähnt sie bislang nicht. Damit spühlt sie die Maschsee-Connection nur noch zusätzlich hoch. Unklug ist das m.M.n., statt kleinere Brötchen zu backen!

    Reuters-Video bei http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ursula-von-der-leyen-droht-wegen-plagiatsvorwuerfen-ruecktritt-a-1055068.html: O-Ton Prof. Dr. jur. Dannemann, MA (Oxford) von der (Humboldt-Universität / Berlin, er halte „die Mängel für schwerwiegender als bei Frau Schavan“ und er urteilt abschließend (Zitat) … als Wissenschaftler ärgert mich natürlich, daß die oberste Dienstherrin der Bundeswehrhochschulen sagt, daß das was sie abgeliefert hat, gute wissenschaftliche Praxis ist. Das ist nicht haltbar“. (Zitatende)

    Vgl. Auch DIE WELT vom 23.02.2011: Bundeswehrhochschulen ahnden Plagiate hart: Wer an einer Bundeswehrhochschule des Plagiats oder der Täuschung überführt wird, ist den Titel los – und kann degradiert werden. (http://www.welt.de/politik/deutschland/article12626247/Bundeswehrhochschulen-ahnden-Plagiate-hart.html))

  16. Zumindest zum Zeitpunkt der Erstellung der Doktorarbeit hatte der Name MinPräs (a.D.) Ernst Albrecht in Hannover / NDS noch beachtlichen Stellenwert, damit auch an der MHH. Kann, muss nicht von Einfluss gewesen sein.

  17. Bundeswehr.de vermeldet, dass ein weiterer Kamerad im Auslandseinsatz verstorben ist; diesmal in Masar-e Sharif.

  18. Litauen bekommt 21 Panzerhaubitzen 2000 und 150 Geschosse, scheinbar aus Bundeswehrbeständen. Darüber hinaus 26 Gefechtstandfahrzeuge M577 und sechs Bergepanzer. Vertragsvolumen 16,2 Mio €.

    Ich dachte gutes überschüssiges Material sollte nicht mehr verschrottet und abgegeben werden !?

    So schnell kann man seine Meinung ändern

    Siehe Bundeswehr.de aus der Truppe

  19. @Labacco
    Was sollen 150 Patronen? Sind drei Btl-Feuerzusammenfassungen. Stimmt die Zahl?

  20. @Yeoman

    Die Schnellboote hätte man direkt mit OPVs ersetzen müssen und nicht mit Korvetten.
    Neben den Korvetten OPV zu beschaffen, selbst wenn es nur 2 wären, würde wieder dumme Fragen und bescheuerte Forderungen aufwerfen.

    Den einen sind sie zu kampfschwach, den andern missfällt das es „noch mehr Schiffe“ gibt, wieder andere würden rummosern warum es ein neues Muster sein muss.

    Diese müsste man erst mal wegargumentieren.
    Einsätze für solche Schiffe haben wir genug.

    Wir schicken ja gerade de Facto völlig über militarisierte Einheiten, die hohe Kosten verursachen, zu irgendwelchen Küstenwachmissionen, die OPVs zum Bruchteil der Kosten leisten können.

    Die Einteilung in schwere und leichte Einheiten bringt halt auch Einsparungen mit sich, nicht nur finanziell sondern eben auch personell (einsatzgebundenes Personal) und die Intensivnutzung wird irgendwann zu viele Schiffe in die Werften zwingen.

    OPVs wären ja das genaue Gegenteil von LHDs oder JSSs und sicher vielen Politikern und Bürgern sehr gut vermittelbar.

    Das gesparte Geld kann man für Personal und Material ausgeben.

    Die PowerPoint Präsentationen entstehen nur zum Teil bei der Industrie, vor allem aber beim baainbw und die Industrie spielt mit.

    @NMWC

    Sie haben völlig Recht damit das TKMS auch Schiffe an Südafrika, Algerien, Malaysia und andere erfolgreich verkaufen kann.
    Die sind in der Regel auch wesentlich einfacher ausgestattet oder gehen wie im Fall Südafrika quasi ohne militärische Ausrüstung zum Kunden.

    Problem bei TKMS und Lürssen ist, das beide voll in das Beschaffungsdesaster und das zu Grunde liegende Theater eingebunden sind und das immer wieder mitspielen.

    Fassmer hat seine OPVs an Venezuela, Kolumbien und Argentinien verkauft.
    Die haben kein Geld für große Träume.
    Dementsprechend ist der Entwurf auf das nötigste reduziert und das ist auch Unternehmensphilosophie.
    Da kann man zumindest einen Funken Hoffnung haben, das man das beim baainbw versteht…

    Ihre Meinung zu amphibischen Unterstützungsschiffen würde mich zwar schon interessieren, aber ich denke viele sind der Diskussion überdrüssig und andere beharren auf ihren Ansichten.
    Nötig wären solche Schiffe aus meiner Sicht und warum die nicht zur Bündnisverteidigung taugen sollen erschließt sich mir auch nicht.
    Sie sind aber zur Zeit nicht realisierbar.

    Allerdings hat das zu den sehr kruden amphibischen Unterstützungsschiffen a la F125 geführt.
    Diesen Bastardeinheiten liegt der Wunsch nach einer amphibischen Komponente zu Grunde. Darüber hinaus hat man den Patrouillenfaktor mit reingefummelt.

    Das Programm kostet locker 3 Mrd. Euro!

    Dafür hätte man auch sinnvoller einkaufen können, Valour-Klasse und OPVs lassen grüßen.
    Selbst die kleinen Zerstörer a la „Meko D“ wären wohl billiger gewesen.

    @csThor

    Klar kann man ein Konzept für amphibische Unterstützungsschiffe liefern und den Bedarf erläutern, das wird aber schlichtweg seitens des BMVg unterbunden.
    Man wird keine Fähigkeitslücken eingestehen.
    Man bastelt lieber so was wie die F125 zusammen und meint das muss reichen.

    @Klaus-Peter Kaikowsky

    „Man“ sind in dem Fall Leute (gewesen) die in der Realität leben und denen schnell aufgefallen ist, das man mit der Transall bei Internationen Einsätzen keine Hunderte Mann und Hunderte Tonnen Material an den Einsatzort und wieder zurück nach hause bringt.

    @Klabautermann

    Z124 ist keine große Sache, die Schiffe werden ja zum Teil schon von einigen in der Fachwelt als Zerstörer eingestuft.
    Es fehlt lediglich der Waffenmix in der Senkrechtstartanlage und den kann man erreichen in dem man Raketen von dort in Starter bringt, die man Mittschiffs nachrüstet.

    Die Kampfwertsteigerung für das Smart-L ist fertig verfügbar. Ballistische Raketen auf große Distanzen zu erkennen und andere Ziele auf größere Distanzen damit zu orten ist keine große Sache.
    Teuer wird es nur wenn man SM3 und SM6 Dual I ins Ziel führen will, da diese Funktion bisher nur ins Aegis eingerüstet wurde und da schon sehr sehr […] sehr teuer ist.

    Ein paar ASROCs, LRASM oder Tomahawk zu führen ist nun wirklich nicht so schwer, zumal ja das Kampfführungssystem getauscht wird um die Schiffe aufrüsten und MOTS Komponenten nutzen zu können.

    Das Mk41 VLS ist für ASROC und Tomahawk ausgelegt, LRASM kommt für das MK41.
    Die alten Harpoons gegen was neueres zu ersetzen, sollte auch möglich sein.

    Fertig ist Z124 (von einem Hubschrauber mal abgesehen – NH90 zählt nicht ;-)

    Eine 127 statt einer 76mm Bordkanone wäre schön, es ginge aber auch ohne.
    SIMONE wäre auch ganz nett und auch anderer „Kleinkram“ aber auf den müssen viele anderer Zerstörer auch verzichten.

    @ zur generellen Debatte über JSS und LHD

    Ich möchte hier mal darauf hinweisen das man sowohl durch die Anmietung der AN-124 für den Lufttransport als auch über die Anmietung 2er RoRo Fähren über durchaus stattliche Verlegekapazitäten verfügt – auf dem Papier.
    Diese stehen aber nicht in jedem Fall zur Verfügung, Vertrag hin oder her.

    Mitten in eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen zwei richtigen Militärparteien werden weder diese Fähren fahren, noch diese Flugzeuge fliegen.
    Es wäre daher sinnvoll diese Kapazitäten selbst vor zu halten.
    Ein eigener Mietpool im Rahmen von Nato oder EU ist dabei durchaus eine praktikable Lösung. Da kann man auch wieder ganz toll mit der Europafahne rumfuchteln.

    Für humanitäre Einsätze lässt sich solches Material auch ganz wunderbar einsetzen.

  21. Entschuldigung vorab, falls ich hier olle Kamelle bringe, aber nach kurzem Suchlauf habe ich hier keinen Eintrag zum F-35 (Lightning) finden können obwohl das „dribbedebach“ wohl wieder ein Thema ist. Die Mühle scheint da drüben fast so beliebt wie die F125 an Schlicktowns Gestaden.
    http://www.thedailybeast.com/articles/2015/09/17/air-force-admits-our-new-stealth-fighter-can-t-fight.html
    Für Mitleser meiner Liga ist allerdings schwer nachvollziehbar, ob hier wirklich ein ernstzunehmendes Problem steckt oder nur der übliche Zyklus „nach der Beschaffung ist vor der Beschaffung“ angestoßen wird, bei dem man dann ja auch etwas klüger sein sollte. Ist jemand da, der ein bis drei kompetente Sätze zur Einordnung parat hat? Dank im Voraus.

  22. Die Türken registrieren den Einsatz von Handels- und Kriegsschiffen mit Heimathafen Sewastopol, die den Bosporus seit über einer Woche täglich (tgl. 1-2 Schiffe) passieren.

    Neben dem militärischen Gerät registrierte man die Passage von Containern, Wasservorratsbehältern und ähnlichem Infrastrukturgerätes. Das Russische Verteidigungsministerium bleibt aber bei der offiziellen Darstellung, dass lediglich die Abwehr von Bedrohungen feindlicher Schiffe geübt wird. Istanbul bezweifelt das und verweist auf die eigenen Beobachtungen insbesondere der Schiffsfrachten.

    Das saudi-arabische Engagement erfuhr in der letzten Woche einen deutlichen Aufschwung, sowohl das Hilfsgüter verschifft werden als auch im Einsatz der Luftwaffe-heute konkret wird ihr dabei die Bombardierung einer Hochzeitsgesellschaft vorgeworfen, die US-Amerikaner werden unterstützen können, wie man damit umgeht.

    Beobachter sprechen aber insgesamt von einem effektiven Einsatz der saudischen Luftstreitkräfte. Ich will das an Hand von open source Informationen nicht bewerten.

    Summa Summarum: Die Baustelle Naher Osten läuft auf Hochtouren.

    Quellen: france 24, euronews, TVP-Info und diverse

  23. @Zivi a.D.

    Es ist so wie beschrieben und noch schlimmer. Das Projekt zieht bereits sich ewig hin und hat trotz mehr als Hundert gebauter Prototypen und Vorserienexemplaren immer noch kein für den Kampfeinsatz taugliches Exemplar hervorgebracht. Die Technik ist durch die lange Entwicklungszeit am Veralten, das Gewicht dermaßen angewachsen, daß sogar Teile des Feuerlöschsystems wieder ausgebaut wurden, es gibt Überhitzungsprobleme am Boden und in der Luft, das Triebwerk ist unzuverlässig, Blitzschläge führen zum Totalausfall, die Reichweite ist stetig gesunken, die Software unvollständig, die erlaubten Fluglagen weiterhin etwa auf das Niveau einer Cessna beschränkt, eine Uralt-F-16 mit Zusatztanks kann eine unbelastete F-35 auskurven, die Waffenzuladung ist marginal, Infrarotgelenkte Raketen können nicht mitgeführt werden, die Anzahl radargelenkter Raketen auf 4 beschränkt (und dann passen keine Bomben mehr rein), die Stückkosten exorbitant und die Betriebskosten pro Flugstunde goldplattiert. Um nur mal ein paar der Probleme des Typs zu schildern.

  24. @SvD
    Meine Meinung, vor allem aus der Richtung Fähigkeitsaufbau, Integrationsaufwand, Kosten und auch Planungsprobleme habe ich in den betreffenden Threads recht häufig kundgetan. Durchaus auch wiederholend. Nach dem letzten Mal ist mir die Lust dazu vergangen, da ich mich nicht in der Form „verarschen“ lasse, nur weil ich nicht den Amtmann mache und sämtliche Internas die mir so bekannt sind, heraus posaune bzw. all meine Quellen darlege. Wer das nicht mag und mir deswegen Unsachlichkeit und Unseriösität vorwirft, nur weil ich mich an gewisse Regeln halte und hier als Privatperson (und nicht als offizielles Organ) für meinen Fachanteil Marine versuche etwas beizutragen, der kann sich von mir aus gehackt legen.
    Und auch deswegen mache ich nur noch sporadisch mit hier. Aber das ist ein anderes Thema. Gleichwohl wollte ich das nochmal grundsätzlich gesagt haben, und nun darf man sich wieder geflissentlich ob meiner klären Wortwahl aufregen und echauffieren.

    Aber zurück zum anderen Thema. Ich glaube Sie unterschätzen bzw. verkürzen da die Zusammenhänge, die in dem von Ihnen genannten Spannungsfeld zutreffen. Diese beiden gemannten Hauptakteure aus den letzten Jahren der Beschaffung, sind Mitspieler des Beschaffungswesens, was auch sonst. Warum machen die das Theater mit, um es mal mit Ihren Worten zu bezeichnen? Zunächst einmal erhalten sich beide ein erhebliches Maß an Fähigkeiten im Design/der Konstruktion und Integration und in der Fertigung (bei TKMS eigentlich ja nur noch im Segment U-Boot denn eine eigene Werft Überwasser hat man nicht mehr). Denn ohne diese Fähigkeiten im Umgang mit der komplexen Welt der Forderungen und auch mit den Bauvorschriften, gäbe es den Bereich Export überhaupt gar nicht. Klingt einfach, ist aber so.
    Kaum ein Exportkunde würde dort vorstellig werden, ohne nicht die Frage danach zu stellen: „Und? Was haste denn so in letzter Zeit für Referenzen aufzuweisen?Ach keine? Na dann bist Du wohl doch nicht der Richtige für mich.“
    Dafür brauche ich entsprechend ausgebildetes und erfahrenes Personal, denn hochkomplexe Kriegsschiffe baue ich nicht mal eben so. Und nur wenn ich dazu in der Lage bin, dann kann ich auch wirklich realistisch abschätzen wie ich einfachere Einheiten konstruktiv aufbauen kann, um Kosten ggn Fähigkeiten zu differenzieren. Deutsche Schiffe unterliegen einer Vielzahl von anspruchsvollen Forderungen, und als jemand der auf solchen hochkomplexen und hochgeschützen Einheiten seine Zeit verbracht hat, bin ich sehr dankbar dafür das dies so ist. Und das über die gesamte Nutzungsdauer dieser Einheiten. Das heißt nicht, das es dort nicht Bedarf für Verbesserungen gäbe, aber da passiert auch was.
    Des Weiteren sehe ich das nicht so, das alles nur Desaster und Theater ist. Das habe ich an anderer Stelle zum Thema K130 bspw entsprechend ausgeführt. Wo an welcher Stelle welche Entscheidungen getroffen werden und durch wen diese dann abgesegnet werden wird dabei vielfach nur einseitig dargestellt.
    Eine differenzierte Sicht ist nicht gefragt.
    Da spielen @Memoria und ich das gleiche Lied die letzten Jahre hier. Interessiert aber kaum einen. Die Industrie bietet auf das, was ihr an Forderungen bzw Leistungsbeschreibungen vorgelegt wird. Was sonst soll sie tun? Die Einflussmöglichkeiten sind um ein Vielfaches geringer als manch einer hier glauben mag. Nochmal, ich spreche jetzt hier von Marine. Die FFF wächst nicht in der Industrie. Die gewünschten Plattformen kommen aus Marinekommando (Initiativen die dann im Rahmen des CPM nov durch die Beteiligten Stellen laufen) Die Leistungsbeschreibungen ebensowenig. Die Beteiligung in den IPT ist marginal, eigentlich fast nicht existent. Dort können nur Bereiche wie IABG oder MTG was machen. Die anderen werden nen Teufel tun sich dort selber tot zu schalten.
    Also nochmal die Frage, wo wird nochmal Einfluss genommen (ich will jetzt niemanden seine Träume nehmen, also besser ignorieren was ich schreibe)? Und dann kommt es zur Interssensbekundung und im Anschluss zur Ausschreibung, auf die geantwortet wird.
    Dies nochmal grundsätzlich, für geneigte Interessierte.
    Fassmer hat zunächst einmal sein Design verkauft und nicht komplett in DEU gebaut. Etwas was sich auch im Preis niederschlägt. Zusammen mit gefordertem Technologietransfer aus den Nationen. Und so gesehen sind alle Werften an der Weser ähnlich unterwegs, ausgehend auch von der Frage der Eigentumsverhältnisse.
    Es hat alles sein Für und Wider. Ich sage, unsere Werften können sehr viel und sie brauchen sich nicht zu verstecken in ihren Segmenten des Militärschiffbaus, in denen sie sich positioniert haben. Und auch das ist zurückzuführen auf die Fähigkeiten aus dem Bau der Einheiten für die Deutsche Marine.
    Zu den anderen Themen, warum nun gerade F125 o.ä. möchte ich nicht zu viel sagen, sondern auf den obigen Abschnitt verwiesen, wo solche Ideen zunächst wachsen und dann Lösungen gesucht werden sollen.
    Und nun habe ich schon wieder viel zu viel geschrieben. Ich bin erstmal wieder raus hier.

  25. @Zivi a.D.

    Hätte die F35 größere Flügel um ordentlich fliegen zu können, käme die B Variante nicht mehr senkrecht vom Boden hoch. Schubvektorsteuerung hat das Triebwerk dummerweise ja auch nicht (außer beim Senkrechtstart in der B-Variante).

    Man wollte auf Teufel komm raus das die 3 Varianten nahezu identisch sind.
    Der Senkrechtstarter hätte aber abgekoppelt und separat entwickelt werden müssen.
    Man hätte ja viele gleiche Teile verwenden können aber man wollte nur eine Flugzelle für Airforce, Navy (Senkrechtstarter) und Navy (Katapultstarter).

    Letztendlich sind es doch 3 verschiedene Flugzellen die sich ähneln.

    Die F22 ist angeblich nicht so „stealth“ wie die F35 aber wesentlich agiler im Luftkampf, ist aber dennoch für den Export gesperrt.
    Auch wenn viele das nicht glauben, das die F35 noch schwerer zu orten ist, die F22 kann man nicht bestellen, also haben viele am JSF Programm teilgenommen.

    Einige Länder wie Spanien, Italien, Großbritannien und die USA brauchen einen neuen Senkrechtstarter und da gibt es nur die F-35B.

    Teilweise wurde schon von einigen Interessenten eingebracht das selbst der Eurofighter billiger ist als die F35 und das kommt von Staaten denen der Eurofighter vorher zu teuer war und die lieber die F35 wollten.

    Der Eurofighter gurkt im Moment knapp über 90 Millionen rum (Preissenkung von knapp 120 Mio. Euro!) und es müssen 2 Triebwerke gewartet werden.
    Die Kosten einer F35 werden von den USA IMMER OHNE Triebwerk angegeben und liegen schon sehr deutlich über 90 Mio.

    Interessant ist auch das Boeing bei seinem Entwurf (Boeing X-32) die Mauser BK27, wie sie im Eurofighter und Tornado steckt, nutzen wollte, weil die keine Vorlaufzeit bei Luftkampfmanövern braucht sondern immer direkt feuerbereit ist.
    Die wussten schon warum.

    Mit einem so krude, um die Anforderung des Senkrechtstarters herum, geformten Flugzeug kann man von Glück sprechen wenn man sein Ziel überhaupt mal im Schussfeld hat, Waffenvorlaufzeit geht da gar nicht.

    Die Gatling Gun in der F35 funktioniert immer noch nicht richtig, in die B-Variante passt die nicht mal rein.

    Das Triebwerk ist zwar stark aber für den Jet recht dürftig und unzuverlässig.
    Eine F35 wäre wegen eines Triebwerksproblems beim Start zu einer Flugshow fast abgebrannt.

    Die Infrarotsensoren werden immer gelobt, die seien besser als alles andere (PIRATE beim Eurofighter und ähnliche bei den Russen) sind aber hauptsächlich gen Boden gerichtet…

    Ob die F35 einem PIRATE Infrarotsystem entkommen könnte, wage ich mal zu bezweifeln. Triebwerke kann man nur schwer verstecken und zur Verringerung der Infrarotsignatur wurde am Triebwerksauslass nichts getan.

    Nicht zu vergessen das die Flugzelle zwar gut gegen X-Band Radar (Flugzeuge, Raketen und Schiffe) geschützt ist, der Triebwerksauslass aber nicht und andere Radarwellen sind sehr wohl in der Lage dieses Flugzeug zu finden.

    Hochleistungssysteme wie das Smart-L auf den Fregatten der Klasse 124 oder andere bodengebundene (weil riesige) Systeme können alles finden.
    Man kann sich davor vielleicht länger verstecken aber unsichtbar wird man nicht.

    Und das ist letztendlich der einzige Vorteil den dieser Jet noch haben soll.

    Zur F35 gibt es so viele Katastrophenberichte, dagegen ist alles was bei uns abgeht Kinderkram.
    Auch die F22 (ebenfalls von Lockheed Martin) hat Probleme mit Systemen und der Zuverlässigkeit.

    Eine F16 die mal 130 Mio. Dollar teures Flugzeug ersetzt, das pro Flugstunde auch noch 20.000 Dollar mehr an Unterhaltskosten verursacht.
    Die F18 kostete 30 Mio. Dollar, die F18 Super Hornet 60 Mio. Dollar.
    Beide sollen durch die F35C (135 – 140 Mio. Dollar) ersetzt werden.

    Schon die F22 war mit 150 Mio. Dollar leicht teurer als die knapp 30 Mio. der F15.
    Ca. 460 F15 stehen neben den 187 F22 in Dienst…. ersetzen geht anders.

    Das Geld ist nicht mal da um die Flugzeuge zu kaufen und zu betreiben.

    Aber dadurch das es nur noch ein Modell neben dem Jagdflugzeug F22 geben soll, wird alles viel billiger!
    Gleichzeitig sagt man, das die Defizite der F35 durch andere Baumuster, die die F35 ja ersetzen soll, ausgeglichen werden.

    Die F35 ist das größte Beschaffungsdesaster seit langem, wenn nicht generell.

    Lockheed Martin als auch die beiden Firmen die zu Lockheed Martin verschmolzen sind haben nie vorher einen Massentauglichen Jet gebaut.
    Die größte Stückzahl hat noch die F-117 mit 64 Exemplaren.

    Die F22 war die erste Pleite und die F35 ist das vollendete Desaster.
    Das F-16 Programm hat man ’93 von General Dynamics übernommen.

    Hier mal einer von hunderten von Artikeln:
    http://www.pogo.org/our-work/straus-military-reform-project/weapons/2015/not-ready-for-prime-time.html

  26. @NMWC

    Also kurz:

    Die Probleme sitzen viel viel tiefer im Beschaffungsapparat.
    Bei all dem Mist der gekauft wird und den kruden Produkten die da raus kommen war das zu erwarten.
    Keine Absprache von Nutzer und Planer/Beschaffer bzw. Hersteller schockt mich nicht.
    Es klingt aber so als würde das baainbw die Beschaffung wie ein römischer Kaiser diktieren ohne auf irgendwen dabei ein zu gehen.

    Das passt ironischerweise ganz gut zu dem Gipfel den VdL mit der Industrie angesetzt um zu klären wie die besser und pünktlicher liefern könne.
    Das Problem bei sich selbst zu sehen kam damals schon nicht in den Sinn.

    Das Vorschriften bezüglich des Schiffbaus sehr ernst genommen werden ist löblich, die fliegende Zunft der Marine würden das bei Ihrem neuen Material sicher auch gerne wissen.
    Die NH90 sind aber mit zugedrückten Hühneraugen zugelassen.

    Ich meinte auch nur das ein OPV keine „Überlebensfähigkeit“ im Sinne eines Kombattanten braucht und deshalb wesentlich günstiger gehalten werden kann.

    Die Bedrohung besteht da eher im Sinne von AK-47 und RPG-7 aus Schnellbooten heraus abgefeuert. Dagegen braucht es Schutz.
    Auf Einschlagsresistente Systeme, Kabel und Rohrverlegung etc. kann man verzichten.
    Angriffe mit Seezielflugkörpern oder Torpedos von Piraten oder Handelsschiffen aus abgeschossen, die nicht kooperieren wollen, sind eher unwahrscheinlich ;-)

    Schiffe die nach zivilen Standards zugelassen sind, findet man momentan bei der Royal Navy.
    Wenn ein Docklandungsschiff wesentlich billiger ist als eine unserer Korvetten, fragt man sich schon wie das geht.
    Klar Sensoren und Effektoren und das Kampfführungssystem sind extrem teuer, trotzdem bleibt da ein seltsamer Geschmack zurück.

    „The Bay class is certified as a class 1 passenger ship, with design similarities to ro-pax ferries“
    – Quasi ein Ausflugsdampfer.

    Und so ein Schiff ist schon eher ein Kombattant als ein OPV und da würde ich mir dann doch den extra Stahl und die penible Konstruktion wünschen.

  27. @ SvD

    Man kann jedweden „Bedarf“ daherreden bzw -schreiben. Ich könnte auch begründen, warum die Bundesrepublik „Bedarf“ an einer eigenen Nukleartruppe samt Mittelstreckenraketen zur Abschreckung hätte, nur hätte das nichts mit der Betrachtung der Realität und alles mit virtueller Selbstbefriedigung von Großmannssucht zu tun. Mir kommt das Beharren auf einem „Bedarf“ für JSS mittlerweile eher vor wie wilhelminische Marineträumerei bzw der Wunsch in der „Battle for the Budget“ mal den Jungs in Grün und Luftwaffenblau mal so richtig einen reinzuwürgen.

    Ich bleibe dabei: Für JSS und deren „amphibious first entry capabilities“ hat die Bundeswehr keinen Bedarf, da diese für ein politisch-militärisches Einsatzkonzept stehen (Interventionismus) das hierzulande nicht mehrheitsfähig ist, da der Verteidigungshaushalt ohnehin hinten und vorn für die zentralen Aspekte der Landes- und Bündnisverteidigung nicht ausreicht und entsprechende Aufwächse nicht absehbar sind und vor allem weil die Problematik bei der Besetzung der aktuellen Dienstposten bei der Marine schon jetzt im roten Bereich angekommen ist.

  28. @NMWC, @csThor: Voll d’accord mit Ihrer Argumentation, dennoch ziehe ich mal das Pferd ganz bewußt von hinten auf. Für so „Interventionsmittel“ wie JSS und deren „amphibious first entry capabilities“ haben wir – ungeachtet deren politischen „Unpässlichkeiten“ – bereits auf Jahrzehnte absehbar, weder qualitativ noch quantitativ gar nicht die geeigneten Flugsysteme mit den entsprechenden Fähigkeiten und auch damit ist es alleine nicht getan. Das könnte man z.B. bis zum leidigen Thema Luftkissenfahrzeuge und sonstige Landungsfahrzeuge weiterspinnen.

    Wir haben schlichtweg andere Sorgen und Probleme – auch bei Schiffen, bis hin zum simplen Sturmgewehr -, die erst einmal beherrscht sein wollen. Was sollen und wollen wir also mit so einem „JSS-Pott“?

    Sind wir etwa Aegypten, die sich erst noch das Fluggerät und die Amphibien bei den Eussen kaufen müßen? Und auch da muß man sich nach dem Sinn fragen, denn wo wollen denn die massiv intervenieren?
    ————————————————

    @NMWC, kameradschaftlicher Rat: Vorsicht, angebliche „Internas“ die u.a. von mir in AG eingestellt werden, sind i.d.R. zu Internas von BMVg und Bw plattgebügelte Kritikpunkte oder auch vehemente Lumpereien sowie klägliches Versagen, die sehr wohl der öffentlichen Diskussion in ein Fach-Blog bedürfen, aber eben keine „echten Internas“ oder gar VS. ;-))

  29. @SvD
    „Lockheed Martin als auch die beiden Firmen die zu Lockheed Martin verschmolzen sind haben nie vorher einen Massentauglichen Jet gebaut.
    Die größte Stückzahl hat noch die F-117 mit 64 Exemplaren.“

    Wenn man mal von 2500 Stück der F-104 Starfighter absieht! Eine U2 oder eine SR-71 sind auch völlig unbedeutend.

  30. Mal ein kleiner Zwischenruf in Sachen Marinerüstung:

    1. Zunächst einmal sollte man wissen, dass es für Marineschiffe keinen §30 gibt, will sagen:
    die Plattform muß betriebstechnisch alle gesetzlichen (nationalen und internationalen) Sicherheits- und Schutzstandards „erfüllen“ – Arbeitsplatzsicherheit, Umweltschutz, Brandschutz, Abstrahlsicherheit (Radar, Funk, EloKa), Gefahrguttransportsicherheit, SOLAS, usw. pp. bis hin zu zeitgemäßen Unterbringungsstandards nach zivilen Normen. Die Zeiten, wo man 3 PUO auf einer Kammer unterbrachte, deren Grundfläche dem Haltungsminimum für einen Dackel gem. deutschen Tierschutzrichtlinien entsprach, sind vorbei. So müßte ein JSS z.Bsp. mit Marine Evacuation Systems ausgerüstet sein für die „Passagiere“ vom Heer.
    2. Klima-unabhängiges Einsatzspektrum, quasi „vom Pol bis zum Äquator“ – was das allein in Sachen Raum-, Energie- und Stabilitätsreserven und schiffbauliche Auslegung bedeutet will ich lieber nicht ausführen, das würde dieses Blog sprengen.
    3. Intensivnutzung bei gleichzeitiger Reduzierung des „Betriebspersonals“ vulgo Besatzung: Automatisierung, Wartungsfreiheit, konstruktive Redundanzen iVm technischer Ausfallsicherheit etc. ist nicht nur eine konstruktive Herausforderung, sondern schlicht und einfach „schweineteuer“.
    Wenn man früher gesagt hat „Stahl ist billig“, das „Teure“ ist das Einsatzsystem, so trifft dieser Satz heute allenfalls für Unterstützungsfahrzeuge zu, aber nicht für die Kampfschweine.
    4. Nun schauen wir mal im Sinne der Emil’schen Mengenlehre auf die Schnittmenge von Plattform-und Einsatzsystem. Stichworte (nur einige) Schockresistenz (Minen), ballistische Panzerung einsatzkritischer Räume, Stabilität vs Masthöhe/Sensoren, konstruktive EMP-Härtung, konstruktive Signaturreduzierung et.pp……

    ….und nun kommen wir zu den „Operatören“, und da schlägt eben voll das „Parent-Navy“-Syndrom zu: Bedarfsdecker und Industrie schreiben imho der Marine vor, welche Schiffe sie gefälligst braucht. Ich sage das ganz brutal und deutlich, auch wenn mein Kamerad @NMWC jetzt in die Planke beißt, aber da bin ich nunmal seit 1990 Insider-Zeitzeuge.
    Dieses „Parent-Navy“-Syndrom hat natürlich den Effekt, dass die Marine – wenn sie schon aus politischen Gründen an Kohle kommt – soviel als möglich an operativer payload versucht in das Projekt zu packen, natürlich zur großen Freude der Einsatzsystemhersteller, die ja auch etwas von dem Kuchen abhaben wollen. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es seit vielen Jahren keine GU (Generalunternehmer) für Marineschiffe aufzutreiben sind, sondern nur noch sogenannte „Arbeitsgemeinschaften“. Und so wird aus einer ursprünglich als OPV konzipierten K131 ein MKS180 bereits in der Definitionsphase.

    So schaut’s aus ;-)

  31. @Amtmann
    Sorry für den Vergleich, es ging mir um die grundsätzliche Darstellung des Unterschieds an Vorgehensweisen in Zusammenhang mit einer persönlichen (hoffentlich nur so gelagert) Agenda. Daher mussten Sie dafür herhalten zur Verdeutlichung an die für mich zutreffenden Regeln und Vorgaben. Nichts für Ungut.

    @klabauter
    Hab keine Lust in die Planle zu beißen;-) Sie haben ihre Sicht dazu, ich entsprechend eine etwas andere als ebenfalls Insider. Aber das hatten wir schon. Aber wer möchte denn das mit den ARGEn so gerne? Die Amtsseite hat auch Manschetten bei diesen Themen. Die Schuld ist da differenzierter zu sehen. Sie unterschätzen da die Fähigkeiten, aber auch das ist durchaus an Ihren Erfahrungen gewachsen, womit ich kein Problem habe und weiterhin, sofern ich dazu Lust habe, eine etwas gegenteilige Position einnehme. Sonst kommen wir für die Zulunft einfach nicht weiter in der Verbesserung.
    Zu allen Punkten könnte ich auch ergänzend und zustimmend ausholen, spare mir es aber.
    Die Papiere zu K131 kenne ich auch, da war nichts ein OPV sondern recht früh ein Hybrid aus F125 und K130. Und dann kam der Trend des neuen Heilands „Modularität“ um die Ecke und die Herde hechelte hinterher, ohne zu wissen was sie denn eigentlich wirklich möchte.

  32. @NMWC: Schwamm drüber.

    Aber Ihr letzter Satz trifft den Nagel mal wieder voll auf den Kopf und deckt sich mit zig anderen Beschaffungsvoraben. Ich gehe sogar so weit, daß sich dieser „Hechel-Prozess“ spätestens nach 5 Jahren stets in neuen Varianten wiederholt, weil irgend ein profilneurotischer Schlaumeier wieder einen „neuen Trend“ erfunden hat, der vor 10 bis 15 Jahren längst im Papierkorb lag!

    Derer Beispiele gibt es bücherweise und das liegt m.M.n. an der nicht gegebenen Kontiniutät bei BMVg, Beschaffern, Bw-Führung und auch den parlamentarischen Kontrollorganen. Von deren Expertise einmal ganz abgesehen.

  33. @NMWC

    Na ja, da ich das unsägliche Vergnügen hatte von 1999 bis 2009 erst als Gruppenleiter im FltKdo, dann Abteilungsleiter im Mara und zuletzt als RL im FüM III diese wundervollen konzeptionellen „Entwicklungen“ wie F125, K131, EtrUS/JSS, MKS durchgängig zu „begleiten“ kenne ich eben nicht nur die Papiere. Wir liegen ja grundsätzlich „auf der gleichen Welle“….und “ eine etwas gegenteilige Position “ ist mir immer willkommen ;-)

  34. Weiß eigentlich jemand, um welches Manöver es sich hier handelte:

    [Also echt. Das ist der sechste oder so Versuch, diesen Link hier unterzubringen. Was finden alle so am Nordkurier? Oder liest keiner mehr die vorangegangenen Kommentare? T.W.]

    In diesen Tagen, da man es mit dem Rechtsstaat scheinbar nicht ganz so genau nimmt, könnte man sich beinahe wundern.

  35. Bezüglich Airbus A400/C-130 J

    Die Dänen wollen nun eine fünfte Hercules C-130 J haben und sich gegen einen Kauf des Airbus A400m entschieden, weil zu teuer……

    Quelle: http://www.Janes.com

  36. @Zivi a.D.
    Schauen Sie mal heute auf Focus-online rein:
    F35 sollte GB wieder zur „Weltmacht“ verhelfen.
    Daraus wird mit einer „Krücke“ wie es dieser lahme Vogel ist nichts.
    Abgesehen davon sollten die Briten nicht von einer nicht wieder kehrenden Vergangenheit träumen,sondern sich um die realen Probleme der Gegenwart kümmern!

  37. Die Abwärtsspirale von Kundus lenkt nur vermeintlich von den Plagiatsvorwürfen gegen UvdL ab, tatsächlich hat auch hier die Geschichte (samt der ihrer Vorgänger) die IBUK voll eingeholt. Eine harte Herausforderung und Bewährungsprobe!

    Es könnte für für die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) in ihrer Urteilsfindung ziemlich eng werden und damit auch für UvdL. Man sollte die heutige Berichtserstattung der SZ und der WN zudem in einem Kontext zu dem möglicherweise ziemlich heiklen Kapitel „Personal- und Regional-Bonus von UvdL vs. MHH“ sehen.

    Westfälische Nachrichten von heute: Plagiate – Uni will Doktorvater bestrafen:
    Das Rektorat der Uni Münster empfiehlt der Medizinischen Fakultät, einen ihrer Professoren die Leistungen zu kürzen, weil diesem bei der Betreuung von Dissertationen „schweres wissenschaftliches Fehlverhalten“ vorgeworfen wird.

    Süddeutsche Zeitung von heute, 10:19: „Sieht nicht gut für sie aus“:
    Der Experte für Wissenschaftsbetrug, Soziologe und Sozialpsychologe Prof. Dr. Sebastian Sattler (Uni Köln): “Hier wurden ganze Absätze und auch Grafiken ohne Quellenangabe übernommen oder aus anderen Quellen ohne entsprechende Referenz übersetzt und erscheinen damit als geistiges Eigentum der Autorin. Damit macht sich Frau von der Leyen zumindest mehr als verdächtig, wenigstens in Teilen plagiiert zu haben.“

    Damit erscheint es fast als egal, wie die offizielle Prüfung der Doktorarbeit von UvdL durch die MHH ausgeht. Es gilt weniger an die Politik, mehr an die Bundeswehr und noch mehr an die Wissenschaft denken. Letztere ist auch Auftrag und Aufgabe der Universitäten der Bundeswehr.

    Das ist m.M.n. das nachhaltigste Gravamen gegen die IBUK.
    (Quicumque turpi fraude semel innotuit, etiam si verum dicit, amittit fidem. (Fabulae – 1, 10 (Lupus et Vulpis Iudice Simio) Wer auch immer einmal durch einen schändlichen Betrug bekannt wurde, auch wenn er Wahres spricht, verliert das Vertrauen)
    Und aktuell ist „Wahres und Vertrauen“ an allen Ecken und Enden in Breite und Tiefe notwendiger denn je!

  38. Magmakammer | 30. September 2015 – 8:31

    @SvD
    „Lockheed Martin als auch die beiden Firmen die zu Lockheed Martin verschmolzen sind haben nie vorher einen Massentauglichen Jet gebaut.
    Die größte Stückzahl hat noch die F-117 mit 64 Exemplaren.“

    Wenn man mal von 2500 Stück der F-104 Starfighter absieht! Eine U2 oder eine SR-71 sind auch völlig unbedeutend.
    —————————

    U2 und SR-71 sind unbedeutend. Beide sind zu ihrer Zeit absolute High-End Fluggeräte gewesen, die astronomisch teuer waren und die nur in Kleinserie gebaut wurden.
    Das waren Goldrandlösungen für Überwachungs- und Aufklärungsmissionen.

    Der Starfighter, ja… den hatte ich verdrängt aber es wiederholt sich.
    Ein absolut unausgereiftes Flugzeug wird durch Lobbyismus und den nötigen Druck der US-Regierung auch bei Natopartnern und Alliierten untergebracht.

    Der Starfighter hatte nur Wüstentests absolviert und fiel bei uns und den Kanadiern reihenweise vom Himmel. Die deutschen Starfighter hatten zum Schluss weit über 1000 Verbesserungen, sogar das Triebwerk wurde massiv überarbeitet! Das spricht nicht gerade für den Starfighter oder?
    Auch bei weiteren Luftwaffen war die Absturz- und Unfallrate sehr hoch.

    Von den fast 2600 Jets die produziert wurden, ist ein großer Teil im Prototypenstadium ausgeliefert worden.
    Das einzig gute daran war, dass in den Nutzerstaaten Industriezweige entstanden sind um die Fehler zu beheben und so die nationalen Luftfahrtindustrien gefördert wurden.

    Die F-35 ist genau so ein Schrotthaufen.
    Beim Starfighter lag die Flugleistung im Trend, heute ist es „stealth“.

  39. @Vgt-Amtmann
    Was ich nicht verstehe, nach der ganzen Causa Gutenberg: Warum hat nicht jeder Minister (Land,Bund), jeder Staatssekretär und sämtliche MAs in der B-Besoldung ihre Alma Mater gebeten ihre eigene Diss. auf Fehler (!), nicht alles was wie ein Plagiat aussieht ist auch eins, und etwaige Unsachlichkeiten zu prüfen.

    Vlt kann der BendlerBlogger das ausführlicher beschrieben – was dafür oder dagegen spricht. Verstehen tue ich das Verhalten nicht.

    Sie haben sich ja in anderen Beiträgen stellenweise zu Recht über das Promotionswesen geärgert. Nur kurz zwei Dinge am Rande. Selbst die Vertretungen der Medizinstudenten sind für die Schaffung des Berufsdoktorats (analog USA, UK, Austria, Italien….), um der Abwertung der Promotion entgegen zu wirken. Und letztlich ist der Vorschlag der Uni Münster spannend, aber die rechtlichen Rahmenbedingungen sind mir nicht gänzlich klar…aber egal da hier OT.

  40. @MD: Ärgern muß man sich über die Qualität des Promotionswesen bei Medizinern eigentlich nicht (mehr). Nicht erst seit dem Plagiatsvorwurf gegen UvdL zieht sich diese Qualtätsfrage wie ein Roter Faden durch fast alle einschlägigen Medien, Universitäts- und Akademikerkreise.

    Dass dem so ist, wurde mir schon Anfang der 90er teils bewußt, als ich in der Deutschen Bücherei in Leipzig die Dissertation eines ltd. Arztes eines Brandschutz- und Rettungsamtes über eine Studentin der Uni Halle anforden ließ und gleich zwecks Tarnung ein paar weitere Arbeiten aus Ost und West mit.

    An der heimischen Alma-Mater hatte die Arbeit einen Sperrvermerk und war nicht einsehbar. Der Mann hatte uns schlichtweg als Operator für eine Rettungsorganisation im Bereich Intensiv-Transporthubschrauber merfach extrem geärgert. Wie ich relativ schnell neben weiteren Details in Erfahrung bringen konnte, war dieser Herr vor der Wende OTL im med. Dienst des MFS und u.a. Anstaltsarzt in einem von Mielke’s Spezialhotels. Damit war Schluß mit Lustig und erwartungsgemäß schoß Dr. X – gleich zweifacher Facharzt – auch qualitativ in einsamer „Spitzenposition den Vogel“ ab. So auch das Urteil unsere HS-Ärzte und des Ltd. HS-Arzt, welcher auch im Vorstand der Landes-Ärztekammer war bzw. immer noch ist.

    Im Fall UvdL spielt m.M.n. die Qualität auch gar keine Rolle und ebenso wenig die Frage, ob läßliches oder todsündenhaftes Plagiat. Der Konnex „oberste Disziplinarvorgesetzte und auch Cheffin der Bw-Hochschulen“ ist der wirklich ärgerliche Knackpunkt und das besondere Gravamen. Damit kann aus meiner Sicht nur noch eine „Lex Guttenberg“ gelten und das Thema wäre damit eigentlich schon längst durch!

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