DroneWatch: Chinas bewaffnete Drohnen


(Direktlink: https://youtu.be/3SozuUt3dDs)

Fürs Drohnen-Archiv: Ein chinesischer Fernsehbericht aus der vergangenen Woche – mit Bilder, die Tests einer in China hergestellten bewaffneten unbemannten Plattform belegen sollen.
Der Text dazu von CCTV+:

China on Thursday for the first time made public the video footage of one of its home-made drones Wing Loong’s live fire missile test.
In the live-fire missile test conducted in north China’s Inner Mongolia Autonomous Region in late July, Wing Loong, a typical made-in-China military drone, fired eight kinds of weapons at intended targets.

Li Yidong, deputy chief engineer of Wing Loong, Aviation Industry Corporation of China (AVIC) Chengdu Engine (Group) Co., Ltd., said the test would increase Wing Loong’s flexibility in carrying out tasks.
„Drones that can both reconnoiter and attack have to function like this. It is unknown what kinds of targets are on the ground. You can not use just one or two types of missiles to deal with all targets with so many types of targets. Therefore for different targets we have different weapons,“ said Li.
Li Yongguang, chief engineer of Wing Loong, emphasized the significance of the development of drones.
„Drone is actually a big system consisted of base stations and missiles. Its progress will greatly boost the development of military industry,“ said Li Yongguang, chief engineer of Wing Loong, AVIC Chengdu Engine (Group) Co., Ltd..
China has been delivering Wing Loong drones to users in batches since last year.

16 Gedanken zu „DroneWatch: Chinas bewaffnete Drohnen

  1. Bilde ich mir das nur ein oder sehen die Dinger alle gleich aus?

    Klauen alle ihre Pläne beim selben Hersteller oder ist dies das Perfekte Design für ein bewaffnetes UAV?

  2. Eine Chinesin sagte mir einmal, dass, wenn sie abkupfern, es voller Anerkennung wirklich gut sein muss.

  3. @SvenS
    Die aerodynamischen Notwendigkeiten bei derart großen Vögeln, auch wenn nur UAS, sind selbst von den Chinesen nicht zu beeinflussen. Ansonsten, was die NSA schafft, können die aus dem Reich der Mitte allemal. So gesehen sind Ähnlichkeiten naheliegend, zumindest aus meiner Laiensicht.

  4. @SvenS:
    Jain.
    Das perfekte Design ist es nicht. Die Maintenance bei Heron 1 bedarf keiner Leiter. Beim Vergleichsmodell dem MQ-1 Predator schon. Beim Heron 1 kann man nicht in den Propeller reinlaufen. Beim MQ-1 schon. Beim MQ-1 muss das Tail mit Schutzschuhen versehen werden, um nicht auf dem Boden zu schleifen. Beim Heron 1 nicht. Dann wäre da noch die gänzlich unterschiedliche Software….(ATOL….)

    @Anubiswächter:
    Vom Chinesen braucht keiner den technologischen Ritterschlag. Aber das hat ihnen ja auch eine Chinesin verraten. LOL.

  5. Und da wäre noch die Panoramakamera. Beim Heron 1 überblickt man das komplette U-Lfz und kann ggf. Sichtüberprüfung bei Problemen durchführen und erkennt das ganze Unfeld beim Taxiing.
    Beim MQ-1 nicht.

  6. @ CRM-Moderator

    Ich lese gerade das Buch „Predator“ The Remote-Control Air War over Iraq and Afghanistan: A Pilot’s Story von Matt J.Martin und Charles W. Sasser

    Er geht gut ins Detail über die Steuerung der Drohnen, Kriegsführung, Möglichkeiten der Drohne, tatsächliche Einstätze usw.
    Liest sich gut und zeigt auch etwas von dem Seelenleben eines Piloten der jede Menge bewaffnete Drohneneinsätze geflogen ist.
    Falls bekannt, die Info einfach vergessen, falls nicht bekannt, ist es ein Tipp.

  7. @CRM-Moderator | 24. August 2015 – 17:13

    Sie äußern (unwillkürlich?) eine interessante Betrachtungsweise, und unterstellen nach meiner Lesart dem fernöstlichen Technologie-Stand eine generell nicht weiter zu beachtende Relevanz.

    Die Frage, ob dieser Hochmut des westlichen Denkens gegenüber anderen, der seinen Höhepunkt im Missbrauch alter lyrischer Verse zugunsten der allseits bekannten politischen Schlagworte fand, wirklich zweckmäßig war, mag ich im Raume stehen lassen und überlasse die Bewertung dessen gerne jedem selbst. Denn schließlich bezweckte der auf die Ausführungen von SvenS bezogene, kurz gehaltene Erfahrungsbericht nur die Möglichkeit eines Einblickes in die Denkweise eines anderen Kulturkreises, und sollte bei weitem keinen global zu beachtenden Wertungsmaßstab postulieren.

    Andererseits, falls es noch nicht aufgefallen sein sollte: Die Authentizität des Videos zu Grunde gelegt, so zeigen die Chinesen, was sie haben. Und was wir nicht haben. Und was wir (noch) gar nicht wollen. Aber sicherlich, wenn ich es mit Ihren Worten halte, ist das völlig unbeachtlich.

    Aber sicherlich ist meine persönliche Lesart Ihrer Aussage viel zu eng und Sie widerlegen sie sehr schnell. Ganz sicher.

  8. Also eine eins zu eins Kopie ist es nicht, beim Predator sind die Heckflügel nach unten geneigt, beim Reaper sind sie nach oben. Für einen Reaper ist dieses Modell aber zu klein. Ich denke die Chinesen haben einfach den Mittelweg gewählt und den Predator mit Flügel nach oben gebaut, unter den oben schon angesprochenen Gesichtspunkten. Aber ja, die Verwechslungsgefahr ist da.

    Wobei es ja nun wirklich niemals auf das Aussehen ankommt. Interessanter wird es bei den technischen Daten, wie Datenübertragungsrate, Leistungsfähigkeit des Payload, Treibstoffverbrauch usw. .

    Außerdem halte ich den Abwurf ungelenkter Bomben für zweifelhaft. Da sieht das Video etwas aus dem Zusammenhang geschnitten aus.

  9. @ Murazor

    Wenn das oben verlinkte Video nicht ein Fake ist, dann waren das keine ungelenkten Bomben, wie man den Glaskuppeln an der Bombenspitze sah und auch an den Plastikschutzkappen an der Spitze der montierten Bomben.

  10. @Anubiswaechter:

    Ufff….

    Da sind sie jetzt aber sehr umfassend geworden.

    Ich erzähle mal was über „die Israelis“ (IAI). Die waren und sind Stolz, das sich ein/das Hochtechnologieland Deutschland für ihr Produkt, den Heron 1, entschieden haben.

    Ob die USA stolz sind, dass die chinesische Drohne dem MQ-1/MQ-9 ähnelt?

  11. @Anubiswaechter:

    Ein unbemannter Motorsegler mit Prob sieht aus wie ein MQ, Stemme oder ein Heron und die Vorteile des Heron wurden beschrieben. Das Konzept stammt aus der Zeit vor 1945 und war ein deutsche Entwicklung (ohne Fernlenkung), zum Transport. Lag wohl an den deutschstämmigen Ing. in Israel. Das Konzept des MQ aus einer Garage und es musste schnell gehen.

  12. @Zimdarsen: Sorry, Stemme vergessen. Wollte aber nur aufzeigen, dass es sehr wohl Designunterschiede gibt, die nicht zufallsbedingt dem Auge schmeicheln sollem sondern handfeste Vorteile bringen können. Insofern Danke für die Infos!

    Apropos: Hab ich auf das „Stelzen-Blattfeder-Landig gear“ des MQ-1 hingewiesen? In Verbindung mit dem manuellen Landeverfahren immer für einen Hofknicks gut.

  13. Eine interessante Frage wäre ja, ob die chin. Streitkräfte die Teile jetzt auch beschaffen. Mir würde jetzt nicht einfallen, wofür sie die gebrauchen könnten, aber vllt liege ich ja auch falsch wenn ich denke, dass solche Drohnen (bis jetzt) nur für assym. Szenarien taugen…?
    China geht ja bisher noch nicht auf Terroristenjagd.

  14. @ Ich putz‘ hier nur:
    China jagt nicht im Ausland, im Inland sieht das ganz anders aus.
    Zu überwachende Konfliktgebiete gibt es in und um China übrigens einige, Korea und der Streit mit Japan um ein paar Inseln im chinesischem Meer um nur zwei Beispiele zu nennen.

  15. China hat eine lange Grenze.
    Und Seegebiete. S. a. SvenS.

    Immer diese assymetrische Fähigkeitsverengung.

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