Wieder mal nötig: Ein Wort zur Kommentarkultur

Leute. Es betrifft mehrere Threads, deshalb hier mal ganz allgemein: Es ist kein besonders guter Stil, über andere Kommentatoren herzuziehen, Stichwort der hat doch keine Ahnung. Egal ob man den direkt anspricht oder nicht.

Und auch scheinbar sachdienliche Hinweise wie das hat hier nichts verloren behalte ich mir schon gerne selber vor (und benutze dann eine andere Wortwahl).

Mal ganz abgesehen davon, das bei manchen Themen Debatten geführt werden, die schon vor Jahren hier geführt wurden – und nicht wirklich neuen Erkenntnisgewinn bringen, siehe Piraterie (wer mag, kann’s nachlesen: Das ist keine militärische, sondern eine Polizeiaufgabe).

Das würde ich an einem lauen Sommerabend gerne mal mäßigend hier einwerfen.

Blogthings · 19:24h ·  

17 Kommentare zu „Wieder mal nötig: Ein Wort zur Kommentarkultur“

  • Rainer Sorge   |   21. Juli 2015 - 20:58

    bei der „Pseudonym Anonymität“von FB bleibt doch so etwas nicht aus. Unsere Meinungsfreiheit schließt Mißbrauch leider nicht aus.

  • sanjäger   |   22. Juli 2015 - 6:40

    Meinungsfreiheit ist ein Freiheitsrecht gegenüber dem Staat. Das können Sie auf einem privaten Blog nicht einfordern. Noch viel weniger, wenn diese „Meinung“ gegen geltendes Recht verstößt oder beleidigend ist. Da kann der Hausherr sich durchsetzen und das ist vielleicht auch zum Wohle des „Zensierten“.

  • Dran.Drauf.Drüber   |   22. Juli 2015 - 9:44

    Danke für den Ordnungsruf und die Einforderung einer „Netikette“.
    Freundlichkeit und Respekt kosten schließlich nichts – machen aber viel Freu(n)de.

  • Metalstorm   |   22. Juli 2015 - 10:03

    Vorschlag: Tatsächlich mal 4 Wochen dicht machen hier. Dann müssen sich einige Rüpel wieder dem wahren Leben stellen und kommen evtl. auf andere Gedanken.

  • Quattromaniac   |   22. Juli 2015 - 12:28

    Es war doch schon eine Weile dicht. Das hat ja auch nichts gebracht. Der Blog zieht solche Leute eben auch an, wie Licht die Mücken.

    Ich finde, jetzt mal abgesehen von unqualifizierten Pöbeleien, sind die Kommentare das Salz in der Suppe – man bekommt viele Zusatzinformationen von Insidern und Fachkundigen. Darauf würde ich ungerne verzichten.

    p.s. Ich schreibe hier sehr selten – lese aber regelmäßig …und gerne. (Wobei ich auf das 100fache durchkauen einiger Themen, die sich regelmäßig wiederholen und im Kreis drehen, gerne verzichten könnte.)

  • ThoDan   |   22. Juli 2015 - 20:30

    Als einer der „Neuen“ ist mir nicht bekannt, welche Diskussionen hier vor Jahren geführt wurden.

    Da ich eines Amateurs Amateur in dem Fachbereich bin, fallen mir Punkte, Fragen etc. zu Themen ggf. erst auf, wenn sich mir neue Facetten erschließen und diese mir auf dem Grad meiner Kenntnisse erklärt wurden.

    Last but definetly not least.

    Schönen Urlaub

  • O. Punkt   |   25. Juli 2015 - 18:04

    Wenn ich hier ( http://augengeradeaus.net/category/blogthings/ ) mal so durchstöbere, erkenne ich, dass die Ordnungsrufe tatsächlich zunehmen.
    Schade!

  • Anubiswaechter   |   26. Juli 2015 - 5:28

    Es ist schon einige Zeit her, dass WordPress meine Arbeitsgrundlage war … Sollte es nicht möglich sein, Kommentierungen an freizuschaltende Benutzeraccounts zu knüpfen, wird die Kommentarkultur bei zunehmender Reichweite auf Dauer nicht gewährleistet und nachhaltig nicht verbessert werden können. Sogenannte Ordnungsrufe und Vorbehaltskommentare werden langfristig keine Besserung bezwecken, sondern allenfalls Mehrarbeit für die verantwortlichen Personen bedeuten. Sie führen zudem, wie geschehen, zur Löschung argumenthaltiger Beiträge (Stw. Verfassungsschutzbericht). Abhilfe können allenfalls die erwähnten Benutzeraccounts schaffen.

    Die Führung vermeintlich längst erledigter Debatten inkl. ständiger Wiederholung bisheriger Argumentationsstränge liegt über dies an der gewählten Publikationsform, der Blog-Form, ist also systembedingt. Abhilfe würde nur ein Forum schaffen.

    Anubiswaechter

  • Thomas Melber   |   26. Juli 2015 - 9:31

    @Anubiswächter
    Dem ist doch so – keine Anmeldung, keine Kommentierung.

  • Vtg-Amtmann   |   27. Juli 2015 - 23:16

    @Rainer Sorge: Zur „Pseudonym Anonymität“ habe ich schon einmal geschrieben, daß die echten AG-Insider sehr genau wissen, wer bei den Stamm-Usern hinter den „Nicks“ in Person steht und auch dafür geradesteht. Es ist damit eher ein formaljuristisches Problem, daß „Nicks“ gewählt werden (teils leider müssen) und hat mit Meinungsfreiheit. Nichts zu tun. Nicht jeder User ist schon ausgeschieden bzw. pensioniert und/oder ist beruflich frei von Interessenskollisionen.

    @TghoDan: Ein echtes bzw. grundsätzliches Problem mit der Diskussionskultur sehe ich nicht. Z.B. kann In AG ein Newcomer oder ein „Amateur“ im jeweiligen Gebiet so lange er Anstand und Achtung wahrt, die „dümmsten Fragen“ stellen und er wird stets von denen die das Thema überblicken kameradschaftlich zumindest einen Link auf einen früheren Thread, wenn nicht sogar zusätzlich eine vernünftige zusammenfassende Erklärung erhalten und als Diskussionspartner fair eingebunden.

    @all: Unschön sind dagegen mehr die „Anonymen“, die mit eher typisch „nichtssagenden oder auch sehr vielsagenden“ Nicks in einen Thread hineinplatzen, sich gleich mit „selbst gegebenem dienstlichen Auftrag“ als die großen Experten ausgeben und ob ihres erhobenen Anspruchs „über den Dingen zu stehen“, sich zu fein dazu sind, die bisherigen Threads samt Fakten überhaupt durchzulesen, geschweige denn verarbeitet zu haben. Wenn man dann mit Argumente dagegen hält, glauben diese Zeitgenossen dennoch und völlig belehrungsresistent sowie von oben herab die „Axt im Wald“ spielen zu können und wollen gleich die dicksten Bäume (= eindeutig bewiesene Sachargumente) samt Waldarbeiter (= Insider-Kommentatoren und teils auch gestandene Truppiers oder auch „Klabautermänner“) mit hohler Semantik und lockeren Sprüchen – statt mit glasklaren Fakten – umhauen. Das sind eben nicht die üblichen „Standard-Trolls“, die da z.B. bei Sigint, EuroHawk, GlobalHawk und AGS sowie beim „Nordholzer Modell“ BSHS und BO105-Verwertung agieren, sondern manchmal könnte man fast glauben die „fünfte Kolonne“ bestimmter Beschaffer-, Lobbyisten- und PR-Kreise kommentiert da (zumindest führen sich diese Spezies wie „OibE-Trulls“ auf).

    Aber diesen Herren kann mit Fakten, Sachwissen und Gründlichkeit schnell geholfen werden und es ist immer wieder köstlich, wie diese selbsternannten „OibE“ sich dann in ihrer „verbohrten Stromlinienförmigkeit“ letztendlich selber enttarnen.

    Natürlich wird da manchmal – ich nehme mich da absolut nicht aus – mit Kanonen auf Spatzen geschossen, weil eben die Spatzen schlichtweg zu laut werden und auch so manchen Insider bis zur Resignation nerven. Dann kommen meist nur noch substanzlose persönliche Angriffe von diesen Trulls zurück, auf die dann weitere fachliche Retouren folgen (müssen). Denn „je dünner die gebohrten fachlichen Bretter“ dieser Herrschaften denn sind, desto weniger besteht m.M.n. überhaupt auch nur ein geringster Anlaß auf arrogante Überheblichkeiten, oder gar persönlich angreifende Dreistigkeiten! M.M.n. dürften genau vorgenannte Actio und Reactio zu 95% Ursache der vermeintlichen Defizite der „Diskussionskultur“ in AG sein, denn der Grundsatz „wie man in den Wald hineinruft …“ ist nun mal allzu menschlich.

    Genau diese Eskalationsspirale bereitet dann aber dem Hausherrn Kopfschmerzen, denn auch dieser sitzt wiederum zwischen den beiden Stühlen „gutes Einvernehmen zur i.d.R. fachlich und sachlich sauber sowie kameradschaftlich argumentierenden AG-Community vs. gutes Einvernehmen zum informationsgebenden BMVg und der Bw“.

    Man könnte natürlich zu dem probaten Mittel greifen, einfach vorgenannten Trulls direkt zu antworten „@Sehr geehrter Herr XYUVWZ, kein Kommentar, da ’Munitionsverschwendung’“. Aber es soll ja Themen geben, die es absolut wert sind auch trotz aller – wie auch immer motivierten – Störmanöver ausdiskutiert zu werden. Also muß man durch diese „Trull-Promblematik“ durch, oder @T.W. macht wenn es zu sehr eskaliert, den Thread zunächst einfach mal dicht. Die Trulls glauben dann zwar ihren „inneren Reichsparteitag“ erreicht zu haben und wenn ein paar Tage später das gleiche Thema wieder aufgegriffen wird, bleiben diese Herren i.d.R. aus, oder tauchen provokativ in einem völlig anderen Thread wieder auf und „stänkern“ dort weiter, weil diese an der originären Sache ohnehin kein Interesse und die jeweiligen Themen meist auch nicht komplett überrissen haben.

    Damit kann und muß man leben, denn erstens ist @TW keine „Intensiv-Moderation“ zumutbar und zweitens ist AG kein Stammtischforum, sondern ein Fach-Blog, dessen Community wohl stets bemüht ist, mit Werten und Zielsetzungen sowie konstruktiver Kritik zu einer gebotenen und leider immer öfter nicht praktizierten opportunen Sicherheits- und Verteidigungspolitik beizutragen. So verstehe zumindest ich das Blog AG (und bei dieser Gelegenheit @TW erneut Dank für das hervorragende Blog AUGEN GERADEAUS sowie die besten Wünsche für einen gelungenen Ad-hoc-Urlaub, denn spätestens nach der Sommerpause bzw. zum Rüstungsboard bedarf es wieder viel Energie!).

  • Fussgaenger   |   28. Juli 2015 - 8:37

    @Amtmann: Trolle sind mir bekannt, Trulle kenne ich quasi nur als Plural zu einem im Heer überaus geschätzten ehemaligen Generalmajor…. Habe ich was verpasst?

  • Vtg-Amtmann   |   28. Juli 2015 - 9:13

    @Fussgänger: Duden.

  • Ungedienter   |   28. Juli 2015 - 19:52

    @Fussgenger die Frage ob Generalmajor a.D. Trull von Vtg Amtmann gemeint ist habe ich auch schon mal gestellt – ohne Antwort.
    @ Vtg Amtamann – Aufklärung wie Trulle / Trolle gemeint ist wäre nett! DANKE!

  • Unreal   |   28. Juli 2015 - 21:43

    Der nette Amtmann.
    In einigen Gegenden dieser Republik ist dies die Bezeichnung für eine schlampige unfähige weibliche Person.
    In anderen wiederum ist die Definition ein bisschen anders, aber für die ein oder andere Person definitiv sehr gut passend.
    Insbesondere in Kombination mit dem „Offz im bes. Einsatz“ muss ich schmunzeln.

  • Hans Schommer   |   28. Juli 2015 - 23:44

    Ich meine, der Amtmann meint sowas wie „Waschweiber“, die sich in unterschiedlichster Weise mit schmutziger Wäsche befassen.
    Mit General Trull hat das sicher nix zu tun.
    Zudem m.E. eine hier überflüssigerweise langatmig ausgeführte und nicht gerade clevere Verklausulierung einer Binse.

  • Vtg-Amtmann   |   29. Juli 2015 - 1:35

    @Ungedienter: Weder Generalmajor a.D. Christian Trull, noch der Professor und Psychologe Timothy Trull sind gemeint. Ansonsten siehe meinen vorausgegangenen Kommentar.

  • swoop   |   31. Juli 2015 - 18:30

    Es ist bisweilen ziemlich mühsam sich hier durch die Kommentare zu arbeiten und die Spreu vom Weizen zu trennen. An die Vernunft der Akteure zu appelieren bringt auch nicht viel, wie man in dem Strang hier schon wieder sieht. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, eine Bewertungsfunktion der Kommentare einzurichten, so wie dass auf reddit.com möglich ist. So kann der Leser die hochwertigen Beiträge aussortieren und sich die kindischen Pöbelleien ersparen.