NATO-Generalsekretär: ‚Wir können aus weniger nicht mehr machen‘

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NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Deutschland aufgerufen, wie andere Staaten des Bündnisses seine Zusage einzuhalten, den Verteidigungshaushalt langfristig auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes anzuheben. In Wales haben wir entschieden, die Einschnitte zu stoppen und die Ausgaben schrittweise zu erhöhen, um innerhalb eines Jahrzehntes das Zwei-Prozent-Ziel zu erreichen. Niemand erwartet, dass Deutschland das innerhalb eines Jahres tut, sagte Stoltenberg in einem Interview der Süddeutschen Zeitung (Montagausgabe). Wir erwarten, dass Deutschland die Kürzungen stoppt und stufenweise erhöht. Ich begrüße die Ankündigung, dass Deutschland nächstes Jahr damit beginnen will, seine Investitionen in die Verteidigung zu erhöhen. weiterlesen

A400M- Absturz: Mehr Details zu möglichem Softwarefehler

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Hinweise auf Softwareprobleme, die am 9. Mai zum Absturz des Airbus A400M-Transportflugzeugs im Mai bei Sevilla geführt haben sollen, hatte es bereits vor drei Wochen gegeben. Die Welt am Sonntag legt jetzt mit neuen Details nach (Link aus bekannten Gründen nicht):

Bereits am Tag vor dem Unfall kam es nach Informationen der „Welt am Sonntag“ nach einem Bodentest zu einer Fehlermeldung zur Software. (…)
Der Fehler blieb jedoch unbemerkt und wurde von den Systemen nicht angezeigt. „Die Lampe stand auf Grün“, heißt es. Im Fehlerprotokoll nach dem Bodentest tauchte nur ein „unspezifisches Problem“ auf.
Daraufhin habe ein Spezialist aus der Endmontage den Vorschriften entsprechend die Triebwerkssoftware neu geladen. Allerdings fehlten diesmal die technischen Basisdaten von drei Triebwerken – was ebenso unbemerkt blieb.

Das deckt sich im Wesentlichen mit der Reuters-Meldung vom 10. Juni. Ich greife es trotzdem mal auf, damit es wieder einen aktuellen A400M-Thread gibt.

(Foto: Techniker bei einem Flug der A400M-Testmaschine MSN006)

G36: Verteidigungsministerium erhöht juristischen Druck auf Heckler&Koch

BERGEN 03jun2015 - †bung FALCON VIKING auf dem TruppenŸbungsplatz Bergen/Niedersachsen fŸr die Interim Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) im Rahmen der NATO Response Force. Der deutsche Gefechtsverband NRF, im Kern PzGrenBtl 371.

Im Streit um die Präzisionsprobleme beim Bundeswehr-Sturmgewehr G36 hat das Verteidigungsministerium sowohl strafrechtlich als auch zivilrechtlich neue Schritte gegen den Hersteller Heckler&Koch eingeleitet. Das Ministerium habe sich im Zusammenhang mit bereits eingestellten Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft Rottweil gewandt. Außerdem gebe es eine Mängelrüge wegen möglicher Gewährleistungsansprüche an das Unternehmen in Oberndorf am Neckar, bestätigte ein Sprecher im Kern einen Bericht der Bild am Sonntag (Link aus bekannten Gründen nicht).

Hintergrund beider Schritte ist eine neue Bewertung der Frage, ob Ansprüche wegen möglicher Fehler beim bereits seit 1995 ausgelieferten Gewehr verjährt sind. Das hatte die Prüfgruppe ‚Geschäftsbeziehungen im Geschäftsbereich BMVg mit der Firma Heckler&Koch im Zusammenhang mit dem G36′ (eine Liste der Arbeitsgruppen/Kommissionen hier) im Verteidigungsministerium untersucht und war offensichtlich zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Verjährung deshalb ausgeschlossen sein könnte, weil auch in jüngster Vergangenheit weitere Gewehre dieses Typs geliefert wurden. weiterlesen