Sauber gemacht: Story über das ‚Korps Commandotroepen‘ in Mali

NL-commando_mali

Auch wenn ich Niederländisch nur in Teilen, nur mühsam und nur mit Hilfe vom Google-Übersetzer verstehe: Die Geschichte über den Einsatz der niederländischen Spezialkräfte in Mali, die am (heutigen) Freitag im Web-Magazin des niederländischen Verteidigungsministeriums erschienen ist, ist stark gemacht. Schon allein optisch. Ja, das ist Coporate Publishing. Aber mit allen Tricks. Beeindruckend.

Voet aan de grond in de Tilemsi-vallei – Nederlandse commando’s verzamelen informatie in grimmige noorden Mali

(Standbein im Tilemsi-Tal – Niederländische Kommandos sammeln Informationen in düsteren Norden Malis)

(Foto: defensie.nl)

38 Gedanken zu „Sauber gemacht: Story über das ‚Korps Commandotroepen‘ in Mali

  1. Die Bw-Seiten sind meist etwas hausbacken vom Layout, aber solche Bilder findet man da auch.

  2. Stimmt … der Bericht ist gestalterisch wirklich super. Aber, da hat @Thomas Melber recht, so schlecht sind die Bw-Seiten nicht. Manchmal fehlt ihnen der Pfiff. Thematisch geben sie aber oft einen guten Querschnitt … natürlich aus der Sicht der Bundeswehr.

  3. @T.Wiegold

    Es gibt zahlreiche „junge“ Kameraden, die sehr gerne ähnliche Arbeiten abliefern würden und auch könnten. Nur leider gibt die Technik eben mehr nicht her.

  4. @Jugendoffizier | 10. Oktober 2014 – 21:42

    Daran dürfte es wohl nicht scheitern. Wenn man als Arbeitgeber (als Streitkräfte ohnehin) bei den Großen mitspielen will, sollte man die technische Seite hinbekommen (wollen).

  5. ….Danke für den Hinweis.

    Ja, so kann man professionelle Berichterstattung betreiben und seine Spezialkräfte zielgerichtet positiv präsentieren.

    Gruß
    FvS

  6. @TW

    Was ist jetzt genau ihr Problem? Dass die BW Töten und Sterben für den Staat noch nicht so massiv verherrlicht, wie es Streitkräfte anderer Staaten tun?

  7. @Quartiermeister

    Was ist jetzt Ihr Problem? Kommen Sie hierher, um sich aufzuregen? Lassen Sie’s einfach.

  8. @ TW

    Kommentare wie die von Quartiermeister geben die Antwort. Aus Rücksicht auf und Angst vor der einfach strukturierten Moralkeule meiden Entscheider in der Bundeswehr jeden noch so kleinen Ruch von attraktiver Präsentation soldatischen Selbstverständnisses unter ehrlicher Einbeziehung der heiklen, aber unumgänglichen Aspekte. Als da wären: Verantwortung, Entbehrung, Verwundung, Tod und Töten.
    Und so werden wir on and on nicht in der Lage sein, einen unserer Wirtschaftskraft und Abhängigkeit von guten internationalen Beziehungen adäquaten Beitrag zum globalen Krisenmanagement zu leisten. Weil wir wie Kinder zwar alle Vorteile genießen möchten, aber nicht den Preis dafür bezahlen.

  9. @Patrick Horstmann
    So einfach ist das nicht, wie Sie hier suggerieren. Die Bundeswehr hat einen Vertrag, in dem Dienstleistungen für den IT-Bereich enthalten sind. Was dort nicht drinsteht, wird auch nicht abgebildet.
    Natürlich wäre ein modernes CMS mehr als wünschenswert. Da sind wir alle einer Meinung. Nur neben den Herausforderungen in der Rüstung, verblassen solche Aufgaben irgendwie…. Ich persönlich wünsche es mir anders… bekomme es aber nicht.

  10. @Quartiermeister | 10. Oktober 2014 – 22:03

    Corporate Publishing heisst erstmal, professionell die eigene Ziele des Unternehmens – das gilt auch für Streitkräfte – über verschiedene Medien zu kommunizieren. Dazu gehöhrt die ganze Bandbreite, bei einer Armee natürlich nicht nur das töten. Aber das niederländische Corps Commandotroepen ist nun mal keine Logistik- oder Sanitätseinheit.

  11. Die Niederländer haben auch eine funktionierende,richtige Armee die von Volk und
    Regierung gestützt und getragen wird.
    Die nehmen an aktuellen Einsätzen teil und berichten korrekt und stolz von ihren
    Einsätzen.
    Bin persönlich verwundert,dass die Holländer so stark mit Deutschland als unzuverlässigen
    Partner kooperieren.

  12. @Quartiermeister:

    Es wird übrigens auch für ihr Privileg, sich unerkannt online über Medienarbeit/Propaganda von Streitkräften zu empören, getötet und gestorben. Für ihr Privileg, sich in nie dagewesenem Wohlstand an der Spitze der Zivilisation über die aufzuregen, die diese notfalls mit ihrem Leben verteidigen.
    Das hat mit Verherrlichung nichts zu tun, es ist einfach so. Sagen sie doch mal danke.

    (Ich weiß.. Off-Topic)

  13. Technik, in diesem Fall das Content Management System, ist eine der beliebtesten Ausreden für fehlenden Willen. Für ihre missratene Frauenkarrierenseite hat die Bundeswehr auch ein anderes System genutzt. Etwas wie den Defensiekrant kann man auch auf Basis von WordPress bauen.

  14. @Sascha Stoltenow

    Ich glaube so etwas hat auch viel mit Lust, Liebe und Leidenschaft zu tun zu dem was ich mache.

  15. TW, bitte geben Sie doch meine Kommentare zeitnah frei, auch wenn Sie mit diesen nicht übereinstimmen. Die Debatte wird sonst zerrissen. Oder Sie lassen es gleich komplett. Mir auch recht, aber bitte eine klare Linie fahren, die Sie auch bei allen anderen einfordern. Danke.

    [Wenn Sie glauben, dass ich den ganzen Abend vor dem Rechner verbringe, nur um Ihre wertvollen Aussagen immer gleich freizugeben, sind Sie leider in einem großen Irrtum. Auch ist mir nicht klar, warum ich Sie bevorzugt behandeln sollte. Ich folge gerne der von Ihnen vorgeschlagenen Alternative. T.W.]

  16. Jugendoffizier | 10. Oktober 2014 – 22:27

    Wenn dem so ist, scheint es ja neben dem Rüstungsbereich ein weiteres Gebiet für ein vernünftiges Vetragsmanagement zu geben. Wenn die Bundeswehr im Bereich IT/CMS kein vernünftiges und durchdachtes Lastenheft erstellt, welches dann auch vertragsrechtlich abgesichert wird, bekommt sie eben auch von Dritten nicht die erforderlichen Leistungen.

  17. @Patrick Horstmann
    Das CMS der Bundeswehr ist in der Tat ein wenig älter – zum Zeitpunkt der Anschaffung war es Stand der Technik. Insofern war das Lastenheft wohl durchaus korrekt. Nur bei der fortschreitenden Entwicklung ist man eben nicht mitgekommen.

    @Sascha Stoltenow
    Fehlender Wille? *hust*
    Da gibt es durchaus Menschen mit tollen Ideen, die auch ein Stoltenow kennen sollte. Nur haben diese Menschen nicht die Mittel (in einem Beitrag des Bendler-Blogs konnte man sehr schön lesen, wer über diese Mittel verfügt), um solch ein Produkt auf die Beine zu stellen.
    Sofern diese Menschen mit den tollen Ideen „freie Hand“ bekommen sollten und sogar noch ein kleines fünfstelliges Budget, würden diese sehr gerne im Typo3 eine Seite erstellen (mit externen Partnern, die bitte nicht von Zenith kommen, sondern frei gewählt werden dürfen).
    Eventuell haben solche Menschen sogar schon Erfahrungen mit externen Agenturen gewinnen können…

    und wo ich mir sehr sicher bin @axel_f
    diese Menschen gehen mit sehr viel Leidenschaft an ihre Themen und Aufgaben heran…

  18. Der Link geht nicht weil am ende !!/ fehlt

    Sie sind hier: Startseite > Karriere im Heer > Soldaten im Portrait > Offizier in der leichten Flugabwehrraketenbatterie

  19. @axel_f
    Hm, den Zusammenhang zum Thema CMS sehe ich jetzt primär am dargestellten Link – aber darauf wollten Sie nicht hinaus. ;-)

  20. Sieht gut aus.
    Keine Büro und Anzugsfaschisten wie bei uns ala „neuer Haar und Barterlass….“

    Nur der Auftrag,…das zählt. Gut gemacht.
    Weiter so.

  21. Eine vielleicht grundlegende Frage aus externer Sicht an die Experten hier:
    Wie ist eigentlich die Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr/des BMVg organisiert? Zentral oder dezentral?
    Was macht der Presse- und Informationsstab des BMVg, was die Organisationsbereiche oder z.B. das BAPersBw?
    Wer darf externe Dienstleister einbinden?
    Wie sind die Zuständigkeiten bei inhaltlicher Arbeit vs. Umsetzung im Bereich neuer Medien/IT?
    Ist das ZOpKomBw eingebunden oder werden die nur einsatzbezogen tätig?
    Ich ahne, dass es wohl sehr komplex ist.

  22. @axel_f: sehr schönes Beispiel! Wie viele hoffnungsfrohe Jugendliche haben wohl seit der Veröffentlichung dieses Artikels erfolglos versucht, die Flugabwehrraketenbatterie in Fuldatal zu erreichen…

    Zurück zum Thema:
    Besonders das letzte Video ist toll: lachende, singende Kinder, die Fähnchen schwenken und von freundlichen UN-Soldaten Bonbons erhalten.

    Dumm daran ist, dass die Kinder „Azawad-Mali no!“ rufen und dass es sich um Azawad-Fähnchen handelt, das Erkennungszeichen der MNLA.

    Da das Mandat von MINUSMA vor allem die malische Souveränität, Einheit und territoriale Integrität betont, dürften einige Leute bei der UN und im malischen Volk und in der Regierung darüber nicht so erfreut sein. Dazu wird vielleicht auch Bert Koenders, der niederländische Head of Mission, gehören.

    Ergo: auch der coolste Artikel nützt nichts, wenn der Inhalt zum Rohrkrepierer wird. Und wieder mal: es ist nicht alles Gold, was glänzt.

  23. Immerhin hat sich die Bw eine CI erhalten, das Layout ist über alle Seiten „gleich“ – im Bw-Intranet ist das ein wenig anders.

    Mit dem NLD CMS fange ich nichts an, mir fehlt da eine Navigationsleiste.

    Was bei der Bw ggf. fehlt ist ein Newsletter-Management.

    Ansonsten versucht man schon, bei den neuen Medien mitzumachen – FB, YT – das entwickelt sich (allerdings langsam und spät), ich bin da positiv.

    Und welcher Inhalt transportiert werden soll („Image“, „Message“) bestimmt die Leitung des Hauses.

    Welche Rolle hat darin eigentlich die AiK?

  24. Nachtrag:
    Die NLD Seiten bieten die „action shots“ bildschirmfüllend, was natürlich deutlich beeindruckender ist als die kleinformatige (auch nach anklicken) Darstellung auf den Seiten der Bw. Letzteres mag für Monitore aus dem letzten Jahrtausend besser gewesen sein.

    Hat die Bw eigentlich Seiten für „mobile devices“ (m.bundeswehr.de)?

  25. @Jesus Messerschmidt: In dem Artikel geht es nicht darum, dass in der Region alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Es geht darin um den Auftrag der Niederländer in der Region – dem „Pulverfass zwischen Gao und Kidal“ (O-Ton) – Informationen zu sammeln; von allen Seiten. Die Zusammenfassung sagt es dann auch noch einmal sehr deutlich, dass sich die Teams dabei zwischen der pro-Mali-Seite und ihren Gegnern bewegt haben.

    Das Video, dass Sie da ansprechen, will und das steht daneben nur bebildern, dass die Soldaten schnell von den Kindern eines jeden Dorfes umringt worden seien. Mehr nicht. Daher ist Ihre deutliche Beurteilung nicht ganz zutreffend.

    @Thomas Melber: Bei mir wird an der Seite eine Scrollleiste angezeigt…

  26. @Thomas Melber | 11. Oktober 2014 – 7:31

    Beim Aufruf der BW-Seite mit dem Smartphone wird schon seit längerem eine Version für Telefone u.s.w. angezeigt. Sie ist vom Layout recht einfach gehalten, funktioniert aber recht gut.
    Im Regelfall bin ich immer via RSS direkt auf bestimmte Meldungen gegangen. Das las sich dann auch auf meinem mittlerweile recht kleinem Display gut. Ich habe eben mal die Startseite ausprobiert, da scheint auch der selber Inhalt wie in der Desktopansicht dargestellt zu sein. Also gar nicht so schlecht.

  27. @ TW Haha, ausgezeichnet wie Sie mit Fällen wie Quatiermeister um gehen! Gefählt mir! Weiter so. Genau das fehlt manchmal, zu seiner Sache stehen und zurück schiessen.

    Die Niederländische Kommando Story ist in der tat sehr gut gemacht. Gutter mix aus Text, Videos und sehr gute Photos. Es sind halt Geschichten die Leute bewegen und nicht leblose Paragraphen oder sterile Ausagen/Reden irgend welcher Politiker. Eine Armee braucht eben auch ihre Traditionen und Mythen die ihre Werte widerspiegelt und vermittelt. Genau wie jeder Fussballverein seine Lieder, Mythen und Helden hat braucht dies auch eine Armee. Eine Armee braucht eine Corporate Identity noch mehr, bzw. braucht sie mehr als das.

  28. @ Jens Schneider

    Spitzenmäßig geschrieben! Genau so ist es, ein kleines Land wie die Holländer stehen hinter Ihren Soldaten und spucken diese nicht in der Öffentlichkeit an. Deutschland möchte so gerne ein „Global Player“ sein, versteckt sich aber nur zu gerne hinter seiner Geschichte! Man muss auch irgendwann mal Verantwortung übernehmen…auch wenn’s „heiss“ wir, sonst bleibt man in den Augen der Welt ein Volk von Drückebergern!

  29. Falls dem einen oder anderen hier noch nicht bekannt sein sollte, featured die Bw ja auch noch den Lifestyle-Blog eines jungen HFw der Panzertruppe und hat ihn direkt mal in die Zentralredaktion der Bw versetzt. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

    http://www.tyrosize.de

  30. Tief beeindruckt. Der außerordentliche Pragmatismus und die strikte Auslegung auf Funktionalität und Wirkung haben die Niederländer den Deutschen in Sachen Streitkräfte wirklich voraus. Danke für den Artikel.

    Was mich wirklich interessiert, ist die leise aber stetige Vernetzung deutscher und niederländischer Verbände. Vor ein paar Wochen war ein Beitrag auf augengeradeaus zu lesen, in dem ein gemeinsamer Panzerverband thematisiert wurde. Dies alles wird von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Verrückt.

  31. Auf Englisch wäre es noch besser, da ich kein Niederländisch lesen kann, oder gar spreche.
    Vermutlich habe ich aber nur den „in english“ Button nicht gefunden.

  32. Cool, Font-Rendering abhängig von Javascript. Auch insofern ist der Google-Übersetzer empfehlenswert.

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