Schlagkräftigere NATO nach dem Gipfel? Ergebnisse im Februar

PL_Steadfast-Jazz_2013

Nach den Beschlüssen des NATO-Gipfels in der vergangenen Woche zu einer schnelleren Einsatzbereitschaft von Truppen der Allianz ist natürlich die Frage interessant, wie schnell das alles umgesetzt wird. Und wie rasch es die neue Speerspitze, die Very High Readiness Joint Task Force als Teil der NATO Response Force geben wird.

Die Antwort: Voraussichtlich im Februar kommenden Jahres. Jetzt soll erst mal ausgeplant und mit der Umsetzung angefangen werden. Im Februar 2015 werden dann die Ergebnisse einem Treffen der NATO-Verteidigungsminister präsentiert. Die Aussagen dazu aus der Bundespressekonferenz am (heutigen) Montag, von Regierungssprecher Steffen Seibert und Jens Flosdorff, dem Sprecher des Verteidigungsministeriums:

 

BPK_NATO-followup_08sep2014     

 

(Übrigens: die Niederlande haben bereits eine Kompanie für die neue schnelle Eingreiftruppe zugesagt.)

(Archivbild Oktober 2013: Polnische Ehrengarde bei der Übung Steadfast Jazz der NATO Response Force – U.S. Army photo by Sgt. A.M. LaVey/173 ABN PAO)

 

9 Gedanken zu „Schlagkräftigere NATO nach dem Gipfel? Ergebnisse im Februar

  1. Man will sich nicht entziehen, das klingt ja nicht nach viel Begeisterung zur Teilnahme, aber immerhin ist auf die Frage von Herrn Wiegold jetzt erstmals eine deutsche Beteiligung nicht ausgeschlossen worden, nachdem bisher von einer deutschen Beteiligung keine Rede war, sondern nur andere Staaten genannt worden sind. Aber entscheident ist natürlich, ob sich Deuschland mit substanziellen Streiträften beteiligt, also möglichst mit einem Bataillon oder mindestens einer Kompanie, oder nur mit 4 – 6 Stabsoffizieren beteiligt?

    Wenn alle aber (z.B. Niederlande) nur eine Kompanie nachher stellen, fürchte ich allerdings, daß die Einheit wegen unterschiedlicher Ausbildung, Ausrüstung und Sprache nachher nur einen geringen Kampfwert haben wird und eher eine Showveranstaltung darstellt?

  2. @Closius:

    Um dem entgegen zu wirken hilft nur GEMEINSAM üben, üben, üben. Und zwar nicht auf Stabs Ebene sondern in Volltruppe. Aber das wird auch bei der Very High Readiness Joint Task Force genauso wenig stattfinden als es bei der NRF jetzt schon der Fall ist.

  3. @ht: Angesichts knapper Kassen, wie wahrscheinlich ist es, daß die Truppen wirklich gemeinsam üben werden? Mit viel üben geht alles, da haben sie recht, aber gibt es wirklich einen Willen eine Volltruppe üben zu lassen?

    Wenn sich jetzt Deutschland beteiligt, und Material eingelagert werden soll, stellt sich natürlich gleich die Frage, woher sollen denn deutsche Panzer oder sonstiges Material zum einlagern kommen, wenn die Bundeswehr jetzt schon viel zu wenig Panzer oder Material hat?

  4. @wacaffe:
    Genau das.

    Das ist schon Realsatire.
    Wenn es nicht um unsere Sicherheit und unsere Freiheit gehen würde, würde ich schlichtweg lachen.

    Jetzt lach ich aus Verzweiflung.

  5. Ist es nur ein Zufall dass bis dahin fast alle aus Afghanistan zurück sind?
    Dynamische Verfügbarkeitsmanagement auch auf das Personal ausgedehnt

  6. @ frühaufsteher
    „Dynamische Verfügbarkeitsmanagement auch auf das Personal ausgedehnt“

    genau das wird doch schon längst praktiziert. „Teilzeitsoldat“, Mutterschutz „plötzlich“ vor dem Einsatz, „Home Office“ ……………

    Sollte irgendwann mal eine Krise größere Mobilisierungen erfordern wären nach meiner subjektiven Wahrnehmung 1/3 des Personals u.k.

    nicht weil objektive Hindernisse bestünden, sondern weil man man institutionell Selbstbockade bis zum exzess zugelassen hat.

    ich will ja auch kein notorischer schwarzseher sein. ich kann aber bei diesen zuständen gar nicht anders

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