Niederlande stocken Einsatz in Mali auf

Fürs Archiv: Die Niederlande stocken ihren Einsatz in der UN-Mission in Mali (MINUSMA) auf. Zusätzlich zu den bereits im Norden des Landes stationierten Apache-Kampfhubschraubern werden Chinook-Transporthubschrauber entsandt, teilte die Sondergesandte des niederländischen Außenministeriums für die Vereinten Nationen via Twitter mit (siehe oben).

Die Niederlande sind im unruhigen Norden Malis mit den Apaches und mit Spezialkräften präsent. Warum, hat der Außenminister im Juli mal erläutert.

18 Gedanken zu „Niederlande stocken Einsatz in Mali auf

  1. Eine handvoll fliegender Hubschrauber Tiger oder CH- 53 hätten wir ja noch(bei unserer voll einsatzfähigen BW laut IBUK), allein es fehlt der politische Wille die Sicherheit Deutschlands in Mali zu verteidigen.

    Die beweist, daß die Europaarmee eine Drohung bzw. zum Glück eine Vision ohne Zukunft ist, denn wer eine Europaarmee will, der müsste gemeinsam mit den Niederlanden und Frankreich dort kämpfen, statt sich um dan Kampf mal wieder rumzudrücken und zu hoffen, daß die anderen die Drecksarbeit schon machen werden.

  2. 1. Keinen Rückzugsraum für islamische Terroristen entstehen lassen, aus dem der Terror dann weiter exportiert wird und die vorhandenen Islamisten bekämpfen.
    2. Es ist ein Konflikt zwischen Regierung und Tuareg zum großen Teil, da könnte Deutschland sich auch diplomatisch um eine Lösung bemühen, aber da wird man nur erst genommen, wenn man auch Truppen vor Ort hat.
    3. Die Deutsch-Französische Brigade endlich mal gemeinsam in Afrika einsetzen.
    4. Es macht keinen Sinn ein gemeinsames Korps mit den Niederlanden zu haben, aber wenn die Niederlande auch bereits sind zu kämpfen, dann drücken sich die Deutschen.
    5. In Afrika gibt es viele Rohstoffe, was aber nur Franzosen, Chinesen und Amerikaner kapieren und wir mal wieder verschlafen. Unsere Rohstoffintererssen auch erkennen und nötigenfalls militärisch durchsetzen und nicht so tun, als hätten wir keine Interessen.

  3. @Closius

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    da hätten wir viel zu tun – fragen Sie doch FRA und GBR warum sie die Sache in Libyen ohne Verstand losgetreten haben

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    Mali und CAR sind „chasse gardée“ – Revier – der Franzosen, da könnten wir nur als Juniorpartner mitspielen; die franzosen machen das eh lieber alleine oder dann richtig multinational

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    einen Einsatz nur um des Einsatzes willen halte ich für falsch – gemeinsame Interessen ja, ansonsten werden die Franzosen ihre TrT einsetzen

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    NLD hat auch eine eigene Agenda (welche -?), DEU drückt sich nicht, man braucht uns nicht und ist wohl auch ganz froh, daß wir nicht mitmachen wollen

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    es gibt eine neue Afrika-Politik der Bundesregierung, und das Thema „Wirtschaft“ ist durchaus präsent, wir machen das nur etwas subtiler

  4. @ Closius

    Wenn Sie weiter so großzügig wie bisher deutsche Truppen über die Welt verteilen, dann müssen wir irgendwann noch auf die berühmte Armeegruppe Steiner zurückgreifen. Mann muss nicht auf jedem Ball tanzen, nur weil die theoretische Möglichkeit besteht.

    Eine Frage, sind Links zur Deutschen Welle gestattet?

  5. Closius 17:32
    Südamerika nicht auch noch? Drogen! Oder UN Missionen in Afrika und ggf später Ukraine. Sie sind ja ein ganz kluger Mitstreiter. Überall hin, wo es Krisen gibt, oder? Immer mit dem Daumen grob anpeilen. Irgendwo wird es schon richtig sein.

  6. Ich denke das @ Closius schon recht hat,das wir ein Grundinteresse haben sollten den Terror zu bekämpfen.
    Besonderes Interesse für Deutschland :
    Freier Handel und Aufbau von Märkten.
    Wo Terror gedeiht,wächst nunmal nicht viel.

    Sollten wir so lange warten bis ein Afrikanisches Kalifat entsteht ,und bei uns in Deutschland alles um die Ohren fliegt?Denn bis jetzt sind wir mit zwei blauen Augen
    davongekommen,
    Wir können natürlich auch warten bis sich alles so mal aufbaut,und die Flüchtlingsstöme
    überhand nehmen,das aber gefällt den Deutschen wiederum auch nicht.
    Deswegen denke ich lieber in den Anfängen aktiv helfen MIT Partnern
    als auf Flüchtlingsströme zu warten.

  7. @R. Schepmann
    Nichts tun ist natürlich auch keine Lösung, aber alles tun wollen geht halt auch nicht. AFG ist ja schon fast wieder verloren – wobei das Land und die Taliban nie eine wirkliche Bedrohung für uns waren (meine Meinung).

    Libyen war keine Bedrohung, ebensowenig der Irak, und Syrien auch nicht. Die UKR hätte man stabil halten und mit dem Iran schon vor Jahren einen Ausgleich suchen können.

    Alles Konflikte, die man grob fahrlässig oder sogar vorsätzlich vom Zaun gebrochen hat.

  8. 1. Schon mit ein paar Transport- und Kampfhubschraubern stünden wir anstänig in Mali da. Man muss nicht immer Regimenter schicken, aber nicht Kopf in den Sand stecken.
    2. Die Zahl der Krisen wird weiter zunehmen, und wir sollten uns, wenn immer möglich beteiligen, mit Kampftruppen oder Kampfflugzeugen oder Hubschrauber usw. und nicht die Transportsoldaten oder Sanitäter für Indische Truppen spielen, die dann nie kommen.
    3. Wir sollten eine Rolle wie England oder Frankreich in der Welt spielen, unsere Intressen zugeben, aber auch Terroristen bekämpften, bevor die zu uns kommen. Und ich fürchte, daß es viele solche Krisenherde in den nächsten Jahren geben wird.
    4. Und da ich glaube, daß wir mehr Soldaten brauchen, und mir mindestens 37.000 Heeressoldaten für KRK haben sollten(Bundeswehrplanung 1997), sollten wir auch an ein paar Krisenherden gleichzeitig im Einsatz sein.
    5. Ic h bin kein SS Fan und dies ist bestimmt kein erwünschtes Thema, deshalb sollten wir die Pazerarmee SS Steiner hier lieber links liegen lassen.
    6. Ich glaube, die Franzosen wären froh, sich nicht mehr alleine um Afrika kümmern zu müssen. Ich denke auch in Frankreich ließe ich ein gemeinsamer Militäreinsatz mit Deutschland politisch mitterweile besser verkaufen, als ein alleiniger Einsatz.
    7. Was die Ukraine angeht, so bin ich für Waffenlieferungen und Ausbilder, aber falls Putin tatsächlich Kiew angreift, wäre dies für mich eine Rote Linie militärisch einzugreifen durch die Nato. Und daran sollte sich dann auch die BW militärisch beteiligen.
    8. Für Drogenbekämpfung ist die BW nicht da, jedenfalls nicht in Südamerika. Das können die USA selber machen.

  9. @ Thomas Melber
    Ja das stimmt,wir können nicht überall sein und überall helfen ,aber für da wo es brennt,sollte es wohl reichen,wenn die Holländer das können,was hält und dann auf?

    Wahrscheinlich die Sinnfrage und die Entscheidung Militär als Mittel zur aktiven Politik zu benutzen,hat gerade in Deutschland was geächtetes.
    Kann aber zu unserer Zeit auch mal nach hinten losgehen.

    Also ein paar Fähigkeiten zur Terrorabwehr sollten wir wohl haben oder einbringen

    Und danach müßte Europa einspringen,denn Afrika sollte eigentlich ein Thema für ganz Europa sein.
    Gerade bei dem anschwellendem Flüchtlingsthema

  10. Lieber wenige Einsätze, die dann dafür robust und mit ausreichendem Kräfteansatz. Wir sollten auch nicht vergessen, daß viele Kräfte in AFG gebunden waren (inkl. Vor- und Nachbereitung und Ruhephase).

  11. Ich teile zwar die Ansicht von Closius zur Reaktivierung der Wehrpflicht und von Grossverbänden nicht. Aber in einigen Grundsatzfragen hat er Recht:

    – Es gibt keinen Gegensatz im Sinne von ENTWEDER Landesverteidigung ODER Intervention ausserhalb des Bündnissgebietes. Soweit beides – auch gleichzeitig – notwendig ist, müssen wir uns dem stellen.

    – DEU darf nicht versuchen, sich grundsätzlich rauszuhalten. Die vor allem vom ehemaligen Bundesaussenminister Westerwelle kultivierte Grundsatzposition der einseitigen deutschen militärischen Zurückhaltung – auch mit Verweis auf die deutsche Geschichte – wirkt bei allen anderen zunehmend als Drückebergertum.
    Das heisst nicht, alles, was andere beschliessen kritiklos mitzumachen. Aber wir sind nun mal Bestandteil kollektiver Sicherheitssystme. Da bedarf es schon guter INHALTLICHER Argumente sich zu verweigern.

    – Gleiches gilt übrigens für die Position, man könne als DEU eben nicht alles leisten. Das ist sicherlich richtig. Aber wir sind eine der größten Volkswirtschaften, da sollte man dieses Argument mal deutlich wägen.

    Wobei ich wieder beim Thema dieses Thread wäre: Die NL tun im Rahmen ihrer Möglichkeiten, was sie können, wenn es notwendig ist. Da können wir und in DEU eine grosse Scheibe abschneiden.

  12. @Patrick Horstmann
    Ich bin gespannt, welche Begründung es für den NLD Einsatz in Mali gibt.

  13. @ Thomas Melber, darauf hat TW bereits in seinem Artikel hingewiesen, siehe oben letzter Satz. Denken Drücken Sprechen.

    Glück Ab

  14. dnis@Thomas Melber | 08. September 2014 – 21:03
    @Falke271 | 08. September 2014 – 22:23

    Ich bin auch der Ansicht, dass die Niederlande ihr Engagement sehr treffend beschrieben haben.
    Auch aus europäischer Sicht tangiert eine instabile Lage im NMO, in Nordafrika und angrenzenden Regionen unsere Interessen. Eine Wertediskussion muss man da noch nicht einmal führen.
    Neben Fragen der Landes- und Bündisverteidigung bleibt die Bekämpfung von internationalem Terrorismus auf der Tagesordnung. Zur Zeit zeigt er sich vor allem in der Form des islamistischen Fundalismus. Diesem Phänomen muss man mit ALLEN Mitteln entgegentreten. Notfalls eben auch mit militärischen, so wie die Niederlandes es tun.

  15. Zu Frankreichs Plänen mit Libyen ist auch interessant, dass die USA ihren Drohnenstützpunkt von Niamey nach Agadez verlegen wollen. Damit wäre man um etwa 700 Km Näher an der Grenze zu Libyen (die aber noch immer ein gutes Stück entfernt ist). Hier geht es u. a. um die nördliche Absicherung von Niger und Tschad, wobei letzteres als neues HQ der Operation Barkhane noch weiter an Bedeutung gewonnen hat.

    http://www.washingtonpost.com/world/national-security/pentagon-set-to-open-second-drone-base-in-niger-as-it-expands-operations-in-africa/2014/08/31/365489c4-2eb8-11e4-994d-202962a9150c_story.html

  16. @Falke271
    Fühlen sich die NLD bedroht? War das nicht auch eine Separatisten-Kiste (Tuareg, und so)? Daß es dort FRA Interessen gibt, ist klar. Aber NLD?

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