Der Drehflügler (Ausgabe Juli 2014)

Hubschrauber sind hier bei Augen geradeaus! ein Dauerbrenner. Und da einige immer gerne über Helikopter (und entsprechende Beschaffungen und Projekte) diskutieren und das gerne auch in anderen Threads tun… hier der Diskussionsstrang für Freunde des Rotorblatts.

Ich erneuere diesen Thread von Zeit zu Zeit – wie bei allen Einträgen werden die Kommentare nach zwei Wochen automatisch geschlossen, aus Spamschutzgründen.

(In anderen Threads sachfremde Kommentare zu Drehflüglern landen hier.)

212 Gedanken zu „Der Drehflügler (Ausgabe Juli 2014)

  1. Ja stimmt, ist aber in Afghanistan auch in der Realität nicht so sonderlich wichtig gewesen.

    Nach der Beschreibung die memoria verlinkt hat machen beide doch so ziemlich das gleiche. Der Punkt den ich machen will ist: Wenn ein Boxer in die Luft gesprengt wird und man elf Verletzte hat, dann macht man was genau?

  2. @SchmidM: Kompromisslos „reinrotzen“ und keine „Y-unser Heer-Vorführung“!

    @Werner „Fassberg liebt die besondere Konfiguration. Oder erst anklopfen, dann draufhauen“.

    Ist denn dieses „Anklopf-Draufhau-Bastel-Mischmasch-Gefrickel“ wie vom PIZ-Heer berichte,t überhaupt erprobt, bewertet, verifiziert und zugelassen? Habe davon noch nie etwas gehört oder gelesen!

    Könnte ja auch so sein wie bei dem niemals zugelassenen „HALB & HALB-FAM-MEDEVAC-ESCORT-NH90, wie erstmals und allen Ernstes auf der ILA 2014 gezeigt sowie von einer Oberfeldärztin in AFG über den „grünen Klee“ und fern jeglicher Zulassungen gelobt?

    @all: Zu http://augengeradeaus.net/2014/07/der-drehfluegler-ausgabe-juli-2014/#comment-137359 : Die schlimsten Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten.

    Zwei Engines für den Fall Leipzig, zwei weitere Engines und noch ein Paar Rotorblätter, Cowlings sowie viel Kleinkram (z.B.: TW-Feueröschanage) für den Fall Termez. Ein nachgeführter NH90 FAM (78+13) für den in Termez verunfallten NH90 FAM 78+18. Kann man nur noch spekulieren, ob sich der 78+18 in Termez die Räder plattsteht, sich in MES oder gar in Deutschland befindet.

    Schrieb doch der BMVg-PrInfoStab, „die Einsatzbereitschaft der FAM Rotte (welche von beiden bzw. welche Back-up-Rotte) war ebenso wie die Besatzung der 78+18 durch den Flugunfall in Termez zu keiner Zeit gefährdert!“ Wenn dem so gewesen wäre, wieso braucht man dann ca. zwei Wochen vor dem finalen Abzug der FAM-NH90 noch eine Ersatzmaschine?

    Die „Australien-Spielchen“ der Industrie samt Schuldzuweisungen gegenüber den Besatzungen sollen übrigens auch 1:1 weitergehen! In was für ein Affenhaus haben sich denn unsere Bw und das BMVg selber mit dem NH90TTH und dem MH90 SEA LION hinein manövriert und der Inspekteur Heer, der „kleine Mann“ der Marine und auch der GI können dabei noch ruhig schlafen?

    Taugt etwa da das KPMG-Konsortium als Wecker? Ich glaube nein!

    Man wird bereits an den simpelsten „Termini Technici“ sowie technischen Grundlagen scheitern und sich in einen auf den ersten Blick in der Breite medienwirksamen Beraterjargon verflüchtigen, statt in die wirklich gebotenen Tiefen zu dringen!

    Ich warte nur noch darauf, daß bei KPMG der SEA LION ebenso wie in der letzten Provinz-Postile auch „rostet“ sowie NHI samt AHD und AHF die „großen und verläßlichen Rostwandler“ sind.

  3. Bzgl V22 Alptraum – es ist kein Geheimnis, dass das USMC die V22 niemals wollte aber industriepolitisch aufs Auge gedrückt bekommen hat. Bell/Boeing hat recht viele Abgeordnete im Wahlkreis. Es gibt sogar böse Zungen die behaupten, dass Ch53K Projekt wurde deshalb so verzögert, damit der Senat nochmal ordentlich V22 bestellen konnte. Daher versucht das USMC die Ch53k mit allen Mitteln zu pushen, damit es nicht noch mehr V22 ertragen muss.

  4. Nun ja, irgendwann ist eben Schluß mit der Einsatz-Bandbreite eines Fluggerätes.
    Was muß denn so ein Heli alles können heutzutage ?
    Er soll:
    – die gesamte klimatische, vegetative und atmosphärische Bandbreite abdecken (Arktis bis Tropen, Dschungel bis Wüste, von Hohe See bis Hochgebirge)
    – er soll möglichst viel möglichst weit befördern und längere Zeit punktgenau in der Luft hovern können (wobei ein voll ausgerüsteter Einsatzsoldat heutzutage 50% mehr Gewicht/Raum benötigt als zu Zeiten des Vietnam-Krieges)
    – er soll elektromagnetisch voll gehärtet und sensorisch „all-sehend/“ sein
    – er soll modular aus-/umrüstbar sein und passiven/aktiven Eigenschutz besitzen
    – er soll wartungs-arm sein und trotzden intensiv nutzbar
    – er soll mindestens 30 Jahre halten (besser: 40)
    – er soll viel smart-autonome Avionik besitzen, so dass die Ausbildungszeit der Crew minimiert werden kann
    – er soll luftbetankungsfähig sein und so schnell wie ein Flächenflieger
    ………
    Die armen Konstrukteure ;-)

  5. @klabautermann

    Nur die Aerodynamik/Physik kann nicht verändert werden

    Das ist der Grund es im ziv Bereich für jeden Zweck ein besonderes Fluggerät gibt.
    STOL Motorsegler mit Überschallfähigkeit, großer Zuladung, hoher Wendigkeit und geringen Wartungskosten, kostengünstig geht eben nicht (auch nicht bei Drohnen :-))
    Die Eierlegendewollmilchsau ist in der Luftfahrt der falsche Weg.
    Dabei ist es so einfach Zelle und Antrieb diversifizieren Avionik, Ausstattung und Logistik standardisieren.

  6. @Elahan

    Ich dachte immer, Bill Gates hätte versprochen, man könne mit power-point selbst die Physik bescheissen ;-)

  7. @Memoria:
    Warum war man nur in 60ern des letzten Jahrhunderts offensichtlich in Lage quasi unkaputtbare militärische Hubschrauber zu bauen. Und warum bekommt man das mittlerweile, wie ja hier bereits mehrfach diskutiert, nicht mehr hin. Liegt es an den sich ständig wechselnden Fähigkeitsforderungen des Bedarfsträges, liegt es an einer möglich zu einseitigen Ausrichtung der Hersteller rein auf Gewinnmaximierung, liegt es an einer zu hohen DEU Technologieverliebtheit, liegt es daran, dass man eigentlich politisch gar nicht schnell und umfänglich funktionsfähiges Wehrmaterial beschaffen will. Oder Kombinationsformen daraus. Wenn ich mir das langjährige Drama bei NH90, UH Tiger und CH53GA ansehe, weis ich wirklich nicht wo das mit unserer „Einsatzbereitschaft“ noch hinführen soll. Will man die Huey etwa noch bis 2030+ betreiben. Oder…..

  8. Nach meiner Meinung liegt es daran, daß ein Monopolist die Aufträge erhält der sich mit seinen Ingenieuren eine Hubschrauberwelt erdenkt und kaum bis keine Ahnung hat von militärischem Fluggerät !
    Eine Spielwiese eines „was könnten wir denn man mal innovativ anders machen“ trifft nicht den militärischen Bedarf an Stabilität, Belastbarkeit und Robustheit ….
    Nebenbei scheut man auch auf andere Konstruktionen zu schauen und deren Lösungen … Warum gibt es wohl bis heute nur eine zentrale Ladungswinde im NH90 und eine quasi Todesstrafenandrohung wenn man nur das Wort Cargo-Loading-Concept in den Mund nimmt ???
    Man überlege wie einfach, simpel und praktikabel die zwei Winden in der alten CH53 sind … Aber dann hätte man mal reingucken müssen statt mit eigener „Genialität“ nur eine einzige Winde zu verbauen … und sich nun zu fragen wie man ein zweites Gepäckstück rein bekäme geschweige denn raus … Umlenkrollen ??? Ja, kennt man schon vor Leonardo da Vinci, aber wo festmachen an dieser Konstruktion ???
    Meine Tränensäcke sind leer ….

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