Das große Facebook-Experiment: Die U.S. Army finanzierte mit – KORREKTUR

facebook-scrn

KORREKTUR 30. Juni: Die Universität, die die Studie durchführte, hat ihre Angaben zur Finanzierung widerrufen und erklärt nunmehr, dass die U.S. Army NICHT finanziell beteiligt war:

Correction: An earlier version of this story reported that the study was funded in part by the James S. McDonnell Foundation and the Army Research Office. In fact, the study received no external funding.

Damit ist die Grundlage für diese Meldung entfallen – aber ein bisschen merkwürdig ist das schon…

Hier mein ursprünglicher Eintrag:

Ein Experiment, das der Social-Media-Gigant Facebook vor gut zwei Jahren mit Hunderttausenden englischsprachigen Nutzern durchführte, ist am (heutigen) Sonntag ein Aufreger im Internet: Facebook manipulierte die Anzeige, den so genannten Newsfeed, für bestimmte – unwissende – Nutzergruppen: Ein Teil sah einen mit positiven Begriffen besetzten Feed, ein anderer eben negative Begriffe. Und hinterher wurde ausgewertet, wie sich das auf das Verhalten im sozialen Netz auswirkte.

Über dieses Experiment hatte Spiegel Online bereits Anfang Juni nach der Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift berichtet; die große Aufregung kam, warum auch immer, erst jetzt.

Nun ist das ein interessantes und wichtiges Thema, aber eigentlich nichts für Augen geradeaus! Mit Ausnahme eines Randaspekts: Die US-Zeitschrift The Atlantic hat sich dieses Experiment genauer angeschaut, vor allem im Hinblick auf die ethischen Fragen einer solchen Manipulation – und vor allem die veröffentlichten Mitteilungen dazu genauer gelesen. Da stießen die Kollegen auch auf den Hinweis, wer diese Untersuchung finanziert hatte:

The study was funded in part by the James S. McDonnell Foundation and the Army Research Office.

Das Army Research Office ist eine Einrichtung der U.S. Army (und die Webseite ist derzeit leider irgendwie nicht erreichbar). Kurz und knapp bedeutet das: Eine Forschungseinrichtung des US-Militärs hat sich – zumindest finanziell – an der Untersuchung eines sehr großen Internet-Netzwerks beteiligt, bei der es darum ging, mögliche Manipulationen der Stimmung und des Verhaltens von Menschen zu ergründen. Die Schlüsse aus dieser Tatsache dürften sehr unterschiedlich ausfallen.

(Screenshot: Facebook-Startseite)

31 Kommentare zu „Das große Facebook-Experiment: Die U.S. Army finanzierte mit – KORREKTUR“

  • Georg   |   29. Juni 2014 - 23:16

    Das die U.S. Army eine Studie finanziert, wie man soziale Unruhen über das Internet schürt, bzw. verhindert wundert mich nicht besonders.

    Neulich gab es auf Phönix / ZDF eine Dokumentation „Verschwörung gegen die Freiheit“ von Elmar Thevessen, in der u.a. als Zielrichtung der weltweiten und möglichst kompletten Überwachung der elektronischen Kommunikation durch die amerikanische NSA, die frühzeitige Erkennung und Steuerung von sozialen Unruhen in Ländern genannt wurden (Facebook, Twitter usw). Was Putin in der Ostukraine macht, ist auch nichts anderes als über die Medien die Ängste der russischsprachigen Bevölkerung zu schüren, indem er die Machthaber in Kiew als reaktionäre Faschisten darstellt.
    Der Shitstorm der seinerzeit gegen den FDP-Spitzenkandidaten losgetreten wurde, man erinnert sich an das gut gefüllte Dirndl, gehört auch in die Kategorie der Beeinflussung von großen Massen durch soziale Netzwerke und Medien.

    Und zum Dritten werden die Erfahrungen bei dem Umsturz in Ägypten vor 3 Jahren, bei dem soziale Netzwerke eine große Rolle als Kommunikationsplattform gespielt haben, sicherlich von vielen Geheimdiensten dieser Welt ausgewertet worden sein.

    Und nun also der Feldversuch mit einer Placebo-Kontrollgruppe, finanziert durch den Wehretat der USA – nicht wirklich überraschend, passt ins Bild. Ein weiteres Stück auf dem Weg in ein übermächtiges Staatengebilde nach George Orwell „1984“.

  • Sönke Marahrens   |   30. Juni 2014 - 0:11

    Es gibt halt keinen nur defensiven Cyber Space…. Und auch die kognitive und soziale Domain will „beherrscht“ werden (schönes Teekesselchen BTW)

  • Segelboot   |   30. Juni 2014 - 0:46

    Schön das wenigstens die Amerikaner anwendungsorientierte Wehrforschung im Bereich Agitation und Propaganda betreiben. Bei der Bw und anderen EU-Möchtegernmächten ist da leider nichts los.

    „Was Putin in der Ostukraine macht, ist auch nichts anderes als über die Medien die Ängste der russischsprachigen Bevölkerung zu schüren, indem er die Machthaber in Kiew als reaktionäre Faschisten darstellt.“

    Sehr richtig! Ich füge hinzu: …und damit den jahrzehntelang geschürten „Kampf gegen Rechts“ ausnutzt, der alles was nicht links ist dämonisiert. Kein Film, kein Computerspiel kommt ohne „Ultranationalisten“ oder andere Placebos als Gegner aus. Die Verfilmung von „Das Echo aller Furcht“ ist exemplarisch für diese Art des „ideological mainstreaming“, wo der Filmfeind von einem möglichst großem Publikum akzeptiert werden muss. Linke, Grüne, Moslems oder NGOs scheiden da als „akzeptierte Gegner“ schnell aus.

    Der metapolitische Schaden ist immens. Keine außenpolitische Debatte, egal in welchem Land, kommt noch ohne Hitler- oder Nazivergleich aus, wenn geschossen wird oder werden soll.

    So gesehen ist die russische Propaganda (zur Ukraine), wie schon zu Sowjetzeiten, sehr effektiv.

    Deutschland hat in einem Propagandakrieg gegen wen auch immer sowiso keine Chance. Die Drohung, Fässer mit schwach radioaktivem Abfall über Deutschland abzuwerfen, würde bereits eine Massenpanik auslösen. Eine inszenierte (Kriegs)schuld Deutschlands, 1000-fach wiederholt, würde gut und gerne geglaubt, da die Gleichung Deutschsein=Schuldigsein bereits tief im (historischen) Bewußtsein verankert wurde, und wie der „Kampf gegen Rechts“ einfach nur durch die richtigen Reize (gefälschter Film auf YouTube, etc) abgerufen werden muss.

    Die Diskussion um den Irakkrieg, das angebliche BND-Gekrakel mit den Kreisen („Schneckenplan“). Manche werden sich noch erinnern. Da kommt ein Ami her, zeigt ein Gekrakel vor, faselt von BND Mitarbeit, und schon rastet die deutsche Presse aus. Der Pöbel plärrt, die Linksgrünen empören sich, innenpolitisch wirds heikel. Und alles nur wegen ein bisschen Kreise auf dreckiges Papier malen. Ohne Belege, Beweise etc. Genial. Die Neurose wurde erfolgreich erprobt.

    „Der Shitstorm der seinerzeit gegen den FDP-Spitzenkandidaten losgetreten wurde, man erinnert sich an das gut gefüllte Dirndl, gehört auch in die Kategorie der Beeinflussung von großen Massen durch soziale Netzwerke und Medien.“

    Die Linke, besonders die Ökos, haben z Zt die beste Propaganda. Schönes Beispiel ist das Chlorhuhn, das vom desinformierten Pöbel abgelehnt wird, weil es die Linkspresse und die Öko-NGOs so wollen. Auf Nachfrage könnten die Meisten wohl nicht beantworten, was ein Chlorhuhn ist, warum man das macht, und was daran so schlimm ist, und was die gesundheitlichen Folgen sein sollen. Ein Meisterstück der Propaganda. Von Ökos lernen heißt Siegen lernen!

    Das die Konservativen sowiso keine Ahnung von Propaganda, Agitation und Metapolitik haben und sich auch nicht darum kümmen – geschenkt. Aber man soll doch bitte nicht so blauäugig sein, von anderen, linkserzogenen Gruppierungen (Öko, Antifa, Deutsche Presse, etc), Ländern und Kulturen (China, Russland) aber auch Moslems im Kampf gegen Kuffar eine ähnliche Zurückhaltung zu erwarten.

    Die Amerikaner haben ihren Patriotismus, Signapur hat Total Defence. Deutschland hat garnichts, und wird auch nie etwas bekommen; im Gegenteil, wie der Rausschmiss der Bw an Schulen zeigt. Da gewisse einflussreiche Parteien und Politiker an der Abschaffung Deutschlands arbeiten, und vollste Unterstützung von den Medien genießen, wird sich daran auch nichts ändern. Die anderen haben ihre Agitprop-Hausaufgaben gemacht, und sich im Langen Marsch in Stellung gebracht.

    Und so geht der Kampf weiter, immer und immer weiter. Kritisiert wird er aber nur, wenn er von den Amis, Russen oder phösen Konzernen kommt. Auch ein Erfolg linksgrüner Propaganda, Agitation und Metapolitik.

    Gruß vom Segelboot

  • califax   |   30. Juni 2014 - 1:27

    Anstatt zu jammern könnte man auch überlegen, wie sich etwas verbessern ließe.

  • klabautermann   |   30. Juni 2014 - 8:19

    @califax

    Einfach mal einen Graduierten dieses Institutes befragen:
    http://www.nps.edu/Cebrowski/ (da solls doch tatsächlich deutsche Offiziere geben ;-)
    Dieses Institut ist quasi die Geburtsstätte des web 2.0 based info warfare….

    Oder man wende sich an diese spin doctors:
    http://www.nzz.ch/international/mit-sozialen-netzwerken-in-den-jihad-1.18328514

  • gsohn   |   30. Juni 2014 - 8:49

    Da gibt es mittlerweile eine Korrektur: Correction: An earlier version of this story reported that the study was funded in part by the James S. McDonnell Foundation and the Army Research Office. In fact, the study received no external funding.

  • T.Wiegold   |   30. Juni 2014 - 8:53

    @gsohn

    Danke für den Hinweis.

    Da ist doch sehr merkwürdig. Auf einmal alles ganz anders? So gesehen entzieht das der Meldung die Grundlage. Aber warum kommt die Uni erst nachträglich damit?

  • Cynic2   |   30. Juni 2014 - 9:01

    Diese Untersuchung ist mit Sicherheit gut und notwendig, denn in einem zeitlich zu engen Rahmen und Versuchsaufbau wären sinnvolle Ergebnisse für so einen komplexen Untersuchungsgegenstand wohl nicht zustande gekommen. Andererseits werden sich jetzt wohl Anwälte darüber Gedanken machen, ob Facebook da nicht Vertragsbedingungen verletzt hat und womöglich kommt sogar ein Proband auf die Idee seine Depression auf die konstante Zustellung negativer Newsthreads durch Facebook zu schieben. ;-)

    Dass die US SK Interesse an solchen Untersuchungen zeigen, ist absolut nachvollziehbar, ob sie es wohl finanziert hat oder nicht, und da ist man deutlich weiter als in der deutschen Regierungs- und Bevölkerungswahrnehmung. Die DEU Öffentlichkeit und Presse war auch während der Krim-Krise der Ansicht mit ihrer kritischen Denkweise und unabhängigen Position einen objektiven Standpuntk einzunehmen, während sie beständig den RUS Informationsoperationen nachliefen.
    Deshalb sehe ich diese Untersuchung auch weniger als zweckdienlich, um soziale Unruhen zu schüren oder zu beschwichtigen, weil es doch mehr als eines tweets, nämlich einer realen Motivation, bedarf, um die Gewaltschwelle zu überschreiten, der tweet kann gut auslösen (oder meinetwegen „zünden“), aber nicht verursachen. Viel interessanter ist die alltägliche Manipulation westlicher „Informationsgesellschaften“ durch fremde Information Operations, um die Presse, öffentliche Meinung und damit indirekt das Parlament und die Regierung zu beeinflussen. Da stellt sich die Frage, ob die Verteidigung eines Staates auch die Verteidigung gegen fremde Desinformation und Einflussnahme beinhalten sollte?

    In Deutschland ist die Frage allerdings akademisch: Bereits bei public relations sieht die Bundesregierung nicht gut aus, public diplomacy findet nicht statt und information operations werden bei der OpInfoTr noch per Flugblatt gemacht.

  • klabautermann   |   30. Juni 2014 - 9:04

    @T.W.

    weil in den USA zZt eine heftige innen-politische Debatte läuft wg regierungsamtlichen Missbrauch von Twitter und Co……..
    Da zieht man als kleine UNI lieber den Kopf ein, und Facebook ist über solche Meldungen eh nicht glücklich…..
    Wenn man sich mal über Möglichkeiten der Zusammenarbeit Streitkräfte und Schulen/Universitäten schlau machen will, dann sollte man mal „brain gain“ googeln…..

  • Cynic2   |   30. Juni 2014 - 9:05

    @ T.W.
    Die website des ARL ist auch wieder erreichbar.

  • klabautermann   |   30. Juni 2014 - 10:15

    Auch hier ein Beispiel aus Israel:
    http://vigilantcitizen.com/latestnews/israel-defense-forces-usher-in-social-media-war-propaganda/

    Diese ganzen web-based info warfare Konzepte sind ca. 25 Jahre alt, schon zu Zeiten des APARNET haben Streitkräfte und Universitäten in Israel und USA damit begonnen. Die Konzepte wurden im Rahmen der informations-technischen Evolution des web konsequent weiterentwickelt und ausgebaut.

  • Segelboot   |   30. Juni 2014 - 12:45

    @califax: „Anstatt zu jammern könnte man auch überlegen, wie sich etwas verbessern ließe.“ So, dann ein paar wilde Ideen:

    – Bw in Schulen zur Selbstdarstellung ohne Gutmensch-Aufpasser

    – Focus: „Israel rekrutiert künftige Cyber-Kämpfer in den Schulen“ Kopieren! Auch was andere Verwendungen angeht. Junge Leute sind in sozialen Netzwerken aktiv, und verbreiten dort quasi nebenbei ihre (armeefreundliche) Sicht der Dinge

    – Konsequentes Ein- und Aussperren linker Störer bei Bw-Veranstalltungen, egal ob Uni oder Gelöbnis. Die Presse, besonders der staatsnahe ÖR, muss diese Leute konsequent negativ darstellen, und die Bw positiv. Ansonsten muss die Politik mit dem Senken der GEZ-Steuer drohen.

    – Alles was getan oder beschafft wird, muss vom eigenen Narrativ dominiert werden. Die USA sind hier recht gut, Kriege werden sehr erfolgreich als „Befreiung“ verkauft. Tarnkappenflugzeuge werden als „Fünfte Generation“ bezeichnet, während andere nur als „Vierte Generation“ bezeichnet werden, um Überlegenheit qua Existenz zu suggerieren.

    – Die Amis reduzieren technische Debatten dazu auf Schlagworte wie Stealth, AESA, usw. Anschließend wird gefragt, wer hats und wer hat es nicht. Unter dem Schlussstrich schneidet das eigene System immer besser ab – logisch, denn die Definition und die Auswertung war vom eigenen Narrativ dominiert. Der Punkt der „technischen Überlegenheit qua Definition“ ist bei der Bw recht unterentwickelt.

    – Ein paar Mal im Jahr muss eine Hollywoodproduktion die Rettung der Welt/Menschheit durch das US-Militär gegen das Böse (Nazis, Aliens, egal was) feiern. In D schwer umzusetzen. Wäre zu kitschig, während es für die USA als Filmakteur bereits als selbstverständlich gilt.

    – Alle Computerspiele, die irgendwas mit Stategie oder Schießen zu tun haben, müssen vom US-Militär handeln. Dadurch wird das Narrativ der Handlung (das Böse wird bekämpft, wer oder was das Böse ist, bestimmen die Spielemacher, zB „Ultranationalisten in Russland“) selbstverständlich. Die Verstellung, als französischer Soldat in einem afrikanischen Land zu Kämpfen, um die Interessen Frankreichs zu vertreten, kann der weltweiten Community der Computerspieler nicht zugemutet werden. Geschossen und Gekämpft werden darf nur als Ami. Das Problem ließe sich durch Bw-Cofinanzierung beheben, läuft aber in Gefahr, von der deutschfeindlichen Linken bekämpft zu werden.

    – Einzelne Aktionen müssen durch geistlose Schlagworte wie „Surge“ vermittelt werden. Geht die Aktion/Strategie schief, wird die neue Bedeutung des Wortes genausoschnell vergessen wie die gescheiterte Aktion.

    – Jede Debatte oder Selbstdarstellung der US-Forces bezieht sich auf die Armee als kämpfende Truppe. Debatten über Waffen beschäftigen sich nicht mit ethischen Fragen, die sowiso irrelevant sind, sondern über die (Kosten)Effektivität gegen China etc. Das geht, weil das Militär selbst diese überflüssigen Debatten, ebenso wie die US-Presse gar nicht anschneidet. Durch die Darstellung als kämpfende Truppe in Realfilm (Presse, Fernsehen), Hollywoodfilm und Computerspiel kann das Beschaffungsvorhaben stärker mit dem Kampf assoziiert werden. Ein Computerspieler weiß, dass eine schießende Drohne ganz nützlich ist. Wenn die Bw in 1000 Filmen und PC-Spielen mit schießenden Drohnen hantiert (positiv konnotiert), wird das unterbewußt auch als normal angesehen (deja-vue).

    – Die Russenpropaganda von heute nutzt, wie ich oben schon gezeigt habe, die Propaganda der Linken für ihre Zwecke. Da die Rus-Presse vom Staat gelenkt wird, ist die Bevölkerung von außen auch nur schwer zu beeinflussen, da Kritik am Rus-Staat bzw. Putin kaum ausgeprägt ist. Somit ist kein Zug vorhanden, auf den man aufspringen könnte. Die Inszenierung von abstoßenden Schlamp** als „Punk-Rockband“ hat auch die letzte Glaubwürdigkeit des Conchita-Wurst-Europa gekostet.

    – Kurzfristig sehe ich hier keine Möglichkeit, vor allem da die Russen sowiso nur die Amis kritisieren müssen, was in D gleich als Kritik an der D Außenpolitik aufgefasst wird, und mit Verbalschlägen gegen das eigene Land beantwortet wird. Nun kann D nichts für Guantanamo oder Irak, und ist auch nicht das Gewissen der USA. In diesem Fall wäre das Herausstreichen einer eigenständigen Außenpolitik ganz wichtig, um die Eintopfung zu vermeiden. Auch die bedingungslose Anbetung der EUdSSR steht dem im Weg, da eine PR-taktische Distanzierung von der EU so kaum möglich wird.

    – Das die dt Presse chronisch lügt um ihre – politisch meist grünlinken – Ziele zu erreichen, hat inzwischen auch der Dümmste kapiert. Der Weg über YouTube, Facebook, Blogs oder Webseiten etc ist deshalb der sicherere. Das Durchstecken von Informationen sollte hier, statt an die Mainstreampresse, erfolgen. Auch um Interessierte von der Mainstreampresse fortzuziehen, welche längst Politik macht, statt sie zu beschreiben.

    Prinzipiell ist aber das Potential vom Agitation und Propaganda in D eingeschränkt: Das linke Weltbild der meisten ist fest gefügt, sodass jede positive Äußerung zu D oder seinen Organen bereits Stoßatmung auslöst. Das ÖR müsste komplett abgeschafft werden, der BRH mehr Zurückhaltung in der Öffentlichkeit üben, die Grünen sowie Öko-NGOs verboten werden. In Ländern wie Kanada besitzt Grünfrieden bspw nicht den Status der Gemeinnützigkeit. Das Prinzip läßt sich auch auf die staatlich geförderte Antifa übertragen. Warum der Staat Gruppierungen finanziert die ihn bekämpfen, ist mir ein Rätsel. Die Gleichsetzung Deutsch=Nazi wird dadurch nur bestärkt.

    Wenn jemand noch Ideen hat, gerne her damit.

    Gruß vom Segelboot

  • klabautermann   |   30. Juni 2014 - 13:07

    Das Dumme ist nur, dass man sich mit zu viel smart politics selber out-smarten kann, strategisch, innen-politisch etc……..

    http://pjmedia.com/richardfernandez/2014/06/29/the-craven/#more-37784

  • Cynic2   |   30. Juni 2014 - 14:26

    @Segelboot

    Das die dt Presse chronisch lügt um ihre – politisch meist grünlinken – Ziele zu erreichen, hat inzwischen auch der Dümmste kapiert. Der Weg über YouTube, Facebook, Blogs oder Webseiten etc ist deshalb der sicherere. Das Durchstecken von Informationen sollte hier, statt an die Mainstreampresse, erfolgen. Auch um Interessierte von der Mainstreampresse fortzuziehen, welche längst Politik macht, statt sie zu beschreiben.

    Grundsätzlich ist das Vorgehen, das sie beschreiben, für jemanden geeignet, der sich mit dem Informationsgegenstand oder Informationsanalys generell etwas auskennt. Für den Durchschnittsbürger ist dieser Weg de facto noch riskanter.
    Nehmen wir die Krim-Krise. Der Durchschnittsbürger wird keine Ahnung von den historischen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen gehabt haben und daher konnte er Informationen, die er sah fachlich nicht bewerten. Wendete er sich von der Mainstreampresse ab und suchte er wohl einfach mal per Suchmaschine. Er erhielt haufenweise Treffer von selbsternannten Experten oder Bloggern, deren politische Tendenz oder professionellen Hintergrund er nicht bewerten konnte. Er fand tatsächliche Experten mit x-verschiedenen Meinungen, die er nicht auf Konsistenz und Hintergund einordnen konnte. Er fand virale youtube, twitter und facebook-Einträge, die nicht selten gefälscht waren oder gezielt durch pro-russische Aktivisten gestreut wurden. Er fand Foren, in denen sehr standardisierte Argumentationen durch pro-russische Foristen geäußert wurden. Für eine kritische Betrachtrung der Argumente und Einarbeitung in das Thema wird er allerdings meist nicht die Zeit gehabt haben. Tatsächlich ist davon auszugehen, dass der Durchschnuttsbürger, der sich von der Presse abwandte und „unabhängige“ Quellen suchte, vermutlich eher der russischen Informationsoperation aufsaß, als hätte er normale Medien konsumiert.
    Das soll kein Argument für die DEU Presseberichterstattung sein, denn die wahr tatsächlich meist uninformiert, tendenziös und manipulativ.
    Die Empfehlung muss vielmehr lauten, sich ein Portfolio an Quellen zu suchen, deren politischen Hintergrund und Tendenz man in Erfahrung bringen kann und deren Professionalität bei verschiedenen Themen man einschätzen kann. Aber wer macht das schon?

  • klabautermann   |   30. Juni 2014 - 14:50

    @cynic2 und califax

    Die smart web Technologie bietet heutzutage unglaubliche Manipulations-Möglichkeiten, die kommerziell, kriminell und politisch schon sehr weit in der Nutzung befindlich sind, sogar schon automatisiert: smart bot grids.
    Letztendlich kann man als selbst als smart user kaum etwas gegen diese manipulation tun, außer drauf zu verzichten und eben das ganze Gezwitschere auszublenden und sich seine eigene trusted platform list zu schaffen (so wie ich)
    Die NZZ arbeitet im übrigen ganz intensiv an diesem Problem.
    http://www.nzz.ch/startseite/willkommen-in-der-kommentarspalte-von-nzzch-1.18307909

    ….wobei man wissen muß, dass NZZ eine eigene Liste von „glaubwürdigen Quellen“ systematisch durch unabhängige smart media/media- Experten pflegen läßt.

  • Cynic2   |   30. Juni 2014 - 14:58

    @klabautermann
    Herrlich! Bei Anwendung dieser Regeln wäre es im SPON Forum aber plötzlich ganz schön leer! ;-)
    Die „digital natives“ der Informationsgesellschaft saugen den Umgang mit modernen Medien ja schon mit der Muttermilch auf, sind stolz auf ihre Vielzahl an unabhängigen Quellen und erkennen meist nicht, dass die Informationsgesellschaft anfälliger für Desinformation und Manipulation ist, als die Industriegesellschaft je war. Aber dass die NSA ihre twitter-Meldungen mitlesen könnte geht gar nicht. ;-)

  • klabautermann   |   30. Juni 2014 - 15:18

    @Cynic2

    Tja, auch SPON wird eher früher als später auf das NZZ-Netiquette-Modell umsteigen, wenn die nicht langfristig – so wie STERN – ihr Print-Medium und Spiegel-TV diskreditieren und schädigen wollen.

  • K.B.   |   30. Juni 2014 - 15:23

    @Segelboot (und z.T. Cynic2):

    Ihre Kritik an der „links-grünen“ Presse im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise kann ich nicht wirklich nachvollziehen.
    Immerhin wurde in den Kommentarspalten doch gerade die russland-kritische Berichterstattung der öffentlich-rechtnlichen Sender kritisiert. Und um die Einseitigkeit vollkommen auszuschließen, wurde von ZAPP eine russlandfreundliche (ex-)Journalistin befragt, was auch wieder für harsche Kritik sorgte.

  • J.R.   |   30. Juni 2014 - 15:47

    @ Segelboot
    Die Presse, besonders der staatsnahe ÖR, muss diese Leute konsequent negativ darstellen, und die Bw positiv.

    Nö, muss sie nicht. Wir sind hier nicht in Russland, und das Ziel ist Information, nicht Agitation. Ich warte ja noch auf den Beleg, dass Störer positiv dargestellt werden. Und daran dass es an der BW wenig positiv dazustellen gibt ist selbige leider selbst schuld.

    Alle Computerspiele, die irgendwas mit Stategie oder Schießen zu tun haben, müssen vom US-Militär handeln.

    Bullshit. Das hat schlicht was mit Nachfrage zu tun. Genauso wie sich Add-Ons mit G36 oder Leopoard II in Deutschland besser verkaufen als die anderer Staaten. Patriotelei halt. Und dass die Chinesen in Hollywood-Filmen als Helden denn als Bösewichter gecastet werden (siehe Transformers IV) ist auch nicht „von oben“ vorgegeben, sondern orientiert sich an den Absatzmärkten.

    Die Inszenierung von abstoßenden Schlamp** als “Punk-Rockband” hat auch die letzte Glaubwürdigkeit des Conchita-Wurst-Europa gekostet.

    Die Russen wählten Conchita Wurst auf Platz 3. Wollte ich nur mal gesagt haben.

    Das die dt Presse chronisch lügt um ihre – politisch meist grünlinken – Ziele zu erreichen, hat inzwischen auch der Dümmste kapiert.

    Na, das war jetzt so solide argumentiert und belegt, dass es keinerlei Argumente mehr Bedarf.

    Das Durchstecken von Informationen sollte hier, statt an die Mainstreampresse, erfolgen.

    Hält Sie niemand davon ab. Sie können ja mal damit anfangen sobald Sie was lesenswertes zu sagen haben. Oder auch nicht. Ihr Blog „Segelboot und wie er die Welt sieht – jetzt auch mit Schaum vor dem Mund“ können Sie auch so aufmachen. Da können Sie dann auch so Märchen wie „sodass jede positive Äußerung zu D oder seinen Organen bereits Stoßatmung auslöst“ verbreiten. ;)

    Aber hey, vermutlich ist die deutsche Linke auch Schuld daran, dass es keine deutsche Sandbox gibt, und keine deutsche Beteiligung am Small Wars Journal. Wo doch der Ukraine-Konflikt auf Bundeswehr.de doch so ein Prioritätsthema ist. ;)

  • Cynic2   |   30. Juni 2014 - 15:53

    @K.B.
    Das „links-grün“ mache ich mir nicht zu eigen. Unabhängig der politischen Richtung des Mediums, war mein Eindruck, dass die Berichterstattung zu wenig Quellen hinterfragte, bereitwillig twitter, youtube und andere Dokumente aus der Konfliktregion aufnahm und unkritisch verbreitete und teilweise Meldungen unkommentiert weitergab, nach dem Motto:“Russland behauptet, NATO behauptet, wir haben keine Ahnung, aber weil alle berichten, tun wir es auch.“ Die fachlichen Kenntnisse in den Presseberichten, die ich las, waren fadenscheinig dünn. Auch das Geschrei, als die NATO den Konflikt durch Verlegung von einigen Kampfflugzeugen ins Baltikum „eskalierte“ war Skandalisierung, wo kein Skandal war. Aber mein Urteil muss man ja nicht teilen.

  • klabautermann   |   30. Juni 2014 - 16:08

    @Cynic2

    „Skandalisierung“ ist das Stichwort. Das sollte sich eine gewisse Presse in Deutschland in der Tat abgewöhnen.
    Und die Desinformations-Falle hat sich doch der deutsche ÖR, die großen Verlage und Agenturen selbst geschaffen: Fragen sie mal nach, wieviele ausgebildete Fach-Journalisten und Korrespondenten weltweit die denn noch beschäftigen ??

  • Segelboot   |   30. Juni 2014 - 16:17

    @Cynic2: „Die Empfehlung muss vielmehr lauten, sich ein Portfolio an Quellen zu suchen, deren politischen Hintergrund und Tendenz man in Erfahrung bringen kann und deren Professionalität bei verschiedenen Themen man einschätzen kann. Aber wer macht das schon?“ Da haben sie natürlich recht. Das ist das Hauptproblem.

    @K.B.: Die Berichterstattung der dt Presse zur Krim/Ukraine-Krise war Okay. Ich glaube aber nicht, das rationale Gründe dahinter zu suchen sind. Die dt. Presse hat vorher auch in Russland völlig irrelevante Personen wie Kasparow oder Pussi-Riot als Putin-Opposition bejubelt. Die Nowaja Gaseta kennt hingegen kaum einer. Es ist wohl das übliche Putin-Bashing, das zu dieser Haltung geführt hat, und nicht geopolitischer Sachverstand. Man bejubelt kulturmarxistische Gruppen wie Pussi-Riot weil sie dem eigenen Weltbild am nächsten sind, und nicht, weil ihnen unrecht widerfahren wäre. Das löst wiederum beim russischen Beobachter befremden aus. Etwas mehr Seriösität würde der dt Presse sicher guttun, statt nur alles zu pushen, was gegen Putin ist.

    @J.R.: „Nö, muss sie nicht. Wir sind hier nicht in Russland, und das Ziel ist Information, nicht Agitation.“ Information ist immer konnotiert. Warum heißt eine linke Straßenschlacht mit der Polizei Demo, und eine rechte Demo Aufmarsch?

    „Bullshit. Das hat schlicht was mit Nachfrage zu tun…ist auch nicht “von oben” vorgegeben, sondern orientiert sich an den Absatzmärkten..“ Das sagte ich bereits, siehe „ideological mainstreaming” und “akzeptierte Gegner” im Beitrag weiter oben.

    „Na, das war jetzt so solide argumentiert und belegt, dass es keinerlei Argumente mehr Bedarf.“ Nö, das braucht man tatsächlich nicht. Fukushima hat mehr als gereicht. Ich muss aber zugeben, dass es in den letzten Jahren besser geworden ist. Sinkende Absatzzahlen machen ein Umdenken möglich.

    Gleichzeitig hat die Bedeutung von Blogs oder sozialen Netzwerken zugenommen. Wiso sollte der SPIEGEL ein Monopol auf das Durchstecken von Informationen haben? Warum kann kein BAAINer mal ein delikates Dokument zu Herrn Wiegold schicken? Eine Exklusivmeldung würde den Blog fördern, auch wenn die Meldung später von der Mainstreampresse aufgegriffen würde. Das würde die Sachlichkeit fördern, den hier ist mehr Wehrverstand unterwegs als in der SPON-Redaktion. Mit einigem Bekanntheitsgrad würde dieser Blog auch für den Durchschnittsmenschen zu dem „Portfolio an Quellen“ gehören. So schließt sich der Kreis zur Antwort an Cynic2 oben.

    Gruß vom Segelboot

  • Cynic2   |   30. Juni 2014 - 16:20

    @klabautermann
    Check!
    Da stehen sie aber den „unabhängigen“ Online-Medien in nichts nach. Geht man die Ergebnisse einer Suchmaschine mal durch, basieren die meisten Einträge auf verschiedenen Plattformen auf der selben Agenturmeldung, die von den veröffentlichenden Medien nicht mal verifiziert oder hinterfragt wird, weil weder Fachkenntnis noch personelle und zeitliche Ressourcen zur Verfügung stehen.

  • klabautermann   |   30. Juni 2014 - 16:26

    @Cynic2

    Wirklich interessant wird dann diesesThema, wenn man es mit open-source-intelligence unserer Dienste in Verbindung bringt ;-)

  • Cynic2   |   30. Juni 2014 - 17:02

    @klabautermann
    Die Einwirkung von Desinformation auf die OSINT eines Nachrichtendienstes kann vernachlässigt werden, falls OSINT professionell und routiniert betrieben wird. Dann kostet OSINT aber auch Zeit zur Verifikation. Das eigentlich Problem ist dann dem politischen Bedarfsträger die Ergebnisse vorzulegen. Die Presse arbeitet heute nach dem Prinzip „time over truth“, wir schicken die Schlagzeile möglichst schnell raus, auch wenn sie nicht komplett verifiziert ist, während der Nachrichtendienst nach „truth over time“ arbeiten sollte.
    Entspricht der Bericht des Nachrichtendienstes der Presseberichterstattung, sagt der Bedarfsträger:“Das stand gestern schon in der Zeitung! Wozu gibt es sie eigentlich“
    Widerspricht der Bericht des Nachrichtendienstes der Presseberichterstattung, muss er einen Bedarfsträger überzeugen, dass er Recht hat und ein bereits als Fakt übernommenes Bild der Lage korrigieren. Der Bedarfsträger wird da skeptisch sein und etwas von der initialen Pressemeldung wird die unterbewusste Einstellung vielleicht weiter beeinflussen. Unter Umständen hat der Bedarfsträger auf Grundlage der falschen Pressemitteilung sogar schon selbst einen Kommentar veröffentlicht und jetzt erzählt der Nachrichtendienst im, dass er falsch lag, was er mit Sicherheit gerne hören wird…
    Aber Kohl hat diese Berichte ja auch nie gelesen… ;-)

  • K.B.   |   30. Juni 2014 - 18:40

    @ Segelboot und Cynic2:
    Danke für die Präzisierungen.

    @Segelboot:
    „Warum kann kein BAAINer mal ein delikates Dokument zu Herrn Wiegold schicken? Eine Exklusivmeldung würde den Blog fördern, auch wenn die Meldung später von der Mainstreampresse aufgegriffen würde.“

    Das machen die BAAINer (o.ä.) auch, nur veröffentlicht T.W. diese Exklusivmeldung dann zuerst im Spiegel, denn dort gibt es (im Gegensatz zu den Beiträgen der Blogleser) echtes Geld für solche Informationen.

  • Zivi a.D.   |   30. Juni 2014 - 20:48

    Das Problem der Bundeswehr sitzt auf dem Segelboot: “Israel rekrutiert künftige Cyber-Kämpfer in den Schulen” Kopieren! Auch was andere Verwendungen angeht. Junge Leute sind in sozialen Netzwerken aktiv, und verbreiten dort quasi nebenbei ihre (armeefreundliche) Sicht der Dinge“ So etwas kann in Deutschland nict funktionieren, weil das öffentluche Bild der BW eben von – Segelbooten mit ihren braungeränderten Ideologieabsonderungen geprägt wird. Allein die Sprache ist eine Sammlung von Äquivalenten zu kahl geschorenen Schädeln, Springerstiefeln mit weißen Schnürbändern und Klamotten mit „Storch Heinar“-Logos.
    Um dem gleich losbrechenden ideologischen Geheule vorzugreifen: Es geht NICHT darum, ob diese Ansichten „richtig“ oder „gut“ oder „falsch“ oder „böse“ oder was auch immer sind. Es geht NUR UND ALLEIN um die Frage, ob man den qualitativ wie quantitativ benötigten Nachwuchs für die BW rekrutieren kann, solange Figuren wie der Typ vom Segelboot das Bild der BW prägen. Und da bin ich ziemlich sicher, dass die BW eben genau den Nachwuchs hat, der rekrutierbar ist, solange sie diese Segelboottypen nicht losgeworden ist.
    Das eigene Beispiel desavouiert das Segelboot doch schon völlig: In dieser Segelboot-BW gibt es keine Typen, die fähig wären Schüler jenseits des Glatzenhorizonts zu rekrutieren, um eine wie auch immer geartete Strategie in den sozialen Netzwerken durchzuziehen. DA liegt der Hund begraben. Die BW hat genau den Nachwuchs den sie hat, weil sie genau so ist wie sie eben ist. Wer Veränderungen will, müsste an dieser Stelle anpacken – was die Segelboote mit allen Mitteln verhindern würden, um ihre Idelogie zu retten. Ich ließe mich gerne vom Gegenteil überzeugen, denn ich bin ebenso fest überzeugt davon, dass wir diese Veränderungen dringend brauchen. Allein, es fehlt der Glaube.

  • Cynic2   |   30. Juni 2014 - 23:15

    @Zivi a.D.
    Zu ihrem privaten Streit mit Segelboot kann ich mich nicht äußern, aber ihre Wahrnehmung der Rekruten der Bundeswehr kann ich aus eigenem Erleben als falsch bezeichnen. Die Bw bekommt in der Masse den Nachwuchs, den sie mit ihrer Kampagne beabsichtigt: Junge Menschen, die gern eine Ausbildung und einen festen Bürojob haben wollen, aber keine Ahnung haben, was „Streitkräfte“ eigentlich bedeutet.

  • Memoria   |   30. Juni 2014 - 23:28

    @Cynic2:
    Und die neue Kampagne garantiert,dass es zumindest so bleibt wie jetzt:
    http://tinyurl.com/qhufojf

  • Nur 2 Cent   |   30. Juni 2014 - 23:50

    Zitat „Über dieses Experiment hatte Spiegel Online bereits Anfang Juni nach der Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift berichtet; die große Aufregung kam, warum auch immer, erst jetzt.“

    Eine so große Herde aufzuregen braucht seine Zeit, Trägheit der Masse und so. Und wenn dann deren einziges Informationsmedium gefiltert wird…

    Nee, mal Spaß beiseite Ernst aus der Ecke: Ich verstehe ehrlich gesagt die Aufregung nicht. Facebook kann also bestimmen, was die Nutzer zu sehen bekommen? Oh, welche Überraschung. Wer sich darüber aufregt, hat noch nicht die Zuordnung Auftraggeber-Auftragnehmer-Ware bei Facebook verstanden. Nur so viel: Kunden zahlen im Allgemeinen für eine Dienstleistung, Waren nicht…

    Naja, ergötzen wir uns dann an der Bundeswehr-Karriere-Werbekampagne, die morgen starten soll:

    http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/!ut/p/c4/NYu7DsIwEAT_yGcXiJCOEAkhpaIhoUFOcgon_IiOC274eOyCXWma2YU75Ab7ocUKxWAd9DBMVI9JjWlGZV-yoXP4VglJkPEhT_QY4FaOeTDFgFIoGIQyF7YSWa2RxRWzMWejaIZBm7Yxe_2P-R6686nqdpVuL80VVu-PPyONZ7I!/

    (sprechende Links wäre mal was Feines…)

    Die Briten werden da etwas konkreter: http://www.youtube.com/watch?v=ffjW2-o5_fE