106 Gedanken zu „Lebenszeichen: SeaLion

  1. @werner
    Zu Ihrer Frage 08:09 bzgl IOC usw.
    Ich versuche mal so allgemein wie möglich zu bleiben.
    Also diese Unterscheidungen gibt es bei Schiffen erstmal nicht. Ich habe in der Bauphase verschiedenste Prüfungen, jedoch werden die nicht so stark aufgeteilt.
    Ich lasse bewusst die Werksprüfungen der Systemhersteller/Lieferanten und auch die Prüfungen, die im Rahmen des Baufortschrittes (Einbauprüfung, Inbetriebnahme) durch die jeweiligen Werften/Bauaufsicht und Klassifizierungsgesellschaft erbracht werden raus.
    Der wirklich große Prüfabschnitt geht mit den Werfterprobungen los. Das sind die Abnahmen. Läuft dies erfolgreich dann wird das Schiff übergeben.
    Es ist dann aus technischer Sicht „Einsatzbereit“.
    Nach Übergabe fängt dann die Marine mit ihrem typspezifischen EAP (Einsatzausbildungsplan) an, um mit dem Schiff und der Besatzung als Ganzes den Status „Einsatzbereit“ zu erhalten.
    In dem Verlauf gibt es noch eine Vielzahl von angedeuteten Zwischenschritten, die aber nicht unbedingt mit der von Ihnen genannten Nomenklatur Lfz übertragbar sind.

  2. @NMWC | 03. Dezember 2013 – 9:47
    Danke.
    Heißt das, dass wenn ein Schiff an die DEU Marine ausgeliefert wird, es sich im vollem Vertragszustand befindet?

  3. @werner
    :)))
    Aber ernsthaft und unabhängig von dem Theater der letzten Bauvorhaben. Aus reiner technischer Sicht ist das der zu erreichende Zustand (Bauspezifikation als Grundlage).Dabei kann es mitunter Restpunkte geben (100% ist manchmal nicht immer möglich), so lange diese auf den sicheren Betrieb keine Auswirkung haben. Diese Restpunkte müssen dann allerspätestens zur bzw. mit der Garantiewerftliegezeit nach einem Jahr Betrieb abgestellt werden.
    Hilft das erstmal weiter?

  4. Man sehe sich das Video von der gestrigen MONITOR-Sendung, u.a. zum „neuen“ Marinenhubschrauber SEA LION in http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2013/1205/ruestung.php5 ab 22.44 mal an. Es ist fast Alles längst bekannt, technisch lasch recheriert (im Vergleich zum Spiegelartikel „Die Nacktschnecke“ vom 01.01.2013) und zu sehr sowie zu einseitig auf den Minister TdM und MdB Lindner ausgerichtet. Der im Fall maßgeblich beteiligte bzw. das MoU verhandelnde Staatssekretär für AIN, Stephané Beemelmans bleibt komplett außen vor.

    Aus den MONITOR vorliegenden Prüfberichten und ergänzenden Stellungnahmen zur Marinhubschrauber-Ausschreibung aus 20107/2011 der Bewertungskommission, des Marineamtes, der Luftwaffe, des BAAINBw, des BRH, der 25 Mio. BMF-Vorlage vom 12.06.2013 und dem MoU samt dessen SEA LION Ausrüstungsliste vom 15.03.2013 hat man nichts gelernt bzw. sehr schlecht und eher subjektiv und reißerisch, aber wenig konkret zitiert

    Das gesamte Bildmaterial ist weitestgehend halbherzig „zusammengeklautes“ NHI-, EUROCOPTER- und Bw-Werbe- sowie altes ARD-Nachrichtenmaterial. Das vernichtende Urteil über TdM und den MH90 SEA LION wurde derart nicht fundiert untermauert, sondern nur karikaturartig angeprangert.

    Der „normale Seher und Hörer“ kann „Null“ plausibel nachvollziehen, da all die vorliegenden „geheimen“ Dokumente „VS-NfD“ oder „VS-vertraulich“ eingestuft sind. Ja, nicht einmal die Masse der Betroffenen in der Truppe – z.B. die fliegenden Verbände der Marine in Nordholz – kennen diese „geheimen“ Papiere, obwohl diese von der Truppe gekannt werden dürfen und müßten, ansonsten wären die Reaktionen der Marine nämlich anders und wir hätten eine „Revolution“, statt Resignation über den von TdM und SB „geschlossenen Sack“ namens SEA LION! Auch der PrInfoStab des BMVg könnte in Anbetracht dieser „geheimen Papiere“ nicht mehr lügen, daß sich die Balken biegen und renitent versuchen, die Medien geradezu dumm-dreist anzuprangern und völlig substanzlos zu beschuldigen!

    Kurzum eine flache, krass plakative und wenig substanzhaltige Sendung, wie von MONITOR zu erwarten war.

    Was von „politischen Insidern“ mangels fachlicher Expertise schon nicht verstanden wird, braucht man von Monitor erwartungsgemäß schon mal gar nicht als als „kapiert“ zu erwarten. Da müßten sich halt die Herren MONITOR-Redakteure mal zuvor mit echten Insidern aus den Bereichen des BAAINBw, der nachgeordnetnen WTDs, der L&R-Industrie und mit Technikern und Piloten aus der professionellen Fliegerei zusammengesetzt haben. Nur, wenn da schon beim ersten Anlauf von MONITOR mit „politische Referenzen“, dann „Interview und Drehtag Köln“ und dann auch noch “das können Sie doch sicherlich in der Sendung erklären“ mit der Tür ins Haus gefallen wird, dann sind bei den meisten Fachleuten und erst recht bei Soldaten und Beamten bereits „die Schotten dicht“, bevor diese den Hörer auflegen. Da „fällt keine Klappe im Studio“, man hält schlichtweg und konsequent seine Klappe. Schade um die vorgelegenen und sehr einschlägigen Dokumente, schlecht für den Stoff, wenig förderlich in der Sache, ungut für unserer Marine und die Bw!

    Der Spiegel hat da m.M.n. mit seinen Recherchen zum „Engel der Meere“ bzw. zur „Nacktschnecke“ einiges Mehr, Besseres und Substantiierteres erreicht und sich wohl auch für zukünftige bzw. für seine sicherlich nicht letzten Beiträge zum SEA LION eine deutlich solidere Basis geschaffen.

    P.S.: Die MONITOR-Kritik zur Beschaffung des MG-5 war m.M.n. exakt der gleiche „Brei mit fürchterlich viel lascher Sauce“ von exakt den gleichen Köchen, nur was am H&K MG-5 schlecht und am FN-MG tatsächlich besser ist, hat keiner konkret gesagt. Auch nicht der bekannte „unbekannte Militärexperte“ Rudolf K. Schiwon (Chefredakteur der PM-Communication Presse Marketing GmbH, St. Augustin).

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