NH90 in Afghanistan: Sag Murphy zu mir

Es gehört schon eine ordentliche Portion (Eigen)Ironie dazu, dem NH90-Hubschrauber im deutschen Afghanistaneinsatz erst mal das Rufzeichen Murphy 01 zu verpassen… Auch wenn in diesem am (heutigen) Dienstag veröffentlichten Bundeswehr-Video zum (schon ein paar Wochen zurückliegenden) Erstflug dieser Maschine am Hindukusch die Probleme, die dem Namen gerecht werden, gar nicht zur Sprache kommen – siehe hier und hier.

Direktlink: http://youtu.be/HV6pl1atg7M

(Spoiler: Murphy’s Law)

29 Gedanken zu „NH90 in Afghanistan: Sag Murphy zu mir

  1. Ach nur wer sich selbst verarschen kann hat das mit dem Humor begriffen ;-)

    Viel schlimmer ist die Musik. Klingt wie die diese Dauerwerbung in einem Baumarkt.

  2. Ist zwar nur ein Einweisungs/Orientierungsflug, aber trotzdem: Warum fliegen die unbewaffnet?

  3. @veto

    Ein Rammsporn? ;-)

    (Ich vermute, ein Staurohr zur Geschwindigkeitsmessung, aber das können andere bestimmt besser beantworten.)

  4. @veto: Da ist offensichtlich ein Texaner an Bord, der würde ohne diese Verzierung nicht einsteigen. ;-)

  5. „Da gibt es ein Standardprogramm …“ bei 1:12:
    Also ich würde mich da als böser Gegner irgendwo dahin setzen und dann den Hubschrauber dort abschießen, oder denke ich zu einfach?
    Werferfehler

  6. @chris76 Warum fliegen die unbewaffnet?

    Da hast du wohl die „schweren Handfeuerwaffen“ an den Schiebetüren übersehen…..Standart G36A1 :) Ob da Mun drin war???

  7. Oder die umgehängte P8.

    Wobei, vielleicht kann der das Ding gar nicht bedienen. Oder gefährdet sich und das Luftfahrzeug eher selbst.

  8. Stimmt, die habe ich doch glatt übersehen…. :-)

    Werferfehler: Dass die Besatzung vor jedem Flug einen letzten Walkaround um die Maschine macht und durchcheckt, ist eigentlich normal….

  9. Erinnert mich an das Callsign mit dem Frau Clinton einst im Irak unterwegs war. Es war „Broomstick“.

  10. … na, das was hier bislang zu lesen war – nicht gerade das, was ich mir von AGA so erwarte. Eher SPON oder schlimmer. Sorry.

  11. http://www.youtube.com/watch?v=N47y5CNUdLo&feature=c4-overview-vl&list=PL72E0F0C49A83DE85

    Bei diesem neuen Video sieht man bei 4:45 einen Kasten links vom FLIR/Radom. Weiß jemand von Euch, worum es sich bei dieser Vorrichtung handelt? Bei Flugzeugforum war ebenfalls mal ein Bild eines deutschen NH90 mit einer leicht veränderten Nase links zu sehen. Handelt es sich zufällig um dieselbe Vorrichtung.

    An Thomas Wiegold: Ein großes Lob für diesen Blog. Ich verfolge diesen Blog schon seit geraumer Zeit und bin beeindruckt von der Qualität der Berichterstattung.

  12. Ein schöner Werbefilm des “ Luftüberlegenheitshubschraubers“ NH90.
    Die Realität hat ihn aber schon überholt, leider

  13. @ G 120A:
    Das ist das OWS (Obstacle Warning System), ein Hinderniswarnsystem das per Laserscanner Kabel, Bäume und ähnliche Hindernisse im Flugweg detektiert und der besatzung anzeigt. Es war in den IOC und IOC+ Bauzuständen noch nicht enthalten, sollte also ein Identifizierungsmerkmal für den FOC Bauzustand sein.

  14. @T.Wiegold | 31. August 2013 – 23:15

    Das OWS ist nicht in AFG verbaut – technisch nicht möglich

  15. @Tim | 31. August 2013 – 10:02
    Sorry – nehme alles zurück – die Anfrage bezog sich nicht auf :Sag Murphy zu mir Clip sondern auf den Link von @ G 120A. Sie haben recht.
    Schönes WE

  16. @T.W.: „Es gehört schon eine ordentliche Portion (Eigen)Ironie dazu, dem NH90-Hubschrauber im deutschen Afghanistaneinsatz erst mal das Rufzeichen Murphy 01 zu verpassen… Auch wenn in diesem am (heutigen) Dienstag veröffentlichten Bundeswehr-Video zum (schon ein paar Wochen zurückliegenden) Erstflug dieser Maschine am Hindukusch die Probleme, die dem Namen gerecht werden, gar nicht zur Sprache kommen.“

    Hierzu mal ein paar „dumme“ Statements oder auch Fragen, die vielleicht doch gar nicht so dumm sind?

    Also, da treffen sich ab und an Politiker, Journalisten und auch Insider in Berlin. Vorwiegend im Sommer, des öfteren im Biergarten des „Maria & Josef“ (beim S-Bahnhof Lichterfelde) und „versetzten“ u.a. TdM als Generalsekretär zur NATO und Einjeder schrieb anschließend in den Medien diesen Rumour ab. TdM und SB mögen doch demnächst gen’ Brüssel ins Endlager ziehen, aber der Chef hat noch lange nicht das Format eines Wörner zum NATO-Generalsekretär. Resultat: Beide gehen, keiner kommt in Brüssel im Endlager an und man hat gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

    Auch plauderte da doch im „MARIA & Josef“ jüngst ein MdB aus, unter Bezug auf das „VS-Vertraulich“ eingestufte Hubschrauber-MoU samt Ausrüstungsliste, die „Verschlußsache“, daß die 18 „SEA LION“ ursprünglich „SEA Angel“ hießen (man google bitte mal zu beiden Begriffen) und bestens für den „Transport von Leberkässemmeln“ geeignet seien. Es kommentierten die weiteren Anwesenden unter Anheben ihres Weizenglases, „na denn Prost“.

    Daraus darf ich schließen, daß der SEA LION als „NH90-NFH-Light“ bzw. die „MH90-Weightwatcher-Version“ total seiner Fregatten-Fähigkeiten (u.a. U- und Ü-Jagd und auch weitestgehend seiner restlichen Marinehubschrauber-Fähigkeiten bis zum bitteren Untergang beraubt wurde.

    Jetzt aber mal wie folgt weitergedacht:
    Nach der klassischen 3/3-Regel – 1/3 einsatzklar, 1/3 planmäßige Wartung und Instandhaltung, 1/3 ausserplanmäßige „W & I“ sowie Industrie und Upgrades – ergibt das von 18 HS insgesamt 6 verfügbare HS. Aber es werden bereits für ICAO-SAR insgesamt 3 Maschinen für See-SAR samt Inübunghaltung benötigt und das Thema „ziviles Havarie-Kdo“ ist da noch außen vor.

    ICAO-SAR hat jedoch mit mil. SAR, Verbands-SAR und auch CSAR absolut nichts zu tun, sondern ist ausschließliche Angelegenheit des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), welches den zivilen ICAO-SAR-Auftrag an das BMVg „durchgeschobenen“ hat. Also wohl eher ein Einsatz auf wirtschaftlichen Gebiet und/oder auch der Daseinsfürsorge, auf jeden Fall absolut nicht militärischer bzw. verteidigungspolitischer Art.

    Dennoch stützen sich das BMVg AIN bzw. StS S.B. samt Minister in ihrer Gegendarstellung zum entsprechenden Artikel der FAZ „Kritik an Hubschrauberprojekt der Bundeswehr“ http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/vorwuerfe-gegen-de-maiziere-kritik-an-hubschrauberprojekt-der-bundeswehr-12546259.html, mit http://www.bmvg.de/resource/resource/MzEzNTM4MmUzMzMyMmUzMTM1MzMyZTM2MzEzMDMwMzAzMDMwMzAzMDY4NmI3NDY3NmM2NzcwNjYyMDIwMjAyMDIw/PM32-Beschaffung-Hubschrauber.pdf voll auf § 100 c Abs. 2 Nr. 3 GWB („Besondere Ausnahmen in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit“) ab, um eine Wiederaufnahme des Marinehubschrauber-Vergabeverfahrens aus 2010/2011 auszuschließen bzw. eine freihändige Vergabe an EUROCOPTER zu legitimieren?

    Die Hälfte der SEA ANGEL bzw. nunmehr SEA LION werden aber zivil und letztendlich in Amtshilfe auf wirtschaftlichem Gebiet und in der Katastrophenhilfe eingesetzt und da ist auch der Bundesrechnungshof längst fürchterlich und ob der Kostenschere im Vergleich zu zivilen Operators (Beispiel England) dran.

    Weiß da jemand vielleicht mehr, oder ist das ein rein juristisches Problem?

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