Afghanistan: Fahrradfahren im Wakhan-Korridor

Ein Fundstück aus Nord-Afghanistan, das gar nichts mit Krieg und Konflikt zu tun hat. Aber ich wollte es hier nicht vorenthalten: Fahrradfahren im Wakhan-Korridor, im äußersten Nordosten des Landes.

Auf manchen Mobilgeräten werden YouTube-Filme nicht direkt angezeigt, deshalb der Link: http://youtu.be/F79zHMOIbSw

(Ja, ich weiß, dass das von einem Kamerahersteller gesponsort wurde und dessen Werbung dienen soll; das nehme ich an der Stelle mal in Kauf – und nein, ich profitiere in keiner Weise davon.)

17 Gedanken zu „Afghanistan: Fahrradfahren im Wakhan-Korridor

  1. …geliebtes, dunkles Land!

    Da bekommt man richtig Lust auch dort zu fahren, ich vermute nur, dass wird wird leider noch ein paar Jahrzehnte dauern.

    Gruß

  2. …..das sind dann die, die man dann wieder suchen kann und ggf. aufgeschlitzt am Wegesrand findet ;-)

    …aber grundsätzlich schöne Bilder!

  3. Nach mehreren Einsätzen in diesem Land hab ich mir geschworen, dass wenn die Situation es in ein paar Jahren(zenten) zulässt, ich dort definitiv auch mal in zivil ein paar Tage/Wochen verbringen werde…..

    Jedes mal wenn ich die schneebedeckten Berge gesehen habe, wurde der Wunsch bestärkt sich ein Snowboard zu besorgen…. und die Hänge zu befahren… :)

  4. @Buzz

    Dito. Das Land ist so schön. es ist eine solche Tragödie, das eines der landschaftlich schönsten Länder der Welt so zerschunden wird.

    pi
    Habe der Familie jedenfalls schon den Vorbefehl für einen Urlaub in Afghanistan gegeben. Abmarsch Zeitpunkt: in einigen Jahrzehnten.

  5. Vorrausgesetzt die Taliban lassen all die „Ungläubigen“ mit ihrem „Teufelszeug“ ins Land und hauen ihnen nicht gleich die Hände, Füsse und Köpfe ab.

    Bevor das Land touristisch erschlossen werden kann müsste sich die Sichtweise einiger Ewiggestrigen dort erst deutlich ändern.

  6. @Buzz: Das denke ich auch, auch wenn es bei mir nur ein Einsatz war…

    Zum Glück ist denen da nichts passiert. Ich war im Wakhan Corridor, als die Dänen dort in arge Bedrängnis geraten sind und wir sie Entsetzen mussten.

    Die schöne Landschaft, die am Ende ja auch erwähnt wird… Jeder der da gewesen ist, weiss es. Jeder, der nur die Bilder sieht, kann es meistens nicht glauben. Diese Art Bilder sind aber auch die, die man sehr gerne zeigt, weil es die meisten Leute aufrüttelt, dass es auch Schönes in diesem Land gibt (die schön bunten Mohnfelder zählen hier wohl weniger).

  7. Das ist ein unglaublich schöner Beitrag – ich finde es gut, dass auch die andere Seite des Landes gezeigt werden kann. Ich habe den Wakhan Korridor als einen sehr friedlichen in Erinnerung und auch mich hat es immer wieder gereizt, auf einen der Berge hinauf zu stapfen und mit den Skiern hinab zu rauschen.
    So manch ein Abendgespräch mit unserem Heeresbergführer drehte sich in die Richtung, die Touren-Ski für einen Ausflug im Morgengrauen zu nutzen… natürlich hätten wir nie die Freigabe dafür bekommen. Aber im Sinne der PR wäre es ein durchaus interessanter Gedanke gewesen.

  8. @ Sgt. Thrash

    Die Ewiggestrigen in AFG waren nicht immer ewiggestrig. Noch in den 70er Jahren war AFG ein zwar bitterarmes, aber für den Europäer weitgehend gefahrloses und unglaublich gastfreundliches Land – bis es zum Spielball der Weltpolitik wurde. Leider haben wir aus dem Westen auch den Respekt (nicht zu verwechseln mit dem Wunsch, dass wir uns insbesondere finanziell weiter engagieren) bei den Afghanen (schuldhaft? schuldlos? berechtigt? unberechtigt?) weitgehend verloren, und auch daher wird es bis zu einem unbeschwerten Tourismus etwas dauern …

    Zu dem Bild: Möchte nicht wissen, wie weit es noch bis zur nächsten Hütte mit einem zünftigen Weißbier ist. Denn warum quält man sich denn mit dem MTB über die Berge?

  9. @ F.v.S.: Hmmm… Denke nicht, dass diese Expedition besonders gefährdet war…

    Schlimm finde ich auch irgendwelche ver“ökten“ Spät68er, die man dann in Nordafrika freikaufen soll (am Stück oder in Scheiben) aber hier fand ich das Sicherheitskonzept ganz gefällig:
    – Einreise ohne Aufsehen über Land
    – weg von der Ringroad in kleine Siedlungen
    – fairer Umgang mit den Eingeborenen (money for work)
    – keine Frau dabei: spart interkulturelle Detonationen einfach aus
    – gutes, z. T. militärisches Kartenmaterial

    Ich glaub die größte Gefahr war ein US-Drohnenangriff
    auf die „verdächtige Kolonne“ in den Schmuggler-Bergen…

  10. Schade, hätte mir das Bild auch
    gerne angesehen, aber das hat wohl jemand geklaut ;-)

  11. @Happy Pepe

    Habe mal den Link oben nachgetragen, falls das Video nicht direkt angezeigt wird.

  12. Man kann sich in Teilen Afghanistans durchaus halbwegs sicher als Zivilist aufhalten, auch als Tourist. Es gehen Linienflüge nach Kabul, wo man sich am Flughafen von diversen renommierten Taxifirmen abholen und in ein Qualitätshotel bringen lassen kann. Von dort aus kann man dann mit einem vorab arrangierten Fahrer weiterreisen, z.B. in Richtung Bamian oder Pandschir-Tal. Wenn man sich nur bei Tageslicht entlang vernünftiger Routen bewegt und die erforderlichen organisatorischen Vorbereitungen trifft, ist das m.E. nicht gefährlicher als andere Drittwelt-Reisen, und das größte Risiko wäre mit Abstand der Straßenverkehr. Ohne sprach- und ortskundige Begleitung sollte man m.E. aber nicht reisen, wenn man Sprache und Land nicht selbst gut genug kennt.

  13. Also landschaftlich bin ich nach wie vor sehr begeistert von dem Land. MIt den Tälern, Flüssen, Feldern und Gebirgen. Einfach traumhaft. Kann man sich gar nicht satt sehen.

    Besonders fasziniert war ich immer von der Landwirtschaft und den ausgeklügelten Bewässerungssystemen. Aber dort wo ich mal war, komme ich glaube ich nicht wieder hin. Zumindest wohl nicht alleine. Eigentlich sehr schade.

  14. @ T.Wiegold
    Danke! Sind ja wunderschöne Eindrücke!
    Um auf die Vorschreiber zurückzukommen,
    da müsste man jetzt 20 sein, um mit 50 evtl.
    so eine Tour machen zu können.
    Schaun wir mal. ;-)

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