Hochwasser und NH90: Jetzt ist der Haken dran

Hochwasser_NH90_Ludwigslust_20130611

Die Meldung über den nicht einsetzbaren Außenlast-Haken am NH90 hat ein bisschen Wirbel ausgelöst… und inzwischen ist das Problem auch (vorläufig) beigelegt: Inzwischen sei die Zulassung eines Lasthakens mit Drehwirbel für den NH90 erfolgt, teilte mir gerade eben das Kommando Heer mit.

Für den Hubschrauber wurde – mit leichten Veränderungen – der Haken/Drehwirbel des Marine-Hubschraubers SeaKing zugelassen. Damit darf der NH90 zwar nur 2,5 Tonnen als Außenlast schleppen und nicht die vier Tonnen, die sonst für diesen Helikopter möglich wären. Mit dieser Übergangslösung, so heißt es, könne der NH90 aber bei Bedarf im aktuellen Hochwasser auch zum Transport von Sandsäcken und den so genannten Big Packs eingesetzt werden.

(Archivbild vom 11. Juni: NH90 bei der Landung in Ludwigslust – Foto Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern)

45 Kommentare zu „Hochwasser und NH90: Jetzt ist der Haken dran“

  • Interessierter   |   13. Juni 2013 - 17:45

    Ich bin immer wieder begeistert zu sehen wie schnell und reibungslos wir arbeiten können wenn die „Kacke dampft“. Ich kenn mich jetzzt im Bereich Zulassungswesen für LFz zwar keinen Meter aus, frage mich dann aber dennoch, warum es da erst eines Hochwassers gebraucht hat um diese (Teil-)Lösung zu realisieren und im zweiten Schritt würde mich interessieren wie oft wir uns selbst im Weg stehen durch übertriebene Regulierungs- und Zertifizierungswut (Nicht auf den Bereich LFz gemünzt, FluSi ist zweifelsfrei vorrangig zu betrachten…).

  • K.B.   |   13. Juni 2013 - 18:01

    Diese Geschichte ist nur ein weiteres Symptom des grundlegenden Leidens – nämlich der prinzipiellen Planungs- und Konzeptionsunfähigkeit des gesamten sicherheitspolitischen Bereiches.

    Das Hochwasser kam natürlich genauso überraschend wie die Anfrage der Franzosen nach Luftbetankungskapazitäten.

    Wofür halten wir uns dann überhaupt noch die diversen Planungsstäbe, wenn wir ohnehin alles ad hoc machen, wenn es gebraucht wird…

  • Ted   |   13. Juni 2013 - 18:04

    Ja, früher waren es Kriege, aus denen die erstaunlichsten Erfindungen hervorgingen und ungeahnte Energien bei der Bevölkerung freisetzten. Grund war wohl der Selbsterhaltungstrieb. Da wir keine wirklichen Grenzbedrohungen mehr haben und uns Verschleppungen von Rüstungsprojekten „leisten“ konnten, ohne das uns ein Fehler direkt um die Ohren fliegt, bedarf es eben eines Hochwassers um die wahre Leistungsfähigkeit festzustellen.

    Nur- und hier wird es dramatisch: So wird die Trägheit im regulären Betrieb natürlich noch wesentlich deutlicher.

    Allerdings freue ich mich zu sehr über den Zusammenhalt unserer Menschen, als das ich vergrämt auf die vertanen Chancen blicke. Schluss mit der Meckerei.

  • Elahan   |   13. Juni 2013 - 19:56

    Teurer kann man 2,5 Tonnen nicht durch die Luft bewegen.

    Für 90 Flügen durch Firma Eagle Helicopter AG mit AS332 C1 SuperPuma für ca. 69 Bäumen max 4,5t ( wobei diese Last nur zu etwa 80 % ausgenutzt wird) zum von Preis 51.646,00€

    Da fliegt der NH noch nicht mal eine Stunde.

  • -MK20-   |   13. Juni 2013 - 20:30

    Dann können Sie ja mal zur Eagle Helicopter AG Rechnung und ebenso zu den aktuellen Flugkosten pro Std. für den NH90 verlinken, danke.

  • Elahan   |   13. Juni 2013 - 20:44

    Für diese Art Links ist Vtg-Amtmann zuständig :-)

  • Spuiiisss   |   13. Juni 2013 - 20:55

    Hätte der NH 90 , wie der Jäger 90 einen neuen Namen bekommen…..

    ….aber das mit dem Euro…. ist ja nun auch kein so beliebtes Wort mehr!!!!

  • Lippe65   |   13. Juni 2013 - 20:57

    Guten Abend,
    @Elahan
    Mit den Kosten liegen Sie leider daneben – selbst bei der derzeitigen statisch ungünstigen Kostenrechnung (wenige Flugstunden hohe Projektkosten) kommen immerhin knapp 1,5 NH90 Stunden Summe heraus.
    Allerdings hätte ich die Rechnung für die Puma auch gerne gesehen – kommt mir etwas niedrig vor – oder wurden Beistellungen herausgerechnet?

    Lippe65

  • Someone   |   13. Juni 2013 - 21:20

    @ K.B. | 13. Juni 2013 – 18:01

    (…) Wofür halten wir uns dann überhaupt noch die diversen Planungsstäbe, wenn wir ohnehin alles ad hoc machen, wenn es gebraucht wird…

    Nee. Die Frage ist: Wozu haben wir hochbezahlte Stäbe, die das vorher ausplanen sollen, und zwar so, dass es funktioniert, wenn das Ad hoc ohne die viel besser und schneller funktioniert!

  • Elahan   |   13. Juni 2013 - 21:22

    @Lippe65

    Da muss ich sie enttäuschen, in den Kosten für den Puma sind die Baumfäller auch noch dabei. Neben der Hubschrauber-Crew sind acht Mann am Boden zugange, stehen in permanentem Funkkontakt mit dem Piloten, dirigieren, sägen, sichern. Fragen sie den Bürgermeister von Heidenheim a.d.Brenz, Rainer Domberg, der bekam die Rechnung.

    „Vtg-Amtmann | 13. Juni 2013 – 8:56
    Zu den Erstattungskostensätzen bei Hilfe im Katastrophenfall, bei Amtshilfe und Anwendung nach § 61 BHO vgl. http://www.uploadarea.de/upload/wfu94ccarpqa483nk6rmcoyuv.html

    In der Ausgabe davor war der NH90 mit über als 50 000€ drin

    Hatte schon darauf gewartet, bis jemand nach UAV ruft!

    Hat sich erstmal erledigt :-)

    K-MAX Unmanned Helicopter Crashes In Afghanistan

    http://homepost.kpbs.org/news/2013/jun/13/k-max-unmanned-helicopter-crashes-afghanistan/

  • St.Michael   |   13. Juni 2013 - 21:32

    @ K.B. und Someone

    General Dwight D. Eisenhower: „Plans are nothing; planning is everything.“

    Oder anders gesagt – KdoTerrAufgBw hat dieses Mal viel besser koordiniert und geplant, als es früher die WBK’s etc. hinbekommen haben.

  • Someone   |   13. Juni 2013 - 22:35

    Brauch ich gar nicht so weit für über den Teich: Kein Plan übersteht den ersten Feindkontakt, wie es schon in der AGA hieß.

    Damals hat auch jeder nur in seinen paar Bundesländern gedacht und keiner hatte die Gesamtlage vor Augen. Manchmal dachte ich, man sei überrascht, dass die Wassermassen des Flusses sich nicht an Zuständigkeitsgrenzen hielten.

  • Flame   |   13. Juni 2013 - 23:55

    OT:
    aber im Raum Thüringen (Kreis Sömmerda) kam schon am 01 Juni eine zivile AS 350 mit Aussenlast zum Einsatz.
    Wann flogen die ersten Hubschrauber der BW ?

    Quelle: MDR-Thüringen Bilder vom Hochwasser am 01 Juni 2013 Bild (Nr. 11 von 44)

  • Vtg-Amtmann   |   14. Juni 2013 - 6:47

    Also wenn ich da so lese „Für den Hubschrauber wurde – mit leichten Veränderungen – der Haken/Drehwirbel des Marine-Hubschraubers SeaKing zugelassen. Damit darf der NH90 zwar nur 2,5 Tonnen als Außenlast schleppen und nicht die vier Tonnen, die sonst für diesen Helikopter möglich wären. Mit dieser Übergangslösung, so heißt es, könne der NH90 aber bei Bedarf im aktuellen Hochwasser auch zum Transport von Sandsäcken und den so genannten Big Packs eingesetzt werden.“, da dreht sich einem nur noch der Magen rum!

    Ohne Haken-Drehwirbel und nur 62,5 % der tatsächlichen max. Aussenlast? Bei Profis hat bereits der Radlader eine Waage, der Lasthaken ebenso und jede Rotation die über 2 – 2,5 Minuten liegt, ist unwirtschaftlich. Deshalb heißt bei uns auch der Bodentrupp „Wanderzirkus“. Derat schlagen wir z.B. mit einem AS 350 B2 Ecureuil ca. 24 t – 30 t/Std im „Kalk“ oder bei „Beton“ um, aber nicht zu Vollkosten von ca. 50.000,00 € (NH 90) oder 28.141,00 € (CH 53)!

  • Cynic2   |   14. Juni 2013 - 7:44

    @ Vtg-Amtmann
    Mein Gott, warum hat das noch niemand dem BMVg erzählt?! Ähnlich dem strategischen Lufttransport könnten wir die gesamte Helikopterflotte an private Dienstleister outsourcen! Sie wissen schon, besserer Service, moderneres Gerät, geringere Betriebskosten, wie bei jedem Outsourcingprojekt des BMVg. Das könnte irgendwie an die BwFuhrparkservice GmbH angeflanscht werden. Was da noch Einsparpotential vorhanden ist…

    Ich meine das nicht ernst, aber irgendwer kommt garantiert auf die Idee. :-)

  • Vtg-Amtmann   |   14. Juni 2013 - 8:14

    @Cynic2: Man hätte da schon zu Zeiten der Irak- und Kurdeneinsätze, der Balkanmandate, der großen Waldbrandkatastrophen Mitte der 90er Jahre, und auch der Oder-Flut viele Synergien im Zuge einer sauberen Reservistenarbeit schöpfen können, aber die Bundeswehr wird dass Fliegen immer wieder neu erfinden (müssen)! Man sollte auch mal die entsprechenden Herren der Abteilungen Weiterentwicklung zu den großen und jährlich wiederkehrenden EU-Waldbrandpräventions-und-bekämpfungskampagnen nach Portugal, Spanien, Griechenland, Sizilien und Sardinien zum Praktikum „abkommandieren“. Etc. etc.

  • Elahan   |   14. Juni 2013 - 8:56

    @Cynic2

    Das BMVg weiß bescheid, aber eben nur durch den Flurfunk oder nur über Vorlagen für die Vorgänger des Ministers.

    Man muss ja nicht gleich privatisieren es genügt oft schon bewährtes, robustes, einsatzfähiges, kostengünstiges und versorgbares Gerät für Special Ops, Combat SAR und zum Personal Recovery zu kaufen.

    Die AS 532 Cougar der Flugbereitschaft kostet bei Hilfe im Katastrophenfall, bei Amtshilfe und Anwendung nach § 61 BHO 6300€
    Bei unberechtigter Benutzung und Arbeiten auf wirtschaftlichem Gebiet 20100€

    Aber die scheinbare Goldrandlösung wird entwickelt, gekauft und ist dann nicht zu gebrauchen.

  • Graue Irrelevanz   |   14. Juni 2013 - 13:41

    Wenn mich nicht alles täuscht, muss beim Drehwirbel der Sea-King die Last manuell ausgehangen werden, oder?
    Wenn das so ist, dann können doch auch hier keine Sandsäcke abgeworfen werden. Es müsste jemand unten stehen und diese aushängen!

    Applaus Applaus, es scheint also eine recht eingeschränkt nutzbare „Medienlösung“ zu sein, damit es so ausschaut, als ginge ja doch was.
    Würde mich wirklich interessieren, wer so etwas initiiert.

  • Vtg-Amtmann   |   14. Juni 2013 - 13:58

    @Graue Irrelevanz: Wie bitte? Man braucht zwar kein Sandsack- oder BigBag-Bomber, aber wo liegen denn da die Umlaufzeiten bzw. die Stunden-Tonnagen?

  • Lippe65   |   14. Juni 2013 - 17:58

    @ Graue Irrelevanz, @Vtg-Amtmann
    Der Sinn der Zulassung des Seaking-DmL vor 5 Jahren war die Sicherstellung des Außenlast-Ausbildungsflugbetriebes an der HFlgWaS und nicht das Abwerfen von Lasten in Wasserflächen – wie übrigens bei keinem anderen außenlastfähigen Hubschrauber.
    Für die Ausbildung war das Auslösen am Lasthaken des NH90 kein Problem – damals ging man von der Verfügbarkeit des Orginal-NH90-DML bereits 2008/9 aus – wie in vielen anderen Dingen beim NH90 kam es jedoch später.
    Das der Lasthaken nicht selbst drehbar ist, wie z.B. bei der UH-1D, ist leider wohl nicht in der Spezifikation sauber genug abgebildet gewesen, aber hier habe ich keine Detailkenntnisse – jetzt fehlt im Lasthakenschacht allerdings der Raum für einen drehbaren Lasthaken.

    Lippe 65

  • Vtg-Amtmann   |   14. Juni 2013 - 18:10

    Lippe65. Dass man keine Lasten, oder BigBags, oder Sandsäcke vom Hubschrauber ins Wasser wirft ist mir gerade noch klar. Da wird nämlich das Wasser so dreckig, weil die Dinger platzen. Frage war, wie sieht die Realität bzw. die Praxis aus? Und wo liegen die Umlaufzeiten?

  • huey   |   14. Juni 2013 - 18:12

    Wenn der Lasthaken selbst nicht drehbar ist, gibt es marktverfügbare Lösungen, um an einen starren Lasthaken eine Drehvorrichtung anzubringen….das sollte nicht das Problem sein….bzw. wäre kein Problem, wenn wir hier nicht von der Bundeswehr reden würden..

    Bei jeder zivilen Firma würde eine kurze Internet-Recherche durchgeführt, und innerhalb von Tagen (!) würden einige solcher Lösungsansätze beschafft…

  • Vtg-Amtmann   |   14. Juni 2013 - 18:18

    @huey: Richtig! Man hat bei der Bw auch von Arbeitsfliegerei keine Ahnung, aber auf die Klötze kann man hauen. Ging sicherlich Ihnen genauso wie mir, unmittelbar nach dem Bund, aber in der professionellen Fliegerei wurden die meisten sehr schnell wach.

  • Lippe65   |   14. Juni 2013 - 18:26

    @Vtg-Amtmann,

    der NH90 befindet sich derzeit nur in Vorserienversionen in der Truppe, aufgrund der technischen Probleme mit dem Lasthaken in Verbindung mit anderen Schwerpunkten der Einsatzprüfung sind solche Werte noch nicht erflogen worden, sind aber auch in den heutigen Szenaren eher weniger von Interesse.
    Die Einschränkung mit dem nur manuell an der Last auslösbaren DmL existiert nicht mehr wenn der vorgesehen 4to DmL zugelassen und ausgeliefert wird.
    Lippe 65

  • Vtg-Amtmann   |   14. Juni 2013 - 18:45

    @Lippe65: Und was soll das für ein „Wunderlasthaken“ bei den Bw NH90 werden? Wie wäre es denn mit dem da http://www.amsafe.com/wp-content/uploads/productsheets/defense/EU/Military-QuickDrop.pdf ? To all regulations compliant!

  • Graue Irrelevanz   |   14. Juni 2013 - 19:41

    Ich habe mich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt.

    Meine Sorge ist nur, dass nun wieder etwas, aus der Not geboren/zugelassen wurde, was nicht wirklich nützlich bzw. zielführend ist.
    Denn bei der nächsten Gelegenheit heißt es dann, man könne ja wunderbar mit dem Sea-King-DmL fliegen, alles sei ja nicht so schlimm.
    Und in der Presse wird es dann dementsprechend dargestellt, dass die Truppe mal wieder zu dämlich ist.

  • werner   |   14. Juni 2013 - 20:06

    @ Vtg-Amtmann
    Es ist genau dieser aus Ihrem Link.

  • Vtg-Amtmann   |   14. Juni 2013 - 20:11

    @werner: Und was passt daran nicht, daß man die 4 t nicht nutzen kann? Etwa der zellenseitige Haken oder die Hardpoints? Oder liegt es etwa nur an der Kamera die noch fehlt?

  • Graue Irrelevanz   |   14. Juni 2013 - 20:27

    Vielleicht etwas OT, aber gemäß Cellesche Zeitung: „De Maizière will eigene Zulassungsbehörde“

    Hab ich jetzt irgendwas falsch verstanden, oder was macht die WTD 61 so den ganzen Tag?

  • werner   |   14. Juni 2013 - 20:27

    @Lippe65
    Die Einschränkung mit dem nur manuell an der Last auslösbaren DmL existiert nicht mehr wenn der vorgesehen 4to DmL zugelassen und ausgeliefert wird.

    Genau – so zwischen 2015 und 2016. Bis dahin können wir ja an anderen Themen basteln (RadAlt, Shackle, Flüge über Wasser und so) – festzustellen bleibt, der Haken war ja schon iimmer dran (Cargo Hook), aber…….

  • Vtg-Amtmann   |   14. Juni 2013 - 20:35

    @Graue Irrelevanz: „Vielleicht etwas OT, aber gemäß Cellesche Zeitung: “De Maizière will eigene Zulassungsbehörde”

    Über die Schnappsidee des Bürograten und Autograten TdM habe ich mich schon hinreichend in http://augengeradeaus.net/2013/06/eurohawk-der-spdgrunen-antrag-zum-untersuchungsausschuss/comment-page-1/#comment-68560 ausgelassen.

  • werner   |   14. Juni 2013 - 20:37

    @Vtg-Amtmann

    Haha
    Aber wenn es Sie interessiert, können wir uns ja mal persönlich austauschen.

  • Vtg-Amtmann   |   14. Juni 2013 - 20:37

    @Graue Irrelevanz: „Vielleicht etwas OT, aber gemäß Cellesche Zeitung: “De Maizière will eigene Zulassungsbehörde”

    Über die Schnappsidee von TdM habe ich schon in http://augengeradeaus.net/2013/06/eurohawk-der-spdgrunen-antrag-zum-untersuchungsausschuss/comment-page-1/#comment-68560 ausgelassen.

  • Graue Irrelevanz   |   14. Juni 2013 - 20:59

    @Vtg-Amtmann: Ich gebe zu, nicht alle Ihre Posts hinreichend zu durchdringen und deshalb manchmal, auch zusätzlich wegen ihrer Länge, nur zu überfliegen. :-/

    Dass Sie den Minister nicht so toll finden (wie er sich selbst) ist mir schon aufgefallen, dass er sooooo bar jeglicher Kenntnis ist hätte ich jedoch nicht gedacht.

  • Lippe65   |   14. Juni 2013 - 21:04

    @Werner
    Der DmL mit der manuellen Auslösung ist der Seaking DmL – mit dem Neuen soll das Problem gelöst sein. Dann können auch die 4to gehoben werden – der SKDmL ist auf 2,5 to begrenzt.
    Die Qualifikation und Erprobung sollte eigentlich noch dieses Jahr abgeschlossen werden (fällt zunächst ironischerweise dem Hochwasser zum Opfer).

    Das mit der Zulassungsbehörde habe ich heute auch vernommen – und ich dachte immer schlimmer kann es nicht kommen – WTD61 zum Quadrat. Aber neue Behörden müssen sich ja finden und in der Zeit läuft dann wahrscheinlich gar nichts mehr.

    Lippe65

  • Vtg-Amtmann   |   14. Juni 2013 - 21:09

    @Graue Irrelevanz: Bin zwar nicht der Minister, habe ebenso wie dieser nicht die komplette ZDv 19/er-Serie und weitere „DOC’s zum Zulassungs- und Beschaffungswesen komplett auf der persönlichen Festplatte, aber mangels Staatssekretären, diese komplett auf dem Rechner. Erscheint mir auch zuverlässiger und objektiver als STS’s.

  • Graue Irrelevanz   |   14. Juni 2013 - 21:15

    Und was soll diese Zulassungsbehörde dann besser oder anders machen?
    Vielleicht liegt dort mein Verständnisproblem.

  • Vtg-Amtmann   |   14. Juni 2013 - 21:21

    @Graue Irrelevanz: Die sollen nichts anderes machen, als wie bislang und weiter Ihren Job und der war bis dato so gut, dass sich selbst Lobbyisten in den eigenen Reihen nicht durchsetzen konnten!
    Das muss man hoch anerkennen!

  • Elahan   |   14. Juni 2013 - 21:25

    The European Military Airworthiness Certification Criteria (EMACC) document has also now been endorsed by the MAWA forum.

    Seite 17

    http://www.eda.europa.eu/docs/default-source/eda-factsheets/annual-report_web

    A single European Military Airworthiness Organisation (JAA Model) owning a suite of European Military Airworthiness Requirements used by all participating Member States to govern peacetime European Military Airworthiness activities…

    http://www.eda.europa.eu/docs/documents/19—a-vision-for-european-military-airworthiness-harmonisation-(mr-charlie-masterton-head-of-airworthiness-bae-systems-military-air-information).pdf

  • Elahan   |   14. Juni 2013 - 21:28

    Die Zulassungsbehörde der Bw (WaSysKdo) für Luftfahrtgerät wird gerade Aufgelöst..

  • Vtg-Amtmann   |   14. Juni 2013 - 21:31

    @Elahan: „Die Zulassungsbehörde der Bw (WaSysKdo) für Luftfahrtgerät wird gerade aufgelöst.“
    Schade, die waren wenigstens noch berechenbar!

  • Elahan   |   14. Juni 2013 - 21:52

    @Vtg-Amtmann

    Und leider durch Personalreduzierung oft schon über der Leistungsgrenze und das wird im neuen Kommando noch schlimmer.

    Was dann eine neue Behörde soll? Vor allem, wenn man sich die Begründung anhört, warum alles zusammen gelegt wird:

    „Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr strafft die Luftwaffe ihre Führungs-organisation und führt das Luftwaffenamt, das Luftwaffenausbildungskommando und das Waffensystemkommando der Luftwaffe im Kommando Unterstützungsverbände Luftwaffe am Standort in Köln-Wahn zusammen. Das Kommando Unterstützungsverbände Luftwaffe übernimmt gebündelte, querschnittliche Unterstützungsaufgaben sowohl für die Luftwaffe als auch für die gesamten Streitkräfte. Darüber hinaus werden alle Aufgaben im Rahmen der Betriebsverantwortung für die Einsatzfähigkeit der Waffensysteme der Luftwaffe und die allgemeinmilitärische sowie technische Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten von Köln aus gesteuert.“

    Dachte, der Sack ist zu?

  • Elahan   |   14. Juni 2013 - 21:59

    „Die Feinausplanung der Bundeswehr basiert auf den neuen Prozessen und berücksichtigt die damit verbundenen Schnittstellen zwischen den Orga- nisationsbereichen. Ziel ist die strukturelle Ausgestaltung der Prozessschnitt- stellen in möglichst effektiver und effizienter Form. Dabei sind die durch die Neugestaltung der Prozesse geschaffenen Vereinfachungen und Beschleunigung von Arbeitsschritten und Abläufen zu unterstützen sowie gleichzeitig Dopplungen in der Aufgabenwahrnehmung zu vermeiden.“

    http://www.cpm-st-augustin.de/fileadmin/images/buecher/deutsche-bundeswehr/6-5.pdf

    Dann sollten wir aber das Ausbildungskommando auch ausgliedern, und die Logistig ……

  • werner   |   15. Juni 2013 - 7:21

    @Lippe65
    Die Qualifikation und Erprobung sollte eigentlich noch dieses Jahr abgeschlossen werden (fällt zunächst ironischerweise dem Hochwasser zum Opfer).
    Ich sehe Sie sind im Bilde. Und das der DML nicht durchs Loch passt, stört dann auch keinen mehr. Es liegen aber noch ein Paar TAs auf Lauer – die können wir dann in Ruhe abarbeiten.

  • Lippe65   |   15. Juni 2013 - 7:21

    Guten Morgen,
    @Elahan
    Ihr Zitat gefällt mir ausnehmend gut, da wir gerade im Bereich der Amtsebene durch Partitionierung so viele nicht sauber definierte neue Schnittstellen schaffen, dass die Arbeit massiv behindert/verzögert wird.
    Wenn dann noch DP nicht besetzt werden weil einfache Formen der Mathematik an entscheidenden Stellen nicht beherrscht werden und einige die Gelegenheit getreu dem Motto „Kameradschaft ist wenn der Kamerad schafft“ beim Schopfe packen, dann ist das Ziel der Reform prima zu erreichen.
    Allerdings vermag ich die Synergien am StO Wahn nicht zu erkennen, da in vielen Bereichen, in Zusammenhang mit der Aufstellung des BAAINBw, eher eine Vergrößerung und „Auffaserung“ der Strukturen zu erkennen ist als eine Verschlankung.
    Nur ein neues Dach über 3 großen Häusern.

    Diese Analyse ist, zumindest für das letzte halbe Jahr, auch deutlich für den Ausgangsgegenstand dieses Threads zutreffend.

    Lippe 65